Simons Systemische Kehrwoche

Mehdorn (schon wieder)

Fritz B. Simon

In der Bahn wurden über 170 000 Mitarbeiter bespitzelt. Das musste sein, sagt der Sprecher der Bahn, um der Korruption auf die Spur zu kommen (vorzubeugen).

Dass man an der Bahnspitze mit Korruption rechnet, ist nicht verwunderlich, angesichts der Tatsache, dass man da ja auch schon mal den einen oder anderen einflussreichen Menschen gekauft hat (was bei anderen “Schwerter zu Pflugscharen” heisst, praktiziert die Bahn als “Gewerkschafter zu Vorständen”).

Der Fisch, so sagt man, stinkt immer vom Kopf. Aber dass der Kopf dann anfängt, den restlichen Fisch zu beschnüffeln, ist zumindest originell…

Ich denke, die Zukunft von Herrn Mehdorn ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war… (als man ihn noch für den Börsengang brauchte).

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3 Kommentare

  1. Network Deutschland GmbH – nomen est omen – es wäre doch interessant zu erfahren, was diese Detektei für eine Firma ist,(Struktur, Zahl der haupt- und/oder nebenberuflichen Mitarbeiter, deren Ausbildung – wann und wo – usw.).

    Kommentar by Elisab. B. Far. — 30. Januar, 2009 @ 13:35 Uhr

  2. Andere Frage: Die Grenzen zur Kriminalität von Staats wegen sind ja eh schon wieder in Auflösung begriffen und an der ZU wird Wirtschaftskriminalität wissenschaftlich untersucht. Methodenvergleich bzgl. effizientem Wirtschaften unter speziellen rechtlichen Rahmenbeingungen, also wertfrei gesagt.
    Wenn nun jemand Wirtschaftskriminalität wissenschaftlich untersucht, macht er das, um sich als Berater für die Mafia zu profilieren? Oder um in solchen Firmen zu arbeiten, welche die diversen networks scannen?

    Kommentar by Max Liebscht — 1. Februar, 2009 @ 01:17 Uhr

  3. Mehdorns Spitzelaffaere datier aus einer Zeit, als Mehdorns Bahn sich vehement gewehrt hat die EU-Ausschreibungsrichtlinien anzuwenden.

    Ziel dieser Richtlinien war es auch und ist es noch immer, der Korruption durch Transparenz beizukommen.

    Kommentar by duscholux — 3. Februar, 2009 @ 14:38 Uhr

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