Simons Systemische Kehrwoche

Gaddafi

Fritz B. Simon

Er besucht Berlusconi jetzt schon zum dritten Mal. Wenn ich mich recht erinnere, war er letztes Jahr auch schon in Rom.

Diesmal hat er 40 Pferde mitgebracht.

Was verbindet die beiden?

Geistesverwandtschaft?

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18 Kommentare

  1. Also man muss doch nicht immer gleich alles analysieren!

    Kommentar by Max Liebscht — 28. August, 2010 @ 14:24 Uhr

  2. Gaddaffi darf genauso wie Berlusconi beim Aufbau der neuen Weltordnung nicht mitmachen. Gaddaffi will sie sowieso nicht und Berlusconi wurde als (“ehemaliges”) Mitglied der Propaganda Due zurecht aus der Freimaurerei ausgeschlossen. Seither hat er sich erfolgreich auf den Ausbau seines Mafianetzwerkes konzentiert. Dennoch verfügt er natürlich über enormes Hintergrundwissen.
    So long… :)

    Kommentar by pascal — 28. August, 2010 @ 16:41 Uhr

  3. Zu 1.: … doch, man muß “immer” “gleich” “alles” “analysieren”. Und später auch noch. Und immer wieder und aufs Neue und hinwiederum. Und vorher auch schon …

    Zu 2.: … okay, aber wer darf mitmachen “beim Aufbau der neuen Weltordnung”? Oder spielt sich gerade eine Umstrukturierung der ewig alten Weltordnung ab …?

    Kommentar by Uli Wetz — 28. August, 2010 @ 21:41 Uhr

  4. Uli, die erste Zeile kann ich nicht kommentieren. Selbstverständlich verfüge auch ich nur über hilfloses Halbwissen in dieser Hinsicht.
    Zu Zeile zwei: Ja. Sie werden es miterleben.

    Kommentar by pascal — 29. August, 2010 @ 12:15 Uhr

  5. Was Gaddaffi und Berlusconi verbindet?
    Dass beiden manchmal der Gaul durchgeht :-)

    Kommentar by Manfred Bögle — 29. August, 2010 @ 14:42 Uhr

  6. … danke, Pascal!

    „Zu 1.“ wandte sich nur gegen die verbreitete Auffasung, dass man „nicht immer gleich alles analysieren“ müsse. Man muß (frau auch). Zumindest versuchsweise und so gut es geht und immer wieder aufs Neue – außer in den „exakten“ Naturwissenschaften: Da kann man darauf vertrauen, daß die Analyse: Steine fallen zu Boden und nicht in Himmel, für ein für allemal gültig ist (obwohl, wer weiß … und siehe auch Popper: Es gibt keine Verifikation, nur Falsifikation).

    „Zu 2.“ sollte eigentlich nur darauf hinweisen, daß die Frage, wer „beim Aufbau der neuen Weltordnung“ mitmachen darf, in jederlei Hinsicht und unter sämtlichen Aspekten ins – um an „Zu 1.“ anzuknüpfen“ – Bodenlose führt …

    Kommentar by Uli Wetz — 29. August, 2010 @ 20:13 Uhr

  7. Whoops. Ich meinte die erste Zeile Ihrer Erwiderung an mich, also eben jene Frage. Im Ernst, da ist einiges im Gange, von dem die Öffentlichkeit nichts mitbekommt. Die Ziele sind aber durchaus idealistischer Natur, und am Ende wird es gut gehen. (So steht es in den Vorhersagen vieler heiliger Schriften und frühzeitiger Hochkulturen der Erde. …Dass die Zukunft schon ‘geschrieben’ steht und bloß von uns als Zukunft erlebt wird, folgt übrigens absolut stringent aus Einsteins Feldgleichungen. Aber das hätte ich nicht erwähnen sollen, mit solchen Aussagen läuft man ja auch sofort Gefahr, noch weniger Ernst genommen zu werden. Zum Glück ist mir das aber mittlerweile ziemlich egal : ))
    Den Liebscht dürfen Sie übrigens erst Recht nicht beim Wort nehmen! Der schreibt bloß gern.

    Kommentar by pascal — 29. August, 2010 @ 22:01 Uhr

  8. Absolutely Flatland, Pascal! Geradezu zwangshaft muss ich armer Sünder mein Scherflein beitragen zur Einlösung der geweissagten Zukunftsoptionen. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn ich diese Ansage jetzt vergessen hätte!

    Kommentar by Max Liebscht — 30. August, 2010 @ 10:59 Uhr

  9. Juhu, Herr Liebscht. Ich lese Sie immer wieder gerne. Es wäre nichts passiert. Es ist auch nicht so, dass wir aufgrund dieser Tatsache keinen freien Willen hätten. Ich erkläre es Ihnen bei Gelegenheit. Sollte sich die Gelegenheit nicht ergeben, ist die Erklärung nicht vonnöten. MfG

    Kommentar by pascal — 30. August, 2010 @ 12:34 Uhr

  10. Hallo, Pascal!

    Zwei Sachen möcht ich zu Ihren Kommentaren Nr. 7 und 9 sagen.

    Erstens:

    a) Daß die Zukunft „schon ‚geschrieben’ steht“ und so weiter … Das ist nicht meine Welt. Sie handeln sich damit übrigens genau dieselben überflüssigen und unlösbaren Probleme ein wie die Christen mit ihrer „Vorsehung“ oder andere Religionen mit ähnlichen Ansichten. Da muß ich sagen, daß mir Herr Liebscht mit seinem pfiffigen Kommentar Nr. 8 nun durchaus gut gefällt.

    b) Auch bin ich mir völlig sicher, daß das, was Sie sagen, keineswegs und schon gar nicht „absolut stringent aus Einsteins Feldgleichungen“ folgt. Es wird allerhöchstens so sein, daß Einsteins „Feldgleichungen“ dem nicht explizit widersprechen. Aber diese Aussage hätte genausoviel Stellenwert wie die Aussage, der Satz des Pythagoras widerspreche dem, was Sie sagen, nicht.

    Zweitens:

    a) Wen darf man (übrigens überhaupt) beim Wort nehmen?

    b) Ich lese im bestimmten Zweifelsfall lieber etwas von jemandem, der „bloß gern“ schreibt, weil bei ihm immerhin die Wahrscheinlichkeit besteht, daß er wenigstens eine gewisse stilistische Höhe sich erarbeitet hat; jedenfalls eher als bei einem, der bloß ungern schreibt. Das ist natürlich lediglich ein ästhetisches Kriterium, dem nun noch logische, inhaltliche, moralische etc. Kriterien in entsprechender Mischung beigesellt werden müßten. (Und: Schreiben wir hier nicht alle gern?)

    Nix für ungut –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 30. August, 2010 @ 20:01 Uhr

  11. Lieber Herr Wetz, ich wollte keineswegs gegen Herrn Liebscht wettern, ich lese ihn tatsächlich sehr gerne, denn er schreibt sehr gut. Bloß sitzt er manchmal etwas zu hoch auf.
    1a): Irrtum. Man handelt sich damit keine Probleme ein. Es ist nicht so, dass die Zukunft schon geschehen wäre (auf materieller Ebene), lediglich der Kosmos weiß, wie sie geschehen wird. Zeit existiert nur in Gegenwart von Materie, bedenken Sie das (und auch da gibt es am anderen Ende eine Grenze, die wieder in die Singularität und Zeitlosigkeit führt).
    1b): Sie können sich nicht sicher sein. Mit Ihrer Akzeptanzschwelle begehen Sie schon den ersten Fehler, denn Sie geben Ihrem Über-Ich nach, dem Glauben der Konsens-Wahrheit. Allem voran dem Materialismus. Ich werde aber auch nicht versuchen, Sie von meiner Sicht der Dinge zu überzeugen.
    2a): Korrekt.
    2b): Sie haben mich zu Ernst genommen.

    Viele Grüße

    Kommentar by pascal — 31. August, 2010 @ 07:14 Uhr

  12. Lieber … [Vor- oder Nachname?] Pascal,

    vielen Dank!

    Wenn wir beide diskutieren würden, würden wohl die Fetzen fliegen, aber wir müssen es ja nicht, denn unmenschlich scheint mir Ihr Denkansatz nicht gerade zu sein (im Gegensatz zu den irrwitzigen Gedankengebäuden, besser: -ruinen der großen Religionen; Sie sehen an dieser meiner Formulierung aber immerhin, daß mir Ihr Denkansatz religionsaffin dünkt).

    (Daß übrigens besagter Herr „manchmal etwas zu hoch“ aufsitzt – würde ich allerdings für mich schon doch gerne dahin gehend korrigieren: „zu oft“. Aber sei’s drum. Außer Kommunikation [und, leider, Kanonen – auch eine Art Kommunikationsmittel] haben wir Menschen ja nix, und auf veritable Kanonen wollen wir gerne verzichten.)

    Ich habe Sie keineswegs zu ernst genommen. Ich habe Sie so ernst genommen, wie ich denke, daß es jedem Menschen gebührt.

    Grüßend –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 31. August, 2010 @ 20:34 Uhr

  13. Lieber Herr Wetz,
    Pascal ist mein Vorname. Die Fetzen würden bei mir nicht fliegen, einen solchen Stress ist es mir nicht wert, Recht zu behalten. Mit Religion hat das aber in der Tat nicht viel zu tun. Ich hege eine große Abneigung gegen den instrumentalisierten Glauben, der ausnahmslos absolutistische Ansätze verfolgt und eine zwischenkirchliche Kommunikation so arg erschwert. Dennoch habe ich große Achtung vor Menschen, die es schaffen, die Grundsätze ihrer Religion zu leben (denn es sind ja in groben Zügen immer die gleichen Grundsätze…) – auch wenn (oder gerade weil?) das maximal 10% aller Gläubigen sind.
    In Ihrem letzten Absatz waren Sie offenbar noch im ‘Verteidigungsmodus’, denn sie haben unbewusst die Ambiguität des Wortes “jmd. Ernst nehmen” ausgeblendet und eine andere Definition zur Grundlage ihrer Rechtfertigung genommen. Wäre dies ein bewusster Vorgang gewesen, so entspräche er dem Kunstgriff Nummer 2 der Eristischen Dialektik nach Schopenhauer.
    Viele Grüße : )

    Kommentar by pascal — 1. September, 2010 @ 07:28 Uhr

  14. Lieber Pascal
    (hab ja nur den Vornamen; Sie können mich selbstverständlich auch gerne weiter beim Vornamen nennen),

    Ihre Unerschütterlichkeit (die ja einem stillen Rechtbehalten dann doch nahe zu kommen scheint) käme mir aufreizend vor, wäre sie mir nicht irgendwie glaubhaft – oder aber weiß ich nur zuwenig über ihren Hintergrund? Ach, wollen wir es beim Frieden, dem hohen Gut, belassen.

    Ich war übrigens, nach meiner Auffassung, nicht im „Verteidigungsmodus“, sondern – „ganz im Gegenteil“ – im „Angriffsmodus“, zu dem ich mich auch bekenne. Tatsächlich sollte er aber etwas „verteidigen“: die Menschenrechte und die Denkrechte (welch letztere ich allerdings weniger gut kenne als die ersteren).

    Schopenhauers Kunstgriff Nummer zwei („Homonymie“?; ich zehre hier von meinem ausgeprägten Halbwissen) unterlief mir wohl eher unbewußt, denn auch nach Ihrer Antwort ist mir die gemeinte oder postulierte Ambiguität höchstens halb klar.

    Ich grüße –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 1. September, 2010 @ 20:56 Uhr

  15. Uli :-) , entschuldigen Sie, falls ich Sie habe warten lassen.
    Ihre erste Vermutung ist ebenso gut geschlossen wie korrekt. Wenn Sie gesehen und erlebt hätten, was ich erlebt habe, wären Sie meiner Meinung. Wenn Sie sich zudem noch mit Quantenmechanik beschäftigt und die Ergebnisse verschiedener Experimente (für die die Physik derzeit keine [sinnvolle] Erklärung hat) in entsprechender Weise betrachtet hätten, so würde es Ihnen ebenso weit einleuchten. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht weiter darauf eingehen. Es wird noch eine Weile dauern, bis die moderne Physik auf den gleichen Trichter kommt, aber es wird passieren. Die Naturwissenschaften werden ab diesem Punkt ihren Neutralitätsanspruch ablegen müssen.

    Die Ambiguität besteht darin, dass ich “Ernst nehmen” im (ungefähren) Sinne von “wörtlich nehmen” gebraucht habe. Der gegebene Satz (das corpus delicti) war nicht wörtlich zu nehmen. Es sollte ein witziger Satz sein. Natürlich erwartet jeder Mensch aber, wie Sie es gemeint haben, prinzipiell Ernst genommen zu werden, im eigentlichen Sinne.
    Die Ambiguität Ihres Wortes “aufreizend” reizt mich auf :-) .
    Viele Grüße

    Kommentar by pascal — 4. September, 2010 @ 20:14 Uhr

  16. Lieber Pascal,

    danke für die Antwort.

    Aufgrund zu wenigen Wissens kann ich mich leider nicht so mit der Quantenphysik beschäftigen, wie ich es gerne würde. Ärgerlich an ihr der zur Metapher gewordene „Qantensprung“, der ja nur etwas ganz Kleines und sehr Häufiges ist, aber dummerweise zur Bezeichnung ganz großer und ganz seltener Ereignisse mißbraucht wird. Erfreulich an ihr, daß der Satz „Natura non facit saltus“ widerlegt ist.

    Daß Sie die Ambiguität des von mir gebrauchten Wortes „aufreizend“ aufreizt – das gefällt mir eigentlich außerordentlich gut.

    Ich grüße sehr –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 6. September, 2010 @ 20:21 Uhr

  17. Wie gut zu wissen, dass es wahrscheinlich Menschen sind, die sich hier so ernsthaft um Verständigung bemühen. Mancher könnte auf die komische Idee kommen, hier unterhalten sich Pferde.

    Kommentar by Max Liebscht — 16. September, 2010 @ 10:49 Uhr

  18. … zu Kommentar 17.:

    Wenn “mancher” (Sie?) “auf die komische Idee kommen” könnte, “hier unterhalten sich Pferde” … woher wissen Sie dann, “dass es wahrscheinlich Menschen sind”?

    Kommentar by Uli Wetz — 20. September, 2010 @ 20:40 Uhr

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