Simons Systemische Kehrwoche

Armes Amerika

Fritz B. Simon

Sie waren mal die Vorreiter für die Demokratie. Inzwischen sind sie eine Bananenrepublik, in der eine Oligarchie der Reichen die Politik bestimmt. Wahlen ändern daran nichts, denn beide großen Parteien leben von denselben Parteispendern und trauen sich nicht, das zu tun, was ökonomisch nötig wäre und die Mehrheit der Bevölkerung will: Erhöhung der Steuern für die Reichen und die Unternehmen, ein staatliches Konjunkturprogramm etc.

Es gibt nur wenige tatsächlich unabhängige Politiker, die sich trauen, das öffentlich zu äußern. Einer von ihnen ist Barney Sanders, Senator aus Vermont. Deswegen hier der Verweis auf seinen Kommentar in der Huffington Post:

http://www.huffingtonpost.com/rep-bernie-sanders/why-americans-are-so-angrb913393.html

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3 Kommentare

  1. Vom Paulus zum Saulus. Das geht doch super.
    Politiker oder Kulturgemeinschaften nehmen eine Art Kredit beim lieben Gott auf in dem sie sich hehre, communityfreundlichere Werte von etwas weiter oben auf der Graves´schen Spirale der Kulturentwicklung auf die Fahnen schreiben. Moscovici zufolge können sie dabei auch erst mal als Hippies beginnen, wenn sie im Forum nur straight genug auftreten. Dann werden sie zum Pharisäer und zwar in dem Maß, als Leute angefangen haben, ihnen Kredit, sprich, Vertrauensvorschuss einzuräumen. Dieses soziale Kapital muss dann nur noch in Bares eingetauscht werden.
    Schönheitsfehler, dass der Ausverkauf der “höheren” Werte mit materiellen Werte korrespondiert und deren Verfall nach sich zieht.
    Wenn man guckt, wie die u.a. Dank ihrer wertlosen Papierblüten, die ihnen wider besseren Wissens derzeit weltweit noch immer abgenommen werden, für eine Metastase aufgebaut haben, dann kann man zumindest nicht behaupten, die hätten mitsamt ihrem Demokratieblabla nichts auf die Reihe gekriegt. Nun kommt die Phase, da sie sich klassisch römisch zu Tode siegen. Aufgrund des großen Erfolges, wenn es darum ging, interne Spannungen auszulagern und anderen überzubürden, degenerierte das “System” und wurde manövrierunfähig.

    Die Art und Weise, wie die Chinamänner sie währungstechnisch an den Eiern gefaßt haben, ist natürlich Geschmackssache. Als Wurftechnik versteh ich freilich die Ablauflogik noch nicht. (??) Normalerweise müßte das Ganze ja jetzt entarten, irgendwelche Ressourcenbesitzer werden unter infolge Medienmacht inzwischen beliebigem Vorwand angegriffen u.s.w.
    Die Rechnung, die nicht aufgeht, weil interne Schmarotzer Wirtschaft und Staatswesen wie ein Wirtstier leergefressen haben, muss durch Erwerb von Ressorcen zum Tarif des Militäreinsatzes ausgeglichen werden. Das wäre der übliche Weg, den bspw. das deutsche Reich nicht ganz auf die Reihe gekriegt hat. Offenbar konnte man aus den Fehlern der Nazis zumindest ein Stück weit was lernen. Wird nun die Ausbeutung der Welt mit der Waffe Dollar nicht künstlich gestützt durch das Abkaufen des Dollar? Versuchen die Chinaleute den amerikanischen Wasserkopf samt seiner Blütenproduktion solange hoch zu halten um ihn schließlich um so gründlicher runterkrachen zu lassen, sobald die eigene Stärke hinreichend weiter gewachsen ist?

    Abgesehen davon, dass es einem ärgerlicherweise selbst betrifft, haben wir es sicherlich verdient, im Sog des großen Bruders mit geerdet zu werden. Das mit den Lichterketten e.t.c. hätte man vielleicht etwas ernsthafter betreiben sollen. So nehmen uns die vielen kleinen Menschen mit ihren Fotoaparaten nicht mal mehr Leitkultur ab und wir können froh sein, wie Griechenland einst für die Römer als Kulturhistorisches Museum Anerkennung zu finden. Was immer man über die letzten Jahrzehnte einmal sagen wird; es ist uns gut gegangen mit dieser Entwicklung.

    Natürlich ist es irgendwo billig, Körperschaften wie Körper zu betrachten und deren Organe wie Organe. Abgesehen davon, dass es sich so schlecht vermeiden läßt, erscheinen die Schlüsse aus derlei Phantasien – was mäßig überrascht – nicht unplausibel.

    Kommentar by Max Liebscht — 2. August, 2011 @ 03:45 Uhr

  2. 200 Familien beherrschen die USA?

    Dazu eine nettes „Dossier“, was zufällig auch mit unserem Ex- Dr. Ex- Wirtschaftsminister und Ex- Verteidigungsminister kokettiert:

    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

    Nette Fotos gibt es auch:

    http://www.acgusa.org/about2.php?pagename=Policy+Programs&subpagename=New+York+Programming

    Ein Schelm, wer dabei an Scientology denkt. Das sind Amateure.
    Und KTG ist auch nicht in einer für Sea Org-Mitglieder in RPF(= Rehabilitation Project Force) eingerichteten Strafanstalt!

    Nein, das elitäre Genie ist nur in Connecticut. Wird er sich, wie Chomeini aus dem Dunstkreis „Moulin Rouge“ (hatte der übrigens auch Zeitfrauen?) nach seinem “politischen Sabbatical” im „Verfassungsstaat“ aus der politischen Asche erheben?

    Das weiß nur Herr KTG und vielleicht die 200?

    Kommentar by es — 2. August, 2011 @ 19:50 Uhr

  3. Pittoresk. Für ein Programm psychologischer Aufklärung ist es freilich ein hübsches Problem, dass ausgerechnet die Kastenvertreter, denen gegenüber man sich prima einig ist, selbst auch noch spitz sind wie Schmidt´s Katze, wenn es darum geht, den Kopf auf den Block zu legen.

    Kommentar by Max Liebscht — 2. August, 2011 @ 23:00 Uhr

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