Flüssiges Gold
Fritz B. Simon
Im Berliner Tagesspiegel wurde gestern folgende Rechnung aufgemacht:
“Wer vor anderthalb Jahren für 1158 Euro Aktien einer bestimmten großen deutschen Bank gekauft hat, musste die ganze Zeit fallende Kurse ertragen und bekommt heute dafür gerade noch 215 Euro. Wer für dieselbe Summe nur Bier gekauft hat, konnte sich dagegen anderthalb Jahre lang jede Woche über einen frischen Kasten Bier freuen, hat, wenn es eine bestimmte Marke war, nebenbei den Regenwald gerettet und heute noch Leergut übrig im Wert von 225 Euro.”
Dem ist nichts hinzuzufügen…
4 Kommentare
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Vielleicht doch: Endlich eine Ehrenrettung für alle Flaschen!
Kommentar by Manfred Bögle — 28. Dezember, 2008 @ 23:08 Uhr
Vor ein paar Tagen sah ich bei untergehender Dezembersonne in der Chausseestraße in Berlin-Mitte gegenüber der Einfahrt zur BND-Baustelle einen mit graublauer Steppjacke und tief in das Gesicht gezogenem Basecap von gleicher Farbe unauffällig, zeitgemäß, sauber und ordentlich gekleideten etwa siebzigjährigen alten Herrn. In der Linken trug er einen Spazierstock und mit der Rechten war er mit dem Inhalt eines an einem Laternenpfahl hängenden orangefarbenen Müllbehälters beschäftigt. (Ist nicht gesponnen.)
Er sah so aus: http://bit.ly/OuVM.
Nanu, dachte ich, sitzt dieser Herr nicht in seinem wohlverdienten Ruhestand zu Hause in seinem Lehnstuhl, wartet auf sein jüngstes Gericht und spielt derweil mit seiner elektronischen Fußfessel?
Beim zweiten Hinsehen war es dann doch ein ganz normaler Berliner Bürger.
Kommentar by Elisab. B. Far. — 29. Dezember, 2008 @ 22:05 Uhr
Vielleicht sollte man auch an der Haltestelle, gesponsortier von irgendeiner unausgefüllten Tafeldame, Müll trennen in z.B.
Pfand / zum menschlichen Verzehr noch geeignet / Hundefutter / Literatur / funktionierende Geräte / veritabler Restmüll.
Die Fächer könnte man photvoltaisch beleuchten oder durchsichtig machen.
Kommentar by duscholux — 30. Dezember, 2008 @ 16:55 Uhr
<<… Zu großes Vertrauen in die Politik
Die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen einer mangelhaften Wirtschaftsbildung sind nach Auffassung von Kaminski gravierend. In der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise führe das Defizit dazu, dass die meisten Menschen die Krise viel zu stark auf persönliches Fehlverhalten der Banker und viel zu wenig auf s y s t e m i s c h e F e h l e r zurückführten. Unterschätzt werde, wie stark der Staat die Krise mit verursacht habe, zum Beispiel durch eine laxe Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. „Wer nichts weiß, muss viel glauben“, beschreibt Kaminski das niedrige Niveau der gängigen Diskussionen über die Krise. …>>
Kommentar by duscholux — 7. Januar, 2009 @ 22:04 Uhr