Mayonesa
Fritz B. Simon
Es gibt Kaufeintscheidungen, in denen man auf die kleinen Unterschiede achten muss. Dazu gehört der Erwerb von Mayonnaise.
Wenn man sie schon nicht selbst zubereitet (was nicht sooooo schwer ist), dann gibt es eine Unmenge von Fertigprodukten auf dem Markt. Aber es gibt nur eine, die den geschmacklichen Kriterien eines kultivierten Menschen (d.h. meinen) gerecht wird: Hellmann’s.
In Deutschland ist sie schwer zu bekommen oder mörderisch teuer (z.B. im KaDeWe). Aber es gibt Alternativen. Nicht zu Hellmann’s, aber zum KaDeWe. So führen z.B. viele spanische Läden Hellmann’s und sie verkaufen sie zu zivilen Preisen.
Erklärung für den hohen wie niedriegeren Preis: die Globalisierung.
Die Mayonnaise in den deutschen Gourmetkaufhäusern wird aus den USA geliefert, die in den Spanienläden aus Argentinien: Mayonesa. Offenbar sind die Transportkosten von da billiger als aus den USA. Oder es wird von kleinen spanischen Einzelhändlern in Deutschland anders kalkuliert als in Kaufhäusern.
Nutzniesser: ich.
12 Kommentare
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Bei den AM (Anonymen Mayonnaisikern) soll es folgenden Spruch geben: “Sie sind begrenzt einmalig”
Kommentar by es — 6. November, 2011 @ 13:33 Uhr
Wenn ich jetzt noch erklärt kriegen könnte, wozu man Mayonnaise braucht, dann werde ich beim nächsten Einkauf darauf achten.
Kommentar by Andreas von Bernstorff — 6. November, 2011 @ 16:35 Uhr
Mit dieser linguistisch ausgeklügelten Metapher wollte FBS einen wichtigen systemtheoretischen Zusammenhang explizieren.
Das weitere finden Sie in “Philosophy In The Flesh”.
Kommentar by Max Liebscht — 6. November, 2011 @ 21:26 Uhr
@2
Das, so finde ich, ist die coolste Frage, die ich hier je im Blog gelesen habe und ich bin auf die Antwort sowas von gespannt, kann es kaum erwarten:)
Kommentar by Far — 6. November, 2011 @ 21:48 Uhr
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Kommentar by duscholux — 7. November, 2011 @ 08:43 Uhr
@2: Wie schon Wittgenstein sagt: Die Pommes bestimmen die Bedeutung der Majo.
Kommentar by Fritz B. Simon — 7. November, 2011 @ 09:47 Uhr
Systemiker unter sich. Beim dem Fachchinesisch steigt kein Fachfremder durch.
Kommentar by Max Liebscht — 7. November, 2011 @ 18:16 Uhr
Wovon man (z.B.ich) nicht sprechen kann, darüber muss man (z.B. ich) auch nicht schreiben… Aber trotzdem, wenn Pommes die Bedeutung der Mayo bestimmen, was dann mit Nudel und Mayo oder Hering und Mayo oder Fleisch und Mayo oder…?
Kommentar by Far — 7. November, 2011 @ 21:42 Uhr
@9: Nudeln mit Majo ist grammatisch gar nicht möglich.
Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Verschiebung von Pommes mit Majo zu Pommes mit Ketchup zu Nudeln mit Ketchup zu Nudeln mit Majo bzw. die daraus resultierende – an psychotische Denkstörungen erinnernde – Gleichsetzung im Sinne Batesons “Syllogismus in grün” Nudeln = Pommes.
Hering bzw. Fleisch mit Majo verweist m.E. lediglich auf die Kontextabhängigkeit der Bedeutung der Majo.
Kommentar by Fritz B. Simon — 8. November, 2011 @ 09:16 Uhr
@9:
gemeint war @8
(glaube ich wenigstens)
Kommentar by Fritz B. Simon — 8. November, 2011 @ 09:17 Uhr
Globstdid?! Dad Konzil von Ephesos wa ja nüschd dajegen.
Kommentar by Max Liebscht — 8. November, 2011 @ 20:07 Uhr
@10: logo, wäre ja sonst ein solipsautistischer Selbstkommentar
Kommentar by Andreas von Bernstorff — 10. November, 2011 @ 13:25 Uhr