Simons Systemische Kehrwoche

Börse im Ersten

Fritz B. Simon

In der ARD (1. Deutsches Fernsehen) wird jeden Abend vor der Tagesschau in Wettervorhersagelänge ein Bericht von der Börse gebracht.

Ich halte das für mindestens ebenso dumm wie überflüssig.

An wen ist diese Sendung addressiert?

Den durchschnittlichen Bundesbürger mit seinem dicken Aktienportfolio?

Quatsch. Den gibt es nicht.

Nur ganz wenige Deutsche besitzen Aktien. Wer Aktien sein eigen nennt, braucht ausserdem die ARD nicht, um gut informiert zu sein über das Schwinden seines Vermögens.

Wer keine Aktien hat, wird aus den Informationen von der Börse im besten Fall irgendwelche Stimmungen über den Zustand der Wirtschaft ableiten. Das aber ist nicht amgemessen. Denn die Aktienkurse spiegeln keineswegs den Zustand der Wirtschaft wider.

Allerdings könnten sie das erreichen, wenn der durchschnittliche Nicht-Aktienbesitzer sich an den Kursen der Börse orientieren würde. Wer denkt, dass es schlecht um die Wirtschaft steht, der kauft weniger und spart, so dass es schließlich irgendwann – wenn das viele Leute tun – wirklich schlecht um die Wirtschaft steht…

Der Börsenbericht in der ARD hilft auf diese Weise im besten wie schlechtesten Falll, selbsterfüllende Prophezeiungen zu produzieren.

Ist die ARD also von Hedgefonds gekauft, um deren unsaubere Strategien zu stützen?

Ich glaube es zwar nicht, aber sicher kann man da nicht sein.

Auf jeden Fall sollte diese schwachsinnige Sendung sofort abgeschafft werden.

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3 Kommentare

  1. Weitere wilde Hypothesen:

    Es geht um die Sicherung der GEZ Gebühren. Als IntendantIn belaufen sich die Bezüge auf ca. 350.000,- €. Da entsteht einfach eine Verantwortung diese redlich zu mehren, während man den Kulturinsassen die Vollstrecker nachhetzt.
    Und, irgendwas muss man ja auch haben, wenn man diese Verantwortung trägt. Selbst wenn es nur die Börsennachrichten sind.

    Oder:
    Angststeuerung! Das schüren von Verunsicherung ist ein grundlegendes Instrument des Machterhalts.

    Wahrscheinlich eine Melange.
    Rum rein, Schlagobers drüber. Fertig ist der Pharisäer.

    Kommentar by es — 20. September, 2011 @ 10:26 Uhr

  2. Das ist doch der Werbeblock, oder?

    Kommentar by Lou — 20. September, 2011 @ 14:30 Uhr

  3. Die haben beim Carl Auer Verlag ein Buch gelesen.
    Jetzt wenden sie das Gelernte an.
    “Wir können sagen, was besser heißt, ohne wissen zu müssen,
    was gut heißt.” (S.d.S.)

    Kommentar by Max Liebscht — 20. September, 2011 @ 17:22 Uhr

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