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	<title>Kommentare zu: Fördern Konstruktivisten die Beliebigkeit?</title>
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		<title>Von: Christoph Glanz</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-505</link>
		<dc:creator>Christoph Glanz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2005 19:56:59 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Ich bin gerade im Lehramtsexamen an einer norddeutschen Universität involviert und vielleicht ist das folgende Annekdötchen illustrativ für die Rigidität, die mensch gelegentlich im ach so humanistischen deutscheb Bildungswesen erleben kann:
als Thema für die Psychologieprüfung hatte ich formuliert: &quot;Unterrichten zwischen Instruktion und Konstruktion&quot;. Die Prüfung verlief fair, ich war fit, machte aus meinen konstruktivistischen Neigungen keinen Hehl. - Notenbesprechung. Kriege eine 1 an den Latz gehaun - und dann wird mir auseinandergesetzt, was für einen Schwachsinn ich da verzapft habe. Konstruktivismus - das ist eine Pest, darunter wird diese neue Lehrergeneration noch zu leiden haben, diese Ideologie bindet dem Lehrer die Hände - &quot;und überhaupt, was Sie da postulieren, setzt intelligente Lehrer voraus - meine Realität ist, dass ich Halbidioten dazu ausbilden muss, später andere Halbidionten zu unterrichten!&quot;-
Maturana hat einmal in einem Interview die &quot;Wahrheitsbesitzerideologen&quot; mit Grundstücksbesitzern verglichen -  das war kein Grundstücksbesitzer, sondern ein Großgrundbesitzer der Wahrheit! ( trotzdem gnädigsten Dank für die Zensur )&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Christoph&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gerade im Lehramtsexamen an einer norddeutschen Universität involviert und vielleicht ist das folgende Annekdötchen illustrativ für die Rigidität, die mensch gelegentlich im ach so humanistischen deutscheb Bildungswesen erleben kann:<br />
als Thema für die Psychologieprüfung hatte ich formuliert: &#8220;Unterrichten zwischen Instruktion und Konstruktion&#8221;. Die Prüfung verlief fair, ich war fit, machte aus meinen konstruktivistischen Neigungen keinen Hehl. &#8211; Notenbesprechung. Kriege eine 1 an den Latz gehaun &#8211; und dann wird mir auseinandergesetzt, was für einen Schwachsinn ich da verzapft habe. Konstruktivismus &#8211; das ist eine Pest, darunter wird diese neue Lehrergeneration noch zu leiden haben, diese Ideologie bindet dem Lehrer die Hände &#8211; &#8220;und überhaupt, was Sie da postulieren, setzt intelligente Lehrer voraus &#8211; meine Realität ist, dass ich Halbidioten dazu ausbilden muss, später andere Halbidionten zu unterrichten!&#8221;-<br />
Maturana hat einmal in einem Interview die &#8220;Wahrheitsbesitzerideologen&#8221; mit Grundstücksbesitzern verglichen &#8211;  das war kein Grundstücksbesitzer, sondern ein Großgrundbesitzer der Wahrheit! ( trotzdem gnädigsten Dank für die Zensur )</p>
<p>Christoph</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Kersten Reich</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-457</link>
		<dc:creator>Kersten Reich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 20:45:41 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Es gibt viele lokale Verständigungsgemeinschaften und wenn du diese wechselst, dann erkennst du auf einmal, dass das, was dir eben noch selbstverständlich schien, plötzlich unverständlich für andere wird. Unter Lehrern an deutschen Schulen verbreitet sich systemisches Denken erst langsam, aber immerhin: Es verbreitet sich. Woran das liegt? Ich glaube es hat mit den Beziehungen und einer dabei gebildeten Kommunikationsstruktur zu tun. Je mehr du dich in Beziehungen auf andere hin öffnen kannst, sie wertschätzen kannst, um so wahrscheinlicher ist ein systemischer Ansatz. Für die Lerner drückt sich dies dadurch aus, dass sie wirklich an deinem Unterricht partizipieren, d.h. ihn auch nach ihren Interessen mit gestalten können. Insoweit war bereits John Dewey vor über 100 Jahren ein Systemiker. Heute müssen wir erkennen, dass die Vernunft ein Weg ist, auch systemisch zu denken, aber zugleich auch erkennen, dass z.B. zu lernen oder gemeinsam zu leben immer auch mehr als Vernunft bedeutet: Verständnis, Wertschätzung, Förderung, Gefühl, intuitive Anerkennung von Diversität usw., wobei ich nach Gregory Bateson dies die Beziehungsseite nenne (und diese gegen die Inhalte und den Vorrang der Vernunft unterscheide). Aber wenn wir es philosophisch ausdrücken wollen, dann sind eben auch diese Beziehungen und die Inhalte zirkulär verschränkt, denn wenn ich hier schreibe, dann steht da ein Inhalt, der zugleich mehr sein soll als bloßer Inhalt. Er ruft nach Beziehungen, die verantwortlich und gemeinsam zwischen Lehrenden und Lernenden entwickelt werden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn ihr die Pisa-Ergebnisse für Deutschland nehmt, die jetzt wieder durch die Medien geistern, dann heißt dies konkret: fördern, fördern, fördern. Jeder Lehrende sollte mit dieser Vision aufwachen und einschlafen. Und er oder sie sollte prüfen, ob das, was getan wurde, schon ausreichen konnte. Nur weil Systemiker besonders gut Systeme verstehen und deuten können, heißt dies nämlich für mich nicht, dass sie aus solcher Deutung keine Wertung beziehen sollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Herzlichst
Kersten Reich&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele lokale Verständigungsgemeinschaften und wenn du diese wechselst, dann erkennst du auf einmal, dass das, was dir eben noch selbstverständlich schien, plötzlich unverständlich für andere wird. Unter Lehrern an deutschen Schulen verbreitet sich systemisches Denken erst langsam, aber immerhin: Es verbreitet sich. Woran das liegt? Ich glaube es hat mit den Beziehungen und einer dabei gebildeten Kommunikationsstruktur zu tun. Je mehr du dich in Beziehungen auf andere hin öffnen kannst, sie wertschätzen kannst, um so wahrscheinlicher ist ein systemischer Ansatz. Für die Lerner drückt sich dies dadurch aus, dass sie wirklich an deinem Unterricht partizipieren, d.h. ihn auch nach ihren Interessen mit gestalten können. Insoweit war bereits John Dewey vor über 100 Jahren ein Systemiker. Heute müssen wir erkennen, dass die Vernunft ein Weg ist, auch systemisch zu denken, aber zugleich auch erkennen, dass z.B. zu lernen oder gemeinsam zu leben immer auch mehr als Vernunft bedeutet: Verständnis, Wertschätzung, Förderung, Gefühl, intuitive Anerkennung von Diversität usw., wobei ich nach Gregory Bateson dies die Beziehungsseite nenne (und diese gegen die Inhalte und den Vorrang der Vernunft unterscheide). Aber wenn wir es philosophisch ausdrücken wollen, dann sind eben auch diese Beziehungen und die Inhalte zirkulär verschränkt, denn wenn ich hier schreibe, dann steht da ein Inhalt, der zugleich mehr sein soll als bloßer Inhalt. Er ruft nach Beziehungen, die verantwortlich und gemeinsam zwischen Lehrenden und Lernenden entwickelt werden. </p>
<p>Wenn ihr die Pisa-Ergebnisse für Deutschland nehmt, die jetzt wieder durch die Medien geistern, dann heißt dies konkret: fördern, fördern, fördern. Jeder Lehrende sollte mit dieser Vision aufwachen und einschlafen. Und er oder sie sollte prüfen, ob das, was getan wurde, schon ausreichen konnte. Nur weil Systemiker besonders gut Systeme verstehen und deuten können, heißt dies nämlich für mich nicht, dass sie aus solcher Deutung keine Wertung beziehen sollten.</p>
<p>Herzlichst<br />
Kersten Reich</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: AG</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-456</link>
		<dc:creator>AG</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 19:40:30 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Woran liegt es konkret, dass gerade die Systemische Denkweise nicht anerkannt ist - das ist ja aberwitzig, lausig, um nicht zu sagen idio... - strafbar, wirklich? Sie müssen es ernst meinen, denn ich konnte nicht den leisesten Hauch von Sarkasmus erkennen. Danke jedenfalls für die Information und - nicht dass ich etwas gegen das Kämpfen hätte - aber so ein Institut, hier in Wien, das wäre schon sehr praktisch... Guten Abend wünscht Andrea Gaugusch&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Woran liegt es konkret, dass gerade die Systemische Denkweise nicht anerkannt ist &#8211; das ist ja aberwitzig, lausig, um nicht zu sagen idio&#8230; &#8211; strafbar, wirklich? Sie müssen es ernst meinen, denn ich konnte nicht den leisesten Hauch von Sarkasmus erkennen. Danke jedenfalls für die Information und &#8211; nicht dass ich etwas gegen das Kämpfen hätte &#8211; aber so ein Institut, hier in Wien, das wäre schon sehr praktisch&#8230; Guten Abend wünscht Andrea Gaugusch</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Ochs</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-455</link>
		<dc:creator>Matthias Ochs</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 18:54:55 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Jürgen: 
Die Losung lautet Standhalten und Kämpfen (z.B. gegen diesen &quot;besonderen Geist von deutschem Boden&quot;) und nicht nach Österreich oder die Schweiz flüchten! Und Du bist ja, wenn ich das so sagen darf,  einer unserer wichtigsten Vorkämpfer betreffend der Anerkennung der Systemischen Therapie oder auch der humanistischen Verfahren!&lt;br /&gt;
Herzlichst 
Matthias&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jürgen:<br />
Die Losung lautet Standhalten und Kämpfen (z.B. gegen diesen &#8220;besonderen Geist von deutschem Boden&#8221;) und nicht nach Österreich oder die Schweiz flüchten! Und Du bist ja, wenn ich das so sagen darf,  einer unserer wichtigsten Vorkämpfer betreffend der Anerkennung der Systemischen Therapie oder auch der humanistischen Verfahren!<br />
Herzlichst<br />
Matthias</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Kriz</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-454</link>
		<dc:creator>Jürgen Kriz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 18:02:04 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Es gibt innerhalb der vom deutschen Bildungsgrenzschutz bewachten Staatsgrenzen nur 2 Richtungen: PSychodynamische (in der neudeutsch die analystischen und tiefenpscholgischen &quot;techniken&quot; (ebenfalls neudeutsch) zusammengefaßt sind) und Verhaltenstherapie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Zwischenstatus hat noch die Gesprächspsychotherape (in Österreich eher: personzentrierte..), die  zwar inzwischen &quot;wissenschaftlich anerkannt&quot; ist, aber seit 17 Jahren um die sozialrechtliche Anerkennung kämpft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles andere ist hierzulande &quot;unwissenschaftlich&quot; und daher nach dem Gesetz keine Psychotherapie - bzw, wer z.B. Gestalttherapie oder systemische Therapie in PSychotherapie-Praxen durchführt, macht sich strafbar (!).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie sehen: vom deutschen Boden ging schon immer ein besonderer Geist aus - sowie der Versuch, der gesamten Menschheit eine bestimtme Ideologie als allein seeligmachend überzustülpen. Inzwischen ist es der mystische Glauben an berechnete Effektivitätskennwerte sowie die Magie von Zahlen denen viele folgen.
Sie ahnen, warum ich so gern in Wien oder auch in der Schweiz oder sonstwo außerhalb des deutschen Bildungsgrezschutzes bin..&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;herzlichst&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;j. kriz&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt innerhalb der vom deutschen Bildungsgrenzschutz bewachten Staatsgrenzen nur 2 Richtungen: PSychodynamische (in der neudeutsch die analystischen und tiefenpscholgischen &#8220;techniken&#8221; (ebenfalls neudeutsch) zusammengefaßt sind) und Verhaltenstherapie.</p>
<p>Einen Zwischenstatus hat noch die Gesprächspsychotherape (in Österreich eher: personzentrierte..), die  zwar inzwischen &#8220;wissenschaftlich anerkannt&#8221; ist, aber seit 17 Jahren um die sozialrechtliche Anerkennung kämpft.</p>
<p>Alles andere ist hierzulande &#8220;unwissenschaftlich&#8221; und daher nach dem Gesetz keine Psychotherapie &#8211; bzw, wer z.B. Gestalttherapie oder systemische Therapie in PSychotherapie-Praxen durchführt, macht sich strafbar (!).</p>
<p>Sie sehen: vom deutschen Boden ging schon immer ein besonderer Geist aus &#8211; sowie der Versuch, der gesamten Menschheit eine bestimtme Ideologie als allein seeligmachend überzustülpen. Inzwischen ist es der mystische Glauben an berechnete Effektivitätskennwerte sowie die Magie von Zahlen denen viele folgen.<br />
Sie ahnen, warum ich so gern in Wien oder auch in der Schweiz oder sonstwo außerhalb des deutschen Bildungsgrezschutzes bin..</p>
<p>herzlichst</p>
<p>j. kriz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andrea Christoph-Gaugusch</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-443</link>
		<dc:creator>Andrea Christoph-Gaugusch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2005 11:10:54 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Wie sieht diese Monokultur aus? Ich lebe in Österreich und habe keinen Einblick in die deutschen Planierraupen (ist es hier besser; wissend, dass Sie Wien als zweite Heimat bezeichnet haben...).  Was sind die gegenwärtigen Hauptströmungen des akademischen Diskurses? Danke. Beste Grüsse, AG&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sieht diese Monokultur aus? Ich lebe in Österreich und habe keinen Einblick in die deutschen Planierraupen (ist es hier besser; wissend, dass Sie Wien als zweite Heimat bezeichnet haben&#8230;).  Was sind die gegenwärtigen Hauptströmungen des akademischen Diskurses? Danke. Beste Grüsse, AG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Kriz</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-442</link>
		<dc:creator>Jürgen Kriz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2005 11:01:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/#comment-442</guid>
		<description>&lt;p&gt;...deswegen hatte ich &quot;schwäche&quot; auch in Anführungszeichen gesetzt. - Und natürlich stimme ich mit Dir in Sachen &quot;Idiotie&quot; (oder besser: &quot;Beschränktheit&quot;) zu. Was Du allerdings, so finde ich, manchmal unterschätzt (aufgrund Deiner &quot;freischwebenderen&quot; Tätigkeitsfelder), ist die &quot;harte&quot; Faktizität, mit der Hauptströmungen der akademischen Diskurse in der deutschen Börokratenlandschaft umgesetzt werden.
Kurz: obwohl auch ich voll überzeugt bin, dass die gegenwärtige Richtlinien-Monokultur Reaktanz hervorruft, die sich mittelfristg (!) niederschlagen wird, hat sich hierzulande eine ehemals blührende Therapielandschaft weitgehend in eine Monokultur verwandelt. Und leider dauert es doch erheblich, bis eine LAndschaft, in der erstmal alles plattgemacht wurde um Mais anzubauen, nach besserer Einsicht in den Schwachsinn einer Monokultur dann wieder in eine plaurale Kulturlandschaft zurückverwandelt werden kann. DAS ist meine Sorge (und mein derzeit täglich &quot;Brot&quot; an der &quot;Front&quot; der &quot;Beschränktheit&quot;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In diesem Sinne: Mut uns allen !! (die den blog lesen - in der Sicherheit, dass sowieso niemand auf diese Seiten kommt, den ich bei &quot;alle&quot; nicht mit eingeschlossen wissen will..)
herzlichst
jk&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;deswegen hatte ich &#8220;schwäche&#8221; auch in Anführungszeichen gesetzt. &#8211; Und natürlich stimme ich mit Dir in Sachen &#8220;Idiotie&#8221; (oder besser: &#8220;Beschränktheit&#8221;) zu. Was Du allerdings, so finde ich, manchmal unterschätzt (aufgrund Deiner &#8220;freischwebenderen&#8221; Tätigkeitsfelder), ist die &#8220;harte&#8221; Faktizität, mit der Hauptströmungen der akademischen Diskurse in der deutschen Börokratenlandschaft umgesetzt werden.<br />
Kurz: obwohl auch ich voll überzeugt bin, dass die gegenwärtige Richtlinien-Monokultur Reaktanz hervorruft, die sich mittelfristg (!) niederschlagen wird, hat sich hierzulande eine ehemals blührende Therapielandschaft weitgehend in eine Monokultur verwandelt. Und leider dauert es doch erheblich, bis eine LAndschaft, in der erstmal alles plattgemacht wurde um Mais anzubauen, nach besserer Einsicht in den Schwachsinn einer Monokultur dann wieder in eine plaurale Kulturlandschaft zurückverwandelt werden kann. DAS ist meine Sorge (und mein derzeit täglich &#8220;Brot&#8221; an der &#8220;Front&#8221; der &#8220;Beschränktheit&#8221;).</p>
<p>In diesem Sinne: Mut uns allen !! (die den blog lesen &#8211; in der Sicherheit, dass sowieso niemand auf diese Seiten kommt, den ich bei &#8220;alle&#8221; nicht mit eingeschlossen wissen will..)<br />
herzlichst<br />
jk</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FBSimon</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-441</link>
		<dc:creator>FBSimon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2005 07:42:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/#comment-441</guid>
		<description>&lt;p&gt;Nein, eine Schwäche ist das, glaube ich nicht. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich stimmt es, dass man mit schlichten Wahrheiten, die grob zeichnen oder schnitzen und alternative Sichtweisen disqualifizieren, seine Energie auf ein Ziel konzentrieren kann. Und das mag vorübergehend auch &quot;Erfolge&quot; bringen, aber langfristig bringt es auch meist irgendwelche anderen Leute dazu, eine Gegenposition einzunehmen, die ebenso schlichten Modellen folgt und ihre ganze Energie in die Durchsetzung der Gegenposition steckt... und so weiter. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wahrscheinlich ist es ja wirklich eine Frage des Alters, hier die nötige Gelassenheit aufzubringen (man hat schon so viele einfache Wahrheiten sterben sehen). Aber es ist sicher auch eine Frage der Intelligenz (was ich natürlich abwertend und nich nur beschreibend meine - Konstruktivismus hin oder her: Idiotie muss man doch weiter Idiotie nennen können; allerdings verbinde ich mit dieser gezielten Abwertung, und das zeichnet mich als Konstruktivisten aus,  nicht den Anspruch, objektive Wahrheiten zu vertreten, sondern nur meine subjektive..., zu der ich stehe, die ich argumetativ zu vertreten bereit bin usw.; und sowas hat mir auch schon, als ich nch jünger war, genug Energie gegeben, um mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die die &quot;Wahrheit&quot; auf ihrer Seite hatten).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur Mut, Jürgen, beste Grüsse an Sie beide,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FBS&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, eine Schwäche ist das, glaube ich nicht. </p>
<p>Natürlich stimmt es, dass man mit schlichten Wahrheiten, die grob zeichnen oder schnitzen und alternative Sichtweisen disqualifizieren, seine Energie auf ein Ziel konzentrieren kann. Und das mag vorübergehend auch &#8220;Erfolge&#8221; bringen, aber langfristig bringt es auch meist irgendwelche anderen Leute dazu, eine Gegenposition einzunehmen, die ebenso schlichten Modellen folgt und ihre ganze Energie in die Durchsetzung der Gegenposition steckt&#8230; und so weiter. </p>
<p>Wahrscheinlich ist es ja wirklich eine Frage des Alters, hier die nötige Gelassenheit aufzubringen (man hat schon so viele einfache Wahrheiten sterben sehen). Aber es ist sicher auch eine Frage der Intelligenz (was ich natürlich abwertend und nich nur beschreibend meine &#8211; Konstruktivismus hin oder her: Idiotie muss man doch weiter Idiotie nennen können; allerdings verbinde ich mit dieser gezielten Abwertung, und das zeichnet mich als Konstruktivisten aus,  nicht den Anspruch, objektive Wahrheiten zu vertreten, sondern nur meine subjektive&#8230;, zu der ich stehe, die ich argumetativ zu vertreten bereit bin usw.; und sowas hat mir auch schon, als ich nch jünger war, genug Energie gegeben, um mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die die &#8220;Wahrheit&#8221; auf ihrer Seite hatten).</p>
<p>Nur Mut, Jürgen, beste Grüsse an Sie beide,</p>
<p>FBS</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Kriz</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/comment-page-1/#comment-440</link>
		<dc:creator>Jürgen Kriz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2005 17:58:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.carl-auer.de/blog/reich/fordern-konstruktivisten-die-beliebigkeit/#comment-440</guid>
		<description>&lt;p&gt;...letzteres ist allerdings leider auch die &quot;Schwäche&quot; (die sie gemeinsam mit humanistischen Positionen teilen): Wer von seiner &quot;Wahrheit&quot; so überzeugt ist, dass für ihn andere Positionen + Perspektiven gar nicht infrage kommen, kann seine gesamte Energie auf &quot;seine&quot; Persepktive richten - wer die nicht teilt, ist sowieso verrückt, böslwillig oder schlimmer noch (in unserem &quot;Job&quot;) unwissenschaftlich. Leider ist diese Position deshalb auch sehr effizient.
Man muss schon sehr stark (oder älter) sein, um so viel &quot;Schwäche&quot; aushalten zu können. Jüngeren Leuten kann man das nur bedingt empfehlen - oder ??
herzlichst
jürgen kriz&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;letzteres ist allerdings leider auch die &#8220;Schwäche&#8221; (die sie gemeinsam mit humanistischen Positionen teilen): Wer von seiner &#8220;Wahrheit&#8221; so überzeugt ist, dass für ihn andere Positionen + Perspektiven gar nicht infrage kommen, kann seine gesamte Energie auf &#8220;seine&#8221; Persepktive richten &#8211; wer die nicht teilt, ist sowieso verrückt, böslwillig oder schlimmer noch (in unserem &#8220;Job&#8221;) unwissenschaftlich. Leider ist diese Position deshalb auch sehr effizient.<br />
Man muss schon sehr stark (oder älter) sein, um so viel &#8220;Schwäche&#8221; aushalten zu können. Jüngeren Leuten kann man das nur bedingt empfehlen &#8211; oder ??<br />
herzlichst<br />
jürgen kriz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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