Paradies
Fritz B. Simon
Wie wäre die ganze Angelegenheit weiter gegangen, wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären?
Eine weitreichende Frage, denn …
…sie hätten die Schlange gegessen.
10 Kommentare
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…die Chinesen hatten eben nicht Adam und Eva sondern Nü Gua und Fu Xi – selbst Schlangen….
Nüwa (chin. 女媧 / 女娲, Nǚwā), auch Nü Wa oder Nü Gua, ist in der frühchinesischen Mythologie nach der Erschaffung der Welt die Schöpfergöttin des Menschengeschlechtes. Ihr Ehemann oder Bruder ist Fu Xi. Beide werden mit einem Schlangenleib dargestellt.
Nüwa soll die Musik erfunden, die Menschen aus Lehm erschaffen und den Himmel stabilisiert haben. Oft wird sie auch die „Herrin der Dunkelheit“ genannt. Sie gehört in die Gruppe der drei Erhabenen unter den chinesischen Urkaisern.
Nüwa und Fuxi werden mit einem Schlangen- oder Fischschwanz dargestellt. Beide zusammen gelten als „Erfinder“ der Ehe. Sie waren ursprünglich die einzigen Wesen und wollten nicht heiraten, weil sie keinen Inzest begehen wollten, aber ein Orakel mit zwei Rauchwolken, die sich in der Luft vereinten, sahen sie als Zeichen, dass sie einander heiraten sollten.
Als der Kosmos noch ungeordnet war, hatten Himmel und Erde ihre Plätze noch nicht eingenommen, die Himmelsrichtungen waren vertauscht, überall loderte Feuer, und zugleich hatte die Flut das Land überspült. Nüwa schmolz Gestein, um den Himmel zu flicken. Aus den vier Füßen der Schildkröte formte sie die vier Himmelsrichtungen, mit der Asche von Schilf dämmte sie die Fluten ein und um die Ordnung auf dem Land herzustellen, tötete sie den Schwarzen Drachen. Nüwa reparierte auch einen der Pfeiler, die den Himmel hielten, welcher bei einem Kampf der Götter zerbrochen war. Da die Reparatur nicht ganz gelang, ist eine der Himmelssäulen niedriger. Dies hat zur Folge, dass die chinesischen Flüsse vorwiegend nach Südosten fließen.
In einem alten Sintflutmythos treten die beiden als Geschwisterpaar auf, von dem die Menschheit in der erneuerten Welt abstammt…..
Kommentar by Sylvia Taraba — 25. Oktober, 2009 @ 12:33 Uhr
Die Abbildung dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Nü_Gua
Was diese betrifft, – die Abbildung – , gefällt mir für diese männlich/weibliche Beziehung die des doppelten, seltsamschleifenförmigen Uroboros, auf welchen europäische und orientalische, alchimische Mythen zurückgehen, in jeder Hinsicht besser….sie essen sich, quasi vom Schwanz her, ständig gegenseitig selbst auf und bringen einander, auf Grund dieser nahrhaften Ernährung,unentwegt gegenseitig selbst hervor…. augenblicklich jetzt würde ich sagen
Kommentar by Sylvia Taraba — 25. Oktober, 2009 @ 12:45 Uhr
Dumm war nur, dass ein Stein aus Nü Guas Säule, oder auch ihres Himmelstors, in Menschenhände gelangte (oder auch in einem Menschen “inkarnierte”), was dann dazu führte, dass die Jia-Familie dem Untergang geweiht war und China 150 Jahre vor Thomas Mann ihre Buddenbrooks bekommen konnte:
http://de.wikipedia.org/wiki/TraumderRoten_Kammer
Kommentar by Kai Weber — 25. Oktober, 2009 @ 20:35 Uhr
Bei der Schlange im Paradies handelt es sich meines Wissens um eine Würgeschlange und die müßte auch von Chinesen umgehend wieder hervorgewürgt werden. So einfach ist ein erstklassiger Gegner in unserer Menschheitsgeschichte nicht totzukriegen – Gott sei Dank!
Kommentar by Manfred Bögle — 25. Oktober, 2009 @ 21:55 Uhr
Meine sie, während unsere Eva noch über Sex nachdenkt, schlägt sich die chinesische Nü Wa schon den Bauch voll?
Dann sind wir ja doch wieder beim Thema: Wirtschaft!
Wärend wir aus moralischen Gründen noch zaudern, sitzen die Gelben schon am gedeckten Tisch und lassen es sich gut gehen. Bauen riesige Staudämme, entvölkern ganze Landstricke und drehen die Wirtschaftsspionage an. War da nicht gerade was? So ein zucken? Ne, das war nichts, keine Schlange. Weiterarbeiten, hände auf dem Rücken, wenn es nicht zu tun gibt und Blick frei geradeaus!
Wie heißt Jawoll eigendlich auf Chinesisch?
Kommentar by Holger Huckfeldt — 25. Oktober, 2009 @ 23:03 Uhr
Wenn die ganze Welt ein einziger großer schöner gelber Kürbis wäre,
so wäre alles gut.
Kommentar by Max Liebscht — 26. Oktober, 2009 @ 10:42 Uhr
Und, hätte sich Adam einen Adelstitel gekauft, wären wir jetzt alle etwas Besseres.
Kommentar by es — 26. Oktober, 2009 @ 11:12 Uhr
Nur keine Komplexe! Irgendeinen Schnösel werden Sie in Ihrer aktuellen bzw. historischen Verwandtschaft schon haben, der Sie immerhin indirekt adelt. Die Statistik unterstützt jedenfalls die Thesis vom sytemischen Zusammenhang von allen mit allen.
Nach wie vor bin ich auf der Suche nach einem schizophren diagnostizierten Zeitgenossen, der von sich angibt, er sei die Wiedergeburt eines fränkischen Schweinetreibers aus dem 11. Jahrhundert oder die einer Fischverkäuferin aus dem Nahen Osten des 3. Jahrhunderts v.C..
Kommentar by Max Liebscht — 26. Oktober, 2009 @ 16:43 Uhr
Um zum Paradies, Nü Gua und Fu Xi zurückzukommen. Interessant ist doch, dass viele oder die meisten Schöpfungsmythen dasselbe beinhalten, ein kreatives gegensätzliches Paar in Trinität mit einem kreativen Geist und, eine sofort entstehende dichotome Welt.
Wenn Adam und Eva die Schlange gegessen hätten, bevor sie gesprochen hat, währen Sie unwissend im Paradies verblieben und niemand hätte je von ihnen gehört…
Kommentar by Sylvia Taraba — 27. Oktober, 2009 @ 13:49 Uhr
…wären…
Kommentar by Sylvia Taraba — 27. Oktober, 2009 @ 14:21 Uhr