Fussball?
Fritz B. Simon
Ein Indianer, der noch nie in Europa war, kommt zum ersten Mal nach Deutschland. Seine Gastgeber nehmen ihn zu einem Bundesliga-Spiel. Als er wieder bei seinem Stamm ist berichtet er vieles, unter anderem auch von seinem Erlebnis im Stadion:
“Und dann war ich bei einem Ritual, an dem Tausende in einem großen Kreis versammelt waren. Zwei Gruppen haben eine Kugel über eine Platz bewegt, und die Tausenden haben dazu gesungen und getanzt. Und… nach zehn Minuten hat es tatsächlich angefangen zu regnen!”
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Es ist nun also soweit:
Die Superintelligenz Fritz B. Simon hat für uns Kontakt aufgenommen zur Akasha – Chronik des Universums.
Alles weitere erfährst Du hier:
http://www.kersti.de/VA157.HTM
Kommentar von Max Liebscht — 17. November, 2009 @ 09:19 Uhr
Wird morgen die Neue Gegenwart in der Kalkscheune auch in der stinknormalen Gegenwart – z.B. über einen Lifestream – zu sehen sein?
Kommentar von E. B. Far — 18. November, 2009 @ 07:21 Uhr
Jetzt ist es klar: Es gibt kein Fussballgen!
FBS hat im Feldversuch nachgewiesen, dass britische Waisenindianer aus Australien erst mühsam lernen müssen, was Fussball ist.
Kommentar von es — 18. November, 2009 @ 10:00 Uhr
Nachdem er ja erst frisch aus so einem gruppendynamischen Assoziationscamp zurück ist, würde ich vermuten, er sieht in Fußball so etwas wie die vielleicht gesuchte totale Therapie. Allen, die es mit dem galaktischen Flow vielleicht erst mal lieber im Kleinen versuchen möchten, möchte ich zum Thema den einschlägigen Film mit Lars Rudolph, Blixa Bargeld … empfehlen:
http://www.youtube.com/watch?v=KXeZm41psCk
Kommentar von Max Liebscht — 18. November, 2009 @ 15:02 Uhr
Na, was wäre wohl passiert wenn man den Indianer auf diesen Blog losgelassen hätte?
Kommentar von Holger Huckfeldt — 18. November, 2009 @ 15:21 Uhr
Hat man nich?
Kommentar von Max Liebscht — 18. November, 2009 @ 21:21 Uhr
Ja ja, Fußball und immer wieder “Die Hand Gottes” im Spiel…
Kommentar von E. B. Far — 19. November, 2009 @ 19:08 Uhr
Frau Farack macht doch irgendwie einen etwas abgeklärten Eindruck.
Ob das mit den Mondphasen zu tun hat?
Kommentar von Max Liebscht — 19. November, 2009 @ 19:34 Uhr
Herr Liebscht, ich erinnere mich gern eines Chefs, der eine schöne Sprüchesammlung hatte. Einer dieser Sprüche war dieser: “Klare Grenzen schaffen gute Freundschaften”.
Ich bitte Sie, meine Grenzen zu respektieren. Z. B. möchte ich nicht zu einer Antwort oder einem Kontakt gezwungen werden. Da möchte ich frei entscheiden (egal, was kluge Leute zum Thema freier Wille/Entscheidug diskutieren) und billige das auch jedem anderen zu.
Kommentar von Farack — 20. November, 2009 @ 10:58 Uhr
Von der Gegenübertragungsanalyse her fühl ich mich irgendwie an die Zeiten in der DDR erinnert.
Solange man noch Thälmannpionier oder Jungpionier war,
hieß es vor angetretener Klasse immer “Seid bereit?”
und die Klasse gospelte zurück: “Immer bereit!” (Wozu auch immer, aus Ersparnissgründen war das nicht vorgegeben.)
Mit der 8. Klasse war das dann vorbei und man wurde zu den Blauhemden in die “Freie Deutsche Jugend” aufgenommen.
Da man den Stimmbruch zu dieser Zeit gewöhnlich hinter sich hatte, klang das Echo “Freundschaft” der älteren Truppenteile auf das “Freundschaft” des der Gruppe Vorstehenden zur Belustigung der kleineren Pioniere immer ziemlich brummig. Dieses sich eigentlich mächtiger anhörende und doch erfolgreich aufgezwungene Grummeln auf die gequäkte rethorische Anfrage “Freundschaft”(?),
das ist für mich irgendwie ein Sinnbild des Zusammenspiels von Führenden und Geführten auf den Appellplätzen jener Zeit.
Alles in allem war das Ganze natürlich freiwillig. In der Wahrnehmung von uns damals aber irgendwie doch nicht…
PS:
Liebe Frau Farack,
das mit den klaren Grenzen leuchtet mir unmittelbar ein. Deshalb verstehen Sie mich an dieser Stelle bitte ganz deutlich: Ich bin nicht Ihr Chef und möchte es nicht sein.
Von daher können Sie sich hier so frei fühlen, wie Sie können.
Kommentar von Max Liebscht — 20. November, 2009 @ 15:53 Uhr
Irrtum, Herr Liebscht, ich war weder bei den Pionieren, noch in der FDJ. Das hat mir Räume verschlossen, aber auch Freiräume eröffnet. Diese genutzt zu haben, darauf bin ich stolz.
Wir haben zwar die gleichen Schulbücher benutzt, sind deshalb nicht zwangsläufig seelenverwandt.
Den Spruch mit den klaren Grenzen und guten Freundschaften scheinen Sie missverstanden zu haben. Ich meine damit einen respektvollen Umgang.
Da ich inzwischen weiß, wie geschickt Sie andere Menschen verletzen, auch ohne sie (die Mitmenschen) wirklich mit ihren Einstellungen, Werten, Prioritäten usw. zu kennen und – hier im Internet eingesetzt – deren virtuelle Identität beschädigen, habe ich es seinerzeit vorgezogen, meinen Namen zum Schutz meiner Arbeit zu anonymisieren. Dass sie ihn wieder hervorgezerrt haben, nehme ich Ihnen übel und empfinde es als Grenzüberschreitung.
Kommentar von Farack — 23. November, 2009 @ 13:58 Uhr
Bevor dieser Beitrag im Orkus des Netzes untergeht, möchte ich Ihnen gratulieren Frau Far, weil Sie den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Dass jemand – mit großem Geschick – andere verletzen kann, man nennt das im Neusprech mobben, ist eine Beobachtung, die erst einmal gemacht werden. Ja, und dann erst noch zum Ausdruck gebracht werden muss, die diskriminiert werden muss, um evident gemacht zu werden. Herr Liebscht, wird dieser Verletzung oder Kränkung durch Sie kaum etwas entgegenzusetzen haben. Der Nagel sitzt kerzengerade und vermutlich tief.
Aber ob man eine “virtuelle Identität” beschädigen kann bezweifle ich. Höchstens eine virtuelle Maske. Und sogar das bezweifle ich. Denn schon unser Körper ist doch die sich wandelnde, Maskierung eines Anderen. Mein Körper ist mein (Er)Fahrzeug oder mein Tempel, aber nicht Ich. Was also diese virtuelle Ebene angeht, besteht die Schwierigkeit eher im Selbst-Vertrauen, das heißt seinem Selbst treu zu bleiben, komme wer da wolle.
Kommentar von Sylvia Taraba — 24. November, 2009 @ 15:00 Uhr
PS ja, und das betrifft immer beide Seiten….des Selbst…es muss sich von sich abgrenzen, so oder so
Kommentar von Sylvia Taraba — 24. November, 2009 @ 15:07 Uhr
Liebe Frau F.
Das mit Ihrem Namen tut mir schlicht leid!
Wenn das für mich so von vornherein entnehmbar gewesen wäre, hätte ich das selbstverständlich respektiert. Warum denn nicht?
Davon, dass wir nicht seelenverwandt sind, gehe ich aus. Vermutlich beliebte es – Ihnen wie mir – sonst nicht, hier mehr oder weniger missverständliches zu schreiben.
Wie viele Identitäten Sie neben ihrer virtuellen noch beanspruchen, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass es für die persönliche Identität insgesamt mit Risiken verbunden ist, sich im Netz auch nur mit irgendetwas zu äußern.
Mein Eindruck ist jetzt der, dass es Ihnen beliebt, mich für etwas verantwortlich zu machen, was Sie sich ebenso hätten vorher überlegen können. Selbstverständlich können Sie mir Vorwürfe machen e.t.c. Aber wozu? Die Möglichkeiten, etwas zu ändern, haben Sie eher in der Hand als ich.
Ich könnte mich nun meinerseits darüber ärgern über das, als jemand anders als Unterstellung bezeichnen würde.
Sie wissen, wie geschickt ich andere Menschen verletze …. So kann man zu seinen Hobbys kommen.
Was auch immer Sie da zu wissen glauben… empfehle ich davon auszugehen, dass Sie und ich uns hier den Einstellungen, Werten, Prioritäten u.s.w. bestenfalls annähern können. Wenn Sie das nicht möchten, so nutzen Sie doch die Freiheit, die Ihnen keiner nehmen kann. Geben Sie anderen gar nicht erst die Gelegenheit dazu, sie anders als gewünscht zu verstehen. Dann sind Sie auf der sicheren Site, wenn es das ist was Sie anstreben.
Da Sie dies andererseits aber selber zu langweilen scheint, müssen Sie wohl auch die Verantwortung für die Risiken übernehmen, die Sie eingehen wenn sie sich hier mehr oder weniger verdeckt „outen“…
Meinen – sicherlich fehlbaren Eindruck nach- nehmen Sie es mir übel, dass ich mich nicht an Regeln halte, die Sie gern im Nachhinein eingeführt hätten. Das meine ich nicht nur bzgl. Ihrem etwas unvermittelt kommunizierten Schutzbedürfnis, was Ihren Namen anbelangt, sondern auch bzgl. dessen, was Sie da von verletzen schreiben. Perturbation u.s.w.
Über diese nicht unbedingt originellen Klarstellungen hinaus, wirken Ihre Zeilen auf mich so, als seien Sie verletzt. Aus einer ähnlichen Einstellung heraus wie Frau Taraba sehe da aber eher Fahrlässigkeit. Und die Frage “Wer ist “Sie”? “Virtuelle Identität” kann ja wohl nur eine Verwechslung bezeichnen.
Natürlich kann ich nur für mich sprechen, wenn ich Ihnen hier mit versichere, dass es mir fern liegt Sie oder andere in derlei Zustände zu bringen. Die „Dank Gottes Hilfe“ bewirkten Wirkungen, lassen sich im gut Gemeinten wie auch hinsichtlich unterstellter Boshaftigkeit bestenfalls annäherungsweise voraussehen.
Möchte von daher doch vorschlagen, die eigenen Anteile zu überprüfen, ob Sie sich nicht selbst in diese Lage gebracht haben!?
Es gibt hier keine Leuchtreklame, die uns blinkend daran erinnern würde: „Liebe Leute, seid nett zueinander!“ Wenn bspw. jemand im Coaching provokativ arbeiten möchte, wird er seine Kunden spätesten im Rahmen der Auftragsklärung mit dieser Kontextmarkierung versorgen, damit diese sich auf die Spielregel einstellen können. Hier aber? Nüscht! Unmarked space. CAV geht offenbar davon aus, dass dieses Forum freiwillig von Fachpublikum gelesen und beschrieben wird.
Fachpublikum mit einem gewissen „systemischen Sinn“ darf man vermuten. Code für Filter 1: Ambition und daher wohl auch Erfahrung in psychologischer Selbstreflexion Filter 2: systemisch = rücksichtsvoll. „Die werden sich doch wohl wieder einkriegen!“ Na klar doch.
„Systemischer Sinn“ heißt letztlich wohl nix anderes als ein gewisses Maß an Kontextsensibilität aufzubringen. Ist dieser Kontext nun unzureichend markiert, schlecht beleuchtet? Fahrlässigkeit der Betreiber? Aufstellungen lehren: Wer nicht weiß, wo er ist, weiß nicht, wer er ist. Welche Beleuchtung brauchen Sie, liebe Frau F., um im Red- Light- Distrikt die Peilung zu behalten? “Geschickt” kann doch wohl nur heißen: zu I h n e n geschickt. Vielleicht vermögen Sie das ja religiös – spirituell zu interpretieren. Wenn Sie aber in ein Kabarett gehen, beschweren Sie sich da, dass die Ausdrucksformen nicht wie im Bibelkreis sind? Kann ich mir ausgerechnet bei Ihnen schwer vorstellen.
Ich und auch Sie verwenden hier die unter Erwachsenen nicht unüblichen, wenn schon risikobehafteten Stilmittel wie Ironie, Satire, Sarkasmus, Zynismus, Persiflage …. Anders als bei den Pionieren oder der Jungen Gemeinde gibt beim CAV kein Statut, in dem uns zugemutet wird, dass wir diese Mittel nicht verwenden sollen. Ebenso wie es auch keine Norm gibt, dass wir sie verwenden sollen.
Sie selbst erschweren es anderen und damit wieder sich selbst, dass Sie in Ihrer Ansprechbarkeit angemessen eingeschätzt werden. Wenn Sie diese Mittel verwenden, legen Sie den Eindruck nahe, dass Sie zu Scherzen aufgelegt sind. In Zittau ist gerade Fasching okay. Aber nu plötzlich Heulsuse spielen, weil mal bissel Senf im Krapfen ist? Sie kennen so was sicher als sog. Feedback.
Einerseits beliebt es Ihnen doch, die abgeklärte Großstadtkatze zu geben: „Jungs, hergehört, Euer Fußballgespinne langweilt mich.“. Kaum hat man sich versehen, zeigen Sie sich als das sensibles Mimöschen, das mit unschuldigem Blick Vorwürfe bzw. auf doof macht. Nicht nur Männer haben mit so was Schwierigkeiten. Von daher: Wer sind Sie? Hinter Ihrer virtuellen Maskerade? Nicht, das mich das in erster Linie was angehen würde. Ich meine, wie beantworten Sie sich selbst diese Frage?
Und was – da hat Frau Taraba m.E. in gewisser Weise durchaus Recht – was meinen Sie Ihren Kunden Gutes zu tun, wenn Sie ausgerechnet im Internet Blinde Kuh spielen, wenn sie zwischen Ihren Identitäten so bemüht zu unterscheiden suchen? Halten sie die für blöd? Vgl. http://www.archive.org Wollen Sie diesen Leuten nicht gerade helfen, das Ausmaß ihrer persönlichen Integrität zu festigen und all ihre genogrammatisch überlieferten Tassen wieder im Schrank einzuordnen? Ich kann die Empfindlichkeiten und Klischees ihrer Kunden nicht einschätzen – aber finden Sie „Blinde Kuh“ wirklich vorbildlich?
Falls Sie Ihnen das Autoritätsargument weiterhilft: Wenn FBS vor vielen Leuten spricht, hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit Textilfussel im Bauchnabel. Tatsache! Ja ist denn das die Möglichkeit! Unfassbar! Er hat sich diesbezüglich aber hier, also im Internet „geoutet“. Mit entsprechendem Status kann man sich natürlich noch ganz andere Frivolitäten leisten.
Wenn Sie um derartige statusbedingte Privilegien fürchten oder diese gern in Anspruch nehmen würden, müssen Sie beim viel sagenden Schweigen bleiben, wenn Sie nichts riskieren wollen. Genau das ist Ihnen auf der anderen Seite aber offenbar dann auch wieder zu wenig.
Das Ganze erinnert tatsächlich ein wenig an die unzureichend abgestimmte Choreographie diverser Ego States. In einer Aufstellung würden wir diese Selbstbildfacetten sicher getrennt aufstellen und dann versuchen, die Integration der Persönlichkeit zu fördern, dadurch wir die beiden wieder ins Gespräch miteinander bringen. Die innere Familie muss doch bitte schön an einem Strang ziehen, um auf Leistung zu kommen. Diese mangelnde Verbundenheit führt meiner Deutung nach zu dem Problem, das Sie ausgerechnet mir übel nehmen. Als Konflikt-Externalisierung kennt man das wohl sicher auch in Ihrer Welt.
Es geht in jedem Fall zuerst um I h r e Entscheidung und nicht die der Leute, die auf Ihre Ambivalenzen hoffentlich einigermaßen eigengesetzlich reagieren.
Ich persönlich finde, dass das Internet als im gegenwärtigen Entwicklungszustand noch eine phantastische Sache ist. Auf dem Weg zu Solaris wird das Ganze analog zur Entwicklungspsychologie der Ameisen vor den Bildschirmen vermutlich einigermaßen mit sich als Informationsverarbeitungsfilter auswirkenden Neurosen und unerfüllten Sehnsüchten überfrachtet werden (vgl. Kruses Peter). Der aktuell aber noch einigermaßen ungefiltert verfügbare Memory- effect scheint mir doch eine nette Erinnerungshilfe, weil sie uns gerade dazu anhält, uns in unseren Äußerungen vorbildlich um Reflexivität zu bemühen und weiter dran zu bleiben an dem Lebens-Projekt persönlicher Integrität und Kongruenz. „Was hab ich eigentlich früher über x gedacht? Muss ich glatt mal im Internet nachschauen!“ Bis zum neurologischen Verfall ist es mit Internet noch ein Weilchen. Prima finde ich: Die Gegenübertragungsanalysen finden nicht länger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt! Und speziell Transparenz erscheint mir gerade bei Psychologen doch als ein sehr hoher Wert. Speziell bei jenen, etwas schizo auftretenden Künstlern, welche anderen zumuten, frei zu assoziieren und dann doch irgendwie möglichst volle Verantwortung dafür zu übernehmen.
Aufgrund Ihrer auf und vor dieser Coach meist „Stadtkatzen-mäßigen“ Äußerungen fällt es mir schwer zu glauben, dass Sie so naiv wären, um all die Risiken und Nebenwirkungen der Internetbenutzung nicht zu wissen. Ich glaub, bei dem grad sehr bekannten Herrn Schirrmacher kann man das von Berlin aus sicher leicht nachlesen.
Da Sie vermutich psychoanalytisch orientiert sind, nehme ich mir die Freiheit, die Sie Ihren KlientInnen zumuten. Ich nehme mir also die Freiheit zu deuten. Und so deute ich, dass Sie den Widerspruch, den Sie in meiner Reflexion ersehen, zuerst in Ihnen selbst angelegt sein dürfte. Einerseits das kleene Mädel, das sich empört, dass man ihm seine (Schutz-) Bedürfnisse nicht von der Nase ablesen mag. Andererseits die kaltschnäuzige Lady aus dem 88. Stock, die es nach Entertainment lechzt. Für die Moderation zwischen den Auftretenswahrscheinlichkeiten dieser beiden Möglichkeiten Ihrer Persönlichkeit ist die Coach dieses Forums wahrscheinlich etwas sehr öffentlich positioniert. Aber letztlich – das ganze Leben ist Coach bzw. Aufstellung. Am Ende leiden vor allem Sie selbst unter dem eingebildeten Zwang, strategisch kommunizieren zu müssen und dem uneingelösten Verlangen, sich wie es kommt, zu geben.
Die Autorität des Assoziationen – Deutenden ergibt sich nicht daraus, dass die von ihm assoziierten Deutungen prinzipiell einer anderen, geschweige höheren Klasse von Assoziationen zugehören würden, sondern daraus, dass er die für den nächsten Entwicklungsschritt seines Auftraggebers brauchbare Deutung assoziiert. Sie haben keinen Auftrag vergeben. Und ich kriege das hier nicht bezahlt. Die mit dem Wort „Klärungshilfe“ verbundene Absicht gewährt keine Garantie auf Gelingen. In der Tat brauchen Sie aber bloß die Unterscheidungen zu treffen, welche die statusbesorgte Frau Taraba Ihnen bedarfsweise alt oder klug anzutragen versuchte. Andernfalls werden Sie wieder und wieder zum empörten Opfer strategischer Selbstinszenierung.
Auch Ihr Klientel fasst sich eher ans Hirn, wenn Sie auf Blinde Kuh machen, als wenn Sie die Tatsache anerkennen, dass man Sie in diesem kollektiven Gedächtnis sowieso findet, wenn man sie finden will. In der DDR war das noch ein Lacher, wenn abgehört wurde. Einfach aus der Überlegung, dass jemand mindestens genau so viel Intelligenz mobilisieren musste, um intelligente Ausdrucksformen zu verarbeiten (Ashby- mäßig), wie die Erzeugung voraussetzte. Das war i.d.R. einfach zu personalintensiv.
Bei dieser Party aber wird man Sie finden, wenn man es drauf anlegt. Und ich als Ihr Kunde würde es selbstverständlich drauf anlegen. Weil ich abschätzen möchte, welch eines Persönlichkeitswerkzeuges sich die Dame bedient, die mich auf Rechnung übern schmalen Steig geleiten will. Ich hab da einfach Sicherheitsbedürfnisse. Ihrer Strategie nach aber zweifeln Sie an den Intelligenzmöglichkeiten Ihrer Kundschaft. Wenn die von Ihnen angezielte Kundschaft jetzt natürlich nur aus verkrampften Fassadengestaltern bestehen sollte, weiß ich natürlich auch nicht. Ich find es jedenfalls etwas … inkongruent. In meiner Wahrnehmung würde es Ihren Status erhöhen, wenn Sie die Widersprüche nicht durch Versteckspiel zu lösen suchen sondern sich zu Ihrem Namen, wie zu Ihrer Arbeit, wie zu Ihren Äußerungen bekennen. Alle Tassen im Schrank ist doch nicht nur bei anderen das Therapieziel, nicht?
Das von meiner Wenigkeit so geschätzte Farellynesisch bspw. versteht man auch am besten, wenn ein Statusunterschied phantasiert wird. Es macht einen Unterschied, ob ich einen Kommentar mit FBS oder MMML unterzeichne. Wenn Sie sich nun auf unbedingte Wertschätzung in der eher frommen Variante eingeschwungen haben sollten… ist der therapeutisch Überraschungsgag womöglich, dass Sie Ihren Fassadengestaltern einen Tick an Mut zur Freizügigkeit voraus sind. Aber womöglich geht ja noch mehr? Vielleicht sind Sie auch zu ängstlich und Ihre potentiellen Kunden begreifen, dass Sie auch Ihre Macken haben und Blinde Kuh nur der Trostpreis auf dem Weg zu einer gelasseneren Erleuchtung ist? “Do you believe in it?” Was gospelt der Chor Ihrer Persönlichkeitsanteile dazu? “Yes we can!”
Erschöpfend hier ein hoffentlich letztes Mal die inzwischen ermüdende Frage: Was soll das hier eigentlich sein?
Wenn man schon orakeln darf, was der Herr Ober mit seiner Speisekarte so intendieren mag, so würde ich eine Wette eingehen, dass FBS auf natürliche und dabei noch halbwegs soziale Selektionsmechanismen vertraut. Zimbardo lässt grüßen? Natürlich unterstell ich nicht wirklich, dass die Veranstaltung von vornherein so intendiert gewesen wäre, uralte Befunde der Kleingruppenforschung virtuell nachvollziehbar zu machen. Auf die Dauer aber kann sich so etwas offenbar doch recht leicht dahin entwickeln. Hier kippt es doch hin und wieder ziemlich ins Primärprozesshafte.
Sind wir nun blöd oder genial? So, wie ich Sparrer und Varga von Kibéd verstehe, hängt die Entwicklungstendenz a) von unseren mehr oder weniger vertrauensvollen Vorerwartungen in die kollektive Intelligenz der Gruppe ab und b) gleichermaßen von unserer, mehr oder weniger kunstgerechten Rahmensetzung.
FBS glaubt. Wie aber sieht es mit b) aus?
Mit der für gruppendynamische Szenarien typischen weitestmöglichen Gestaltungsfreiheit, erinnert mich das doch etwas an “Bewegungen der Seele”, was sich hier so nach und nach ergibt an gruppendynamischen Delikatessen. Was im Grunde so überraschend wohl nicht ist. Rahmensetzer ist ein Geist, der durch Psychoanalyse geprägt wurde. Wenn er sich dazu bekennt, Psychoanalytiker zu sein, meint er das vermutlich nicht farellynesisch sondern fromm. Psychoanalytiker sind für ihre rigiden Glaubenssätze bekannt. Gruppendynamik meets Psychoanalyse ist ein Kapitel für sich. Das Buch, in dem er die Widerstände der Psychoanalyse analysiert, hat er vorzüglich zur eigenen Selbstvergewisserung geschrieben, da bin ich sicher. Aber beißen oder nageln geht ja hier nicht. Wir sind nicht auf irgendeinem mittelalterlichen Marktplatz voll blutrünstig geifernder Gaffer. Er vertraut wohl auf das kommunikative Design, hofft vermutlich sogar auf Koevolution. M.E. hätte er damit immerhin nur zum Teil Recht.
Ich lerne natürlich so oder so. Aber bei der Frage nach intelligenten Designs kann das wohl nur als Trostpreis angesehen werden. „Es“ beispielsweise ist (asozial) böse. Jawohl! „Only variety can destroy variety.“ Ich (ich) fand die von daher ihren Ausgang nehmende Überlegung faszinierend, welchen Unterschied es macht für die Art und Bedeutung möglicher Antworten, ob man eine Frage als soziale so-als-ob-Kontruktion „in den Raum“ denkbarer Möglichkeiten stellt oder als ökologische so-als-ob-Konstruktion. Aber Erdbebengewitter, das Unbewusste blieb unendlich sprachlos anstatt Philosophie zu liefern. Dass diese Art unhöflicher Antwortlosigkeit als eine Form unendlicher variety vielsagensten Schweigens gemeint gewesen sein sollte, also das wäre eine geniale Antwort gewesen. Aber das halte ich unhöflicherweise für unwahrscheinlich. „Es“ ist also dumm. „Es“ ist zweifelsohne feindlich gesinnt. Oder einfach nur verrückt…
Soweit stimmt die, dem gruppendynamischen Pavianorakel unterstellte Vorannahme. Ich lerne so oder so. Entweder lerne ich genauer zu verstehen oder mich selbst angemessener zum Ausdruck zu bringen. Die Faszination an der Frage, inwieweit es für die möglichen Bedeutungen der Antworten einen relevanten Unterschied macht, ob eine Frage als soziale Frage oder als ökologische Frage gestellt / beantwortet wird, vermochte ich offenbar nicht zu vermitteln: Wieder was gelernt! Liebschten selber is also doof u.s.w. u.s.f.. Und einige andere. Mal mehr, mal weniger. „Welcome at the CAU!“ (Carl Auer University). Ist das nun schon so ein intelligentes Design, von dem wir mehr oder weniger primatenhaft träumen? Wir können hier einigermaßen frei assoziieren, schreiben lesen. Okay. Relevanzlevel kurz über dem der Lächerlichkeit.
Was ich hier zu erleben meine, ist, dass Statusgrenzen der uns singulär möglichen Rationalität Grenzen setzen und das darüber hinaus nicht so recht erreicht wird. Falls dass in irgendeiner Richtung inzwischen beabsichtigt sein sollte.
Damit das Kunststück Aufklärung inmitten eines Affentanzes gelingt, braucht es mangels absehbarer ökologischer Zwänge vielleicht doch mehr an zivilisierender Vorgaben. Dass wir in virtuellen Netzwerken eher mit laissez faire zurechtkommen anstatt affenmäßig zwischen eitlem Rationalismus und Primärprozesshaften zu verdusseln – ich habe den Eindruck, die bekannten verständnisbehindernden Statussorgen stellen sich hier mangels körpersprachlicher Interferenzen einfach nur zeitverzögert ein. Aber sie stellen sich genau wie in der primitiverweise meist üblichen, eher „blöden“ statt genialen Weise ein. Um die blinden Flecken diverser Selbst- bzw. Weltvergewisserungen zu erleuchten, fehlen die aus einer gemeinschaftsstiftenden Aufgabe ableitbaren Rationalitätskriterien. Die in Szenarien künstlich forcierter Gruppendynamik weg gesparten Kontextmarkierungen. „Manege frei zum um die Wette assoziieren!“
Damit wir inmitten sozialer Fragenstellungen nicht verblöden, bedürfen wir der Vergewisserung unserer ökologischen Situierung. Gerade die Naturzwänge kann man anlässlich Schlagzeilenreflektionen und Rezensionen sehr gut ausblenden. So wie neulich bei der Nasenschleimwürsteldebatte wirkt sich der gemeinsame Fokus auf einen Fixpunkt in der Ökologie offenbar gemeinschaftsbildend aus. Ohne diese Rückbesinnung auf die ökologischen Roots aller sozialen Debatten, versperren Schranken infolge konfligierender Statusansprüche einer – angesichts existenzieller Herausforderungen im Ausnahmefall entscheidend rationelleren Form – von gesteigerter Kollektivintelligenz die Sicht. Dass die Zeitverzögerung in Form Aufmerksamkeitsspanne und Höflichkeitsbereitschaft unter anderen, „intelligenteren Umständen“ eine gewisse Chance hergibt für das, was Netzwerke gegenüber hero- mäßig angeführten Kooperatiosnverbänden leisten können, kann ich mir immerhin vorstellen. Aber was die Performance hier angeht ….
FBS glaubt an Zarathustra als Organisationsform, als Design für Möglichkeiten der Verständigung. Eine Hoffnung, die wir von Marx kennen.
Für Selbsterfahrungsgruppen war es üblich, Kontexte möglichst sparsam markieren, weil dadurch die mit Leid assoziierten projektiven Kontexte leichter hervorgekitzelt werden. Manche sind kitzeliger, manche können sich einfach nur besser beherrschen als Frau Taraba. Und weiter?
Was soll das hier eigentlich sein? War die Frage. Eine Art Orchesterprobe (Fellini)? Oder totale Therapie? Ein Experiment in Sachen zeitverzögerter Kurzschaltung systemtheoretischer Gefängnisse? Ein im besten Fall sokratisches Gespräch, in man ein paar Vorannahmen zu korrigieren lernt? Eine geistige Übung, welche der Lebendigkeit zu Gute kommt. Vielleicht einfach so etwas wie Aikido oder wie im Judo, das einer meiner Söhne jetzt macht. Bevor die sich auf´s Kreuz legen, bringen sie artig erst mal ihren Respekt in Form einer achtungsvollen Geste zum Ausdruck. Kontextmarkierung auch nachdem sie den anderen auf die Matte gelegt haben. Zwischendurch eine geistige Übung, um beweglich und achtsam zu bleiben.
Vielleicht hilft Ihnen, liebe Frau F. die Vorstellung, dass ich mich in jedem Fall mit einer solchen Geste von Ihnen verabschieden möchte.
Liebe Frau Taraba,
Das Zusammenspiel wird immer inniger, wie mancher denken wird. Von dem, was ich Ihnen sagen möchte, erfassen Sie offenbar, dass ich Ihnen was zu sagen habe. Ist das nicht langweilig?
Grotesk, grotesker, am …! Trotz der von Ihnen so lebhaft geäußerten Freude am Nageln, bin ich nicht Jesus Christus (Gott lob) Für wen auch immer Sie mich inzwischen also halten mögen – Sie können Ihren Heimwerkerwerkzeugkasten wieder einpacken. Und mit der von Ihnen freudvoll bemühten Nagel – Metaphorik liefern Sie eigentlich schon selbst den ultimativen Kommentar dazu, inwieweit Sie selbst das Phänomen Mobbing geistig durchdrungen haben. Philosophisch ist das? Vielleicht können Sie ja ein andermal mithelfen, eine Sau durch Dorf zu treiben.
Nachdem hier neulich schon beinahe mal Zickenkrieg ausgebrochen war, hilft Ihnen die gemeinschaftsbildende Fokussierung auf ein böses Drittes nun dabei schöne Übereinstimmungen mit Frau F. zu entdecken? Könnte man denken. Dennoch wag ich zu bezweifeln, dass ihr versuchter Schulterschluss das reine Glück bei ihr ausgelöst haben mag. Zumal auch Sie ihr bei der Gelegenheit gleich noch ein Nachlicht stecken mussten zum Thema virtueller Identität. „Hey Schätzchen, ich hab Dir was zusagen.“ Der Notwendigkeit geschuldet, inmitten Affentheater Geld verdienen zu müssen, fühlt sie sich womöglich nicht so frei, wie S i e sich das leisten können. Ich halte es für vorstellbar, dass das Ganze allmählich schlicht als dämlich erscheint – eine Erscheinung die natürlich alles andere ist als ein damenspezifischer Phänomenbegriff.
Trotzdem die Mitteilungsfreudigeren der versammelten Mannschaft ja hier quasi in die Schreibmaschine hinein assoziieren, können wir mit zeitlicher Verzögerung, in immer dichterer Ausdrucksform die aus gruppendynamischen Szenarios bekannten allzumenschlichen Phänomene replizieren. Vom frommen Eifern bis zum enthemmten Geifern schon ein Gutteil der bekannten Palette. Eindrucksvoll bei dem Tänzchen zwischen uns beiden nun die offensichtliche Unmöglichkeit, trotz mutmaßlicher intellektueller Möglichkeiten Verständnisgrenzen zu durchsteigen. Grenzen der Lernbereitschaft, die offenbar sich aus Statusansprüchen bzw. narzistischen Empfindlichkeiten ergeben. Herzallerliebst, wie sich das hier abbildet. Statt Pornobildern von der Oma, Psychostripteese auf http://www.archive.org konserviert. Schaut Euch bloß mal an, was ich für reizende Kurzschlüsse habe! Die höchste Lernebene psychischer Selbstvergewisserung sind die hochgeschätzten, auch als sog. „Kognitionen“ angebeteten Glaubenssätze ganz offensichtlicht nicht. Trotz der z.T. erweiterten Möglichkeiten virtueller und daher scheinbar ratiobezogenerer Verständigung spricht der freudsche Affe in uns das letzte Wort:
Kommentar von Max Liebscht — 25. November, 2009 @ 12:17 Uhr
Gregory Bateson:
Metalog: “Über Spiele und Ernst”
Kommentar von es — 25. November, 2009 @ 16:47 Uhr
Gregory Bateson:
Metalog: “Über Spiele und Ernst”
Kommentar von es — 25. November, 2009 @ 16:47 Uhr
Bateson lesen. Ja, der scheint wirklich zu fetzen.
Werd ich machen.
Zu sagen “Dies ist kein Spiel” ist nicht mehr als eine Möglichkeit unter anderen, die wir im Spiel haben.
Vielleicht hat auch das mit systematischerer Unterscheidung zwischen ökologischen, sozialen … Fragen zu tun.
Dieser Ken Wilber hat es dazu mit seinen 4 Quadranten…
Kommentar von Max Liebscht — 25. November, 2009 @ 20:26 Uhr
Lieber Herr E.S. Das Leben ist ein Spiel. Es unterscheidet in sich zwischen (Tod)Ernst und Spiel. Es stellt uns die Fragen, die zu unseren Antworten passen.
Lieber Herr Liebscht, der Fülle dessen, was Sie als Ihre Denk-Welt beschreiben, mag ich nichts hinzufügen, noch entgegensetzen. Ihre Antwort würde mich sowieso beschämen. Mir ist es peinlich genug, Ihnen durch meine Person und durch meine Provokationen und Entgleisungen Anlass gegeben zu haben, Ihre Zeit zu verschwenden. Das war nicht meine Absicht. Ich möchte mich hier über das austauschen, und über das diskutieren, was Konstruktion ist, nicht darüber, was Psychologie ist, und wie man sie einsetzen kann, um Störung in der Konstruktion zu erzeugen. Sie spielen diese Rolle virtuos: Wer oft verletzt wurde, wird viel in die Geschicklichkeit investieren, andere zu verletzen.
Aber um welchen Preis? Wäre mehr und ungespielte Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und nachvollziehbare Ernsthaftigkeit hinsichtlich der von Ihnen besetzten Themen Ökologie, Psycho-Ökologie und Integrität nicht von größerer Wirkung? Könnte die Mühe um stringente positive Formulierungen Ihren Zielen nicht besser dienen? Wäre Lernen nach Ihrem Modell nicht eher dazu angetan Neues zu lernen?
Es wäre doch gewiss nicht verständnisbehindernd, ja geradezu verständnisfördernd, wenn Sie als Psychologe hier zivilisierende Vorgaben vorgeben würden. Statt (sich) Statusansprüche und Statussorgen ohne Ende zu machen und sie anderen zu unterschieben. Meinen Segen dazu haben Sie!
Kommentar von Sylvia Taraba — 26. November, 2009 @ 09:29 Uhr
Na das sagt mir die Richtige. SIE würden mir vielleicht aus dem Korsett hüpfen, wenn ich anfangen wollte, Ihnen zivilisierende Vorgaben zu machen!
Erwachsen ist, wer nicht mehr darauf angewiesen ist, auf sich selbst hereinzufallen. Da steckt doch wohl der Nagel im Schuh.
In diesem Sinne LG
Kommentar von Max Liebscht — 26. November, 2009 @ 14:59 Uhr
Das scheint mir ein Mißverständnis, Sie plädierten oben für “zivilisierende Vorgaben” – die GIBT man, die macht man nicht. Schon gar nicht wem anderen: Man geht mit seinem zivilisierten Beispiel voran, wenn man darauf soviel Wert legt, wie Sie oben zu verstehen geben. Das versuchte ich Ihnen nahe zu legen. Und enthalte mich dabei höflich der Nachfrage nach Ihrem Erwachsensein…
Kommentar von Sylvia Taraba — 26. November, 2009 @ 15:21 Uhr
Liebe Frau Far, ich sehe nicht, dass Sie hier irgendwo durch Ihre Aussagen Ihre Person beschädigt hätten im Angesicht der Virtualität….
Ich – aus politisch korrekter Sicht – da schon eher.
Da ich weiß, dass ich “Fehler” machen darf ohne Ende, mache ich mir darum keine Sorgen. Ich übernehme die Verantwortung dafür, mache meine Erfahrung damit und zahle den jeweiligen Preis. Ich bin nicht auf Taktik angelegt, sondern auf meine persönliche innere Wahrheit, d.h. auf Neugier und Lebendigkeit gegenüber Herausforderungen.
Weiters gebe ich Herrn Liebscht recht, dass Ihnen die Teilnahme an diesem “Blog mit den riesigen Räumen”, beruflich kaum schaden wird können, und wenn, dann nur zu Recht…was heißen soll: Ihre Ratio konnte es nicht verhindern. Ich denke, dass sich hier, unter den Fittichen des literarischen Lockmaterials der Themen von FBS genau die Leute einfinden (inklusive FBS), die sich hier einfinden, – also Wahlverwandtschaft im weitesten Sinn – auch die, die nur neugierig zuschauen. Dieses selbstgewählte Setting funktioniert selbstredend nicht reibungslos, aber gerade deshalb kann man, über die unterschwellig mitlaufenden Themen und oft ärgerlichen Kommentare, die ja persönliche Herausforderungen darstellen, mit sich ins Lot kommen, das heißt sich damit zeigen und sich auch mal so annehmen, wie andere einen sehen (wollen) – und sich nicht, z.B. durch dämliche Anmache, durch kalkulierte Etikettierung mittels psychologischer oder politischer Kategorien, oder aber gar der Angst vor dem Großen Bruder, ins Bockshorn jagen lassen. Ich bin übrigens nicht naiv, eher davon überzeugt, dass wir immer das tun, was wir tun müssen, weil wir es nicht lassen können. Unsere Rollen sind uns vom Leben in den Leib geschrieben. Von Vorteil ist, wenn wir uns dabei zuschauen (können).
Kommentar von Sylvia Taraba — 26. November, 2009 @ 16:09 Uhr
Die Taraba hat einfach das letzte Wort, da kann man nichts machen:
Kommentar von Max Liebscht — 26. November, 2009 @ 19:17 Uhr