Simons Systemische Kehrwoche
30. November 2008
Tassen
by Fritz B. Simon
Ich war in einem Café, um – der Kälte wegen – einen Tee zu trinken. Er wurde in einer sehr großen, vor allem aber sehr dicken Tasse serviert. Das sah sehr nett aus. Stilvoll. Aber: Als ich den Tee trinken wollte, zeigten sich nur schwer überwindbare Probleme. Mein Finger passte …
29. November 2008
Candice Breitz
by Fritz B. Simon
Gestern Abend war ich zur Ausstellungseröffnung in der neuen, temporären Berliner Kunsthalle – dort, wo früher der Palast der Republik stand.
Gezeigt wurden Video-Installationen von C. Breitz, die mir deswegen bemerkenswert erscheinen, weil ich sie auf Anhieb verstanden habe. Ist das wirklich Kunst, wenn einem schlichten Gemüt wir mir der Sinn …
28. November 2008
It’s A Free World
by Fritz B. Simon
Ein deprimierender Film. Von Ken Loach.
Eine junge Frau (Angie) arbeitet bei einer privaten Arbeitsagentur. Sie fliegt raus und eröffnet mit einer Freundin ihre eigene Arbeitsvermittlung. Mit der Zeit wird sie immer erfolgreicher, weil sie – konsequent die Spielregeln des globalen Arbeitsmarktes folgend – vor allem illegale Einwanderer beschäftigt. Sie sind …
27. November 2008
Die Ärzte und ihre Finanzkrisen
by Fritz B. Simon
Ein Freund von mir, renommierter Politologe, der u.a. das Gesundheitssystem beforscht, hat mir gestern Abend – bei der zweiten Flasche Rotwein, was gewöhnlich seine und meine Argumentationsschärfe und Originalität steigert – seine Theorie der Entstehung von Ärzteprotesten erläutert:
Sie sind gekoppelt an Krisen des Finanzmarktes. Die erste Protestwelle gab es, als …
26. November 2008
Clement muss mal austreten
by Fritz B. Simon
Die taz hatte heute die Schlagzeile “Clement schließt SPD aus”.
Das scheint mir gut getroffen. Offenbar hält der ehemalige Superminister sich für so wichtig – und wahrscheinlich ist er es ja auch -, dass er die SPD zu strafen meint, wenn er sie verlässt.
Ich will hier jetzt nicht über die …
25. November 2008
Kinderlieder
by Fritz B. Simon
Ein weiterer (siehe gestern) interessanter Aspekt an Italien ist, dass es dort keine Kinderlieder gibt (sagt Alma, die Italienischlehrerin).
Es wird in Italien zwar wirklich weit mehr gesungen als in Deutschland (Klischees stimmen eben manchmal). Keine Dusche, die unbesungen davon kommt, aus der nicht schallend “Azurro, Azurro” tönt. Aber es …
24. November 2008
Geteilte Rechnung
by Fritz B. Simon
Bei meinen ethnologischen Studien bin ich auf einen wichtigen kulturellen Unterschied zwischen Deutschland und Italien gestoßen: In Italien gibt es das Phänomen nicht, dass sich Leute, die gemeinsam ein Restaurant besuchen, die Rechnung teilen oder getrennte Rechnungen fordern.
Das ist bei uns ja oft anders. Hier teilen sich manchmal sogar …