Modern Toilet
Fritz B. Simon
Auch wenn ich mich hier als Dauerfernseher oute:
In einem Bericht aus Taiwan wurde vom sensationellen Erfolg eines neuen Themen-Restaurants berichtet. Es heißt nicht nur Modern Toilet, es versucht diesem Firmennamen auch durch seine Produkte gerecht zu werden. Auf der Speisekarte finden sich so aparte Gerichte wie:
“Toiletten-Eintopf”, “Softeis im Pissoir”,”Großer Haufen”, “Kacke-Eis”. Der traditonelle chinesische Hot-Pot wird aus einer Kloschüssel serviert, die Limonade aus Urinflaschen.
Inzwischen gibt es 12 Restaurants (Franchising), die diese Art der Gastronomie betreiben.
Es gab ja mal einen Film von Luis Bunuel, in dem die Gäste zum gemeinsamen Stuhlgang eingeladen wurden. Aber das war Kunst und diente der Kritik an bürgerlichen Konventionen.
Die taiwanesische Fäkal-Gastronomie scheint mir da anders einzuordnen. Man kann den Erfolg wohl nur psychoanalytisch erklären.
Probedeutungen seien hiermit herzlich willkommen geheißen…
Übrigens – auch wenn es dabei ganz und gar nicht um Kacke geht – nicht zu lesen vergessen: Revue für postheroisches Management (www.postheroisches-management.de)
5 Kommentare
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Ich fand es schon peinlich, als mein Zweijähriger, das freche Aas, beim halbformellen Termin mit meiner Oberchefin sehr persönlich wurrde. “Kacke bist Du!” Weil mir das mit der systemischen Erziehungsideologie zu schwierig erscheint, habe ich fieses Scheusal ihm – die autonome Selbstbestimmung seiner zarten Persönlichkeit mißachtend – anschließend natürlich die Ohren abgehackt. Wehrlos wie er war. So was Ähnliches jedenfalls. Auch, daß wir rückwärts so gut abgepolstert sind, scheint mir irgendwo sinnvoll manchentags. Restaurants aber wie die beschriebenen, hab ich mir in letzter Zeit öfter schon gewünscht, weil ich mir davon verspreche, daß dieses BIEST unter dem lebhaften Eindruck des säuischen Geschenes wie von selbst weniger böse Ekelworte sagt. Zumindest dann, wenn ich mit Leuten Konversation treibe, von denen ich irgendwo abhängig bin und wenigstens einigermaßen mein Gesicht zu wahren habe. Verdammte Scheisse nochmal!
Kommentar by M.M.M.Liebscht — 30. Januar, 2008 @ 00:05 Uhr
Ja, und was würde Altmeister Wilhelm Reich aus psychoanalytischer- bzw. Orgamusverhinderungslehre dazu sagen, wie Herr Simon ja bereits angeregt hatte Herr Liebscht? – Sie sind da glaub ich noch was sattelfester als wie ich, hab nämlich gerade erst angefangen, den “alten Lüßtling” zu studieren!
kollegiale Grüße
Thomas Kirchen
http://www.arbeitswelt-lebenszeit.de
Kommentar by Thomas Kirchen — 30. Januar, 2008 @ 08:44 Uhr
Der alte Lüßtling ist in der Tat famos
und nicht zu beneiden ob seiner Vita.
Herr Simon ist zu wünschen, daß er seine Lehren daraus zieht.
Ich mein, wenn er da umsteigt bei den Amis.
Besser er bleibt gleich da.
Irgendwie verdächtig wirkt er ja durchaus, seiner Art nach.
Bestimmt wird er hier auch gebraucht.
LG
Kommentar by Max Liebscht — 31. Januar, 2008 @ 21:26 Uhr
Keines der erwähnten Franchis-Restaurants, aber in diesem Zusammenhang erwähnenswert:
Seit Jahrzehnten gibt es in Charlottenburg Leibniz/Ecke Sybel das Klo.
Ich habe vor zwei Tagen versucht hier weiterführende Klolinks einzustellen, mein Posting wurde unterdrückt. Da muss denn jede(r) InteressentIn selbst googeln: die Suchwortkombination Klo und Leibniz bringt haufenweise Links.
Kommentar by duscholux — 1. Februar, 2008 @ 12:23 Uhr
Hier im schönen Deutschland mein ich.
Da kann man noch schön studieren,
wie sich entwickelt,
was bei den “Russen des Westens”
schon nicht mehr schön ist.
Kommentar by M.M.M.Liebscht — 1. Februar, 2008 @ 18:21 Uhr