Simons Systemische Kehrwoche

Angewandte Psychologie?

Fritz B. Simon

Gelegentlich schaue ich bei Amazon nach dem Verkaufsrang von Auer-Büchern, auch nach meinen eigenen. Gestern Abend hatte meine “Einführung in die Wirtschaftstheorie” den Rang 10.292.

Das ist eigentlich nicht schlecht für ein Wirtschaftsbuch, das nicht durch das Fernsehen gehypt wird. Obwohl ich denke, dass die Menschheit sich zu wenig mit meinem Verständnis von Wirtschaft beschäftigt, war ich ganz zufrieden. Aber, was ich nicht verstanden habe, ist, dass dieses Buch auch irgendeinen Rang in der Kategorie “Angwandte Psychologie” hatte (habe vergessen, welchen, aber es muss unter No. 100 gewesenn sein). Denn nach meinem Verständnis ist Wirtschaft nicht eine Form der Psychologie. Ja, ich halte es für einen der epistemologischen Irrtümer der Wirtschaftswissenschaften, die Logik der Wirtschaft psychologisch zu erklären, z.B. durch das Modell des homo oeconomicus.

Wirtschaftswissenschaften sind Sozialwissenschaften, d.h. Kommunikationswissenschaften.

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12 Kommentare

  1. Ich bestelle immer direkt beim Verlag, obwohl es bei Amazon doch bequemer ist. Das nenne ich mal Idealismus.

    Kommentar by pascal — 10. September, 2010 @ 16:58 Uhr

  2. Bravo!

    Aber inwiefern ist es bei Amazon bequemer?

    Gruss, FBS

    Kommentar by Fritz B. Simon — 10. September, 2010 @ 20:27 Uhr

  3. … sehr denkanregend der Beitag und die (bis jetzt) zwei Kommentare (ja, der eine vom Autor).

    Aufs Bestellen reduziert:

    Erstens: beim Verlag bestellen: Begrüßenswert, dann aber verliert der Buchhändler (natürlich auch die Buchhändlerin). Trotzdem besser als bei Amazon.

    Zweitens: bei Amazon bestellen: Da muß ich das Paßwort (das wievielte?) zur Hand haben, gegen Programmierer(innen)unsinn resistent sein und über die Zahlungsart grübeln und, wenn ich einmal etwas bestellt habe, vergegenwärtigen, daß mir meine Bestellungen immer wieder um die Ohren gehauen werden („Sie haben zuletzt bestellt …“; „Andere Kunden, die das auch bestellt haben, haben auch noch bestellt …“) und den angeblich abbestellbaren, aber in Wirklichkeit unabbestellbaren Newsletter empfangen … Außerdem muß ich zu Hause sein, wenn geliefert wird, oder ich muß meine Nachbarn belästigen (und „informieren“.) – – –

    Amazon, Google et cetera et cetera et cetera:

    „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“

    Kommentar by Uli Wetz — 10. September, 2010 @ 21:17 Uhr

  4. Nein nein, die haben doch die “1-click-buy”-Funktion. Die wollen sie sich sogar patentieren lassen.

    In meiner Nähe gibt es darüber hinaus leider keine anspruchsvolle Buchhandlung. Es gibt hier nichtmal ein Kino in dem halbwegs was anständiges läuft… Dussmann ist nicht so weit weg. Aber das Geld was ich bei .denen. lassen könnte, lasse ich dann doch lieber noch bei Amazon. Die schicken mir ein Buch bis zur Wohnungstür.

    Kommentar by pascal — 11. September, 2010 @ 17:08 Uhr

  5. … na, jede (auch eine nicht “anspruchsvolle”) Buchhandlung bestellt ein Buch von heute auf morgen. Also, heute dort anrufen, morgen dort abholen …

    Kommentar by Uli Wetz — 12. September, 2010 @ 09:56 Uhr

  6. Na gut, ich war nicht deutlich genug. Wir haben hier überhaupt keine anständige Buchhandlung :–). Höchstens Trödelläden. Da kann man mal was gutes finden. Thalia und Dussmann unterstütze ich nicht.

    Kommentar by pascal — 12. September, 2010 @ 10:49 Uhr

  7. … und was haben Sie gemacht, bevor es Amazon gab …? (Ich gebe zu, die Frage ist ein wenig unfair. Ich glaube, ich ziehe sie zurück …)

    Kommentar by Uli Wetz — 12. September, 2010 @ 12:25 Uhr

  8. Sie ist aber einfach zu beantworten. Ich bin noch zur Schule gegangen und habe mich nicht für Bücher interessiert.

    Kommentar by pascal — 12. September, 2010 @ 13:30 Uhr

  9. … na, wir könnten uns sicher schnell darüber einigen, daß die Antwort genauso unmöglich ist wie die Frage.

    Aber was wäre die “richtige” Frage, die zudem eine “richtige” Anwort zuließe …?

    Oder was wäre die “richtige” Antwort, die zur “eigentlich richtigen” Frage zurückführte …?

    Kommentar by Uli Wetz — 12. September, 2010 @ 20:54 Uhr

  10. Ich glaube, ich verstehe nicht.

    Kommentar by pascal — 13. September, 2010 @ 15:56 Uhr

  11. … na ja, es geistert im Internet die lustige (wenn man sie zum erstenmal liest) Frage herum: “Papa, wie kam man ins Internet, als es noch keine Computer gab?”

    So etwa auf dieser Ebene hab ich das gemeint (aber, NATÜRLICH!, viel tiefgründiger …!)

    Kommentar by Uli Wetz — 13. September, 2010 @ 22:08 Uhr

  12. Zu Nr. 10:

    “Ich glaube, ich verstehe nicht.”

    Diese Formulierung gefällt mir übrigens sehr gut, gebrauche sie auch in verschiedenen Abwandlungen …

    Kommentar by Uli Wetz — 13. September, 2010 @ 22:36 Uhr

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