Simons Systemische Kehrwoche

Drohungen

Fritz B. Simon

Wer anderen droht, hat keine Macht über sie. Denn, wenn er Macht hätte, müsste er nicht drohen. Wenn er aber keine Macht hat, dann hilft es auch nicht zu drohen. Deswegen ist es allemal schlau, was immer auch passiert, nicht zu drohen (wem auch immer und warum auch immer und wozu/wogegen auch immer…).

Wenn unser aller Bundespräsident – glaubt man der Bild- und anderen Zeitungen – dem Chefredakteur der Bildzeitung gedroht hat, für den Fall, dass die Kreditstory publiziert würde, strafrechtlich gegen ihn vorzugehen, so ist das kein gutes Zeichen. Zum einen zeugt es von seiner Machtlosigkeit, seiner Hilflosigkeit, seiner Überschätzung der Angst von Chef-Redakteuren, und einer gewissen Irrationalität, die man bei einem Bundespräsidenten – um des Amtes willen – lieber nicht sähe.

Schade, eigentlich…

Bookmarken bei
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • Colivia
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Wikio DE

6 Kommentare

  1. “Es ist viel leichter, ein Held zu sein
    als ein anständiger Mensch.”

    Luigi Pirandello / aus http://www.klages-tagesmail.de/

    Kommentar by Max Liebscht — 2. Januar, 2012 @ 21:05 Uhr

  2. Das Problem ist, daß bei der Fokussierung Wulffs völlig die üblen Machenschaften der Bild auch in diesem Fall unter den Tisch fallen. Mögen die Drohungen Wulffs bizarr sein, die offenen oder latenten Drohungen, die sich aus den noch nicht publiken Materialien in den Tresoren der Bildzeitung ergeben, sind real. In gewissen Kreisen ist es doch ein offenes Geheimnis, was die Bild über Frau Wulff in peto hat; dagegen ist die Kreditgeschichte doch Kasperltheater. Im übrigen lege man eine Bildzeitung neben die Nazifahne … Das, was man dann zu sehen bekommt, exkulpiert in meinen Augen den Bundespräsidenten.

    Kommentar by heruler — 2. Januar, 2012 @ 23:21 Uhr

  3. Felix qui potuit rerum cognoscere causas.

    Kommentar by es — 3. Januar, 2012 @ 13:06 Uhr

  4. Dem Aufwand nach, der da jetzt betrieben wird, um Episoden zu beleuchten, die unter unseren Volksvertretern Kulturstandard repräsentieren, muss es unheimlich sein, was aktuell im Schatten abgezogen wird.

    Kommentar by Max Liebscht — 3. Januar, 2012 @ 16:37 Uhr

  5. @3
    Ihre Beiträge sind bestimmt interessant. Es wäre schön, wenn Sie für mich als Nicht-Latein-Wissende eine Übersetzung mitliefern könnten, dann müsste ich nicht immer zusätzlich auf Google umschalten. Die restlichen N-L-W freuen sich bestimmt auch.

    Kommentar by Petra Backes — 3. Januar, 2012 @ 17:01 Uhr

  6. rerum cognoscere causas
    Das bezieht sixh auf Tagesspiegelleser, die unbeirrt der Sonntagszeitung am Sonnabend harren.

    Und Felix ist kein Kater.

    Kommentar by duscholux — 3. Januar, 2012 @ 20:14 Uhr

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

Mai 2012
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Systemische Kehrwoche

nach Stichwort
Carl-Auer LebensLustCarl-Auer CompactCarls Klassiker-BibliothekCoachingFamilientherapie und FamilienforschungHypnose und HypnotherapieKinder- und JugendlichentherapieManagement / OrganisationsberatungOrganisations- und StrukturaufstellungenPaartherapiePhilosophie / Systemtheorie / GesellschaftPsychiatriePsychologie/PsychotherapieSystemaufstellungenSystemische MedizinSystemische PädagogikSystemische Soziale ArbeitSystemische TherapieTherapie und HumorVerlag für Systemische Forschung
HörBarLesBarBuchBar
AnsprechpartnerCarl Auer – Geist or Ghost?Jobs & PraktikaVerlag für Systemische ForschungSo finden Sie uns
Für AutorenBuchhandelPartnerbuchhandlungVeranstaltungenLinksProspektanforderungNewsletterGeschenkgutscheinE-Cards
AktuellesRezensionsexemplareUnsere VorschauVerlagsgeschichte