Ein Buch entsteht – und Sie sind live dabei!
Carl-Auer Team
In unserem Weblog können Sie ab dem 11. 1. 2007 täglich mitverfolgen, wie Fritz B. Simon sein neues Buch „Einführung in die systemische Organisationstheorie“ schreibt oder zu schreiben versucht. Von der ersten Rohfassung über die Umarbeitung zur fertigen Endversion. Zugegeben: ein Experiment, nicht ohne Risiken. Und wir wissen natürlich nicht, ob es gelingt. Vielleicht fällt dem Autor nichts ein, er entwickelt eine Schreibhemmung. Oder er vergaloppiert sich, gerät auf intellektuelle Abwege … Das Ergebnis ist völlig offen. Jeden Tag werden die neuen Textteile ins Netz gestellt – oder, wenn es keine gibt, auch nicht …
Wir setzen unser Weblog damit auf einem neuen Level fort. Standen bisher ganz bewusst kurze, vorläufige Niederschriften von Alltagsbeobachtungen und -überlegungen im Mittelpunkt, so geht es nun um den Prozess der Weiterentwicklung und Ausarbeitung eines Themas. Mithilfe der Kommentarfunktion können Sie aktiv am Entstehungsprozess teilnehmen und durch Ihre Anmerkungen den Autor und die Inhalte beeinflussen.
Fritz B. Simon und der Carl-Auer Verlag laden Sie herzlich zu diesem interaktiven literarischen Abenteuer ein!
8 Kommentare
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Liebe Carl-Auer-Leute, lieber Herr Simon,
ich findeein solches Unternehmen spannend und freue mich darauf es hier zu beobachten. Es erlaubt dem Autor eine Art “Bodenhaftung” und zugleich wird vermutlich mehr als nur ein sanfter Druck durch die Erwartungshaltungen und Einmischungen latent vorhandensein. Ich bin neugierig wie das funktioniert und was Sie am Ende darüber sagen. Eigentlich müsste ja parallel ein allgemeinses und daneben noch persönliches Weblog-Tagebuch über die Höhen und Tiefen des tägliche Vorhaben laufen, woraus dann ein Buch über das Schreiben eines interaktiven Buches würde…. Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine schöne Zeit! Mit herzlichem Gruß Sylvia Taraba
Kommentar by Sylvia Taraba — 11. Januar, 2007 @ 11:34 Uhr
Liebe Frau Taraba,
ja, Sie haben recht, es ist spannend und es macht Druck. Mir ist auch wirklich mulmig zumute und ich weiss nicht, ob ich das wirklich durchhalte…
Aber, was kann schon passieren, ausser dass ich mich blamiere, meine Schreibblockade oder mein Mangel an Bildung, Information, Verstehen etc. offenbar wird…
Oder im besten Fall: dass ich durch die Kommentare der Leser ein besseres Buch schreibe, eine interaktives, ein weniger engstirniges…
Allerdings sehe ich auch schon vor mir, dass 1000 Leute mich mit ihren guten Ideen überfluten und ich die Orientierung verliere. Denn eigentlich ist Schreiben ein sehr einsames und auch irgendwie ja egozentrisches Geschäft. Man braucht auch eine nicht zu geringe Prise Eigensinn und Autismus, um sich von den guten Ideen anderer nicht ablenken zu lassen…
Schaun wir mal…
Beste Grüsse, FBS
Kommentar by Fritz B. Simon — 11. Januar, 2007 @ 15:36 Uhr
Lieber Fritz,
eine großartige Idee, nur: wie willst Du die Seitenvorgabe für die Einführungsbände auf diese Weise einhalten (könnte ja schon nach einer Woche erfüllt sein). Andererseits: das ergäbe ja schon wieder ein neues (etwas dickeres) Buch: “Die Einführung in die Einführung der systemischen Organisationstheorie”. Bin gespannt auf die Folgebände.
Herzliche Grüße und Glückauf
Tom
Kommentar by Tom Levold — 12. Januar, 2007 @ 22:03 Uhr
Schade, wenn man keine Zeit hat, halbwegs gründlich zu sein. Man könnte denken, daß das nicht immer eine Frage der Organisiertheit ist etwas ökologischer betrachtet ist es aber stets genau das …
Von der Wiege bis zur Bahre – das Leben des Menschen in der westlichen Welt ist zu einem großen Teil von Organisationen und ihren Eigengesetzlichkeiten bestimmt. Das beginnt bei der Geburt, die sich meist in einem Krankenhaus unter organisierter Überwachung und Hilfestellung vollzieht, setzt sich über den Kindergarten, Schule, Universität oder Ausbildungsstelle, schließlich die unterschiedlichen Arbeitsplätze – sei es in Organisationen der Wirtschaft, der Verwaltung, der Politik, der Wissenschaft, ja, in einer kriminellen Vereinigung – fort, um dann nach einigen trauten Jahren im Kleintierzüchterverein in der fürsorglichen, aber doch irgendwie vergeblichen, aber gut organisierten Fürsorge eines Beerdigungsunternehmens sein Ende zu finden. Es mag noch ein paar weltabgeschiedene Eingeborenenstämme auf irgendwelchen fernen Eilanden geben oder auch noch mittelalterlich anmutende, landwirtschaftliche Lebenswelten in der sogenannten Dritten Welt, aber für die meisten Menschen ist es heute unmöglich zu überleben, ohne Organisationen als Mitglied oder Mitarbeiter, Kunde oder Antragsteller, Nutznießer oder Leidtragender ausgesetzt zu sein. Außer in wenigen, kleinen Nischen gibt es kein Leben ohne Kontakt mit Organisationen.
„Organisationen und ihren Eigengesetzlichkeiten“
Das ist also das Thema. Mh. Soso. Obskures Objekt der Begierde quasi. Was aber ist dann eigentlich nicht das Thema? Alles außer:
„Krankenhaus mit Geburten unter organisierter Überwachung und Hilfestellung
Kindergarten, Schule, Universität oder Ausbildungsstelle
Organisationen der Wirtschaft, der Verwaltung, der Politik, der Wissenschaft, ja, in einer kriminellen Vereinigung“.
Ich verstehe, daß ich offenbar mal wieder nichts verstehe. Bin ich zu pingelig? Na ja, aufgrund irriger Voraussetzungen kommen wir als in unserem Fragen können sozial hübsch Beschränkten ja mitunter zu recht praktikablen „Erkenntnissen“. Also „Mal sehen“, wie der Herr Simon selbst sagt. Mein sarkastischer Großvater meinte wohl auch immer so was ähnliches: „“Mal sehen“ sprach der Blinde“.
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Kleintierzüchterverein – wodurch unterscheidet sich eine Familie von einem KZV? Durch Austauschbarkeit der Mitglieder, Lebensdauer dieses sozialen Gewächses? Es gibt auch Unternehmen, die unverwechselbar mit der Nichtaustauschbarkeit ihrer Elemente stehen und fallen. Wir dürften es mit einem schlecht denkbaren Kontinuum zu tun haben, zwischen („heiliger“) Einzigartigkeit versus weitestmöglicher (Machtmenschen berauschender Illusion, ein was wie ein anderes machen zu können) Uniformität und Austauschbarkeit.
„ … fürsorglichen, aber doch irgendwie vergeblichen, aber gut organisierten Fürsorge eines Beerdigungsunternehmens“
Damit sollte sich Herr Simon aber noch nicht so doll beschäftigen! Man bekommt den Eindruck, daß wenn er es richtig kuschelig haben will, er sich zu Hause in einen Sarg legt. Bedenklich!
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FBS läßt sich ein Hintertürchen offen, wohl weil ihm schwant, das wesentliche damit nicht erwischt zu haben:
„Außer in wenigen, kleinen Nischen gibt es kein Leben ohne Kontakt mit Organisationen.“
Nehme an, daß es wie in „Die andere Seite der Gesundheit“ (einem seiner zwei prima Bücher, die ich gelesen habe; man liest eben oder man schreibt) darauf hinauslaufen wird, daß er Organisation als eine Art „Psyche“ nimmt und alles von diesem George Spencer Brown her (schön) bündig aufzieht.
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Demgegenüber ein paar weltabgeschiedene Eingeborenenstämme auf irgendwelchen fernen Eilanden bzw. landwirtschaftliche Lebensgemeinschaften irgendwo in der sogenannten dritten Welt.
… aber für die meisten Menschen ist es heute unmöglich zu überleben, ohne Organisationen als Mitglied oder Mitarbeiter, Kunde oder Antragsteller, Nutznießer oder Leidtragender ausgesetzt zu sein.
Auch für die Folks, die in Papua Neuginea in dasselbe Wasser kacken, aus dem sie das Suppenwasser ziehen, mit dem sie ihren Nachbarn zubereiten, bedeuten im Nachvollzug mäßig gestörte Regulariteten (Regeln gibt es sensu Wittgenstein nicht, so sehr Neurotiker das auch gern hoffen mögen) ihrer selbstorganisierten Gemeinschaft Überleben – ebenso wie für den Säugling allem trügerischem Anschein nach seine Mischpoke, ebenso wie für die kleine Ameise die zu erinnernde Umwelt der anderen kleinen Krabbelfreunde. Der Unterschied, der einen Unterschied macht, kommt so von vornherein nicht rüber. Ich find es bemerkenswert, wenn das von allem Anfang an schon so absehbar scheint, daß da was nicht koscher eingetütet werden könnte, um so mehr Fritz Simon ja kein Dummer ist, lieber Tom Levold (ich war auch mal Hippie Kumpel, oder: Ab wann fangen Woodstockfans mit dem „Sie“ an?) Was unterscheidet solche Organisationstheorie von anderen mehr oder minder – grundsätzlich natürlich immer – religiösen Glaubenssystemen? Prinzipiell nichts und bestenfalls das Ausmaß an Systematisiertheit, um es mal besonders schön auszudrücken.
In überraschendem Kontrast zu dieser Unvermeidbarkeit der alltäglichen Konfrontation mit diesem Typus sozialer Systeme, steht, dass wir als Durchschnittsbürger eigentlich nichts oder nur sehr wenig über Organisationen wissen, weder über die innere Logik ihres Funktionierens noch über die Muster ihres Umgangs mit dem Rest der Welt. Angesichts ihrer zentralen Rolle in der heutigen Gesellschaft sollte das Verständnis von Organisationen zu den Lernzielen der Grundschule gehören. So wie bereits den ABC-Schützen grundlegende Verkehrsregeln beigebracht werden – die Bedeutung von Ampeln und Zebrastreifen etc. –, um zu verhindern, dass sie unter die Räder kommen, sollte auch explizit gelehrt werden, wie Organisationen funktionieren.
Verkehr ist eine Organisation. So so. Freilich, wenn man nur die bisher suggerierten Kriterien heranzieht ist er das ebensogut wie der meist nur auf den ersten Blick nicht ganz so öffentliche Verkehr dann Organisation ist. Ich meine, ich glaube zu wissen, was der Autor meint, aber so geht das nicht, das herauszuarbeiten, über bloße Beispiele wird nur unziemlich suggeriert. „Selbst Schuld, wenn der Leser dann auf seine ihm nahegelegten Assoziationen hereinfällt.“ scheint die gemeine, typisch psychoanalytische Masche von diesem FBS zu sein.
Doch das ist nicht nur in der Schule nicht Thema des Unterrichts, sondern es kommt auch kaum im Lehrstoff von Universitäten vor, obwohl der Umgang mit und das Verhalten in Organisationen den Grundstein für nahezu jede berufliche Karriere darstellt. Nicht einmal im wirtschaftswissenschaftlichen Studium, wo u.a. Führungskräfte ausgebildet werden, die einmal Verantwortung für Organisationen übernehmen sollen, hat die Organisationstheorie einen angemessenen Platz. Der Betrieb ist kein Thema der Betriebswirtschaft, und, wen wundert’s, das Krankenhaus ist kein Thema des Medizinstudiums. So kommt es, dass die meisten Menschen ihre Erfahrungen mit anderen sozialen Systemen hochrechnen und auf Organisationen übertragen oder verallgemeinern. Das sind in der Regel die Familie und die Schule.
Familie und Schule sind also keine Organisationen bzw. gute Organisationen (also wenn ich an meine Schule denke, würde ich das sofort unterschreiben) ? Man braucht bestimmte, gute Anschauungsbeispiele anhand derer man gute Organisationstheorie nachvollziehen kann. Ach ja.
Betrieb und Krankenhaus scheinen es schon eher zu sein. Gute, für gute organisationstheorie geeignete O. Aha verstehe, verstehe … nur hoppla ! eigentlich leider gar nicht wieso!
Doch beides sind keine guten Modelle, aus denen sich eine sinnvolle Organisationstheorie ableiten ließe, die das Überleben in und das Leiten von Organisationen erleichtert. Wer in jeder hierarchischen Beziehung nur einen Abklatsch von Eltern-Kind-Beziehungen sieht, wird weder den Spezifika dieser Beziehung gerecht noch den Funktionen von Hierarchien in Organisationen.
Es war zu befürchten: es gibt keine Gerechtigkeit außer Selbstgerechtigkeit.
Bislang hab ich in der Schule oder in der Patienten – Arzt – Beziehung zwar keinen Abklatsch von Eltern – Kind – Beziehungen gesehen, aber ich hab schon davon gehört, daß dies manche Leute unbedingt tun wollen. Klammheimlich wird dem ob des bekömmlichen Schreibstils locker gestimmten Leser untergejubelt, daß die Funktion von Hierarchien solche von ja äh … wohl allem anderem wesentlich unterscheiden würde (was ich für fraglich halte, da wir Hierarchisierungen mit gutem Grund auch sonst finden). (Ich hab vorhin Vom „organisierten Verhalten“ zur „Organisation“ gelesen, daß die Unterscheidung Sinn macht scheint konträr zum gegebenen Versprechen bis zum jetzigen Entwicklungsstand der Argumentation nicht nachvollziehbar. Womöglich eine Frage der Organisation.)
Und wer seine Erfahrungen in der Lehrer-Schüler- oder/und der Schüler-Schüler-Beziehung verallgemeinert, wird ein zu schlichtes Bild von der möglichen und nötigen Komplexität innerorganisatorischer Beziehungsnetzwerke entwickeln und deswegen in seiner Alltagspraxis scheitern (wahrscheinlich sogar als Lehrer – zumindest dann, wenn er einmal Schuldirektor werden sollte).
Zu schlicht wofür. Für welches per Omnipotenter (vom Fragezwecks losgelöster) Organisationstheorie zu lösende Problem welches problemdeterminierten Beziehungssytems?
Wir haben nicht nur Gehirne, wir bilden sogar eines. Das wußte nicht erst Stanislaw Lem. Fornen kollektiver Intelligenzerzeugung sollte auch so ein Schuldiri beherzigen. Mindestens nach den drei goldenen Regeln pardon Empfehlungen für komplexe Systeme von de Shazer.
Wie ist diese allseitige Ignoranz zu erklären?
Ha, ha. Kunststück! Lem nicht gelesen, weil nicht im RGW gewohnt (wo man ihn nicht so leicht übersehen konnte, wenn er im Bücherregal mal noch nicht vergriffen war).
Wahrscheinlich liegt es daran, dass man nicht verstehen muss, wie Organisationen funktionieren, um mit ihnen umgehen und in ihnen arbeiten zu können.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang nur Heinz von Försters „Willst Du erkennen, lerne zu handeln!“ Ich verstehe es wohl nicht, weil ich zuwenig handle und hier stattdessen faul wie ein Lehrer vor dem verständnisvollen Rechner rumlungere.
Es ist wohl wirklich so, wie im Straßenverkehr: Man muss wissen, dass man bei Rot an der Ampel stehen bleiben sollte, wenn man nicht überfahren werden will. Es gibt ein paar grundlegende Regeln, die dazu dienen, das Verhalten der Verkehrsteilnehmer so zu koordinieren, dass keiner (oder nur wenige) dabei seine Existenz aufs Spiel setzt oder gar verliert.
Es gibt keine Regeln. Das ist lt. Wittgenstein Aberglaube und basta. Es gibt (prinzipiell d.h. pointiert betrachtet) nur Praxis, die mehr oder minder regulär, mehr oder minder erfolgreich nachvollzogen wird. Organisation versus einer (mir unbekannten) „Nicht – Organisation“ – ein Kontinuum. Mehr oder weniger rechtzeitig mitgeteilte Erinnerung (bissl präziser als „Erinnerung“: fortlaufende Rekonstruktion von in ihrer Halbwertzeit mehr oder minder stabilen Strukturkombinationsbeständen; u.a. als Bereiche im Assoziationsnetzwerk) – ebenfalls eine Kontinuum. Wie sind die Markierungen auf den Kontinuen – oder wie die Dinger heißen – möglichst sinnstiftend in Beziehung zu setzen? Wie sind die Markierungen auf den Kontinuen – oder wie die Dinger heißen – für Organisationsberater möglichst sinnstiftend in Beziehung zu setzen?Wie sind die Markierungen auf den Kontinuen – oder wie die Dinger heißen – für Organisationsberatungkaufende möglichst sinnstiftend in Beziehung zu setzen? Wie sind … okay okay ich hör schon auf. Ich hoffe, daß ich Ihren Kumpel Gunther Schmidt hier nicht allzu zweckentfremded zitiere: Er hat wohl mal gesagt: „Ich kenne keine Systeme. Ich kenne bloß Leute.“ Mir scheint das, um es einmal mehr zu betonen, in mehrfacher Hinsicht eine prima Ausgangsbasis für Organisationstheorie.
Wer diese Regeln beherrscht (oder sich von ihnen beherrschen lässt), kann sich als Individuum am Verkehr beteiligen und sein Ziel einigermaßen sicher und heil erreichen. Er braucht dazu nicht die Logik der Verkehrsregelung oder die Selbstorganisation von Verkehrströmen zu durchschauen oder zu verstehen. Solange er sich da, wo er sich gerade bewegt, regelkonform verhält, kommt er meist vorwärts (wo immer er hin will).
(Solange die anderen nicht plötzlich massenhaft grün mit rot vertauschen).
Solch eine individualistische Perspektive mag ausreichen, um als Einzelner auch seinen Weg durch das Gestrüpp von Organisationen zu finden, Karriere zu machen und eventuell erfolgreich zu sein. Es reicht aber sicher nicht aus, um als Führungskraft Verantwortung für eine Organisation oder Organisationseinheit zu übernehmen. Denn dann geht es nicht mehr allein um den Erfolg oder auch nur das schlichte Überleben eines Individuums, sondern um das der Organisation.
Organisation scheint also so etwas wie Hypnose zu sein und eine erfolgreicher Kader zu wissen, welches aktuell das optimale Framing sein muß.
Wer hier nachhaltig erfolgreich sein will, muss sein Handeln, seine Entscheidungen, seine Strategien an der Organisation als Überlebenseinheit orientieren. Und das kann er nur, wenn er eine Idee davon hat, nach welcher Logik diese Einheit funktioniert. Er braucht eine Theorie der Organisation, um die Sinnhaftigkeit seines eigenen Handelns im Kontext der Organisation und ihrer Umwelten überprüfen zu können.
Hellinger und Fans würden womöglich sagen, er, der Kader müsse sich dem „Feld“ als etwas Größerem anheimstellen und sich quasi vom Geist in der Maschine vertrauensvoll leiten lassen. Gute Wahrnehmung nonverbaler bzw. transverbaler Interaktionen in einem Gruppenkörper scheint immerhin wichtig dafür, auf den Punkt bringen zu können, was just angesagt und vom Häuptling zwecks Koordination für wirklich auch die Letzten anzusagen ist. Wenn ich gemäßigt selbstkritisch bin, könnte das Gegenteil solch inbrünstiger Empfänglichkeit für Gruppentagträumereinen gelegentlich auch ganz nützlich zu sein.
Ziel dieser kleinen Einführung ist, solch ein Modell zu liefern. Es stützt sich dabei auf Konstruktivismus und die neuere soziologische Systemtheorie. Falls der Leser mit diesen beiden Theoriesträngen vertraut ist, so wird ihm das Verständnis sicher einfacher (vgl. F.B. Simon (2006): Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus) fallen.
Ich wär ja gern vertraulicher mit diversen Systemen, aber solang die Automaten auf dem Arbeitsamt sich dermaßen unmenschlich verhalten, komm ich nicht recht zum Literaturgenuß, noch nicht mal ordentlich weil in Ruhe zum Schreiben, wie man sieht. „Ach ja!“ wie der kleine Maulwurf manchmal schon sagt. „Menschen sind halt nur Menschen wo Menschen Menschen sind.“ (So oder ähnlich hat sich das Brecht wohl mal flüstern lassen, inwieweit er dabei an Organisationen gedacht hat oder sich in seinem mehr oder minder organisiertem Verhalten just for fun hat gehen lassen mit einer seiner geistvollen Musen ?
Aber das Buch ist so geschrieben, dass keine theoretischen Vorkenntnisse vorausgesetzt werden. Auch der Uneingeweihte sollte in der Lage sein, der Argumentation zu folgen. Alle nötigen Definitionen und Konzepte werden erläutert.
Na ja bestimmt wird alles noch richtig und Tom Levold hat ein bißchen Recht, daß man den Künstler nicht vorschnell drängeln soll.
Ein bißchen unrecht hat er aber auch, weil von vornherein die Unterscheidung stehen muß, damit Sinnvolles gesagt werden kann. Es sei denn, man versteht eine Einleitung (Establishing of a Yes – Set) nur als eine Art kakophones Stimmen der Instrumente eines Orchesters (der PSKA von FBS).
Also ich bin jedenfalls ächt wirklich uneingeweiht und vermisse bspw. von vorn herein so eine Gegenstandsbestimmung bzw. die (für´s den thematischen Anspruch vermutlich höchst produktive) Differenzierung zwischen der Art und Weise der Organisiertheit einer Organisation und einer Organisation. Wovon ist wann die Rede? Ähnlich wie bei Materie und Energie scheint es irgendwie um Beziehung zu gehen aber dann womöglich irgendwie doch wieder nicht. Dafür, daß ich von Tuten und Blasen keine Ahnung habe, finde ich mich hier recht zurückgeworfen auf so ein „Jetzt raten Sie aber bitte endlich mal richtig!“.
Wer eine Einführung in die Organisationstheorien (Mehrzahl – denn es gibt derer sehr viele) sucht, sei auf andere Werke verwiesen (z.B. A. Kieser, 1999). Hier ist ein klarer Schwerpunkt gesetzt, der (unvermeidlich) den mehr oder weniger persönlichen Relevanzkriterien des Autors entspricht. Überblickt man die unterschiedlichen Organisationstheorien, so zeigt sich, dass sie sehr heterogen sind, sich auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus bewegen und keine gemeinsame Basis haben. Was dabei trotzdem alle miteinander zu verbinden scheint, ist das Ringen um die Frage nach der Beziehung zwischen den Mitgliedern der Organisation (menschlichen Individuen) und der Organisation als sozialer Einheit. Entweder sie legen den Schwerpunkt eher auf das eine oder das andere. Doch beides scheint unangemessen, um dem Phänomen Organisation gerecht zu werden.
Systemtheorie und Konstruktivismus scheinen hier besonders gut geeignet, ein integrierendes Theoriegebäude zu errichten, da sie den Fokus der Aufmerksamkeit jenseits solch eines Entweder-oder auf die Wechselbeziehungen zwischen den Mitgliedern sozialer Systeme und den sozialen Systemen selbst legen. Außerdem gibt es mit ihnen hinreichend Erfahrungen bei dem Versuch, aus theoretischen Konzepten praktische Verhaltensstrategien abzuleiten. Viele der Fehler, die man dabei machen kann, sind schon gemacht worden, so dass sich die Chance eröffnet, aus ihnen klug zu werden, d.h. sie nicht zu wiederholen: Das betrifft zum einen die mehr als 50 Jahre währende Tradition der systemischen Familientherapie. Sie hat den Schritt vom Individuum zum sozialen System bzw. von der „Behandlung“ eines Individuums zum Intervenieren in soziale Systeme (Familien) vollzogen. Dabei kam sie bemerkenswerter Weise ohne eine Theorie ihres Gegenstands – der Familie – aus. Das konnte funktionieren, weil ihr eigentlicher Auftrag nicht die Erforschung oder Veränderung von Familien war, sondern die Lösung von Problemen. Sie hatte ein negativ definiertes Ziel: die Beseitigung von Symptomen, Krankheiten usw. So reichte für die praktische Arbeit, eine Theorie der Problementstehung (Pathogenese) bzw. – pragmatisch nützlicher – eine Theorie der Entstehung von Lösungen, um erfolgreich arbeiten zu können.
Prinzipiell, das zeichnet sich ab, wird auch ihre Theorie bestenfalls aus Versehen ein bißchen über den Status einer Lösungsstrategie für individuell oder sozial eingebildete Probleme hinausgelangen (und streng genommen gar nicht), weil wir hienieden nicht da sind, um irgendetwas zu erkennen sondern Spaß an der Freud zu haben; sprich unser Erkennenkönnen nicht über überlebensrelevante = soziale Fragestellungen (Was uns allein verbindet ist die Angst – um als Kontrastierung auch mal einen recht kuscheligen Glaubenssatz anzubieten) hinauskommen kann. Wir können keine anderen Fragen als aus diesem (sozialen) (Erkenntnis-) Zusammenhang heraus stellen.
Nebenbei: es ist ein bißchen albern, darauf herumzureiten aber immerhin auffällig: einerseits braucht man also als Schuldirektor eine Organisationstheorie damit dieses Buch gekauft werden kann, andererseits sagen Sie, daß man eigentlich auch wieder keine braucht, um als Karrierist heil durch die Türe zu kommen oder irgendwelche armen Familien zu therapieren. Also wie denn nun bitte! (Wie schon gesagt: „Dummheit kann alles.“ Die Sprachforscher haben, glaub ich, mal irgendwas von einem „Restringierten Code“ verzapft. Da ich als Uneingeweihter über einen solchen offensichtlichst nicht verfüge, müssen Sie womöglich ihren Universalmissionarischen Anspruch gegenüber auch den letzten Truppenteilen der potentiellen Gemeinde aufgeben oder die Architektur Ihrer Argumentation anders hochziehen.)
Die Frage, was denn eine Familie eigentlich „ist“, spielte dabei keine Rolle. Es wurde ein Interventionsrepertoire entwickelt, das sich überall dort bewährte, wo Menschen in direkter Interaktion miteinander stehen, eine gemeinsame Geschichte durchlaufen und Probleme miteinander entwickeln. Ja, es erwies seine Nützlichkeit auch, wenn es um das finden gemeinsamer Ziele ging. So traten die Methoden der systemischen Beratung ihren Siegeszug auch bei der Beratung von Teams und anderen überschaubaren sozialen Systemen an.
Das sollte zu denken geben! Die Basis für bspw. SySt ist am ehesten geeignet, eine Basis für irgendeine Organisations- bzw. Persönlichkeitsttheorie zu liefern.
Ein Kalkül wie de Shazers drei Regeln pardon Empfehlungen ist ein gut Stück praktisch nutzbarer Organisationstheorie, die solcherart immer aus Fragmenten mit Bereichen begrenzter Anwendbarkeit bestehen bleiben wird.
Doch diese Übertragung stieß an ihre Grenzen, wo es um größere soziale Systeme – Organisationen – ging. Ihr Funktionieren lässt sich nicht mehr auf Face-to-Face-Kommunikation zurückführen.
Ja mein gott, ob Face – zu – face Kommunikation oder nicht (Tastatur versus Tastatur, Katz und Maus oder Opel oder Toyota) das ist doch wurscht und kann kein brauchbares Unterscheidungskriterium liefern. Naseweis hab ich den Eindruck, daß Sie selbst zu sehr in den Implikationen der ehrwürdigen anachronistischen Begrifflichkeiten und Relationen befangen sind, darob zuviel dassen nutzen müssen, das zu ersetzen oder aufzutunen Sie, lieber FBS, Anlauf genommen haben. Natürlich täusche ich mich – nur eben, wie sehr?
Die Fragen, die sich dem Management von Unternehmen mit Hunderten von Mitarbeitern oder der Organisationsberatung stellen, unterscheiden sich von den Fragen, die sich bei der Teamentwicklung ergeben. Sie lassen sich nur beantworten, wenn die Aufmerksamkeit auf die Unterschiede zwischen Organisationen und anderen sozialen Systemen (im Kleinen: Familien, Teams, Arbeitsgruppen…/im Großen: der Wirtschaft, …, der Gesellschaft) gerichtet wird.
Immerhin, es wird wieder versucht, uneingeweihten Napfsülzen wie mir Anhaltspunkte für eine wesentliche Unterscheidung zu liefern: Im Kleinen: familien, Teams, Arbeitsgruppen … / im Großen: der Wirtschaft, … der Gesellschaft). “Hunderte Mitarbeiter” Bei allem getarnten Respekt wirkt das auf mich etwas hilflos. Was ist mit Oma, Dynamo Dresden, der Milz, dem ersten Sputnick, meinem Kaktus und Audi Ingolstadt?
Hier kommt die neuere soziologische Systemtheorie ins Spiel. In ihrer logisch konsistentesten Weise ist sie von Niklas Luhmann (1927 – 1998) und seinen Nachfolgern formuliert worden.
Erkenntnisinteresse ist hier die Gesellschaft als Ganzes und Organisationen werden in ihrer Funktion für die Gesellschaft bzw. deren Subsysteme analysiert. Während die aus der Therapie kommenden systemischen Ansätze stets den Blick darauf gerichtet hatten, wie Individuen in der Kommunikation miteinander die Strukturen sozialer Systeme hervorbringen – z.B. familiäre Muster der Interaktion oder „problemdeterminierte Systeme“, d.h. Kommunikationsmuster, die sich um ein „Problem“ herum organisieren (Goolishian#) –
„Konflikt ist der Vater aller Dinge.“ – hat aber schon Heraklit wahrgenommen.
wurde nun der Blick darauf eröffnet, welche gesellschaftlichen Funktionen und Aufgaben zur Bildung welcher Art von Organisationen führen.
Womöglich sollte hier schon mal Funktion und Aufgabe genauer gefaßt werden. Das lernt man sogar schon in der NLP – Grundausbildung, daß dergleichen Nominalisierungen die philosophische Partie eigentlich unnötig gen Elfmeterschießen treiben.
Aus dieser Perspektive betrachtet sind es nicht die konkreten Akteure, die gemeinsam irgendwelche Spielregeln der Kommunikation hervorbringen, sondern die konkreten Spielregeln der Kommunikation begrenzen den Freiraum für das Handeln irgendwelcher Akteure in der jeweiligen Organisation.
Ein relativ neuer Begriff, scheint der des „Möglichkeitsraumes“ (womöglich von IS & MVvK ?) zu sein.
Die Kombination dieser beiden Ansätze ermöglicht es, eine praxisrelevante Organisationstheorie zu entwickeln, die unterschiedliche Abstraktions- und Konkretisierungsebenen umfasst: vom Individuum über die Organisation zu gesellschaftlichen Funktionssystemen, oder auch umgekehrt: von der Gesellschaft und ihren Funktionssystemen, über die Organisationen zum Einzelnen, der mit ihnen zu tun hat.
Wehe, Sie schreiben jetzt in Ihrem Buch, das was in meinem „Religion für Psychologen“ stehen soll! Also dann müßte ich jetzt aber Gas geben, um Sie einzuholen. Es stimmt aber ausnahmsweise, was Sie da versprechen, geht. Das hab ich zu meiner eigenen Verblüffung selbst schon heraus – auch ohne Ihren Luhmann, Spencer – Brown und all diese bestimmt unterhaltsamen Leute zu kennen.
„ … vom Individuum über die Organisation zu gesellschaftlichen Funktionssystemen, oder auch umgekehrt: von der Gesellschaft und ihren Funktionssystemen, über die Organisationen zum Einzelnen, der mit ihnen zu tun hat….“
Genau, das ist die Herausforderung. Das Problem, das Sie lösen werden. Ich hatte den Anspruch eigentlich gar nicht, die Lösung ist mir wie aus Versehen eingefallen.
Anzumerken ist, dass viele Einzelheiten der hier skizzierten Konzepte von „Klassikern“ der Organisationstheorie wie Herbert A. Simon, James March, Karl Weick oder auch Michel Crozier aus empirischen Studien abgeleitet und entwickelt wurden .
Die empirischen Studien hätte man sich sparen können. Aber es sieht natürlich gut aus und beruhigt die Nerven. Es reicht natürlich noch nicht, wenn man seine Frau anguckt wie ein Auto aber systematische Beobachtungen bescheideneren Ausmaßes dürften reichen, um sich des Pudels Kern einfallen zu lassen.
Der Beitrag Luhmanns bzw. der neueren Systemtheorie besteht unter anderem darin, sie in einen gemeinsamen konzeptuellen Rahmen gestellt und die Organisationstheorie in eine allgemeine Theorie der Gesellschaft und ihrer Differenzierung eingebettet zu haben. Erst dadurch wird die Logik der Entwicklung von Organisationen im Rahmen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen erklärbar.
Dieser Luhmann scheint die Geister echt zu beschäftigen. Na hoffentlich war es nicht nur wieder so eine besonders dichte Nebelwolke suggestiver Nominalisierungen, mit denen er seine Jünger verwirrt hat. FBS selbst immerhin, hat sich wohl dazu bekannt, daß er mit einem Drittel des von ihm Angebotenen ganz bewußt verwirren will. Leider bleibt er meist unter diesem Drittel – woran er selbst das merken könnte? Ich mein, mir erscheint das schwierig: woher weiß ich, was den anderen verwirren könnte? Das durchdacht haben zu können, scheint mir die Wahrscheinlichkeit, das ein anderer verwirrt reagieren muß, schon mal arg herabzusetzen. Eine Kombi herauszuhauen, die wirklich unverständlich ist, geschweige neu, ist nämlich gar nicht so einfach für kollektiv Hypnotisierte. Psychoanalytiker müßten das wissen.
Ich hab von Logik keine Ahnung. Offensichtlich. Aber eigentlich müßte sich das Meiste, was sich sagen läßt, aus den Kontinuen möglicher Dissonanz / Resonanz diverser mehr oder minder ähnlicher Strukturen im Medium der Wahrnehmung, mentalen Repräsentation ableiten lassen. Autobahnen, Geishas und Springfrösche eingeschlossen. Ob man sich die Deutsche, Dresdner oder meine Bank oder irgendwelche Persönlichkeitsanteile anguckt, die miteinander in Resonanz treten (sobald ich sie mir vergegenwärtige oder sonstwie darüber stolpere), was uns zu interessieren hat, sind die Submodalitäten unserer (mental zu repräsentierenden und laufend per Up – Uate zu reorganisierenden) Erfahrung davon. An diese koppeln wir nämlich an oder ein anderer Organisierter / Organisationsberater. Einem Organisationsberater, der von Haus aus Psycho – Logiker ist, müßte es eine Ehrensache sein, das herauszuklamüsern. Aber er wird sich wohl drücken, damit ihn die Organisationsberatung suchenden potentiellen Kunden nicht für psychiatrisch behandlungsbedürftig bzw. esoterisch halten.
Um das Ziel dieser Einführung noch einmal deutlich zu benennen: Hier soll jedem, der mit Organisationen zu tun hat – und das ist potentiell ja jeder – ein Verständnis für ihre Funktionslogik vermittelt werden, so dass er selbst die Option erhält, sich in Organisationen anders (freier oder möglicherweise auch unfreier) zu bewegen, zu agieren, Einfluss zu gewinnen. Diese Einführung soll aber auch helfen, sich vor den Zumutungen von Organisationen und ihrer Eigenlogik zu schützen.
Endlich hilft mir mal einer! Wurde aber auch mal Zeit.
Denn nur weniges, was heute unsere gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt, gäbe es ohne Organisationen. Ohne sie hätte kein Flug zu Mond stattgefunden, der Holocaust wäre nicht möglich gewesen, wir könnten nicht per Handy mit China telefonieren, keine Autos oder Flugzeuge besteigen und keine südamerikanischen Bananen essen; wir könnten weder Hilfsaktionen für Tsunami-Opfer in Südostasien in Gang setzen noch Kriege in entfernten Gegenden der Welt führen…
Ob gut oder schlecht – was immer heute geschieht, fast immer sind Organisationen daran beteiligt. Grund genug, sich ein paar Gedanken über sie zu machen.
Ich muß mir an der Stelle schon wieder Gedanken machen und rätseln, worüber dieser Herr Simon nun wohl schreiben mag. Über die Art und Weise der Organisiertheit einer Organisation oder über die Organisation. („Typisch mal wieder!“ mag sich mancher denken: Arbeitslose haben in dem Staat halt Zeit, während andere mehr oder weniger organisiert malochen müssen.) Selbst wenn er beides sinnvoll aufeinander beziehen möchte, damit Schlumpis wie ich mal besser mit dem Arbeitsamt zurechtkommen, könnte es nützlich sein, womöglich per Index anzugeben, worauf er sich wann bezieht.
Zuguterletzt muss an dieser Stelle zur Warnung noch einmal darauf hingewiesen werden, dass mit der folgenden Darstellung nicht der Anspruch verbunden ist, wirklich zu erfassen, was die zitierten Autoren wirklich gemeint haben (wer weiß das schon?). Es ist eine Zusammenfassung, die zwangsläufig die konzeptuellen und intellektuellen Begrenzungen und das Nicht- oder Miss-Verstehen des Autors weiter transportiert (aber Lesen ist ja immer ein Risiko).
Das stimmt allerdings. Man kann das hieran auch deutlich sehen.
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 13. Januar, 2007 @ 12:29 Uhr
Außerdem kann man sehen, daß dieser etwas eilige Kommentar einen Tag zu früh beigefügt worden ist, insofern er sich vorzüglich auf FBS – Text vom 11. bezieht. Keine Zeit müde zu sein!
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 13. Januar, 2007 @ 12:48 Uhr
hallo,
oh bin ich froh nur ein arbeiter zu sein. mir ist dies alles viel zu hoch. gibt es nicht auch was bodenstädinges zu lesen? oder war wäre denn “das so hohe” ohne das bodenstänige?
na ja jedem das seine
mfg
robi
Kommentar by robi — 17. Januar, 2007 @ 09:34 Uhr
Dranbleiben Robi, ich stand auch öfter mal am Fließband. Bissel Abwechslung tut auch mal gut.
Und man muß auch bissel Nachsicht mit diesen Intellektuellen. Die können nicht anders. Es soll keiner gleich drauf kommen, daß sie bloß zu faul sind, richtig zu arbeiten. Deshalb brüten sie solche Nebelwolken aus. Opium fürs Spiegelleservolk.
In den Schwarten ihrer Allerschlauesten steht zwar drin geschrieben, daß man nicht bloß Hirngespinste wälzen sondern sich auch mal ganzheitlich bewegen und richtig arbeiten soll (“Sei das Kehren!”), aber die haben das nie richtig lernen können. geschweige Respekt vor der Arbeit, ohne die sie samt ihre Hirnfürz nüscht wären. I.d.R. zu blöd ´nen Eimer Wasser umzuschmeissen. Wurden für´s Faulsein sogar immer noch belohnt. Guck Dir bspw. mal paar Fotos von diesem Fritz Simon an, der da grad hier schreibt, wie alles angeblich funktioniert in der Wirtschaft und so. Der Typ scheint recht ausgewachsen zu sein, also von daher geeignet, auch mal tüchtig zuzupacken und sich mal nützlich zu machen. Aber denkste. Wenn Du Dir nämlich genauer guckst und diese vergleichsweise schmächtigen Unterarme siehst, weeßte, daß der nie richtig zeigen durfte, was in ihm steckt. Immer bloß Klavierspielen in hohen Räumen, schlau tun und so. Immerhin hat der gute Onkel sich von dem Verkauf seiner Nebelbombemwärke ein Häusel in Kanada kaufen können als Notunterkunft in Krisenzeiten. Hast Du da schon vorsorgen können von Deine paar Piepen, die Du als nachdenklicher Prolet kriechst? Also Robi, dranbleiben! Qualifiziere Dich. Nicht nur die Stechuhr tickt. Privater Vorsorge wegen muß ab und an auch mal das Proletariat an die Macht!
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 17. Januar, 2007 @ 12:23 Uhr
Hallo ihr Lieben!
Saß gerade vor dem Gerät um unter Linux eine Festplatte für meine windows Freunde im Netzwerk freizugeben. Samba heißt das Programm, das das kann. Bin nicht so firm in diesen Dingen, also wird gegoogelt – soso – ein gewisser Karl Auer hat maßgeblich dazu beigetragen, daß dies funktioniert – was ist das für ein Typ, der fanatisch Lösungen für mich sucht, und ich dann ohne Lösung dieses Problems bei Carl Auer und FBS lande? Das gab natürlich zu denken, denn ich lese gerade Systemische Organisationsentwicklung und Beratung bei Veränderungsprozessen, herausgegeben von meinem liben Freun Nino Tomaschek.
Werde mich gleich psychotherapieren, damit ich ziel- und lösungsorientierter
handle oder sollte ich lieber eine Theorie aufstellen, die irgendwas mit Mustern, Gewohnheit, wasweißich zu tun hat? alles liebe -mb
Kommentar by martin bobal — 5. März, 2007 @ 02:21 Uhr