Simons Systemische Kehrwoche

Gier

Fritz B. Simon

Bislang war ich ja nicht der Meinung, dass Gier das primäre Problem unseres Wirtschaftssystems ist, sondern die (fehlenden) Regulierungen, die es gierigen Menschen nicht nur ermöglichen, ihre Gier zu leben, sondern sie sogar noch dazu ermutigen. Und eigentlich glaube ich immer noch nicht, dass man dieses Problem durch moralische Appelle lösen kann, sondern nur durch Regulierungen, die der Tatsache gerecht werden, dass das, was möglich ist, erfahrungsgemäß auch gemacht wird. Meine Empörung hat sich bislang also in Grenzen gehalten.

Jetzt aber habe ich in der New York Times gelesen, dass die großen Investmentbanken, namentlich Goldmann Sachs, JPMorgan und – last not least – die Deutsche Bank ihren Kunden durch Hypotheken lausiger Bonität gesicherte Wertpapiere verkauft haben und gleichzeitig durch Leerverkäufe darauf gewettet haben, dass diese ihren Wert verlieren. Leerverkäufe sind allerdings mehr als nur eine Wette auf den sinkenden Kurs solcher Papiere, denn sie wirken als selbsterfüllende Prophezeiung: Wenn mehr Papiere zum Verkauf angeboten als nachgefragt werden, fällt der Preis. Wer Papiere, die er gar nicht hat, für einem späteren Zeitpunkt verkauft, rechnet damit, dass er sie dann, wenn er sie liefern muss, zu einem billigeren Preis kaufen kann. Und dadurch, dass er sie leer (d.h. ohne sie zu haben) verkauft, steigert er die Erfolgswahrscheinlichkeit seiner Wette.

Seinen Kunden Papiere zu verkaufen und sie gleichzeitig auf eigene Rechnung leer zu verkaufen, ist für mich sittenwidrig (bzw. die Sitten sind inzwischen offenbar so weit verroht, dass dies nicht mal mehr als merkwürdig angesehen wird).

In der New York Times wurde dieses Vorgehen folgendermaßen charakterisiert: Es ist, als ob man auf das Haus eines anderen eine Feuersicherung zu seinen eigenen Gunsten abschließt und anschließend das Haus anzündet.

Das halte ich auch für unmoralisch und es empört mich. So etwas sollte nicht erlaubt sein. Am besten wäre es, wenn den Banken der Eigenhandel oder Leerverkäufe untersagt würden. Sie sollten sich nicht als Spekulanten betätigen dürfen.

Ehrliche Makler verdienen allerdings nicht so viel wie Spieler mit gezinkten Karten.

Bookmarken bei
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • Colivia
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Wikio DE

19 Kommentare

    1. Werte sind offenbar was wert. Sie wirken gewissermaßen als eine Art Bindemittel für eine Gemeinschaft.
    2. Wenn Werte nicht als wertvoll angesehen und respektiert werden, wird das Folgen zeitigen.
    3. Für wen?

    Kommentar by Max Liebscht — 28. Dezember, 2009 @ 15:52 Uhr

  1. Für mich als Laien in solchen Angelegenheiten ist es immer wieder erstaunlich, das solche Vorgehensweisen überhaupt stattfinden können. Dies erinnert mich doch sehr an meine damaligen Mathematikvorlesungen, als um die sogenannten imaginären Zahlen ging. Das hat man auch mit Zahlen gerechnet, die es eigentlich nicht gibt, und hat trotzdem Ergebnisse erzielen können, die praktikabel waren. Wie sagte mein Prof. immer: “Man kann nicht durch negative Zahlen teilen, es sei denn, man weiss wie…”.

    Scherzfrage:
    Warum lecken sich Hunde am Po-loch?
    Antwort: Weil sie es können!

    Und da soll man dem “Normalbürger” mal erklären, warum so etwas erlaubt und/oder geduldet sein kann.

    Kommentar by Tom — 29. Dezember, 2009 @ 17:59 Uhr

  2. Die so genannte imaginäre Zahl (bzw die daraus kombinierten komplexen Zahlen) zeigen eine Wirklichkeit auf, von der aus es möglich ist, sich das vorzustellen und das zu konstruieren und das wahr zu nehmen, was es “”nicht “gibt”"

    Erlauben und dulden tut man notgedrungen eine Realität, von der man sich nicht vorstellen will, dass es sie “gibt”. Selektive Wahrnehmung. Dennoch ist man an ihrer Konstruktion mitbeteiligt, wenn man sie ausblendet und ablehnt, statt seine Aufmerksamkeit der eigenen Entwicklung und der eigenen reellen Verbesserung zu widmen.

    In der Imaginarität liegt der Tunnnel zur Realität.

    Kommentar by Sylvia Taraba — 29. Dezember, 2009 @ 19:23 Uhr

  3. Alles was möglich ist, ist möglich.
    Mehr aber auch nicht.

    Kommentar by Max Liebscht — 29. Dezember, 2009 @ 22:14 Uhr

  4. Na ja, aber das, was möglich ist, sind nun einmal enorm viele reelle und imaginäre Möglichkeiten, Potenziale, mit denen viele, vielleicht auch Sie, gar nichts anfangen können?!

    Kommentar by Sylvia Taraba — 31. Dezember, 2009 @ 14:07 Uhr

  5. Da haben Sie wohl irgendwie Recht. Mit den Jahren habe ich angefangen, Leute, die beschränkt genug sind, zu bewundern & zu beneiden. Sie fokussieren sich auf das Nächstliegende & müssen keine Planeten retten.

    So wissen wir zwar, alles Neue entsteht aus den unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten des Alten – aber welchem Anfang wieviel Zauber inne wohnt, hängt einfach sehr vom sozialen Kontext, sprich: vom Status ab. In manchen Fällen ist das vielleicht ein bißchen schade.

    Kommentar by Max Liebscht — 31. Dezember, 2009 @ 15:02 Uhr

  6. Nein bestimmt nicht schade, im Sinne eines Schadens. Vielmehr eine intensive Denkaufgabe. Abgesehen von der Koketterie über den Anfangszauber und den sozialen Kontext… Jeder hat so seine Ausreden für das, was er nicht mag, aber zu mögen behauptet. Vielleicht aber funktioniert es nur ganz anders?

    Kommentar by Sylvia Taraba — 2. Januar, 2010 @ 12:30 Uhr

  7. Es sind doch immer noch die konstruktiven Mißverständnisse, die uns zu interessanten Einsichten verhelfen.
    Wenn ich auf der einen Seite ein Problem mit Status hätte, wäre es in der Tat etwas dämlich, auf der anderen Seite zu monieren, wenn sich die Vorteile, die sozialer Status verschafft, nicht nutzen lassen.
    Ich persönlich habe Status lange Zeit verachtet. Zum Einen, weil ich den Sinn nicht verstanden hatte und nur die eingeschränkte Fähigkeit der Systemaffen sah, sich auf Sachaspekte rational zu fokussieren. So hatte ich es meinerseits unreflektiert heruntergeladen von Vorbildern, die in meinen Augen ein hohes Ansehen verdienten. Törichter noch aber war die Verachtung für sozialen Status, weil sie aus der Verkennung des Umstandes resultierte, dass ich selbst mich i.d.R. eines hohen Status erfreute. In der Mindellarbeit wird Rang und Status recht einleuchtend reflektiert. Aber man kann sich in seinen Selbstverkennungen natürlich auch durch´s Leben korrigieren lassen …

    Die konstruktiv mißverstandene Anspielung bezog sich auf die sog. “Systemischen Gesetze”, welche in der Fassung von Hellinger und in der Fassung von Sparrer & Varga von Kibéd formuliert vorliegen (www.rolflutterbeck.de/syst/OA-Vortrag-Friedberg-Handout.pdf ;Seite 6; oder auch: http://www.viel-coaching.de/letter/Coaching-Letter-08-06.pdf ;besser weil genauer aber in den Originalveröffentlichungen von Sparrer und Varga von Kibéd nachzulesen). Im Allgemeinen haben sich diese Regularitäten offenbar als hinreichend sinnvoll bewährt für die Binnenregulation sozialer Systeme, als dass sie immer wieder tradiert werden. Das Freud´sche Tier in uns orientiert sich blindlinks daran. In Ausnahmefällen, die sich durch die Eigenart der zu lösenden Aufgabe, die Kontextfaktoren zu ihrer Lösung und die Charakteristika diverser Kompetenzträger im Beziehungssystem begründen, in solchen Ausnahmefällen aber führt die Anbetung dieser Regularitäten als eine Art Gesetz dazu, dass die community als Ganzes unter ihren Möglichkeiten bleibt, Potentialträger ihre Ressourcen nicht einlösen und es im Beziehungssystem zu Phänomenen wie groupthinking (Lemminge zu Marschmusik) und Mobbing kommt. In solchen Fällen sind üblicherweise wache Beobachter in Führungskräfteposition gefragt die Ihnen verliehenen Würden und Mittel ausgleichend einzusetzen. Natürlich, wenn nichts dergleichen zuwegen kommt, Sie werden sagen, das Ganze ist einfach eine Sache der Evolution. Aber um das so gelassen sehen zu können, muss man womöglich auch gelassen sein (…).

    Kommentar by Max Liebscht — 2. Januar, 2010 @ 22:23 Uhr

  8. Ich finde eigentlich nichts als eine Sache der Evolution, sondern alles als eine Sache des Hier und Jetzt. Neuer Augenblick, neues Spiel – mit der Einschränkung freilich, dass man wo anschließen können muss und darin sich lieber sicher, als unsicher, sein können muss…

    Kommentar by Sylvia Taraba — 5. Januar, 2010 @ 19:10 Uhr

  9. So ist das wohl. Um die Evolution braucht man sich natürlich in der Tat nicht ganz so sehr kümmern wie um sich selbst.

    Kommentar by Max Liebscht — 5. Januar, 2010 @ 20:14 Uhr

  10. na ja, man “kümmert” sich dabei nicht so sehr um sich selbst, sondern man hat das Verlangen Unterscheidungen zu treffen, und welche Unterscheidungen, darüber kann man sich Gedanken machen…

    Kommentar by Sylvia Taraba — 6. Januar, 2010 @ 16:17 Uhr

  11. Immerhin läßt sich die Reflektion von Makrostrukturen, evolutionären Regularitäten als Ausdruck dessen reframen, dass es ein Bedürfnis gibt, sich des eigenen Stellenwertes deutlicher zu versichern bzw. angemessener einzuordnen. Hier und jetzt und Größenwahn – beides zur rechten Zeit am rechten Ort bedeutet auch rechtes Maß.

    Inwieweit ich als einzelner Spielteilnehmer die Verhältnismäßigkeit getroffen habe, merke ich entweder an den ganz praktischen Konsequenzen oder an schlechter, weil unglücklich eingerichteter Gesellschaft. Im Falle von Unzufriedenheit fang ich in der Tat aber als erstes besser bei mir an als in den Provinzen.

    Wenn Du das Land in Ordnung bringen willst,
    musst Du die Provinzen in Ordnung bringen.
    Wenn Du die Provinzen in Ordnung bringen willst,
    musst Du die Städte in Ordnung bringen.
    Wenn Du die Städte in Ordnung bringen willst,
    musst Du die Familien in Ordnung bringen.
    Wenn Du die Familien in Ordnung bringen willst,
    musst Du Deine eigene Familie in Ordnung bringen.
    Wenn Du Deine eigene Familie in Ordnung bringen willst,
    musst Du Dich in Ordnung bringen.

    Kommentar by Max Liebscht — 7. Januar, 2010 @ 12:04 Uhr

  12. (Das ist natürlich Römisch eins Herr E.S.!): Herr Liebscht Ihre Einsicht in die Selbstwerte des Selbst ist Gold wert. >>> Werte sind was wert<<< Vor allem die Eigenwerte, wenn sie sich in Ordnung bringen (lassen). In der Schweiz gibts das passende systemische Sprichwort dazu: wenn jeder vor und hinter seiner Tür wischt, ist überall gewischt…

    Kommentar by Sylvia Taraba — 8. Januar, 2010 @ 22:43 Uhr

  13. In welch verblüffend unmittelbarer Weise hohe Werte ein hohes und niedrige Werte ein stabiles Kapitaläquivalent darstellen, ist mir erst in der letzten Zeit deutlicher aufgegangen. Vorher war das eher vage. Wenn jemand von einem goldigen Charakter oder wertvollen Tugenden spricht – ja mein Gott!

    In einem gesellschaftlichen Entwicklungssstadium, da viele traditionelle, prosoziale Werte und Verbindlichkeiten am Verblassen sind und primitiveren Orientierungen weichen, ist es wahrscheinlich leichter, diesen Zusammenhang deutlicher zu sehen. Ein Gerechter oder ein “Mann mit Grundsätzen”, der bot Zweifelnden und “niedriger Gesinnten” Angriffsfläche, aber der stellte selbst für Gegner eben auch Größe dar. Die Märchen und Dramen scheinen kaum was anderes zu reflektieren als den Widerstreit höherer und niederer bzw. weniger gemeinschaftstragender Werte bzw. Werte- Repräsentanten. Wer würde sich heute in der Art angreifbar machen wollen? Ich denke bspw. an den Herrn, den Halbstarke da an einer U- Bahn – Station tot gelatscht haben. Wer würde sich im kulturellen Ausnahmefall vor Hilfsbedürfte andere stellen, weil er davon ausgeht, das die Kulturgemeinschaft über kurz oder lang helfen wird und diesen Ausnahmezustand beendet? Geschweige aus Prinzip oder Gottvertrauen?

    Wenn ich bei den Autoren des vorletzten und vorvorletzten Krieges von Degeneration, Zersetzung e.t.c. gelesen habe, nahm sich das wie verbittertes Geschimpfe frustrierter Moralapostel aus. Inzwischen glaube ich eine Ahnung zu haben, worauf diese Leute in ihrer Sprache und Hilflosigkeit aufmerksam zu machen suchten. Da gehen essentielle gewachsene Zusammenhänge in die Brüche, die für einen Sozialkörper konstitutionell sind. Frotz Simon würde das wahrscheinlich im Rahmen der Balance von Langeweile und Spannung in OrganisationsFORMEN erklären. Löst sich die Bindungskraft der prosozialer Wertorientierungen u.a. infolge Borderline – mäßiger Vorbild – Attrappen auf, muss der Druck von außen, das Erleben des Naturzwanges erst wieder zunehmen, damit Kooperation schon vor dem Schmerz als etwas Sinnvolles begriffen werden kann. Ich weiß nicht, vielleicht ist es das, was Sie mit re-entry bezeichnen würden. Ohne dem verblöden und vertieren wir, wir müssen erinnert werden, dass eitle individuelle wie kollektive Sozialkonstruktionen nicht der letzte Horizont sind und sein können.

    Was die gesellschaftsverändernden Implikationen systemischer Rekonstruktionen angeht, denkt Fritz Simon ja offensichtlichst eher wie eine Kleinbürger. Erst wenn er irgendwo auf den Zug warten muß, fängt er an kritischer zu werden und über mehr oder weniger friedliche Revolution nachzudenken. In der Tat war es wahrscheinlich das, wogegen die Leute in der DDR revoltiert haben. Das lange Warten auf den unpünktlichen Ikaros- Gelenkbus.

    Das Tit for Tat der Spieltheorie auf der Balance von Kompetionsprinzip und Kooperationsprinzip liefert jedenfalls nur die Mindestgrundlage, um zu überleben. Aber nicht um Kulturen aufzubauen, zu erhalten, prosozial weiter zu entwickeln reicht es sehr wahrscheinlich nicht weit. Vermutlich ist es langweilig, aber nach wie vor stell ich mir die Frage, ob Kulturen so wie andere Organismen nicht vielleicht solche Erdungen, solch einen Null- Durchgang brauchen um trotz Verlusten insgesamt, resilient zu bleiben? “Laotzi: Will man etwas schwächen, muss man es zweifellos erst stärken, will man etwas loswerden, muss man es zweifellos erst fördern.” Vielleicht hat der Westen ja so gedacht? Ein kleiner afganisthan – mäßiger Angriff auf die NVA und den Osten gäbe es heute noch. Wenn Fritz Simon weise wäre, würde er die Bahn beraten. Die vertrauten humanistischen Voraussetzungen würden in ihrer Geltung immerhin sehr in Klammern gesetzt, wenn dem so wäre, dass wir solche Nulldurchläufe bzw. Winter in sozialen Kooperationsgemeinschaften grundsätzlich brauchen damit die Binnendifferenzierung nicht zur Degeneration führt. Die Oligarchenclans dürften von dergleichen Orientierungen schon im Sinne moralischer Entlastung ausgehen.

    Die Kulturtheoretiker müßten doch eigentliche solche längeren Zeiträume und Zyklen von Aufbau und Verfall beobachtet haben und dazu aussagefähig sein? Gleichwohl Sie natürlich prinzipiell Recht haben, dass man sich immer die Frage stellen muss, warum es diesmal nicht anders sein soll … pardon! Wie es diesmal anders sein kann?!

    Solange die utopischen Potentiale im real existierenden Kapitalismus freilich derart erfolgreich aufgebracht werden, durch das bequem konsumierbare Mediengehampel, wird kaum einer die Gesellschaftsform lösungsorientiert genug hinterfragen um tragfähige Visionen und Strategien zu generieren.
    “¨Ο μη δαρευς ανθρωπος ουκ παιδευεται.”

    Kommentar by Max Liebscht — 9. Januar, 2010 @ 08:22 Uhr

  14. …, wegen des “diesmal”- “Andersseins” – ich verstehe wovon Sie schreiben, ich selbst habe auch in diese Richtungen geschaut und ihnen so (!) – Energie und Körper – gegeben. Seit ich die Realität als virtuelles, oft beängstigendes Produkt einer Wirklichkeit begreife, die absolut kreativ wirkt, die sich gar alles, was möglich ist, einfallen lassen (unterscheiden) und damit verwirklichen kann, bin ich vorsichtig geworden. Ich gucke nicht unkontrolliert fasziniert in nur eine Richtung, sondern versuche wenigstens meine Denken zu kontrollieren, mir einfallen zu lassen, was mir gefallen würde, was gut lebbar wäre und verhalte mich und handle so. Ich traue das auch “den anderen” zu, das erlaubt mir einen gewissen Optimismus aufrechtzuerhalten. Ich traue dem einfachen Individuum zu, dass es Medieninhalte als einen Bruchteil dessen, was kommuniziert wird, unterscheidet und ihnen durchaus kritisch gegenüber steht….ja, visionen sind inkorporierte Tagträume

    Kommentar by Sylvia Taraba — 9. Januar, 2010 @ 12:25 Uhr

  15. Es geht wohl um Balance.
    Wir sind da eingebunden.
    Sehen nur nicht, auf welcher Seite wir jeweils gerade in Dienst genommen.

    Ich denke die Dinge gern so weit es halt geht zu Ende.
    Weil ich den Eindruck habe, mich auf dieser Grundlage gleichermaßen willkürlich wie angemessen bewegen zu können.

    Wenn es so wäre, mit den Nulldurchläufen im Großen und Ganzen,
    ironischerweise wäre dies um so mehr ein Anlaß,
    für´s konkrete Bemühen, es diesmal anders ausgehen zu lassen.
    .ecnalaB mu lhow theg sE
    Das Universum als Tetralemmaaufstellung und wir Suppendusel als 5. Element.

    “…versuche wenigstens meine Denken zu kontrollieren, mir einfallen zu lassen, was mir gefallen würde, was gut lebbar wäre und verhalte mich und handle so …”
    “Mal sehen!” sprach der Blinde.

    Kommentar by Max Liebscht — 9. Januar, 2010 @ 23:59 Uhr

  16. Ja, denken Sie es zu Ende: Sie sind immer auf Ihrer Seite in Dienst genommen. Die Handlungs-Marke heißt M.L. und kann nicht anders, als sie selbst zu sein: nur sie hat immer die Wahl es mal anders ausgehen zu lassen….Für die Balance sorgt das System schon selbst, indem es, mittels Schieflage (Störung), die Frage stellt…

    Kommentar by Sylvia Taraba — 11. Januar, 2010 @ 11:40 Uhr

  17. Da es hier oben ja um Gier ging und, wie Sie kommentieren, es um Werte geht, welches sind die Werte?

    Kommentar by Sylvia Taraba — 11. Januar, 2010 @ 11:44 Uhr

  18. Nee, nee, ich bin eben nicht nur von meiner Seite in Dienstgenommen. Dann wäre es einfach für das Es.
    Ist das, was ich gerade tue unmittelbar umsatzträchtig?
    Unentwegt könnte man sich diese(r) Frage stellen.

    Egoismus / Kompetition ?
    Altruismus / Kooperation ?
    Evolution / InFormation.
    Und das geht über mich und sogar die Kinder hinaus.

    Kommentar by Max Liebscht — 12. Januar, 2010 @ 12:56 Uhr

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

Februar 2012
M D M D F S S
« Jan    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  
Systemische Kehrwoche

nach Stichwort
Carl-Auer LebensLustCarl-Auer CompactCarls Klassiker-BibliothekCoachingFamilientherapie und FamilienforschungHypnose und HypnotherapieKinder- und JugendlichentherapieManagement / OrganisationsberatungOrganisations- und StrukturaufstellungenPaartherapiePhilosophie / Systemtheorie / GesellschaftPsychiatriePsychologie/PsychotherapieSystemaufstellungenSystemische MedizinSystemische PädagogikSystemische Soziale ArbeitSystemische TherapieTherapie und HumorVerlag für Systemische Forschung
HörBarLesBarBuchBar
AnsprechpartnerCarl Auer – Geist or Ghost?Jobs & PraktikaVerlag für Systemische ForschungSo finden Sie uns
Für AutorenBuchhandelPartnerbuchhandlungVeranstaltungenLinksProspektanforderungNewsletterGeschenkgutscheinE-Cards
AktuellesRezensionsexemplareUnsere VorschauVerlagsgeschichte