Die Autoren – Organisationsberater und Wissenschaftler – berichten von den Erfahrungen erfolgreicher Vorreiter des Wandels, die mit innovativen Ansätzen und in kooperativen Partnerschaften und Netzwerken bereits an der kreativen Gestaltung einer nachhaltigen Welt arbeiten.
22.04.2016

World Earth Day

Am heutigen Earth Day, der alljährlich am 22. April begangen wird, kommen im UN-Hauptquartier in New York Regierungsvertreter aus über 130 Ländern zusammen, um das Pariser Klimaabkommen zu unterzeichnen. Weltweit müssen die CO2-Emissionen drastisch sinken - bis 2050 auf Null, wenn die Nationen das Ziel des  Pariser Protokolls erreichen wollen, die Klimaerwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.

Anders als beim Vorgänger, dem Kyoto-Protokoll, gibt es für die Umsetzung des Pariser Abkommens keine klaren Vorgaben. Die Unterzeichner verpflichten sich auf das globale Ziel, dessen Umsetzung jedoch in der Verantwortung der Nationen liegt. Das Fehlen definierter Vorgaben setzt Einsicht und Lernbereitschaft auf allen Handlungsebenen voraus.

Klimawandel und Umweltprobleme sind deshalb für die postindustriellen Gesellschaften vor allem eine Herausforderung im Hinblick auf die Bereitschaft zu einer konsequenten Perspektivverschiebung, meint Peter M. Senge, Direktor des 1991 gegründeten Center for Organizational Learning an der MIT Sloan School of Management in Cambridge. Senge und sein Autorenteam gehen dieser These in ihrem Buch „Die notwenige Revolution“ nach. Sie betrachten dabei Sozial- und Wirtschaftssysteme als Teile eines größeren natürlichen Systems, in welchem schließlich beide mit dem Gedanken der Kooperation zusammengebracht werden und somit Nachhaltigkeit allererst ermöglichen.

Carl Auer Literaturtipp:
Peter M. Senge, Bryan Smith, Nina Kruschwitz, Joe Laur, Sara Schley: „Die notwendige Revolution – Wie Individuen und Organisationen zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Welt zu schaffen“