Harald Schmidt
Fritz B. Simon
Er ist wieder da. Endlich besinnt sich dieser Mensch darauf, dass es Zuschauer gibt, die an Inhalten und/bzw. Formen interessiert sind. In der Neuauflage der Harald-Schmidt-Show war vieles nicht wirklich so gut, wie er/es sein könnte, aber man spürt das Bemühen mit Formen zu spielen (Gesprächsformen, Interviewstile, Ausdrucksweisen von mackanten Pesönlischkeiten…
Höhepunkt war meines Erachtens der Zusammenschnitt der Wahldiskussion von Westerwille, Lofontaine, Trittin, die endlich mal “mit Zahlen” aufwarten konnten. Alle Zahlen, die von dem einen oder anderen genannt wurden, waren – kontextfrei – aneinander geschnitten. Ein wunderbares Beispiel, dass Zahlen keinerlei Sinn ergeben ohne Kontext. Nur normalerweise merkt man halt nicht so schnell, dass sie kontextfrei verwendet werden.
Auch die Diskussion über Boris Groys war hübsch (obwohl ich den Verdacht hatte, sie war extra für die Kritiker des Feuilletons veranstaltet).
2 Kommentare
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Es war wie ein überfälliges Statement, das eher selbstverständlich als überraschend rüberkam und den Harald Schmidt vervollständigt, eine Art supplément. Die etwas eklektische Zusammensetzung wirkte so, als ob er sich zwischen all den Formen und Inhalten, die er sich in den letzten Jahren verkneifen musste, aber viel lieber umgesetzt hätte, nicht entscheiden konnte und von allem etwas zeigen wollte. Und aufgeregt war er noch – sehr sympathisch.
Kommentar by Janeta K. — 19. September, 2009 @ 19:10 Uhr
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wer das medium twitter mag…
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Kommentar by Jan A. Poczynek — 19. September, 2009 @ 23:00 Uhr