Gute Nachrichten aus der Wirtschaft
Fritz B. Simon
Die deutsche Rüstungsindustrie hat ihren Export in den letzten fünf Jahren verdoppelt…
Wir sind wieder wer! (Ja, wer sind wir denn?)
Über diese Art von Geschäften gehen die Meinungen ja auseinander. Die einen sagen, Rüstungsgüter zu verkaufen sei so zukunftssicher wie Lebensmittel zu vertreiben, denn beide würden immer gebraucht. Andere sagen, wer so etwas verkauft, macht sich immer irgendwie zum Kriegsgewinnler und das würde sich langfristig rächen, weil die jeweiligen Verlierer nicht so schnell vergessen. Antwort: Wir liefern doch beiden Parteien. Gegenargument: Einen nachtragenden Verlierer hat man also auf jeden Fall…
Ich persönlich halte es nicht wirklich für sehr schlau, sich in solche Geschäfte zu verwickeln, weil es mir schlicht und einfach keine guten Gefühle macht. Und das geht anderen ebenso, denke ich… (um hier mal die ganzen Ethik-Diskussionen abzukürzen).
Was den deutschen Rüstungsexport angeht, so ist Griechenland einer der Hauptabnehmer. Und dass die nicht zahlen…
6 Kommentare
RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.
Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.











Griechenland ist auch Rüstungsproduzent.
Am widersinnigsten in diesem Zusammenhang scheint mir der deutsche Exportgrundsatz, keine Kriegsgüter in Krisengebiete zu liefern.
Dort gehören sie doch schliesslich hin.
Immer noch besser Waffen hinzuschicken, als selbst in den Krieg zu ziehen.
Kommentar by duscholux — 15. März, 2010 @ 10:38 Uhr
Das Mindeste ist parlamentarische Kontrolle.
Bezeichnend, dass in derselben Nachrichtensendung die Notwendigkeit bekräftigt wurde, dass die Partei Die Linke weiterhin unter Beobachtung des Verfassungsschutzes bleiben muss, weil es da Strömungen gebe, die die Herrschafts- und Eigentumsverhältnisse ändern wollen.
Na Hallo, wir leben doch in einer Demokratie!
(Allerdings wüsste ich die Rüstungsindustrie gern enteignet/verstaatlicht. Warum rüsten die nicht um und stellen Traktoren, Krankenwagen, Rettungshubschrauber etc. her? Dafür gibt es doch auch weltweit einen Markt!)
Kommentar by E.B. Far — 15. März, 2010 @ 11:04 Uhr
Ich weiß nicht mehr, wer folgende Geschichte beschrieben hat, ich glaube es war Bateson:
Als in einem Indianerdorf, welches bis vor einigen Tagen keine Weißen kannte, ein Kind schwer erkrankte, wurde ein Hubschrauber bestellt, um in ein Krankenhaus zu fliegen.
Nach langem Palaver, in dem entschieden wurde, wer von den Erwachsenen mitfliegt, begannen einige Männer große Steine aufzuhäufen.
Auf die erstaunte Frage, weshalb sie das täten, erklärten die Inios, wenn man über das Nachbardorf fliegt, könnte man die Steine runterwerfen.
Kommentar by es — 15. März, 2010 @ 13:00 Uhr
@es
Schlagendes Argument. Dann eben Pflugschare…
Kommentar by E.B. Far — 15. März, 2010 @ 13:04 Uhr
Beim Zeus, die Griechen sollten sich auf ihre gute Geschichte besinnen und sich mit Blitz und Donner verteidigen. Ist ja ursrpügnlich eine “olympische” Disziplin und wer zum Beispiel vom Donner gerührt ist, steht starr und kann nicht mehr angreifen. Es gibt so viel Entwaffnendes auf der Welt, was noch nicht annähernd genutzt wird!
Kommentar by Manfred Bögle — 15. März, 2010 @ 14:45 Uhr
Vom Kulturpessimismus mal abgesehen – ohne die Verdoppelung der Verdoppelung u.s.w. wären wir alle miteinander quasi auch annähernd so arm wie die Griechen. Im Zweifelsfall würden wir auf derlei gefühlte Einsicht als Lokalpatrioten natürlich lieber doppelten Korn als standortgefährdenden Ouzo nehmen.
Kommentar by Max Liebscht — 15. März, 2010 @ 16:23 Uhr