Gunther Schmidt (© Guy Jallay)
Bernhard Trenkle (© Timo Volz)
17.07.2015

Carl-Auer gratuliert Gunther Schmidt zum 70. Geburtstag!

Lieber Gunther, 

herzliche Glückwünsche zu Deinem 70. Geburtstag im Namen des Carl-Auer Verlags! Als Dein Freund und Kollege seit nun 40 Jahren freut es mich, dass ich diese Glückwünsche übermitteln darf. Du bist einer der Gründerväter des Verlags und einer der besonderen Autoren. Dein Buch „Einführung in die hypnosystemische Arbeit“ ist in seiner Reihe das Buch mit dem meisten Inhalt. Weil sich die Fülle Deiner Ideen nicht auf die vorgesehenen 128 Seiten packen ließ, musste der Verlag eine kleinere Schrift wählen.
Ein großer Teil Deiner wichtigen Beiträge der letzten drei Jahrzehnte sind in dem Buch „Liebesaffären zwischen Problem und Lösung“ enthalten. Bei Carl-Auer haben die Bücherreihen eigene Farben: Grün für Hypnotherapie, Rot für Familientherapie usw. Dein „Liebesaffären“-Buch ist das Buch, das wegen seiner Einzigartigkeit an der Schnittstelle von Hypnotherapie und Systemischer Therapie eine eigene Farbe bekommen hat. Mit Deiner Kreativität und Schaffenskraft bist Du außergewöhnlich – eben außer der Reihe.
Ein anderes Buch wurde Dir von den Herausgebern gewidmet und zum 66. Geburtstag geschenkt. Es enthält hypnosystemische Ansätze für den Bereich Beratung, Coaching und Supervision. Der Titel des Buches ist ein Begriff, den Du geprägt hast: „Der Realitätenkellner“.

Heute, zu deinem Geburtstag, möchte ich Dir eine wahre Geschichte schenken.
2006 fand in Südafrika die 2. Ego-State-Weltkonferenz statt. Woltemade Hartman und ich standen etwas bange am Flughafen, um John „Jack“ Watkins zu erwarten: Zwei Economy-Class Flüge von USA nach London und von London nach Johannesburg – und das mit 93 Jahren. Watkins kam gut gelaunt und locker auf uns zu. Am Abend des dritten Tages gab es ein Fest mit Live-Musik. Watkins forderte Danie Beaulieu zum Tanz auf. Trotz der 50 Jahre Altersunterschied legten die beiden einen beeindruckenden Rock ’n’ Roll in hohem Tempo hin. Je länger das ging, desto mehr wurde einigen von uns bange. Wir befürchteten, dass uns Watkins erschöpft zusammenbricht. Nach dem Tanz ging er etwas atemlos ans Mikro: „Ach, ich wäre gerne nochmal 70!“

Also – lieber Gunther, du bist jetzt im besten Alter. Wir wünschen Dir noch lange Deine unermüdliche Schaffenskraft. Nimm Dir ab und zu die Zeit, etwas von Deinen vielen Ideen niederzuschreiben. Und – ich und Deine Freunde und Kollegen und alle Mitarbeiter von Carl Auer hoffen, wir können noch lange zusammen auf vielen Hochzeiten tanzen!

Bernhard Trenkle