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	<title>Kommentare zu: Die Kunst der Papageien-Aufstellung</title>
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		<title>Von: FBSimon</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/siefer/die-kunst-der-papageien-aufstellung/comment-page-1/#comment-251</link>
		<dc:creator>FBSimon</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2005 00:45:58 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Was mich - jenseits aller therapeutischen Interessen und Über-Ich-Attacken - damals am Mamagei so entzückte, war die (scheinbare?) Bestätigung der These, dass (vielleicht etwas übergeneralisierende gesagt) alle Unterschieds- oder Nicht-Unterschiedsbildung ihre Wurzeln im Kalauer hat... Ähnlichkeit und Wiederholung bzw. &quot;Übertragung&quot; alter Schemata auf neue Kontexte, das sind die tragenden Säulen unserer Konzeptbildung. Wo es einen Papa und eine Mama gibt, da macht es Sinn zu vermuten, dass aus einem Papagei auch auf einen Mamagei zu folgern ist.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was mich &#8211; jenseits aller therapeutischen Interessen und Über-Ich-Attacken &#8211; damals am Mamagei so entzückte, war die (scheinbare?) Bestätigung der These, dass (vielleicht etwas übergeneralisierende gesagt) alle Unterschieds- oder Nicht-Unterschiedsbildung ihre Wurzeln im Kalauer hat&#8230; Ähnlichkeit und Wiederholung bzw. &#8220;Übertragung&#8221; alter Schemata auf neue Kontexte, das sind die tragenden Säulen unserer Konzeptbildung. Wo es einen Papa und eine Mama gibt, da macht es Sinn zu vermuten, dass aus einem Papagei auch auf einen Mamagei zu folgern ist.</p>
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		<title>Von: Thomas Siefer</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/siefer/die-kunst-der-papageien-aufstellung/comment-page-1/#comment-249</link>
		<dc:creator>Thomas Siefer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2005 17:20:37 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Wenn die Tochter sich nach dem Mamagei erkundigt, hat das natürlich neben dem Einfühlungsvermögen auch mit den Übergangsobjekten zu tun. 
Eine wesentliche Frage der Zugehörigkeit ist dabei ja immer auch die Bindung bzw. andere Tiefen von Loyalitäten (Gewissensbindung durch Zugehörigkeit). Und danach bemessen ist die Unterschiedsbildung des Therapeuten schon erheblich - und wenn er nach Ordnungen (anderer!) fragt, natürlich auch immer mit der Unfähigkeit verbunden, zur eigenen Autorität zu finden bzw. sich der Über-Ich-Attaken angemessen zu erwehren. Von wegen der blinden Flecke und so...&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Tochter sich nach dem Mamagei erkundigt, hat das natürlich neben dem Einfühlungsvermögen auch mit den Übergangsobjekten zu tun.<br />
Eine wesentliche Frage der Zugehörigkeit ist dabei ja immer auch die Bindung bzw. andere Tiefen von Loyalitäten (Gewissensbindung durch Zugehörigkeit). Und danach bemessen ist die Unterschiedsbildung des Therapeuten schon erheblich &#8211; und wenn er nach Ordnungen (anderer!) fragt, natürlich auch immer mit der Unfähigkeit verbunden, zur eigenen Autorität zu finden bzw. sich der Über-Ich-Attaken angemessen zu erwehren. Von wegen der blinden Flecke und so&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: FBSimon</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/siefer/die-kunst-der-papageien-aufstellung/comment-page-1/#comment-248</link>
		<dc:creator>FBSimon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2005 15:28:21 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Lieber Herr Siefer,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ja, die Auswahl, &quot;was&quot; aufgestellt wird, &quot;worüber&quot; gesprochen, frei assoziiert, ur-geschreit  oder was auch immer ...  wird, ist der erste Schritt, bei dem sich die Kustfertigkeit des Therapeuten oder Beraters zeigt, und der zweite sind dann die Unterschiede, die er macht oder nicht macht ... &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So einfach klingt das abstrakt - und wahrscheinlich können fast alle Kollegen zustimmen, eben weil dies  so schön abstrakt ist. Aber in der konkreten Praxis kann man das natürlich mit sehr gegensätzlichen Inhalten füllen, je nachdem, was man konkret auswählt, welche konkreten Unterschiede man macht usw. ... Deswegen sind die Methoden eigentlich nicht so wichtig, sondern eher die Leute, die sie anwenden. Das gilt m. E. auch für die Aufstellerei. Sage mir, wer dich aufgestellt hat, und ich sage dir, wer du sein wirst... &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob sie aufgestellt werden sollten - dazu habe ich keine Meinung (sitzen sie nicht meistens auf irgendeiner Stange?) -, aber dass Papageien zu Familien gehören, daran besteht für mch kein Zweifel. Dies spätestens - auch ohne derartige Vögel näher zu kennen - seit mir eine meiner (inzwischen erwachsenen Töchter) im Alter von ca. 3 oder 4 Jahren wieder einmal zu einer dieser wichtigen Erkenntnisse über die Strukturierung von Weltbildern verholfen hat, als sie sich (logischerweise) nach der ersten Bekanntschaft mit einem Papagei gleich nach dem dazu geörigen Mamagei erkundigte...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beste Grüsse, FBS&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Siefer,</p>
<p>ja, die Auswahl, &#8220;was&#8221; aufgestellt wird, &#8220;worüber&#8221; gesprochen, frei assoziiert, ur-geschreit  oder was auch immer &#8230;  wird, ist der erste Schritt, bei dem sich die Kustfertigkeit des Therapeuten oder Beraters zeigt, und der zweite sind dann die Unterschiede, die er macht oder nicht macht &#8230; </p>
<p>So einfach klingt das abstrakt &#8211; und wahrscheinlich können fast alle Kollegen zustimmen, eben weil dies  so schön abstrakt ist. Aber in der konkreten Praxis kann man das natürlich mit sehr gegensätzlichen Inhalten füllen, je nachdem, was man konkret auswählt, welche konkreten Unterschiede man macht usw. &#8230; Deswegen sind die Methoden eigentlich nicht so wichtig, sondern eher die Leute, die sie anwenden. Das gilt m. E. auch für die Aufstellerei. Sage mir, wer dich aufgestellt hat, und ich sage dir, wer du sein wirst&#8230; </p>
<p>Ob sie aufgestellt werden sollten &#8211; dazu habe ich keine Meinung (sitzen sie nicht meistens auf irgendeiner Stange?) -, aber dass Papageien zu Familien gehören, daran besteht für mch kein Zweifel. Dies spätestens &#8211; auch ohne derartige Vögel näher zu kennen &#8211; seit mir eine meiner (inzwischen erwachsenen Töchter) im Alter von ca. 3 oder 4 Jahren wieder einmal zu einer dieser wichtigen Erkenntnisse über die Strukturierung von Weltbildern verholfen hat, als sie sich (logischerweise) nach der ersten Bekanntschaft mit einem Papagei gleich nach dem dazu geörigen Mamagei erkundigte&#8230;</p>
<p>Beste Grüsse, FBS</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Horst Kasper</title>
		<link>http://www.carl-auer.de/blog/siefer/die-kunst-der-papageien-aufstellung/comment-page-1/#comment-247</link>
		<dc:creator>Horst Kasper</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2005 15:02:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.carl-auer.de/blog/?p=107#comment-247</guid>
		<description>&lt;p&gt;Hallo Herr Siefer,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;das ist eine aparte Idee: &quot;Wenn Sie einen Papagei hätten...&quot; Schließlich erlebt das Tier stillschweigend oder auch mitplappernd den Alltag (im Gegensatz zum Berater). Ich denke auch die Art, wie ein Tier zum Haustier dieser Familie (oder welches Systems auch immer) gdeworden ist, ist möglicherweise in manchen Fällen bedeutsam. Man denke an Weihnachtsgeschenke an Kinder, die letztlich zur Pflege durch die zurück bleibenden Mütter führen, an Geschenke der Kinder an die Mutter (die sie einsam zurück lassen): Damit du nicht immer so allein bist...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt viele Möglichkeiten. Vielleicht ist es einfach auch wichtig, die Systeme (ob bei Aufstellungen oder überhaupt) offen und nicht geschlossen zu sehen, dann passen ja auch allerlei Randfiguren wie Haustiere dazu. Aber das ist wahrscheinlich ohnehin für Sie eine pure Selbstverständlichkeit. (Auch hier ein Zwinkern im Auge).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Freundliche Grüße
Horst Kasper&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Siefer,</p>
<p>das ist eine aparte Idee: &#8220;Wenn Sie einen Papagei hätten&#8230;&#8221; Schließlich erlebt das Tier stillschweigend oder auch mitplappernd den Alltag (im Gegensatz zum Berater). Ich denke auch die Art, wie ein Tier zum Haustier dieser Familie (oder welches Systems auch immer) gdeworden ist, ist möglicherweise in manchen Fällen bedeutsam. Man denke an Weihnachtsgeschenke an Kinder, die letztlich zur Pflege durch die zurück bleibenden Mütter führen, an Geschenke der Kinder an die Mutter (die sie einsam zurück lassen): Damit du nicht immer so allein bist&#8230;</p>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten. Vielleicht ist es einfach auch wichtig, die Systeme (ob bei Aufstellungen oder überhaupt) offen und nicht geschlossen zu sehen, dann passen ja auch allerlei Randfiguren wie Haustiere dazu. Aber das ist wahrscheinlich ohnehin für Sie eine pure Selbstverständlichkeit. (Auch hier ein Zwinkern im Auge).</p>
<p>Freundliche Grüße<br />
Horst Kasper</p>
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