Gries
Fritz B. Simon
Im KaDeWe in Berlin, in der Lebensmittelabteilung im 6. Stock, gibt es alles zu kaufen, was gut und teuer ist – so lautet die bis heute auch von mir geglaubte Volksweisheit.
Heute habe ich Nockerlgries gesucht. Den braucht man, um eine Griesnockerlsuppe zuzubereiten (Rezept meiner Großmutter). Den gab es nicht.
Jetzt weiss ich, dass es im KaDeWe zwar alles geben mag, was gut und teuer ist, aber nicht alles, was nur einfach gut ist… (d.h. nicht auch noch teuer).
11 Kommentare
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Wer geht auch zum Nockerlgrieß-Kauf ins KaDeWe…
Kommentar by Ines — 21. Dezember, 2011 @ 22:49 Uhr
Das spricht wohl eher für das KaDeWe. Denn Nockerlgrieß ist lediglich die “Marke” für einen normalen Grieß (Bestandteil: 100% Hartweizengrieß) nur eben wesentlich teurer.
Kommentar by Lou — 22. Dezember, 2011 @ 09:24 Uhr
Hallo Fritz,
das Nockerlgries-Problem scheint in Berlin häufiger vorzukommen:
https://alzheimerblog.wordpress.com/2010/10/14/care-packet-nockerlgries/
schöne Weihnachten (hoffentlich mit Nockerln)
Philip
Kommentar by Philip — 22. Dezember, 2011 @ 09:48 Uhr
@1 Moment: es gibt ein Rezept! Grieß ist nicht gleich Grieß, so wenig wie Hartweizen gleich Hartweizen.
Kommentar by Matthias Ohler — 22. Dezember, 2011 @ 10:15 Uhr
Derlei Probleme rühren ans Herze.
Wie wär´s mit “Essen auf Rädern”?
Kommentar by Max Liebscht — 22. Dezember, 2011 @ 11:33 Uhr
Sie können doch nicht im “Kaufhaus des Westens” – einem Symbol preußischer Weltoffenheit (auch in Zeiten des Kalten Krieges) nach Produkten suchen, deren Name bereits die Herkunft aus der k&k Donaumonarchie beweist… Das geht ja gar nicht! Schon der Begriff “Nockerl” will einem echten Berliner kaum über die Lippen gehen. Eher findet man im KaDeWe australisches Kankuruhsteak oder vielleicht geröstete Wüstenspringmäuse. Aber importierten Grieß? Aus der österreichischen Traditionsküche? Wie naiv! (außerdem erinnern man sich hier noch heute mit Schaudern an einen fatalen “Import” aus B. in Österreich…)
Gehen Sie einfach zum nächsten gut sortierten Bioladen! Dort gibt es Hart- und Weichweizen, Dinkel-, Mais- und noch mehr Grieß – alles, was das Herz begehrt. Obendrein staubt es da auch nicht monatelang in irgendwelchen Ecken vor sich hin, weil die Deutschen nur noch Edelrezepte à la Siebeck kochen – man nehme 3 frische Flußkrebse, 2 1/2 Liter Edelchampagner, 2 EL Safran und eine Prise Tonkabohnen…
Kommentar by sist — 22. Dezember, 2011 @ 11:35 Uhr
Bernbacher Nockerlgrieb gibt es bei”Edeka” zum Preis von 1,19 Euro
(3mal 83,46g Pack.).
stipine
Kommentar by stipine — 22. Dezember, 2011 @ 11:59 Uhr
Vielleicht einmal “Grieß” auf preuszische Art mit “sz” schreiben?
Die Eselsbrücke “Bloß ein bißchen Grieß” haben die Rechtschreibreformer leider zum Einsturz gebracht.
Kommentar by duscholux — 22. Dezember, 2011 @ 13:01 Uhr
@alle: Danke! Das Weihnachtsmenü ist gerettet!
Kommentar by Fritz B. Simon — 22. Dezember, 2011 @ 13:16 Uhr
Merry Grießmess!
Kommentar by Matthias Ohler — 23. Dezember, 2011 @ 09:47 Uhr
Okay: Grieß
Kommentar by Fritz B. Simon — 27. Dezember, 2011 @ 09:52 Uhr