Ulrich Clement geht es in seinem neuen Buch um Selbstbestimmung vor Symptombesserung, „Sein“ vor „Tun“. Insbesondere Störungen des sexuellen Verlangens werden in ihrer Bedeutung für die Selbstachtung als Mann oder Frau untersucht und auf eine ganz neue Weise therapeutisch zugänglich gemacht.
13.06.2016

Aktuell auf Arte: „Geheimnis der Begierde oder die Matrix der Lust“

Wie entsteht Lust und warum geht sie Langzeitpaaren im Laufe der Jahre oft verloren? Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind dem Rätsel um das Wesen der Begierde auf der Spur und fördern mitunter überraschende Einsichten zutage: So sind in monogamen Beziehungen Frauen schneller sexuell gelangweilt als Männer. Haben sie deshalb auch weniger Lust als Männer? Was leisten luststeigernde Medikamente für Frauen, an denen die Pharmaindustrie mit Hochdruck forscht?

Arte wiederholt derzeit die sehenswerte Reihe „Geheimnis der Begierde oder die Matrix der Lust“, die Einzelbeiträge des Vierteilers sind in der Mediathek des Senders abrufbar. Zu Wort kommen anerkannte Experten, darunter die Anthropologin Helen Fisher, der Mediziner und Journalist Werner Bartens, der New Yorker Bestsellerautor Daniel Bergner sowie der Sexualforscher und Carl-Auer-Autor Ulrich Clement.

Von Ulrich Clement erscheint im Herbstprogramm 2016 im Carl-Auer Verlag ein neues Buch mit dem Titel „Dynamik des Begehrens – Systemische Sexualtherapie in der Praxis“. Es widmet sich dem vielfach als trist und anstrengend empfundenen Behandlungsalltag in der Paartherapie, hinterfragt scheinbar unumstößliche Paradigmen, wie „Sex macht Spaß“, und lässt Ambivalenzen und Abgrenzungen der Partner bewusst zu, um so neue Spielräume zu schaffen. Das Buch hat das Zeug, zu einem Klassiker der Paartherapie zu werden.

Carl-Auer-Literaturtipp:
Ulrich Clement: „Dynamik des Begehrens – Systemische Sexualtherapie in der Praxis
Angelika Eck (Hrsg.): „Der erotische Raum – Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie