Sharon McGuinness, Shannon Melville (Ill.): „Papa ist wieder da“
Alice Brière-Haquet, Monica Barengo (Ill.): „Wolkentage“
18.05.2017

Wenn Eltern psychische Störungen entwickeln

Nach Schätzungen des Bundesfamilienministeriums erleben Jahr für Jahr in Deutschland etwa 3,8 Millionen Kinder ein Elternteil mit einer psychischen Erkrankung. Dazu gehören auch Suchterkrankungen. Wie der Spiegel berichtet, sind die Folgen für die Kinder schwerwiegend, aber auch äußerst schwer zu ermessen. Das statistische Risiko, im Laufe ihres Lebens selbst eine psychische Störung zu entwickeln, werde für diese Kinder in unterschiedlichen Studien als zweimal bis zehnmal so hoch angegeben, wie bei Kindern aus gesunden Elternhäusern, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Familienministeriums.

Offenbar will der Bundestag noch vor dem Ende der Legislaturperiode die Einrichtung einer  Arbeitsgruppe zu dem Problem beschließen. Angeregt wurde auch eine  Aufklärungskampagne, die der Ausgrenzung psychisch Erkrankter entgegenwirken soll.

Angehörige und nahestehende Menschen sind stark gefordert, wenn es darum geht, betroffenen Kindern die psychischen Probleme ihrer Eltern auf kindgerechte Weise zu vermitteln und ihnen die Verarbeitung der damit verbundenen familiären Belastungen zu erleichtern. Bei sehr kleinen Kindern ist diese heikle Aufgabe besonders schwierig. Hilfreiche Unterstützung dazu bieten viele Titel der Reihe Carl-Auer Kids.

Carl-Auer-Literaturtipps:
Sharon McGuinness, Shannon Melville (Ill.)„Papa ist wieder da“
Alice Brière-Haquet, Monica Barengo (Ill.): „Wolkentage“