Kulinarische Globalisierung
Fritz B. Simon
Früher musste man nach Italien fahren, wenn man gute Pasta essen wollte (von Risotto ganz zu schweigen). Und mutter paneer oder lamb tikka gab es überhaupt nicht ausserhalb Indiens. Einer der positiven Aspekte der Globalisierung ist m.E., dass man nicht mehr reisen muss, um Exotisches zu essen.
Dahinter steckt ein alternatives Differenzierungsmuster: Auf demselben Territorium gibt es unterschiedliche Küchen vs. auf einem Territorium jeweils eine Küche.
Mir gefällt diese Variationsbreite. Gestern Abend habe ich russisch gegessen, heute Mittag indisch.
Was es aber gar nicht mehr gibt, ist: deutsche Küche (seit meine Grossmutter gestorben ist, und das ist sehr, sehr lange her).
4 Kommentare »
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Selbst ist der Mann, Herr Simon.
Kommentar von es — 21. Januar, 2010 @ 15:26 Uhr
Realistisch kommt Mann aus diesem Dilemma allerdings nur, wenn klare Entscheidungen getroffen werden!
“Is´ wie´s is!” schafft entschieden Entlastung.
“Prost Mahlzeit!” gibt dem Ganzen einen Hauch Fröhlichkeit.
Heinz von Förster könnte anmerken: “Handle stets so, daß deine Möglichkeiten zunehmen”. (spricht für Beitrag 1, wobei doch noch zu klären wäre, was zunimmt)
“Auch deutsche Küche ist nur eine Konstruktion” es
“Aber ich weiß, wie schwer es ist, zwei Denkebenen gleichzeitig aufrecht zu erhalten, nämlich neben der Kybernetik 1. Ordnung zumindest auch die Kybernetik 2. Ordnung in Betracht zu ziehen….” könnte Frau Tabara dazu meinen. Hier sollten wir doch sehr genau unterscheiden.
Mir gefällt in jedem Fall die Vorstellung, daß wir gemeinsam von der Instruktion zur Perturbation und von der Behandlung zur Verhandlung kommen! (intellektueller Volksmund)
In jedem Fall, man ist so alt, wie man sich fühlt. (Volksmund)
Kommentar von es — 21. Januar, 2010 @ 16:40 Uhr
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auf der einen seite teile ich diese beobachtung – wenn ich mich etwa an die auswahl im supermarkt erinnere, als ich mit meiner mutter anfang-mitte der 70er einkaufen war: österreichische normprodukte.
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andererseits: es ist verdammt hart eine köstliche käsekrainer mit saftigem brot außerhalb unseres breitengrades zu bekommen.
sunshine!
Jan A. Poczynek
Kommentar von Jan A. Poczynek — 24. Januar, 2010 @ 15:53 Uhr
die oesterreichische Küche ist sowieso die bessere deutsche …
Kommentar von o.werner — 26. Januar, 2010 @ 11:38 Uhr