Simons Systemische Kehrwoche

Afghanistan

Fritz B. Simon

Zur Zeit lese ich ein Buch von Sebastian Junger über den Krieg in Afghanistan (“War”). Junger ist Journalist und bekannt geworden durch sein Buch “The Perfect Storm”(verfilmt mit George Clooney: Der Sturm).

Junger hat über mehr als ein Jahr immer wieder mehrere Wochen mit US-Truppen in einem umkämpften Tal nördlich von Jalalabad verbracht. Den Alltag dort, zwischen Angst und Tod, schildert er sehr detailgetreu, und als Leser fragt man sich sehr schnell: Wozu all diese Verschwendung an Energie und Leben? Wozu das Leid auf beiden Seiten?

Mir scheint eine Stelle aus dem Buch die Situation der Soldaten in all ihrer Paradoxie ganz gut zu illustrieren. Er schreibt über Soldaten, die man immer mal wieder trifft, die sich über die Fähigkeit des amerikanischen Militärs zur Selbsttäuschung klar sind:

“We’re not going to win the war until we admit we’re losing it,” one of these guys told me in the spring of 2008. He was in a position of moderate influence in the U.S. military, and his pessimism was so refreshing that it actually made me weirdly optimistic.

Erst wenn man die Illusion, zu gewinnen, aufgibt, lassen sich Kriege beenden – generell!

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4 Kommentare

  1. …. just another word for nothing left to loose

    Kommentar by o.werner — 27. August, 2010 @ 11:20 Uhr

  2. “Erst wenn man die Illusion, zu gewinnen, aufgibt, lassen sich Kriege beenden” … dann fängt man Kriege erst gar nicht an. Denke ich. Na, möcht ich denken.

    Zum Kommentar 1:

    Ich glaube, das Zitat heißt: “[Freedom is] just another word for nothing to have to lose.”

    Aber egal: Zünden wir ein weithin leuchtendes Licht an für Janis Joplin und all die anderen … und uns also – und die Menschenrechte, bitte, vor allem …

    Kommentar by Uli Wetz — 27. August, 2010 @ 23:50 Uhr

  3. … knirsch … einige nachträgliche Blicke ins Internet sagen mir, daß im Zitat das “to” bei “to have” nicht korrekt ist … ich bitte um Entschuldigung … falls das Internet recht hat … woran kaum zu zweifeln ist … wie auch …

    Kommentar by Uli Wetz — 28. August, 2010 @ 00:04 Uhr

  4. Wie war das noch mit den riesigen Rohstoffvorkommen deren Existenz vor einigen Monaten ans Licht gebracht wurde, die aber eigentlich schon viel länger bekannt war?

    Kommentar by pascal — 28. August, 2010 @ 09:46 Uhr

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