Kanadier
Fritz B. Simon
Es hat eine Woche gedauert, bis Kanada seine erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Peking errungen hat.
Die Reaktion der Sportler?
Sie entschuldigten sich bei ihren Landsleuten, dass sie deren Erwartungen und Hoffnungen enttäuscht haben.
Die Reaktion von Passanten, die auf der Strasse interviewt wurden?
“Sie haben ihr Bestes gegeben!” “Sie haben sich angestrengt!” Keine Vorwürfe. Bedauern, Mitgefühl.
Jetzt aber, wo die ersten Medaillen auch Kanadier auf das Siegerpodest geführt haben: Stolz, ein Hauch von Gloria, Viktoria. Aber alles in allem wenig nationalistisch.
Anzumerken ist, dass der Staat “seine” Sportler kaum unterstützt: 6000 Euro im Jahr kann man bekommen, wenn ich recht informiert bin.
3 Kommentare
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Je mehr man nach Norden und je mehr man stadtauswärts kommt, desto bodenständiger werden die Leut.
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 17. August, 2008 @ 20:29 Uhr
Es ist ja schön und gut wenn man als Landei hier ein bißchen die große Klappe haben kann. Aber manchmal find ich mich wieder im Bann von Gedanken von so bestechender Klarheit, daß ich mir daneben vorkomme wie ein kleiner Junge.
Zitat:
“Die Kinder sind schlauer als die Erwachsenen weil sie keinen Krieg machen.”
Und nach einer Nachdenklichkeitspause weiter:
“Dafür können sie sich nicht wehren.”
(Till Arvid, 4 Jahre)
Kommentar by M.M.M. Liebscht — 19. August, 2008 @ 02:56 Uhr
na das wundert mich dann nicht wenn die so schlecht bei Olympia abschneiden, schließlich kann man mit 6000 euro nicht ein ganzes Jahr leben
Kommentar by caro (kanadier.net ) — 22. August, 2008 @ 18:35 Uhr