Irak-Krieg
Fritz B. Simon
Heute wird offiziell das Ende des Irak-Kriegs vom amerikanischen Präsidenten verkündet. Das Ende, nicht der Sieg.
In den letzten sieben Jahren haben die USA Billionen von Dollar dafür ausgegeben, um der Welt zu zeigen, dass man die Macht in einem Land nicht gegen den Willen derjenigen, über die man Macht haben will, erringen kann.
Was einfach ist, ist ein Land zu zerstören. Aber damit hat man nicht gesiegt. Das hat man nur, wenn der Gegner die Niederlage akzeptiert. Der Verlierer bestimmt den Sieger.
Kontrolle gegen den Willen der Kontrollierten ist einfach so teuer, dass sie generell nicht langfristig durchgehalten werden kann – in keinem Kontext.
Um zu diesem Schluss zu kommen, hätten die Verantwortlichen auch ein paar systemische Bücher lesen können, statt Tausende von Menschen in den Tod zu jagen…
2 Kommentare
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… dieser Blog-Beitrag, dem ich (fast) vollständig zustimmen kann, wirft unter anderem die Frage auf, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in die Politik eindringen (können).
Wie sind da die Kommunikationen?
Mit wem sitzt abends Herr zu Guttenberg zusammen, mit wem Frau Merkel, mit wem der ewig fröhliche Herr Bouffier, der sich elf Jahre lang offenbar einfach nur bübisch gefreut hat, hessischer Innenminister zu sein, und sich jetzt bübisch freut, hessischer Mininsterpräsident geworden zu sein?
Wie geht das: der Einfluß der Wissenschaft (oder auch der Einfluß des bedingungslosen Nachdenkens) auf die Politik?
Geht das überhaupt? Gibt es das? In welchen Wohnzimmern? Zu welchen Uhrzeiten? Wer kocht Kaffee? Wer serviert den Rioja?
(„Think-Tanks“ – das allein kann und wird ja nicht die Lösung sein …)
Kommentar by Uli Wetz — 31. August, 2010 @ 22:50 Uhr
womit wir wieder bei der Ehre, der autopoietischen Reflexion, wären ….
Kommentar by o.werner — 1. September, 2010 @ 09:50 Uhr