Glückliche Firma
Fritz B. Simon
Hasso Plattner, einer der Gründer von SAP, sagte gestern nach der Ablösung des bisherigen Vorstandsvorsitzenden, er wolle, dass SAP wieder eine “glückliche Firma” werde.
Können Unternehmen glücklich sein? Oder traurig? Leicht melancholisch? Submanisch? Lebensmüde?
5 Kommentare
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Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist.
Kommentar by Max Liebscht — 9. Februar, 2010 @ 11:24 Uhr
Solange es noch “glückliche Hühner” gibt, warum nicht auch “glückliche Firmen”?
Oops Herr Liebscht, Ihr Glücksverständnis macht ja echt traurig…
Kommentar by E.B. Far — 9. Februar, 2010 @ 12:37 Uhr
Beobachtung einer Beobachtung einer angenehmen Änderung…warum nicht ?
Kommentar by o.werner — 9. Februar, 2010 @ 16:14 Uhr
Visionen sollten (im Gegensatz zu Zielen) immer ausreichend unscharf sein. “Blühende Landschaften” und “glückliche Unternehmen” schaffen Interpretationsräume.
Gartenzwergkulturen und Hausmeistermentalitäten neigen allerdings schnell zur Schaffung von Glücksbeauftragten und Glückskatalogen, mit entsprechenden Maßtabellen, damit sicher gestellt wird, es ist das perfekte Glück. Nachweislich, mit Stempel. Wahrscheinlich würde Glückskonsument es sonst gar nicht merken.
Die Schaffung eines Glücks-TÜV und eines Ministeriums (hatten Sie da nicht schon einen Beitrag?)schlagen einem die Beine weg,vor so viel Innovationskraft.
Kommentar by es — 9. Februar, 2010 @ 17:31 Uhr
Liebe Frau F.,
die Neuen Heidelberger haben schon vor Jahrzehnten Typologien auf Familien e.t.c. zu übertragen versucht. Vermutlich unter dem Eindruck von dizidiert lösungsfokussierenden Konzepten sind sie dann offenbar wieder etwas davon abgekommen, die Opfer ihrer teilnahmsvollen Beobachtungen verbal zu fixieren. In jedem Fall ist es ausgesprochen rethorisch gemeint, wenn ausgerechnet Fritz Simon solche Fragen formuliert. Vgl. auch http://www.amazon.de/Charakter-von-Organisationen-Organisationsentwicklung-typologischer/dp/3801708799/ref=sr11?ie=UTF8&s=books&qid=1265732894&sr=8-1 Wer es nicht ganz so banal mag, halte sich an Kruse Peter. Ich selber finde es sehr einleuchtend von sozialen Organismen zu sprechen und von Entsprechungen zu chronifizierten Stressbewältigungsstrategien bei Organisationsmitspielern auszugehen. Anhand der Eigenart, wie sie “Zeit binden”, lassen sich – meinem Eindruck nach – zu den von Individuen bekannten Typen (vgl. Lorna Smith Benjamin) Entsprechungen zur Charakterologie finden. Der Mensch macht die Welt nach seinem Bilde. (vgl. auch Sennett; “Fleisch und Stein”) Das Regel- und Werte- Set der Organisationskultur als Zwilling zum Charakter.
Organisationen sind von daher auch ein dankbares Subjekt für Biographiearbeit e.t.c. “Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit -> Pubertät gehabt zu haben” könnte man den Herrn Plattner trösten. Oder mit Steve de Shazer: “Shit happens.”.
In der Hoffnung, dass Sie das jetzt vielleicht etwas glücklicher einordnen können…
Kommentar by Max Liebscht — 9. Februar, 2010 @ 17:38 Uhr