Nachlaufen
Fritz B. Simon
Eine der Erkenntniss, die sich mit einem fortgeschrittenen Alter (wie meinem) ergeben, ist, dass es sich nicht lohnt, irgendwelchen Bahnen nachzulaufen (ob nun Strassen-, S- oder Lauf-).
Auch Schlangestehen ohne grosse Not geschieht nicht mehr. Und solch grosse Not ist wirklich extrem selten.
11 Kommentare »
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ins berghain kommt man anders nicht
Kommentar von pascal — 2. Februar, 2010 @ 18:27 Uhr
Deswegen wird man mich da auch nicht treffen…
Kommentar von Fritz B. Simon — 2. Februar, 2010 @ 19:36 Uhr
Ich habe nie verstanden, warum in Paris Leute vor den Kinos schlangestehen.
Kommentar von duscholux — 2. Februar, 2010 @ 21:02 Uhr
Bei dem Untergang der Titanic sind angeblich viel mehr Briten als Amerikaner ertrunken, da sie so schön Schlange gestanden haben.
Kommentar von Stephan Walderdorff — 3. Februar, 2010 @ 12:13 Uhr
Hm. Der Brezelverkauf damals in der Schule (VW-Bus, der in der Pause die Seitentüren öffnete und Brezeln feilbot) war aber auch nicht wirklich schön. Da war kein gesittet-britisches Anstehen angesagt, sondern jeden Tag ein dickes Knäuel von Schülern, die um die nächste Brezel kämpften. Wer sich da nicht durchsetzen konnte, ging hungrig in die nächste Stunde. Es kommt wohl auf den Kontext an … ich wär’ da nicht so apodiktisch
Kommentar von Kathrin — 3. Februar, 2010 @ 21:59 Uhr
Schlange stehen war eine Disziplin, bezüglich deren Ergebnissen sich die gelernten DDR- Bürger von den ungelernten, neu dazu Gekommenen signifikant unterscheiden ließen.
Diese Disziplin, die bundesdeutsch hie und da wieder trainiert wird und “damals” zur Extremsportart ausarten konnte, schien mir nahezu verschwunden. Seh ich heute so eine Menschenschlange, fühl in mich unwillkürlich von ostalgischen Anmutungen ergriffen.
Gleichwohl man so und ganz anders in Schlange stehen kann – manche verSTEHEN es, gleichsam eine Kunstform daraus zu machen – sollte diese Zeit des Schlangstehens und Lebenszeit Verwartens wiederkommen, käme ich mir einigermaßen veralbert vor. Wenn die ganze Welt zur DDR wird, hätten wir doch gar nicht erst so zu tun brauchen, als ob es anders ginge.
Kommentar von Max Liebscht — 4. Februar, 2010 @ 17:47 Uhr
Als West-Berliner hat man das Schlangestehen bim Transit der DDR oder bei Ein- und Ausreise ausführlich geübt.
Kommentar von duscholux — 4. Februar, 2010 @ 20:47 Uhr
Interessant.
Da ich aus dem “Tal der Ahnungslosen” (Dresden im Elbkessel) komme, hatte ich kaum Gelegenheiten, solche Anblicke zu genießen. In gewisser Hinsicht eine Maßahme zur Völkerverständigung.
Kommentar von Max Liebscht — 5. Februar, 2010 @ 08:13 Uhr
Schlangestehen verbietet sich heute eigentlich schon aus Tierschutzgruenden. Wie aber bringt man z.B. dem Erzengel Michael bei, aus dem System auszusteigen? Kennt hier jemand ein Aussteigerprogramm?
Kommentar von Manfred Bògle — 6. Februar, 2010 @ 18:54 Uhr
Er sollte speziell den sexuellen Kontakt mit Beobachter Bögle konsequent vermeiden und das Ganze schließlich vergessen.
Kommentar von Max Liebscht — 9. Februar, 2010 @ 11:21 Uhr
Verleihen, und nicht zurückfordern, Herr Bögle!
Kommentar von es — 9. Februar, 2010 @ 11:27 Uhr