Simons Systemische Kehrwoche

Amok

Fritz B. Simon

… so heißt eine kleine Insel in Indonesien.

Wie ist diese Insel zum Namensgeber für Leute geworden, wie den Killer von Lüttich, der gestern mit seiner Kalaschnikow auf dem Weihnachtsmarkt für ein Blutbad gesorgt hat?

Wenn ich die Geschichte recht in Erinnerung habe: In Amok leben Muslime. Selbstmord ist im Islam verboten (kann das sein, bei all den Selbstmordattentätern, die fest mit den ihnen zustehende Jungfrauen im Paradies rechnen? Vielleicht stimmt die Geschichte ja doch nicht…). Wer lebensmüde ist, kann sich also nicht einfach selbst umbringen. Er kann aber eine Situation inszenieren, die seine Mitmenschen mit großer Wahrscheinlichkeit dazu bringt, ihn töten. Also “läuft er Amok”, d.h. er zeigt sich/beweist sich als Gefahr für seine Mitmenschen, so dass er von denen mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Verkehr gezogen wird. Eine Form der Veräußerung und Delegation gegen die eigene Person gerichteter Tötungsimpulse.

Man bringt wahrscheinich auch hier in Mitteleuropa nicht wahllos andere Menschen um ohne eine gehörige Portion Selbsthass…

Hasse deinen Nächsten wie dich selbst!?

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8 Kommentare

  1. Hallo Herr Fritz B. Simon,

    Ich frage mich angesichts Ihres Schreibens, warum denn unter der Überschrift AMOK die Bezugnahme auf Islam erfolgte? Auf welchen Zug springen Sie denn damit auf?
    Weshalb haben Sie nicht Migrant 35.Generation, in prekären Sozialverhältnissen lebend oder Psychotiker mit schizophrenogener Mutter oder Opfer des Hauptmann von Köpenick- Syndroms, Exkludierter, Synapsenproblematiker oder einfach Mann im mittleren Alter o.ä. gewählt?

    Und weshalb schreiben Sie am Ende, nach der Bezugnahme auf Islam und Indonesien dann eine Negativ-Abwandlung eines hier in Deutsch-Europa am ehesten christlich zu verstehedenen liebe Deinen Nächsten-Gebots?

    Wie wäre es denn damit, wenn Sie Amok künftig mit “Lütticher” oder “CarlAuerer” oder schlicht “B-Punkter” bezeichnen würden oder wenn schon, dann schon gleich immer “Islamer”?

    Es gibt einige Abhandlungen zum Thema Amok. v.a. von Joseph Vogl und eine Magisterarbeit. In letzterer aus dem Jahr 2007 kommt kein einziger Bezug zu Islam vor.

    Liebe Grüße, EM

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/05/29/a0133
    http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg2/pdf/MagisterarbeitChristaHohmannAmok.pdf
    http://www.soziale-systeme.ch/hefte/1995
    2_zus.htm

    Kommentar by DJ Loon@ic — 14. Dezember, 2011 @ 12:47 Uhr

  2. Es sieht ganz danach aus, als wollen Sie Ihr Renommée mit Gewalt riskieren. Wenn Sie bei Ihrer systemtheoretisch vertieften Analyse bitte auch auf den Zusammenhang von akademischer Bildung und gewählter Form der Gewalt eingehen könnten? Ich halt Ihnen derweil den Rücken frei und meditier darüber, dass auch Kulturgemeinschaften Autoimmunschwäche entwickeln können folge derer sich eigene Körperzellen gegen den Gesamtorganismus wenden und umgekehrt .

    Kommentar by Max Liebscht — 14. Dezember, 2011 @ 16:42 Uhr

  3. @1: Nur gut, dass ich Sie habe…

    Kommentar by Fritz B. Simon — 14. Dezember, 2011 @ 17:27 Uhr

  4. Sehr geehrter Herr Fritz B. Simon,

    well, now that I’m deleted… I’ve nothing more to say except for the fact, that I don’t even kehr!

    Liebe Grüße und weiterhin frohes fantasieren,
    EM

    Kommentar by DJ Loon@ic — 14. Dezember, 2011 @ 18:01 Uhr

  5. The running amok of the Malay

    By Yusseri ~ February 17th, 2007.

    Written by Rajen Panikkar
    The running amok of the Malay: a mental ‘culture-bound’ syndrome or another myth of the ‘native races’?

    http://www.othermalaysia.org/2007/02/17/the-running-amok-of-the-malay/

    Running Amok

    “Amok” is one of the few Indonesian words used in English. Its etymology dates back to 1665, when the meaning in the Malay language was “a murderous or violently uncontrollable frenzy that occurs chiefly among Malays.”

    http://www.asahi-net.or.jp/~zj5j-gttl/s980220.htm

    Ich glaube Amokisland ist in Amsterdam.

    Kommentar by duscholux — 14. Dezember, 2011 @ 20:30 Uhr

  6. Schon gut. Sie begleiten mich ja auch schon ein Weilchen….

    Kommentar by Max Liebscht — 15. Dezember, 2011 @ 09:58 Uhr

  7. Kommentar No. 3 war nicht an No. 1, sondern an No 2 gerichtet… Als ich ihn schrieb, war die Nummerierung noch anders. Merkwürdig. Ich weiss nicht, wer oder was den jetzt als No.1 geführten Kommentar deleted oder wieder aufgenommen hat. Ich vermute einen Programmfehler, Spamschutz oder ähnliches, was ich im einzelnen nicht verstehe.

    @1: Mir ist der Islam, ehrlich gesagt, nicht so wichtig, dass ich hier irgendwas gegen ihn schreiben würde. Ich hatte nur die Geschichte mit den indonesischen Amok-Läufern in Erinnerung (gehört vor ca. 30 Jahren, als der Islam in dem Zusammenhang vor allem deshalb interessant erschien, weil er den Suizid ächtet).

    Kommentar by Fritz B. Simon — 17. Dezember, 2011 @ 18:23 Uhr

  8. “Mir ist der Islam, ehrlich gesagt, nicht so wichtig, dass ich hier irgendwas gegen ihn schreiben würde.” Die soziale Reaktion auf dieses blasphemische Statement ist diesmal irgendwie anders als bei den Mohammed-Karikaturen. Ist das jetzt Fortschritt oder Müdigkeit?

    Kommentar by Max Liebscht — 20. Dezember, 2011 @ 06:29 Uhr

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