Avantgarde
Fritz B. Simon
Wie das Fachblatt Buchreport in seiner neuesten Ausgabe schreibt, war der Auer-Verlag einer der ersten Verlage, die einen eigenen Blog eingerichtet haben… (diesen hier!!!)
Wieder einmal ein Beleg dafür, dass der Auer-Verlag die wahre und wirkliche Speerspitze des Fortschritts in der Welt ist.
Das zeigt sich natürlich in erster Linie an den Büchern, die ihrer Zeit oft so weit voraus sind, dass man nur hoffen kann, dass sie so lange im Druck bleiben, bis die Zeit, die ja immer etwas behäbig ist, hinterher kommt…
Aber auch, was neue Publikationsformen angeht, braucht der Verlag sich nicht zu verstecken. Die heute so berühmten Hörbücher wurden ebenfalls vom Auer-Verlag erfunden. Unter dem Namen “Autobahn-Universität” kamen sie Anfang der 90er Jahre auf den Markt – lange bevor der Hör-Verlag und andere Mitbewerber gegründet waren (damals noch Grund für lange Artikel im Stern und Berichte in Fernsehmagazinen). Das Motto war damals und ist eigentlich auch heute noch aktuell: “Jeder Stau bringt sie weiter”.
Wahrscheinlich wäre die Wiedervereinigung ohne die Hörkassetten des Verlages, die manchem westdeutschen Professor, der einen Lehrstuhl im Osten hatte, die lange Fahrt verkürzt haben, nicht so erfolgreich verlaufen, wie sie ist (die vielen blühende Landschaften).
Und der Verlag ist auch einer der ersten, der Bücher zum Downloaden hat, wovor ander Verlage sich noch fürchten (siehe die Downloadbar).
Trotz all dieser guten Ideen ist der Verlag nicht wiriklich reich. Denn, um das Beispiel Autobahn-Universität zu nehmen, dieses Medium ist eigentlich ideal für Analphabeten oder Fernfahrer, aber die Inhalte des Verlages sind für diese Klientel meist eben doch ein wenig zu anspruchsvoll (fernfahrende Dozenten mal ausgenommen), um damit wirklich relevante Umsätze zu erzeugen. Aber – das ist das schöne bei diesem Verlag (und dafür liebe ich ihn) – er läßt sich auch auf Experimente ein, die von der Sache her Sinn machen, auch wenn sie ökonomisch nicht unbedingt das Schlaueste oder Sparsamste sind, was man machen kann.
Aber, wer sagt eigentlich, dass die ökonomische Rationalität den eigentlichen Sinn eines Unternehmens bestimmt? Nur Main-Stream-Betriebswirte. Und die haben meist wenig Ahnung, was Menschen motiviert – auch nicht die Gründer von Unternehmen.
Beste Grüsse, FBS
2 Kommentare
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Lieber Herr Simon,
was Sie schreiben möchte ich innigst unterstreichen. Nicht nur habe ich mit dem Carl-Auer-Verlag und seinen liebenswürdigen Leuten die besten Erfahrungen gemacht, sondern ich bekomme auch, wenn ich mal darüber spreche, wie der Verlag gebaut ist und wie er mit seinen Autoren umgeht, was er für sie tut und was hier alles der Fall (mal ganz abgesehen von den persönlichen Geburtstagswünschen, die man jedes Jahr vom gesamten Team bekommt) ist ein großes bewunderndes Erstaunen zu hören. Wenn diese Menschen dann mal auf die Homepage des Verlages gehen, sind sie auch noch hochgradig erstaunt, welche interessanten Bücher hier erscheinen.
Ich beglückwünsche Sie dazu, bedanke mich dafür und unterstütze Sie und alle Mitarbeiter des Verlages ideell in Ihrer Kreativität. Herzliche Grüße Sylvia Taraba
Kommentar by Sylvia Taraba — 3. August, 2007 @ 12:57 Uhr
Freut mich zu hören… Beste Grüsse, FBS
Kommentar by Fritz B. Simon — 4. August, 2007 @ 11:03 Uhr