Die große wirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen ist unbestritten: Drei Viertel aller Unternehmen sind Familienunternehmen, zwei Drittel aller Beschäftigten finden dort einen Arbeitsplatz. Familienunternehmen gehorchen jedoch eigenen Gesetzen und stellen besondere Anforderungen an die Familien- und Unternehmensmitglieder.
Die Autoren konnten „Familienoberhäupter“, Gesellschafter und/oder Vorstände bekannter und erfolgreicher Familienunternehmen wie Oetker, Merck, C&A, Haniel u. a. für dieses ungewöhnliche gemeinsame Forschungsprojekt gewinnen.
23.08.2016

Mehr Rendite: Die Börse belohnt starke Familienbande

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) hat sich auf dem Anlagemarkt nach Investitionsmöglichkeiten mit möglichst risikofreier Rendite umgeschaut. Die gibt es nicht mehr? Doch, meint die NZZ, zumindest auf Aktien von Familienunternehmen trifft das noch zu.

Laut Kommentator Michael Schäfer sind Unternehmen besonders dann erfolgreich, wenn Familienmitglieder im Management aktiv sind. Gängigen Vorurteilen zum Trotz, würden in Familienunternehmen strategisch ausgewogenere Entscheidungen getroffen als anderswo. Da das gemeinsame Vermögen im Unternehmen steckt, würden Massnahmen vermieden, die die Zukunft der Firma gefährden. Auf kurzfristige Wertsteigerungen würde zugunsten des langfristigen Erhalts der Unabhängigkeit verzichtet.

Schliesslich träten bei Familiengesellschaften seltener Interessenkonflikte zwischen der Unternehmensführung und den Anteilseignern auf. Kurz: Familienunternehmen sind mitnichten altmodisch oder gar „Auslaufmodelle“. Die Besonderheiten von Familiengesellschaften sind das Thema mehrerer Titel  von Fritz B. Simon (Hrsg.), die – bezugnehmend auf eine Studie der Universität Witten/Herdecke – von ungebrochener Aktualität sind.

Carl-Auer-Literaturtipp:
Fritz B. Simon (Hrsg.): „Die Familie des Familienunternehmens – Ein System zwischen Gefühl und Geschäft“
Fritz B. Simon, Rudolf Wimmer, Torsten Groth: „Mehr-Generationen-Familienunternehmen – Erfolgsgeheimnisse von Oetker, Merck, Haniel u. a.“
Kerstin Heidelmann: „Veränderungen in Familienunternehmen gestalten – Komplementäre Kommunikation von Eigentümern und Fremdmanagern“