Niebel
Fritz B. Simon
Man hört ja immer wieder Geschichten, in denen ein Unternehmen einen Konkurrenten dadurch ausschaltet, dass es einen “V-Mann” in dessen Geschäftsleitung einschleust. Wenn der dann – im optimalen Fall – an die Spitze der Firmenleitung gelangt, kann er schwachsinnige Entscheidungen treffen und so dafür sorgen, dass das Konkurrenzunternehmen langfristig den Bach runter geht.
Solch eine Strategie scheint auch Dirk Niebel als Entwicklungshilfe-Minister zu verfolgen.
Bevor die FDP an der Regierungsbildung beteiligt wurde, war Niebel einer der lautesten Befürworter für die Abschaffung dieses Ministeriums. Nach der Regierungsbildung wurde er sein Chef. (Na, klingelt was?)
Und jetzt kommen die weiteren Streiche: Er besetzt flächendeckend Posten im MInisterium mit offensichtlich inkompetenten Mitarbeitern, deren wichtigstes Qualitätsmerkmal ist, FDP-Mitglied zu sein.
Langfristig dürfte dies eine ziemlich erfolgversprechende Methode sein, um das Entwicklungshilfe-Ministerium kaputt zu machen und zu zeigen, dass es besser abgeschafft gehört.
Das nennt man eine nachaltige Strategie. Gratulation, Herr Niebel.
2 Kommentare »
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Das scheint auch die Strategie des ehemaligen Zivildieners und jetzigen österreichischen Verteidigungsministers Norbert Darabos beim österreichischen Bundesheer zu sein. Leider wird er vermutlich an der eigenen Inkompetenz scheitern.
Kommentar by step — 21. Januar, 2012 @ 11:33 Uhr
“Killermanagement”.
Wenn die Vertreter einer Organisationskultur von ihrer Aufmerksamkeitsfokussierung her chronischen Opportunismus, knapp gemäßigtes Borderlinertum e.t.c. akzeptieren und folgedessen gar nicht mehr sensibel dafür sind, wenn so ein Parolenschmied krass inkongruent unterwegs, dann haben sie ihr Aussterben folge Parasitenbefall wohl auch meistens verdient.
Kommentar by Max Liebscht — 21. Januar, 2012 @ 17:35 Uhr