Simons Systemische Kehrwoche

Aliens

Fritz B. Simon

Stephen Hawking, der im Rollstuhl sitzende Nachfolger Newtons (des Physikers, nicht des Fotografen) hat sich zur Frage geäußert, ob es schlau ist, zu versuchen mit Aliens in Kontakt zu kommen.

Er selbst hat – als jemand, der mathematisch denkt und Wahrscheinlichkeiten berechnet – keine Zweifel daran, dass es solche Wesen gibt. Und seine Antwort auf die Frage: Es ist ausgesprochen blöd, solch einen Kontakt herzustellen. Sinngemäß sagt er, es sei so als hätten die Ureinwohner Amerikas Werbebroschüren an potentielle Konquistadoren verschickt: “El Dorado sucht Eroberer. Uns geht es so unwahrscheinlich gut, dass wir es allein nicht länger aushalten. Bitte meldet Euch!”

Oder, wörtlich, wie von Discovery Channel gemeldet:

»He suggests that aliens might simply raid Earth for its resources and then move on: “We only have to look at ourselves to see how intelligent life might develop into something we wouldn’t want to meet. I imagine they might exist in massive ships, having used up all the resources from their home planet. Such advanced aliens would perhaps become nomads, looking to conquer and colonise whatever planets they can reach.”

He concludes that trying to make contact with alien races is “a little too risky”. He said: “If aliens ever visit us, I think the outcome would be much as when Christopher Columbus first landed in America, which didn’t turn out very well for the Native Americans.”«

Also: Wir sollten es wie andere reiche Leute machen: Nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen!

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8 Kommentare

  1. Ob Aliens es auch wie wir mit verschiedenen Körpern zu tun haben und so mit ihrer Geschwindigkeit an Materie gebunden sind – oder können die “beamen” – wie wir es mit unserem Astralleib können.(Wenn man will, kann man alles …)
    Andererseits – wenn die das könnten, dann wäre das auch nicht allzu schlimm, denn (dichte) Resourcen verbrauchen /aufbrauchen kann man ja eigentlich nur ab einer gewissen Dichte. Und die bremst und das verringert die Reichweite… Also ist das eher eine Zeitfrage.
    Über die undichten Resourcen brauchen wir uns weniger Gedanken im Zusammenhang mit Aliens machen, da reichen schon gewöhnliche Mitmenschen, die uns auf den Holzweg umher treiben (können).

    Kommentar by jochen heiner — 26. April, 2010 @ 12:59 Uhr

  2. Bis dass die hier angekommen sind (Milliarden Jahre nachdem unsere artifiziellen elektromagnetischen Irritationen der Raumzeit sie erreicht haben [was wir ohnehin nicht verhindern könnten]), hat sich die Menschheit doch schon längst selbst zugrunde gerichtet (und die Erde ebenso). Das halte ich wohl für am wahrscheinlichsten. “Beamen” können sich keine massebehafteten Teilchen, und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Die Grenzen der Machbarkeit wurden da von Einstein und so eigentlich schon sehr gut beschrieben.

    Kommentar by pascal — 26. April, 2010 @ 13:44 Uhr

  3. Wenn es weitere “intelligente” Wesen in unserem UNiversum geben sollte, die sich genauso dumm verhalten wie wir, dann würde ich sie gerne kennen lernen.
    Stellen wir uns doch einmal vor was auf unserem PLaneten passiert:
    Ausplünderung von Ressourcen
    3% aller Menschen besitzen 80% allen Reichtums
    Millonen Menschen bleiben ohne Bildung, verarmen, verhungern
    Diejenigen die Bildung haben lernen das “Jeder gegen Jeden” direkt vom Kindergarten an – im Namen von “der Bessere gewinnt” lehren wir Abkehr vom Gemeinwohl (ein Wort das fast zum Erkennungswort für Gehirngeschädigte verkommen ist)
    Was uns zum Thema Korruption der Herrschenden führt. (Von Griechenland abwärts . . .eine lange, lange Rutsche auf denen sich die Regierenden der Welt bewegen; über die Finanzhaie wurde ja schon zur Genüge geschrieben; Was passiert in der Kleinfamilie und auf Geheiss der Herrschenden dort? etc.etc.).
    Ist das Ausdruck von Intelligenz?
    Das dumme Geschwätz über Aliens scheint eine neue Variante der Projektion des Feindes nach Aussen. Diesmal sogar nach Ausserirdisch. Toll wir müssen uns also nicht mehr um das kümmern was wir selber auf unserem PLaneten verbocken sondern können uns fürchten – vor Aliens, die – weil sie ja in unserer Vorstellung entstehen und wir sie sozusagen aus den eigenen Abgründen erschaffen – die letzten Möglichkeiten der möglichen Abgründe unmenschlichen Seins verkörpern.
    Wieso stellen wir uns nicht vor, dass es Ausserirdische geben könnte, für das Attribut Intelligenz zutreffen könnte? Haben wir diese Ressource in uns schon verloren?

    Kommentar by Malik — 26. April, 2010 @ 13:51 Uhr

  4. seine meinung ist zumindest nicht leicht widerlegbar und erinnert mich sehr an…

    “we come in peace – we come in peace – we come in peace…”
    http://www.youtube.com/watch?v=gsXnK0ouTL8

    sunshine!
    Jan A. Poczynek

    Kommentar by Jan A. Poczynek | menschen teams organisationen — 26. April, 2010 @ 14:45 Uhr

  5. “Das Physikgenie warnt die Menschheit” :D Hat H.v.Foerster nicht gesagt, das es Fragen gibt, die entscheidbar sind, und Fragen, die nicht entscheidbar sind.
    Wenn Dieter Bohlen dieselbe These aufgestellt hätte, wäre die Reaktionen vielfältig anders.
    Hawkings letzte “große” Theorie, die der Bosomen wenn ich nicht irre, ist total interessant, jedoch fernab jeglicher Überprüfbarkeit, in den nächsten 10000 Jahren. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob er solche Dünnbretter eigenmotiviert produziert, oder irgendein dummer Journalist ihm eine dumme Fragen gestellt hat.
    Es lebe das EGO.

    Kommentar by Tom — 26. April, 2010 @ 18:54 Uhr

  6. Hoffnungslosigkeit als eine Form von Degeneration? Individueller, kollektiver Informationsverlust. Interessant. Mh. Aber was heißt denn schon “intelligent”? Synonym zu mitfühlend verstehen wir das Wort intelligent ja wohl nicht.

    Um aus Fehlern lernen zu können, muss man erst mal welche machen. Bis jetzt kann die Erde mit uns als einer Art Atavismen offenbar noch leben.

    Kommentar by Max Liebscht — 26. April, 2010 @ 21:55 Uhr

  7. Ich glaube nicht dass wir wirklich ein Problem damit haben das Wort intelligent zu interpretieren wenn wir auf unser Herz hören. Dann bedeutet es nämlich denken / handeln / reagieren aus der Einheit der Welt. Ich weiss, ich weiss – sehr verdächtig für das Gehirn. Trotzdem – sehr machtvoll für das Leben.

    Kommentar by Malik — 27. April, 2010 @ 11:58 Uhr

  8. Das Fehlerhafte an den “Fehlern”, die wir brauchen, um über eine Situation hinaus lernen zu können, kann man natürlich immer so auffassen, dass man der “Allgegenwärtigkeit und Allwissenheit Gottes” nur unzureichend gerecht geworden ist und die Einheit der Welt nur als Fragment erfaßt hat. Oh Sterblicher, die Möglichkeiten mehr oder minder herzlicher Verkörperung sind freilich begrenzt. U.a. mit dem Sinn, dass wir so der anderen bedürfen um die Einheit zu erfassen. Soweit ich Wittgenstein verstehe, arbeiten wir immer “nur” an den Grenzen.

    Aus Anlaß dieser Wendung ins Herzbetonte hinein hier noch einmal die Empfehlung für´s kommene Wochenende:
    http://www.gesunde-entwicklung.de/index.php?openfolder=da5e

    Kommentar by Max Liebscht — 28. April, 2010 @ 06:02 Uhr

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