BP
Fritz B. Simon
Eine der erschütterndsten, aber auch erhellendsten Auftritte eines Top-Managers in den letzten Jahren, war letzte Woche zu sehen, als Tony Hayward, CEO von BP, von einem US-Senatsausschuss befragt wurde.
Er konnte oder wollte keine der inhaltlichen Fragen beantworten. Da sass ein jugendlich wirkender Mann, der offensichtlich nicht seiner Verantwortung gewachsen war und bei jeder kritischen Frage sagte: “An dieser Entscheidung war ich nicht beteiligt.” Oder: “Ich erinnere mich nicht.”
Sie bezogen sich meist auf Fragen, ob die jeweils billigere oder schnellere Lösung der sicheren vorgezogen wurde.
In den letzten 5 Jahren gab es bei BP 760 offizielle festgestellte Verstöße gegen Sicherheitsauflagen. Bei Exxon war es einer, bei den anderen großen Öl-Firmen (lt. MSNBC) jeweils weniger als 10. Für so etwas ist immer die oberste Führung verantwortlich zu machen.
Tony war sicher nicht derjenige, der das ändern konnte oder er wird auch nicht der sein, der das ändern wird.
5 Kommentare
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Nicht nur BRD ist also reif für einen neuen Führer,
sondern auch BP oder
wie dieser Staat heißt.
Kommentar by Max Liebscht — 20. Juni, 2010 @ 15:48 Uhr
Vielleicht können wir ja das BP Amt und das BP Amt zusammenlegen. Es geht immerhin um Machtfragen in beiden Kontexten.
http://nachrichten.t-online.de/biedenkopf-erneuert-kritik-an-bundeskanzlerin-merkel/id_42022352/index
Kommentar by Kai Bergmann — 20. Juni, 2010 @ 19:08 Uhr
Ja okay, machen wir das!
Hier wie da kommt es ja auch darauf an,
flüssig zu sein und zu bleiben.
Kommentar by Max Liebscht — 21. Juni, 2010 @ 08:23 Uhr
Vielleicht hat BP einfach ein offeneres Sicherheitmangement?
Kommentar by es — 21. Juni, 2010 @ 09:23 Uhr
Nee. Vermutlich eher geschlossenere Verbindungen.
Kommentar by Max Liebscht — 21. Juni, 2010 @ 17:07 Uhr