Simons Systemische Kehrwoche

Beten für BP

Fritz B. Simon

Gerade die durch den Oil-Spill geschädigten am Golf von Mexiko beginnen, sich Sorgen um das ökonomische Heil von BP zu machen. Denn all ihre Schadensersatzansprüche sind nicht mehr viel wert, wenn die Firma pleite gehen sollte.

Das ist ja eine der Tragiken des Insolvenzrechts, dass oft die Schädiger (relativ) unbeschädigt davon kommen, während die Geschädigten mit leeren Händen zurück bleiben.

Deswegen sollte man immer für das Wohlbefinden der eigenen Schuldner sorgen. Kerzen stiften und Schutzheilige anrufen, damit sie wenigstens so lange weiter leben, bis sie ihre Schuld getilgt haben.

Und das bezieht sich nicht nur auf finanzielle Schulden, sondern auch auf ideelle…

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5 Kommentare

  1. das sehe ich anders. das gros der forderungen würde aus schadensersatzansprüchen bestehen. aber es gibt ja fett assets, die man zu geld machen kann!

    Kommentar by Klaus-Martin Meyer — 10. Juli, 2010 @ 13:31 Uhr

  2. Weise gesprochen großer Fürst!
    Aber Hand auf´s Herz: Wie würden Sie reagieren, wenn der Betreiber einer Drückerkolonne von Ihnen a) ganz ausdrücklich “Systemische Organisationsentwicklung” wünscht und Sie b) selber kurz genug davor sind, Zeitungen austragen zu müssen und schlecht ablehnen können?

    Kommentar by Max Liebscht — 10. Juli, 2010 @ 16:07 Uhr

  3. Gott erhalte uns den Schuldigen, denn sonst müssten wir gestehen, wer die Lizenzen vergibt.

    Kommentar by es — 11. Juli, 2010 @ 12:45 Uhr

  4. An und an wird man ja noch gefragt, was “systemisch” eigentlich bedeute. Letztlich die Bereitschaft, für andere mitzudenken.
    Und sei es aus der Einsicht heraus, dass Lügen kurze Beine haben können und man sich im Leben so oder so zweimal begegnen könnte.

    Kommentar by Max Liebscht — 11. Juli, 2010 @ 21:40 Uhr

  5. Als Lizenzgeber für diese ganz normale organisierte Kriminalität mit einer Planstelle für Schuldige zu rechnen, ist natürlich sowieso auch schon wieder systemisch gedacht. Einmal mehr zeigt sich, die Frage ist nicht, als ob man systemisch oder gar strukturanthropologisch denkt, sondern ob man sich rechtzeitig auf diese Art zu denken, entscheiden und handeln besinnt. Aufgrund der Form der Struktur kann systemisches Denken wie bei Big Alex auch darin seine höchste Steigerungsform finden, dass man den gordische Kunstwerk einer Problematik mit einem Schlag zerstört und eine neue, gleichwohl primitivere Situation schafft.

    Kommentar by Max Liebscht — 12. Juli, 2010 @ 06:49 Uhr

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