Attentat auf Obama
Fritz B. Simon
Nein, es ist noch nicht geschehen…
Aber, wenn ich meinen amerikanischen Freunden glauben kann, dann wird es geschehen. Denn Amerika hat weder seinen Rassismus abgelegt, noch sind die extrem Rechten (ich will sie hier nicht “konservativ” nennen, weil das eine Verunglimpfung des Konservativismus wäre) von ihrer Idee abgekommen, den “Feind” zu töten, sei immer die sauberste Lösung.
Aber wahrscheinlich wird es gar nicht zur Wahl Obamas kommen, da ein entscheidender Prozentsatz der weissen Bevölkerung niemals einen Schwarzen wählen würde. Wenn direkt gefragt wird, sagen in Umfragen zwar nur 5%, sie würden es nicht tun. Wenn hingegen zirkulär gefragt wird, ob Rasse für Leute in ihrem Bekanntenkreis ein Argument wäre, Obama nicht zu wählen, so sagen es 19% – und dabei ist zu bedenken, dass viele Menschen einen großen Bekanntenkreis haben.
6 Kommentare
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Vielleicht hat man diesen Artisten ja auch nur als eine Art sozial gefärbter Kennedypuppe installiert, (Prinzip “BioBio”) weil man damit kalkuliert, vertraute Effekte utilisieren zu können. Der Quotenneger sozusagen, von dessen verhinderter Genialität man dann wieder ne Weile quasseln kann, während von die realen, längst auf Sieg eingelernten Masters of the Puppets als Rächer der Enterbten auf die Bühne springen und in dessen Namen posthum Realpolitik machen können. Am allerbesten wäre dann so eine black magic woman, die das dann besorgen könnte.
Was dieser selten komische Film da zeigt;
http://wideeyecinema.com/?p=242;
erschien mir zunächst zwar auch reichlich schräg und ideologieüberlastverdächtig –
aber mit Blick auf die Strategien in der Historie der Machtausübung, eigentlich so besonders nicht; Reichstagsbrand u.s.w.
Letztlich ist es wohl inzwischen, so oder so, so,
daß wir jenseits dessen sind,
Faktizität machtstrategischer Entscheidungen auch nur annähernd nachvollziehen zu können.
Das ist einfach ein Punkt, ab dem die ein wenig anspruchsvolleren Philosophiezirkel heute zu diskutieren haben.
Informationwars werden letztlich aber immer nur Paravent sein – so oder so, Politik muß real gemacht werden, dadurch mal mehr mal weniger schmutzige Fakten geschaffen und dann in die passenden Frames gesetzt werden.
Diejenigen, welche den Mc Cain als Oberkiller bevollmächtigen wollen, scheinen diesbezüglich wohl auch eher auf “… Kontrolle ist besser!” zu setzen, was die Belange der restlichen Welt anbelangt.
Letztlich eignet dieser Hälfte der Cowboys & Girls wohl auch mehr Realitätssinn, was die realen Grundlagen ihres zusammengeklauten Wohlstandes anbetrifft.
Als Kontrollfreak und Infotainmentkader würde ich natürlich auch sehen, daß ich bspw. die Rechner einigermaßen überschauen kann – gleichwohl das Tastaturengeklapper all der Selbstverzückten – so wie hier – im Wesentlichen unschuldige Albernheiten hervorbringen dürfte. Hunde, die irgendeinen Mond anbellen, beißen ja ohnehin nicht.
Die Kontrolle, einigermaßen ungestört Politik machen und anschließend inszenieren zu können, dürfte in Bezug auf die Möglichkeiten immerhin erst am Anfang stehen.
Eine Art Tumor in gesellschaftlichem Ausmaß,
wie der verrückte Wilhelm Reich gemeint hat: einzelne Struktur”einheiten” haben sich einerseits einigermaßen abkoppeln können von Organen der Kontrolle gesamtgesellschaftlicher Nützlichkeit. Scheint sich zyklisch kaum vermeiden zu lassen. Und da man heute jedes für alles verkaufen kann, wieso dann nicht die Pannen, die sich in der Abstimmung des öffentlichen Verkehrsgeschehens ab und an eben mal ergeben?
Ökologik und Psychologik, deren notwendige “Einheit” Kosmopolit Bateson im Sinne hatte, verlieren einander über diesem Casino.
Die infolge allzu rationalistischem Kalkül inszenierten Restrukturierungsmanöver führen zwar zur Verarmung der Möglichkeiten für die Spezies insgesamt – aber man kann halt nicht alles haben.
Oberhand und Wohlstand und Persilschein in Sachen sozialer Verteilungsgerechtigkeit irgendeiner zusammengefaselten Weltgemeinschaft.
Zumal hausgemachtes Elitebewußtsein für gewöhnlich Krethi und Plethi, wie sie da irgendwo armselig genug umherkreuchen vor den einarmigen Banditen, ohnehin nicht wirklich mitzuzählen pflegt.
Letztlich ist es vermutlich einfach nur so wie eh bei den altvorderen Oberaffen in der Menschheitsgeschichte:
je länger der Frieden intern dauert,
desto profilierter die Killer,
die an den Steuerrädern der Gesellschaft ankommen.
Bleibt seitens der Möchtegerngerechten auf die Unzulänglichkeit der menschlichen Natur auch in Form der elitegetunten Raubtiervarianten zu hoffen, also darauf, daß sich die unheimlichen Casinobesitzer am Tisch untereinander ab und an mal in die Wolle kriegen, damit der Wahnsinn ob zu viel Sportsgeist nicht völlig abhebt. Des höchsten Königs Reich ist noch immer das gute alte Unbekannte, die “system”paradoxen Effekte, die sich einstellen, wenn ein Strukturprinzip zu weit auszugreifen sucht, des Teufels unzureichend gewürdigte Großmutter oder die irgendwo mal beleidigte Frau des Riesen (letztere in den Märchen für Kinder).
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 11. August, 2008 @ 00:06 Uhr
Das zirkuläre Fragen ist sicherlich näher an der “Realität”. Im Wahllokal steht einem ja keine Kamera gegenüber, da darf man ja (gottseidank) politisch inkorrekt sein.
Aber andererseite hat man ja auch nicht wirklich eine “Wahl”, sondern nur eine Alternative. Der oder Der. Mich kann man ja zum Beispiel nicht wählen.
Also wieder polarisieren. Und wer weiß schon, wohin das führt? Ganze Landstriche der USA sprechen ja jetzt schon kein Englisch mehr. Spricht der Herr Obama eigendlich Spanisch? Das sollte er nähmlich.
Kommentar by Holger Huckfeldt — 11. August, 2008 @ 11:03 Uhr
Ich muss mal leider ganz und gar off-topic schreiben, weil ich nicht weiß, wie ich Herrn Liebscht sonst erreichen kann.
DVD zum Wieslocher Dialog “Tetralemma, Konstruktivismus und Strukturaufstellungen”
http://www.wieslocher-institut.com/aktuelles.aspx#Eintrag47
Ein Video hiervon hatten SIe sich doch damals gewünscht, oder?
Gruß
MW
Kommentar by Mathias Wölfelschneider — 11. August, 2008 @ 15:15 Uhr
Danke Herr Wölfelschneider!
Ich habe es schon mitbekommen und freue mich darüber, daß es jetzt jemand in die Hand genommen hat, von den … nun ja … vermutlich genialen Sparrer & Varga von Kibéd wieder öfter vernünftige Aufnahmen zu machen.
Es wird sicher ziemlich witzig sein, was Fritz B. Simon im Dialog mit Matthias Varga von Kibéd an brummiger Nonchalance beizutragen weiß.
Auch das Wittgensteinprojekt, das Frau Ferrari aufzeichnen ließ, dürfte klasse sein.
Unter http://www.video-cooperative-ruhr.de/shop/
und
http://www.hoersignale.de/autor/autor.html
sowie
http://www.auditorium-netzwerk.de
/AutorenAutorinnen/Sparrer-Insa/von-Kib%E9d-
Matthias-Varga-Sparrer-Insa-
Beziehungsmuster-in-Organisationen-wahrnehmen-und-
veraendern::531.html
finden Interessierte weitere hochspannende Aufnahmen.
Gruß
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 11. August, 2008 @ 18:32 Uhr
Habe mir hier total coole Obama t-Shirts gekauft.
kann nur weiter empfehlen.
http://search.stores.ebay.de/GlobusPionerobamaW0QQfcdZ2QQfciZQ2d1QQfclZ4QQfromZR10QQfsnZGlobusPionerQQfsooZ2QQfsopZ3QQsascsZ2QQsaselZ587180258QQsofpZ2
Kommentar by renoip — 23. August, 2008 @ 23:58 Uhr
Es ist schon komisch, dass doch einige damit rechnen, dass auf Obama ein Attentat verübt werden könnte.
Ich habe echt Hoffnungen in den Typen gesetzt, dass er als mächtigster Mann der Welt wirklich mal ein paar Sachen zum Guten verändert.
Kommentar by Martin Dreyer — 26. August, 2008 @ 13:09 Uhr