Simons Systemische Kehrwoche

31. Januar 2010

A Serious Man (Film)

von Fritz B. Simon

Großartig! Ansehen!

30. Januar 2010

Überraschungen

von Fritz B. Simon

Eine der Überraschungen, die man in Berlin bei der Deutschen Bahn erleben kann, besteht darin, dass der so genannte “Airport Express” nicht am Bahnhof des Flughafens Schönefeld hält - um Verspätungen aufzuholen. Mich wundert das ja alles nicht mehr wirklich. Schließlich bin ich ja hier seit Jahren mit kaum etwas […]

29. Januar 2010

Bier

von Fritz B. Simon

Im vergangenen Jahr ist der Bierkonsum in Deutschland um 2,9 Millionen Hektoliter gesunken…

Es ist an der Zeit, mich hier öffentlich schuldig zu bekennen: Ich war es, der diese 2,9 Millionen Hektoliter Bier nicht getrunken hat.

28. Januar 2010

Burka

von Fritz B. Simon

In Frankreich ist das Tragen der Burka in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen verboten worden. Mir scheint das nicht plausibel: Ist es nicht Privatsache, ob man sich verhüllt oder nicht? Ja, ich weiss, oft ist das Tragen solch eines Kostüms auch als ideologische Demonstration zu werten. Aber ist es das bei […]

27. Januar 2010

Zwerge sprengen

von Fritz B. Simon

Bei den Filmtagen Solothurn gibt es gerade einen künstlerischen Prioritätenstreit. Die Frage ist, wer zuerst die Idee hatte, Gartenzwerge zu sprengen: ein Künstler, der dies im Rahmen von Performances tut, oder ein Filmemacher, der dies zum Thema eines seiner Werke gemacht hat.

Dass es immer wieder zu feindseligen Akten und groben […]

26. Januar 2010

Kreditkarten

von Fritz B. Simon

Es gibt einen Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Kreditkarten. Wer in Deutschland solch eine Karte haben will, bekommt sie in der Regel von seiner Bank. Dazu muss er ein Konto haben bei dieser (bzw. irgendeiner) Bank, und in der Regel muss er auch laufende Einnahmen auf diesem Konto nachweisen können. […]

25. Januar 2010

Chinesische Familien

von Fritz B. Simon

Zur Zeit lese ich ein chinesisches Buch, das bereits 1936 erschienen ist: “Die Familie” von Ba Jin.

Es handelt etwa 1920, in einer Phase als China auf der einen Seite noch fest in den traditionellen feudalen Schemata gefangen war, zum anderen der Kontakt mit westlichen Ideen und Autoren dazu führte, dass […]

24. Januar 2010

Regulierung der Finanzmärkte

von Fritz B. Simon

Ein positiver Aspekt verlorener Wahlen ist, dass sie Lernmöglichkeiten eröffnen. So ist das wohl (hoffe ich) auch mit der Wahlniederlage der Demokraten in Massachusetts und der Obama-Regierung.

Denn die vor einem Jahr versprochene und jedermann notwendig erscheinende Regulierung der Finanzmärkte - d.h. die Übernahme der Verantwortung der Politik für unser Wirtschaftssystem, […]

21. Januar 2010

Kulinarische Globalisierung

von Fritz B. Simon

Früher musste man nach Italien fahren, wenn man gute Pasta essen wollte (von Risotto ganz zu schweigen). Und mutter paneer oder lamb tikka gab es überhaupt nicht ausserhalb Indiens. Einer der positiven Aspekte der Globalisierung ist m.E., dass man nicht mehr reisen muss, um Exotisches zu essen.

Dahinter steckt ein […]

20. Januar 2010

Obamas Paradoxie

von Fritz B. Simon

In einer Nachwahl, um den vakanten Senatssitz von Edward Kennedy zu füllen, hat ein unbekannter Republikaner gewonnen. Eine Protestwahl.

Damit wird es auch unwahrscheinlicher, dass die Gesundheitsreform eine Mehrheit bekommt, die Reduzierung der Treibhausgase voran gebracht wird, und all das gemacht wird, was wir Europäer uns von den Amerikanern wünschen (Guantanamo […]

19. Januar 2010

Footprint

von Fritz B. Simon

Ich habe jetzt auch meinen ökologischen Fussabdruck errechnet, und das Ergebnis ist, dass ich in die Klasse der durchschnittlichen Österreicher gehöre. Wenn alle auf der Welt so leben würden wie ich, dann brauchte man noch 2,8 Planeten mehr, sagt mir der Test, als zur Zeit verfügbar sind. Mein Wert ist […]

18. Januar 2010

1,4 Milliarden

von Fritz B. Simon

So viele Menschen - das habe ich irgendwo gelesen - haben auf der Erde Platz, wenn alle so leben wie die US-Amerikaner… (beim EU-Lebensstandard dürften es nur unwesentlich mehr sein).

17. Januar 2010

Sklavenaufstand

von Fritz B. Simon

Die Ereignisse in Rosarno machen deutlich, wie in Italien (und bei uns nicht viel anders) mit Arbeitsimmigranten umgegangen wird. Im Wochenmagazin Espresso ist jetzt ein langer Artikel dazu erschienen, in dem u.a. analysiert wird, wie die Regierung Berlusconi eine neue Form der Kriminalität erfunden hat: die “clandestinità”, d.h. das Leben […]

16. Januar 2010

Banker

von Fritz B. Simon

Im amerikanischen Senat hat vergangene Woche ein Untersuchungsausschuss begonnen, der versucht, die Ursachen des Fast-Kollapses des Finanzsystems herauszufinden. Dabei wurden auch die Chefs der vier größten amerikanischen Banken (Goldman Sachs etc.) befragt…

Das Ergebnis: Diese Jungs haben keine Ahnung. Erschütternd. Da streichen diese Leute Hunderte von Millionen ein und haben keine […]

15. Januar 2010

Haiti

von Fritz B. Simon

Über das Elend nach dem Erdbeben brauche ich hier nicht zu schreiben, die Nachristen sind voll davon, und die schrecklichen Bilder der Zerstörung, Leichenberge usw. hat jeder schon im Fernsehen gesehen.

Was mir von Interesse scheint, ist die Erklärung für die Katastrophe.

Pat Robertson, einer der einflussreichsten fundamentalistischen Fernsehprediger der USA […]

14. Januar 2010

Rosarno

von Fritz B. Simon

Wenn man, wie ich gelegentlich, die italienischen Nachrichten hört oder sieht, so sind in den letzten Tagen die Ereignisse in Rosarno eines der zentralen Themen.

Rosarno ist ein Kaff in Kalabrien, und die Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft. Zum Pflücken des dort angebauten Obstes werden überwiegend (illegale) Einwanderer […]

13. Januar 2010

Diagnostischer Imperialismus

von Fritz B. Simon

In der New York Times vom 10.1.2010 steht ein Artikel mit dem Titel “The Americanization of Mental Illness”

(http://www.nytimes.com/2010/01/10/magazine/10psyche-t.html?em=&pagewanted=print).

Hier wird gut nachgezeichnet, wie in den letzten 50 Jahren das biologische Modell psychischer Krankheiten als Gehirnkrankheiten weltweit exportiert worden ist und wie dabei über die regionalen und kulturellen Unterschiede, wie sich […]

12. Januar 2010

Regressforderungen an Manager

von Fritz B. Simon

Die Berliner S-Bahn macht zur Zeit täglich einen Verlust von 250.000,- Euro, so teilte der zuständige Vorstand, Herr Homburg, gestern dem Berliner Abgeordnetenhaus mit.

Da - wie auch er sagt - dies durch Managementfehler verursacht ist, stellt sich die Frage, ob der Eigentümer der Deutschen Bahn, d.h. wir, nicht Regressforderungen […]

11. Januar 2010

Differenzierungslogiken

von Fritz B. Simon

Wenn ich gestern über die jemenitische Stammesgesellschaft geschrieben habe und sie der funktionell-differenzierten Gesellschaft entgegen gesetzt habe, so ist “Entwicklung” dabei nicht als Bewertung zu verstehen, der irgendeine Idee von “Fortschritt” zugrunde liegt. Es geht lediglich um unterschiedliche Formen der Differenzierung: Eine Stammesgesellschaft ist segmentär differenziert, unsere gegenwärtigen westliche Gesellschaft […]

10. Januar 2010

Stammesgesellschaften

von Fritz B. Simon

Jemen und Afghanistan stehen nicht so sehr für den Islamismus und Al Qaida, sondern für Stammesgesellschaft.

Es ist eine Gesellschaftsform, die sich radikal von der funktionell-differenzierten Gesellschaft, wie wir sie heute im Westen finden, unterscheidet. Deswegen scheitert der Westen bzw. die Politik des Westens auch damit, dort “Nation Building” zu […]

9. Januar 2010

Selektionszwang

von Fritz B. Simon

Dass nicht zu wenig, sondern zu viel Daten das Problem der US-Geheimdienste sind, zeigt das Beispiel des nigerianischen Unterhosenbombers. Die diversen Dienste (16 an der Zahl) hatten alle Daten darüber, dass ein Nigerianer, der im Jemen trainiert wird, an den Weihnachtsfeiertagen versuchen würde, ein Flugzeug in die Luft zu jagen […]

8. Januar 2010

Verschwörung der Deutschen Bahn

von Fritz B. Simon

Darüber, dass die Straßenbahn von Los Angeles in den 40er Jahren von General Motors gekauft wurde, um sie in den anschließenden fünf Jahren zu schließen, habe ich hier ja schon einmal berichtet.

Die gegenwärtige, von Hartmut Mehdorn, über den ich ja nie mehr schreiben wollte, initiierte Malaise der Deutschen […]

7. Januar 2010

IRA

von Fritz B. Simon

Ich wollte schon vor einigen Wochen über Gerry Adams schreiben. Habe ich es getan? Wenn ja, dann habe ich es vergessen - wenn nein, dann habe ich es vergessen…

Adams ist und war einer der Führer der Katholiken in Nordirland. Seine Familie gehört teilweise zu den Kämpfern der IRA, sein […]

6. Januar 2010

Gesundheit

von Fritz B. Simon

Eine der originellsten und schlüssigsten Definitionen von Gesundheit habe ich in Michel Serres Buch “Der Parasit” gelesen:

“Die Tradition, die es wiederaufzunehmen lohnt, nannte die Gesundheit das Schweigen der Organe.”

Und weiter:

“Die Krankheit ist ein Geräusch, ein Rauschen. […] Jede Krankheit stört ein Funktionieren, ist ein Rauschen, das die […]

5. Januar 2010

Goa

von Fritz B. Simon

Im Tagesspiegel von heute steht ein Artikel darüber, dass jährlich ca. 30.000 Israelis nach Indien fahren (speziell Goa) und sich dort für wenig Geld zutoxen. Nicht wenige bleiben dabei auf der Strecke oder gehen verloren, weil sie psychotisch werden oder irgendwie anders ausflippen.

Mich hat diese Beschreibung unter anderem deswegen […]

4. Januar 2010

Maurer zu Pflugscharen

von Fritz B. Simon

Der Berliner Bildungssenator (wahrscheinlich ja nicht der offizielle Titel), Herr Zöllner, hat angesichts des Personalmangels in Kindertagesstätten vorgeschlagen, Handwerker sollten nach Absolvierung eines Crash-Kurses dort als Erzieher eingesetzt werden.

Es wundert mich ja ein wenig, dass er nicht gleich auf den großen Bestand der Hartz IV-Empfänger zugreift, denn die haben ja […]

3. Januar 2010

Polen

von Fritz B. Simon

Heute habe ich mit einer Polin gesprochen, die letzte Nacht aus Schlesien nach Deutschland gekommen ist, weil sie hier arbeitet. Es sind viele Leute, die hier ihr Geld verdienen (müssen, muss man wohl sagen, da sie es lieber zu Hause täten).

Um mir eine Vorstellung der Menge von Westarbeitern zu vermitteln, […]

2. Januar 2010

Demagogen

von Fritz B. Simon

In der Washington Post von morgen (?) steht ein Artikel über Glenn Beck, jenen Fernsehshow-Star, über den ich in den vergangenen Jahren schon öfter mal geschrieben habe. Er erfreut sich in den USA einer großen Beliebtheit, und hier kennt ihn keiner. Seine radikalen, unverhüllt rassistischen und extrem rechten Positionen, die […]

1. Januar 2010

Auf ein Neues…

von Fritz B. Simon

Ein neues Spiel, ein neues Glück!

Aber natürlich gemächlich, ohne würdelose Hast, mit Muße, ohne all die übliche sterile Aufgeregtheit… (das ist mein Wunsch an alle, die das hier lesen!).

Januar 2010
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