Ute Clement ist eine der Initiatorinnen des Fachtagung „Suffizienz – Wann ist „gut" gut genug?“
31.05.2016

Fachtagung „Suffizienz – Wann ist „gut" gut genug?“

Am 16. und 17. September 2016 veranstaltet  die Carl-Auer-Akademie in Kooperation mit der Ute Clement Consulting GmbH in Heidelberg eine Fachtagung zum Thema Suffizienz, einem Begriff, der zunehmend mehr in die öffentliche Debatte drängt. Wir haben Ute Clement gefragt, warum man die Veranstaltung mit dem Titel  „Suffizienz – Wann ist „gut" gut genug?“ auf keinen Fall versäumen sollte. 

Ute Clement: Die Fachtagung ist das erste Format in Deutschland, das Experten aus unterschiedlichen Bereichen zum Thema Suffizienz zusammenbringt und allen Interessierten die Möglichkeit gibt, sich mit suffizienten Wegen vertraut zu machen.

Suffizienz, das bedeutet: „Wann ist 
„gut" gut genug?“ Namhafte Ökonomen, Soziologen, Psychologen, Philosophen und Technologievisionäre haben diesem Trend nachgespürt. Unter dem Stichwort „Suffizienz“ ist eine internationale Diskussion in Gang gekommen, an der wir die TeilnehmerInnen konkret beteiligen möchten. Die Vernetzung der TeilnehmerInnen und die Diskussion suffizienter Ideen soll ermöglicht werden, ebenso wie das Entstehen einer Community rund um das Thema Suffizienz.

Carl Auer: Worum geht es genau?
Ute Clement: Wann ist „gut" gut genug? - Das ist die Fragestellung, der wir während zweier Tage nachgehen möchten. Eine abschließende Antwort darauf wird es wohl nicht geben. Im Gegenteil! Wir hoffen darauf, dass sich aus dem Diskurs für die TeilnehmerInnen weitere Fragen ableiten und durch den Austausch untereinander neue Erkenntnisse erwachsen werden. In Impulsen, Workshops und Open Space Formaten wird das Thema Suffizienz unter den Aspekten Ökologie, Management, Mobilität, Philosophie, Gesundheit und Gesellschaft beleuchtet. Wie in einer Sternwanderung bewegen wir uns dabei auf das Thema zu.

Carl Auer: Für wen ist die Veranstaltung interessant?
Ute Clement: Wir verfolgen einen interdisziplinären Ansatz. Es wird die große Bandbreite von Impulsen von Managern für Manager, von Workshops von AktivistInnen für AktivistInnen geben. Mein Ansporn, diese Tagung zu initiieren, entwickelte sich aus meiner Erfahrung aus über 20 Jahren Beratertätigkeit. Dabei habe ich seit längerem einen bemerkenswerten Trend feststellten müssen: Auf der Suche nach Glück und Lebensqualität wird das Paradigma von Wachstum, Optimierung und Beschleunigung zunehmend hinterfragt. „Besser leben statt mehr haben“, „Raus aus dem Hamsterrad“ lautet immer öfter zu hörende Devise.

Carl Auer: Welcher wäre der einzig akzeptable Grund, die Veranstaltung zu verpassen?  
Ute Clement: Es gibt keinen, außer man wollte aktiv einen der prägenden Trends in unserer Zeit verpassen.

Carl Auer: Wie wird es weitergehen?
Ute Clement: Unser erklärtes Ziel ist es, eine Suffizienz-Community zu schaffen. Die Impulse und Ideen sollen nach der Tagung weiter verfolgt und weitergedacht werden. Unsere Website suffizienz.org soll als Plattformen dienen, um vor der Tagung den Kontaktaufbau und nach der Tagung das „Inkontaktbleiben“ zu erleichtern.

Wird es „Suffizienz – Wann ist  „gut" gut genug?“ auch 2017 geben?
Ute Clement: Mit der Tagung werden wir einen Prozess in Gang setzen. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend nicht mit einer Tagung abklingen, sondern sich weiterentwickeln wird. 

Anmeldung, Programminformationen, Referentenliste auf der Homepage der Carl-Auer-Akademie oder unter suffizienz.org

Carl-Auer-Literaturtipp:
Ute Clement: 
 „Kon-Fusionen  – Über den Umgang mit interkulturellen Business-Situationen"