China
Fritz B. Simon
Heute habe ich das (von mir mitverfasste) Buch “Zhong de Ban. Wie die Psychotherapie nach China kam” erhalten.
Ich finde, jeder, der mit China zu tun hat, sollte es lesen (oder wenigstens kaufen). Alles (na ja: vieles), was sonst über China geschrieben ist, kann man getrost vergessen.
Es geht in dem Buch zwar um die Einführung der Psychotherapie in China, aber dies ist expemplarisch, und wer einigermaßen fähig ist, abstrakte Muster zu erkennen, wird in der Lage sein, die Erkenntnisse dieses Projektes auf seine eigenen interkulturellen Projekte zu übertragen – auch wenn er z.B. Autoteile in China oder sonst wo in der Welt verkaufen will…
2 Kommentare
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Religion geht. Psychotherapie kommt.
Garstige Verhältnisse so oder so;
http://www.china-intern.de/page/kpc-kannibalismus/1215818358.html
Kommentar by Max Liebscht — 14. September, 2011 @ 12:10 Uhr
Embodiment als hohe Schule für´s Volk? Verblüffend als “Nicht-China-Kenner” erscheint mir, wieviel an Image die herrschenden Clans riskieren, um Mitglieder einer durch z.T. abenteuerliche Glaubenssätze inspirierten Art Turnerbewegung zu massakrieren. http://www.falungong.de/videos/videos_opfer.html Vermutlich wissen sie, dass hier im Westen “keiner mehr zu Hause” ist, den es rühren würde, bzw. wenige noch nicht verbildert genug sind, um Splatter und Daily Horror noch unterscheiden zu können. http://falunhr.org/index.php?option=content&task=view&id=1340&Itemid=0
Hinsichtlich Bestialität erinnert die Säuberungskampagne gegenüber dieser merkwürdigen Bewegungsbewegung einerseits an die Verfolgungen der ersten Christen Roms und später der pharisäerkritischen Glaubensreformatoren. Wer eine falsche Bewegung riskiert, macht sich wie zu Jahns Zeiten politisch verdächtig. Das Politische dieser, sich unpolitisch gebenden Embodiment – Bewegung verblüfft. Eine Art Thai Chi mehr – ja und? Da müßte es ja dann eigentlich schon Angebote bei der VHS geben … Hoppla! Gibt es: http://www.falundafa.de/uebungen.html … http://de.clearharmony.net/articles/200304/8014.html
Andererseits erinnert es an die gewaltige soziale Dynamik der ebenfalls sehr embodiment-orientierten Boxer um 1900/1901. http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=22114
Was auch immer diese Menschen da glauben mögen über das Gezwittscher zwischen den Universen – sie kommen beeindruckend kongruent rüber, wie ich finde.
Immerhin geschichtliche Kontinuität in punkto der Versorgung durch Kolonialwaren: Damals wie heute benehmen wir Eurokaner uns als mittelalterliche Arschlöcher statt als aufklärungsbemühte Renaissancemenschen. Am Ende haben die Anhänger dieser chinesischen Turnvater – Jahn-Ausgabe Recht und ist es Zeit für – wie sie es nennen – “Berichtigung? War Sloterdijk in der VHS? Oder mag er sich eher in der Tradition der Hunnenrede sehen?
Angesichts dieser allgegenwärtigen Regressionen ins Feudalistische fragt sich in jedem Fall: Therapie – wozu? Auf welche Ziele und Sozialstandards denn hin? Wenn hier einer dem anderen zum Deibel wird, fällt es uns wieder ein.
Kommentar by Max Liebscht — 14. September, 2011 @ 16:26 Uhr