Simons Systemische Kehrwoche

Gewohnheiten

Fritz B. Simon

Zur Zeit wohne ich in einem Hotel in Toronto. Dort muss man die Wasserhähne in umgekehrter Richtung auf und zu drehen. Obwohl mir dies nach einigen (relativ wenigen) Fehlversuchen nicht nur bewusst geworden, sondern gelungen ist, schaffe ich es nicht, spontan den Hahn nicht in die falsche Richtung zu drehen. Offenbar ist dies ein so tief eingeprägtes Muster, dass bewusstes Gegensteuern nur wenig hilft.

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14 Kommentare

  1. Und was ist, wenn Sie zur Abwechslung mal die linke Hand drehen lassen?

    Kommentar by Elisabeth B. Far. — 19. August, 2008 @ 15:24 Uhr

  2. Wenn ich das richtig “gelernt” habe, schafft das Wunderwerk Gehirn im Alltag unzählige Steuerungsvorgänge dieser Art. Zuerst machen wir bestimmte Bewegungen unter Kontrolle des Bewusstseins. Irgendwann “denken” wir uns nichts mehr dabei. Dann haben die Neuronen in dem für die Bewegungssteuerung zuständigen Bereich gelernt, das heißt sie sind entsprechend vernetzt, ihre Arbeit zu machen ohne unser Bewusstsein damit zu behelligen. Das Interessante daran ist, dass wir möglicherweise ganz gut theoretisch Bescheid wissen können über die Funktion unseres prozeduralen Gedächtnisses. Wenn wir ihm aber so direkt begegnen wie Sie jetzt, lieber Herr Simon, sind wir in aller Regel direkt perplex. Dabei geschieht uns Ähnliches, wenn wir einen neuen Computer haben, bei dessen Tastatur ein paar Tasten anders liegen als auf dem letzten oder bei einem neuen Auto, das den Blinker an einer anderen Stelle hat als das Vorgängermodell. Übrigens kann es auch ganz sinnvoll sein, unsere eingefahrenen Gewohnheiten ab und zu dadurch zu perturbieren, dass wir ein paar Sachen einfach einmal ganz anders machen als gewohnt. Lawrence Katz empfiehlt solche Sachen als tägliches Gehirntraining. Seine deutschen Kollegen halten davon weniger. Ich finde das hilfreich und spaßig.
    Beste Grüße nach Amerika,
    Horst Kasper

    Kommentar by Horst Kasper — 19. August, 2008 @ 21:55 Uhr

  3. Schon schräg, daß manche Männer andauernd ans Perturbieren denken müssen. Hatte mal einen Maler- Kumpel, der öfter mit der verkehrten Hand schrieb, Spiegelschrift und so ein Zeug, wie bei dem da Vinci.
    Manchmal hilft es auch schon, wenn man sich öfter etwas genauer mit Frauenzimmern unterhält.

    Auf Nietzsche geht wohl das “sich etwas zu eigen machen” zurück.

    Daß Fritz Simon solche Sachen aus dem uns Deutschen ja wesensfremden System vermeldet, scheint mir ein Beleg dafür zu sein, daß Fritz Simon auch wirklich noch Fritz Simon ist. Auch und gerade bzgl. seiner Person gilt ja “Was überzeugt, ist nicht die Ideologie sondern stets die Person.” Nun müßte man eben nur wissen, mit welcher Person man es just zu tun hat. Bevor er dem Medikamentenmißbrauch abgeschworen hat, hätte er alle Zweifel natürlich durch die Verordnung beruhigender Gaben befrieden können. So aber? Ist Fritz B. Simon wirklich noch der Fritz B. Simon, wie wir ihn zu kennen glauben aus seinen unterhaltsamen Büchern? Bernhard F. Simon deutet ja auf bei Führungskräften verzeihliche schizoide Tendenzen persönlicher Kompromißbildung hin. Okay, aber vielleicht steckt doch noch etwas ganz anderes dahinter? Wieso treibt er sich so viel da drüben in Amerika herum? Hat der kein Zuhause? Muß er sein Revier räumen für einen Sanitärvertreter? Macht er gerade seinen Pilotenschein? Oder ist er ganz im Gegenteil schon längst ausgetauscht worden durch einen schauspielbegabten CIA – Agenten? Oder beides? Die Ärzte in den Staaten bekommen ja so einiges hin und im reiferen Alter kann ja auch schon mal was verrutscht sein, wenn man eine Weile nicht zu sehen war. Der Bart ist da natürlich praktisch, weil man da nicht gleich durchsieht. Ob die CAV – Leute was merken würden? Sich bei erhärtenden Verdachtsmomenten gegebenenfalls durch die CIA – Vereinnahmung wehren würden oder abducken?

    Mir war das ein wenig verdächtig mit diesen längeren Aufenthalten. Aber diese unwillkürliche Schusseligkeit mit dem Wasserhahn scheint mir doch Indiz zu sein, daß er derselbe ist (womit der Aspekt des Sich- treu- Bleibens nicht mit abgedeckt ist). Falls das mit dem Rechts- und links- rum- drehen nicht die mit elektronischer Lichtgeschwindigkeit übermittelte versteckte Agenten – Botschaft ist, daß irgendjemandem der Hahn abgedreht werden soll. “An ihren Zeichen werdet ihr sie erkennen!”

    Vom Thema Training geistiger Flexibilität durch Frauengespräche, seitenverkehrtem Blinken oder Zublinzeln und dem amerikanischen New Age für die Inquisition geistiger Freiheiten schnell noch mal zu einem Nachtrag bzgl. Religion. Wasisses?
    Vom Prinzip her ist Religion die Lehre von zwei parallelen Geraden, die sich in der Unendlichkeit schneiden. Manche nennen es auch Leere und meinen, daß die ganze Welt aus diesen sich mal mehr mal weniger überschneidenden Geraden besteht. Die nennen Ihre Tochter dann Yin und ihren Sohn Yang. Aber das ist vielleicht doch ein bißchen verquer. Wenn “Fritz B. Simon” zurück kommt, ist jedenfalls genau zu prüfen, ob nicht irgendetwas ähnliches passiert ist mit ihm.

    Kommentar by M.M.M. Liebscht — 19. August, 2008 @ 23:03 Uhr

  4. Warum solche Verdächtigungen, Herr Liebscht? Ich bin Herrn Simon sehr dankbar für die Übermittlung solch absonderlicher Phänomene. Hätten denn Sie gewusst, dass es irgendwo auf dieser Welt wie zum Beispiel in Toronto Wasserhähne gibt, die sich rechtsdrehend öffnen und linksdrehend schließen lassen? Ich für mein Teil hatte wie selbstverständlich angenommen, dass dank der Vereinheitlichungs- und Normierungstendenzen für die ganzen modernen technischen Dinge auf der ganzen Welt die Wasserhähne gleich gehen.
    Aber das war ja nicht das Thema. Ich finde es immer noch besser, konkreten Phänomenen wie der Funktion unseres prozeduralen Gedächtnisses nachzugehen und sich über die Macht der Gewohnheit Gedanken zu machen als in wilder Schwadroniererei seine Zeit zu vertun.

    Kommentar by Horst Kasper — 20. August, 2008 @ 08:24 Uhr

  5. Meiner Wertschätzung können Sie lange sicher sein, lieber Herr Kasper! Und als Profi wissen Sie doch am besten: Die Suchbewegungen wilder Talente. Das Prinzip Fasching.

    Und die Selbstironie der Systemiker ist doch Legende. Oder nicht? Vgl. auch Ochs bzgl. “Rückkopplung ins System” im Sinne des Ansatzes teilnehmernder Forschung. Will sagen, ein bißchen Flachsen is bestimmt nicht schädlich für die Gesundheit. Es sind Pausenzeiten: In türkischen WC´s muß man oft im Stehen kacken …
    Was bedeutet das für die Hirnforschung?

    Ganz in diesem Sinne beschäftigt mich noch eine andere Frage. Gesetzt, Fritz Simon schreibt hier plötzlich nichts mehr. Wie wollen “wir” dann verfahren? Ein bißchen Gemeinschaftsgeist wird hier ja wohl entstanden sein. Also, Fritz Simon meldet sich zuletzt aus Amerika und dann … das Orakel schweigt. Womöglich festgehalten wegen Verbreitung unamerikanischer Inhalte. Wird auch er verschleppt und mundtot gemacht? Als ein Systemkritischer Faktor eliminiert? Ob die beim FBI u.s.w. Systemtheorie und Systemkritik auseinander halten können, scheint mir alles andere als gewiß. Starb Frank Zappa an so etwas wie Plutonium? Oder ist ein Ende wie bei Kennedy oder John Lennon zu befürchten?

    Aber jetzt mal prinzipiell: Was könnte man denn dann überhaupt machen, wenn ein Kumpel plötzlich in Guantanamo ist? Oder statt dem gewohnten Fritz Simon hier plötzlich ein anderer schreibt? Frau Betancourt wirkte ein wenig blass nach ihrer Rückkehr aus dem Dschungellager. Aber sie wurde befreit. Ließe sich so etwas für ihn mobilisieren? Immerhin, ein prominenter deutscher Professor. Wieviel wäre ein Fritz Simon die deutsche Regierung wert? Im Guten, mein ich.

    Ich glaube, die Nachrichten aus Amerika sind unbewußt ein Versuch, die eigene Sicherheit trotz amerikanischer Verhältnisse zu gewährleisten. Daß man nachforscht und unbequeme Fragen stellt, wenn plötzlich der gewohnte Kontakt abgerissen sein sollte. Heut hat er noch nichts geschrieben.

    Herzliche Grüße

    Kommentar by M.M.M. Liebscht — 20. August, 2008 @ 11:43 Uhr

  6. Desiderata

    Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
    Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
    Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen ruhig zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.
    Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
    Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du.
    Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner Pläne.
    Bleibe weiter an deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer.
    Er ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.
    In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug.
    Aber nichts soll dich blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.
    Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.
    Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung, noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Augenblick aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie Gras.
    Ertrage freundlich gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
    Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber erschöpfe dich nicht mit Phantasien.
    Viele Ängste kommen aus Ermüdung und Einsamkeit.
    Neben einer heilsamen Selbstdisziplin sei freundlich mit dir selbst.
    Du bist Kind Gottes genauso wie die Bäume und Sterne; du hast ein Recht hier zu sein.
    Und, ob es dir bewusst ist oder nicht, es besteht kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie vorgesehen.
    Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch immer von ihm hast.
    Was auch immer deine Arbeit und dein Sehnen ist, erhalte dir den Frieden mit deiner Seele in der lärmenden Wirrnis des Lebens.
    Mit all der Schande, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt.

    Strebe behutsam danach glücklich zu sein.

    aus der alten St.-Pauls-Kirche, Baltimore v. 1692

    HerzallerLIEBSCHTe Grüße (<- Ihr Name ist auch nicht ohne, oder? ;-)

    Kommentar by Kathrin Seo — 20. August, 2008 @ 12:50 Uhr

  7. Sollten Sie mich wirklich als Masturbationsvorlage verwenden, Herr Liebscht? Wer macht so etwas schon mit einem Rorschach-Test?

    Gruss, FBS

    Kommentar by Fritz B. Simon — 20. August, 2008 @ 13:52 Uhr

  8. Sie haben aber auch Assoziationen!
    But well, Sie brauchen da jetzt aber nicht verlegen zu werden.
    Ich versuch ja einfach nur herauszufinden, was an Carl Auer dran ist.
    Sie sind das, nicht wahr? Also jetzt mal ehrlich!
    Wie Sie von Rohrleger auf Rorschach kommen find ich außerdem ziemlich einfallsreich.
    Und irgendwie hat das auch was Beruhigendes.
    Ein links herumgedrehter CIA – Agent würde so etwas nicht schreiben.

    Mit Ihrem Namen, das tut mir leid, Frau Seo.
    Irgendwie zwanghaft mußte an Einheirat ins chinesische Wirtschaftswunder denken.
    Andernfalls hätte man Sie sicher Serena oder Sylvana genannt.
    So war die Überlegung.
    Weil sich das ja von der Sprachmelodie her schön anbieten würde.
    Und demnach, was Sie schreiben, kommen Sie vermutlich nicht aus einem Hause, da man über so etwas nicht nachdenken würde.
    Den immer wieder schönen, aber nicht ganz passenden Namen Kathrin kann ich da einfach nicht so zuordnen.
    Das Gedicht von Ihnen hat mir sehr gut gefallen!
    Damit ich nicht noch mit Nickname Schwadronicus ende:

    “Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,
    Mutter nennen und dir schenken ein kunstlos Lied,
    Du, der Vaterlandsstädte
    Ländlichschönste, so viel ich sah.

    Wie der Vogel des Waldes über die Gipfel fliegt,
    Schwingt sich über den Strom, wo er vorbei dir glänzt,
    Leicht und kräftig die Brücke,
    Die von Wagen und Menschen tönt.

    Wie von Göttern gesandt, fesselt’ ein Zauber einst
    Auf die Brücke mich an, da ich vorüber ging
    Und herein in die Berge
    Mir die reizende Ferne schien

    Und der Jüngling, der Strom, fort in die Ebne zog,
    Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön,
    Liebend unterzugehen,
    In die Fluten der Zeit sich wirft.

    Quellen hattest du ihm, hattest dem Flüchtigen
    Kühle Schatten geschenkt, und die Gestade sahn
    All’ ihm nach, und es bebte
    Aus den Wellen ihr lieblich Bild.

    Aber schwer in das Tal hing die gigantische,
    Schicksalskundige Burg nieder bis auf den Grund,
    Von den Wettern zerrissen;
    Doch die ewige Sonne goß

    Ihr verjüngendes Licht über das alternde
    Riesenbild, und umher grünte lebendiger
    Efeu; freundliche Wälder
    Rauschten über die Burg herab.

    Sträuche blühten herab, bis wo im heitern Tal,
    an den Hügel gelehnt oder dem Ufer hold,
    Deine fröhlichen Gassen
    Unter duftenden Gärten ruhn.”

    Verfasser? Titel?

    Also Herr Simon, was fällt Ihnen denn da so ein in der Ferne?

    Mit freundlichem Gruß, MMML

    Kommentar by M.M.M. Liebscht — 20. August, 2008 @ 15:11 Uhr

  9. Also Herr Liebscht, Respekt! Toll der Hölderlin mit seinem Lobgesang auf Heidelberg. Ich werde ab sofort nicht mehr vom Schwadronieren reden, vielmehr die Antennen ausfahren, um Ihren rätselhaften Abgründen zu folgen.
    Und jetzt drehe ich linksrum den Hahn zu, um zum Thema zurück zu kehren.
    Beste Grüße, Horst Kasper

    Kommentar by Horst Kasper — 20. August, 2008 @ 16:25 Uhr

  10. Hölderlin, Büchner …
    Der Text von 1692 kommt mir sprachlich zwar wie auf neuzeitlich gemacht vor, erscheint mir gleichwohl aber als einer der schönsten und vernünftigsten, die hier bislang zu lesen waren.

    Ich mach auch noch mal eine Drehung.
    Daß die Amis in Polen Raketen gegen Korea (!) und den Iran stationieren, die, wie Fraub Rice versichert, gegen niemanden sonst gerichtet sind – also das ist auch ganz schön abgedreht, wie rum man es auch drehen mag.
    Mir gefällt das sowenig wie russische Raketen in Syrien.
    Vielleicht ist Kanada im Zweifelsfall doch besser geeignet als Görlitz um der Unsterblichkeit näher zu kommen.
    Mir gefällt so was überhaupt nicht.

    Kommentar by Max Liebscht — 21. August, 2008 @ 04:21 Uhr

  11. Desiderata by “MAX” Ehrman

    Go placidly amid the noise and haste, and remember what peace there may be in silence. As far as possible without surrender be on good terms with all people.Speak your truth quietly and clearly;and listen to all even to the dull and ignorant; they too have their story. Avoid loud and aggressive people, they are vexations to the spirit.If you compare yourself to others you will become vain and bitter;there will always be greater and lesser persons than yourself. Enjoy your achievements as well as your plans.Keep interested in your own career, however humble;it is a real possession in the changing fortunes of time. Exercise caution in your business affairs; for the world is full of trickery.But let not this blind you to the virtue there is;many persons strive for high ideals; and everywhere life is full of heroism. Be yourself especially do not feign affection.Neither be cynical about love; in the face of all aridity and disenchantment it is as perennial as the grass. Take kindly the counsel of the years,gracefully surrendering the things of youth.Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness. Beyond a wholesome discipline be gentle with yourself. You are a child of the universe,no less than the trees and the stars; you have the right to be here. And whether or not it is clear to you,no doubt the universe is unfolding as it should. Therefore be at peace with God, whatever you conceive Him to be. And whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life keep peace with your soul. With all its sham, drudgery and broken dreams,it is still a beautiful world. Be cheerful. Strive to be happy.

    “Max Ehrmann © 1927, 1954 All Rights Reserved. In some reference books, Desiderata is still sometimes thought to have been ‘found’ at Old St. Paul’s Church in Baltimore and to date back to 1692. It was actually written by Max Ehrmann and copyrighted by him in 1927, the copyright was renewed in 1954 by Bertha K. Ehrmann.”

    Sorry, aber die “Legende” gefällt mir halt besser. Desiderata By Max Ehrman Go placidly amid the noise and haste, and remember what peace there may be in silence. As far as possible without surrender be on good terms with all people.Speak your truth quietly and clearly;and listen to all even to the dull and ignorant; they too have their story. Avoid loud and aggressive people, they are vexations to the spirit.If you compare yourself to others you will become vain and bitter;there will always be greater and lesser persons than yourself. Enjoy your achievements as well as your plans.Keep interested in your own career, however humble;it is a real possession in the changing fortunes of time. Exercise caution in your business affairs; for the world is full of trickery.But let not this blind you to the virtue there is;many persons strive for high ideals; and everywhere life is full of heroism. Be yourself especially do not feign affection.Neither be cynical about love; in the face of all aridity and disenchantment it is as perennial as the grass. Take kindly the counsel of the years,gracefully surrendering the things of youth.Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness. Beyond a wholesome discipline be gentle with yourself. You are a child of the universe,no less than the trees and the stars; you have the right to be here. And whether or not it is clear to you,no doubt the universe is unfolding as it should. Therefore be at peace with God, whatever you conceive Him to be. And whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life keep peace with your soul. With all its sham, drudgery and broken dreams,it is still a beautiful world. Be cheerful. Strive to be happy.

    “Max Ehrmann © 1927, 1954 All Rights Reserved. In some reference books, Desiderata is still sometimes thought to have been ‘found’ at Old St. Paul’s Church in Baltimore and to date back to 1692. It was actually written by Max Ehrmann and copyrighted by him in 1927, the copyright was renewed in 1954 by Bertha K. Ehrmann.”

    Sorry, aber “Möglichkeitssinn” gefällt mir in diesem Kontext besser als “Wirklichkeitssinn”…,siehe: Desiderata (Gedicht) – Wikipedia + die Übersetzung von F. Schütter undoder H. Haller

    Kommentar by Kathrin Seo — 22. August, 2008 @ 09:14 Uhr

  12. Huch, nochmals sorry, war/bin in Eile…

    Kommentar by Kathrin Seo — 22. August, 2008 @ 09:19 Uhr

  13. Das ist ja hübsch.
    Bin ich doch nicht so ein Kulturbolschewist, wie ich fürchtete.
    Zweifle auch, ob die Werke, die Bosch zugeschrieben werden allesamt auf dieselbe Quelle zurückgehen. Da sind einfach zwei Stile konsequent ausgeführt.
    Kommt hier leider nicht so genau rüber.

    http://img.photobucket.com/albums/v489/bmarley343/HieronymusBosch1450to1516.jpg

    http://i164.photobucket.com/albums/u27/thirdeyeopenphotos/543px-HieronymusBosch-The_Garden.jpg

    http://i242.photobucket.com/albums/ff218/zoyd_2008/bosch42.jpg

    Ich befasse mich gelegentlich mit der Brauchbarkeit von Geschäftsideen. Einer der m.E. originellsten habe ich in einem Spielzeug- und Kuriositätengeschäft in der Uhlandstraße / Westberlin umgesetzt gefunden.

    Da gibt es Sujets aus den Bildern Bosch´s zum Anfassen und zu Hause ins Buffet stellen. Findet mancher sicher auch passend für die Gehmalin zu Weihnachten oder am Valentinstag.
    “cultural inspired minds” mag es hier ja ein paar geben, welche eine solche Produktpallette very special finden. http://www.talariaenterprises.com

    Anbei möchte ich auch so eine originale Poesie von 1431 -63 empfehlen … von Francois Villon
    … oder so ähnlich

    Die Ballade von den Lästerzungen

    In Kalk, noch ungelöscht, in Eisenbrei,
    in Salz, Salpeter, Phosphorgluten,
    in dem Urin von rossigen Eselsstuten,
    in Schlangengift und in Altweiberspei,
    in Rattenschiß und Wasser aus den Badewannen,
    in einem Saft von Krötenbauch und Drachenblut
    in Wolfsmilch und dem sauren Rest der Rotweinkannen,
    in Ochsengalle und Latrinenflut:
    In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

    In eines Katers Hirn, der nicht mehr fischt,
    im Geifer, der aus den Gebissen
    der tollen Hunde träuft, mit Affenpiß vermischt,
    in Stacheln, einem Igel ausgerissen,
    im Regenfaß, drin schon die Würmer schwimmen,
    krepierte Ratten und der grüne Schleim
    von Pilzen, die des Nachts wie Feuer glimmen,
    in Pferderotz und heißem Leim:
    In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

    In dem Gefäß, drin alles reingerät,
    was so ein Medikus herausholt aus dem schwieren
    Gedärm an Eiter und verpestetem Sekret,
    in Salben, die sie in den Schlitz sich schmieren,
    die Hurenmenscher, um sich kalt zu halten,
    in all dem Schmodder, den die Lust
    zurückläßt in den Spitzen und den Spalten
    (wer hätte nicht durch solchen Schiet hindurchgemußt!):
    In diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.

    Erweiterte Nutzanwendung:
    Ihr Brüder, packt all die saubren Sachen
    (gehen sie in den verfaulten Kürbis nicht hinein)
    in eure Hosen, um den Bottich voll zu machen,
    gebt auch die Nachgeburt von einem Schwein hinein,
    und hat’s vier Wochen lang gegoren:
    In diesem Saft solln eure Lästerzungen schmoren.

    1931 HCEZ LUAP
    Nun ja. “Dieserart Sympathien bei dem Liebscht, das finden wir höchst erklärlich …”

    Wobei
    Fritz Simon irgendwann mal träumte,
    (soweit ich sein System begriffen):

    Ein Original, wer es versteht
    sich selbst zu plagiieren.

    Kommentar by Max Liebscht — 22. August, 2008 @ 21:31 Uhr

  14. Man koennte das Wasserzapfen noch verkomplizieren, indem man rot und blau, warm und kalt vertauscht.

    Kommentar by duscholux — 25. August, 2008 @ 16:41 Uhr

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