Simons Systemische Kehrwoche

Paul McCartney

Fritz B. Simon

Freunde von mir gehen heute Abend zu einem Konzert von Paul McCartney (Open Air). Die Optimisten hoffen, dass nur 30 000 Zuhörer kommen, die Pessimisten rechnen mit 60 000.

Normalerweise steht man bei derartigen Ereignissen – schon um sich durch entsprechende rhythmische Bewegungen ein wenig Wärme zu verschaffen. Diesmal ist es aber – erstmals – erlaubt, Klappstühle mitzubringen. Die Veranstalter rechnen damit, dass das Publikum zum größten Teil aus Über-50-Jährigen besteht…

Es soll inzwischen es auch schon Handys geben, bei denen die Tasten groß und auch für tapsige und weitsichtige Alte erkennbar sind, ohne dass sie ihre Arme anstückeln oder ihre Finger schrumpfen müssten…

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6 Kommentare

  1. “Mit 66 Jahren … “

    Kommentar by Max Liebscht — 11. Juli, 2009 @ 22:28 Uhr

  2. Angesichts der hausgemachten demographischen Entwicklung, der immer einseitigeren Unterstellung zwischenmenschlicher Caritas unter Profit als höchsten Wert e.t.c. werden längerfristig sicherlich einige Problemchen auf uns und unser aller Altersabsicherung zukommen. Trotz diverser Tsunamisturmwarnungen zeichnen sich aber immerhin auch gewisse erfreuliche Tendenzen ab. Positiv denken angesagt, das Zusammenklappen im Stuhl is ja noch weng hin!

    Im Seniorenchor werden statt Heino und Wildecker Herzbuben die Stones geträllert, in denen es nicht nur hintergründig ums Fic… geht. Vorbei mit Freude schöner Götterfunken: Die Diakonie schickt Elvis- Imitatoren ins Haus! In der Gerontopsychiatrie ist von Seiten der reizenden Schwestern endlich konsequente Validation angesagt. Das geht dann in etwa so: http://www.youtube.com/watch?v=trEUcbABzBQ&feature=related

    Statt in kalten Kirchen dem bigotten Gesäusel abgehangener Schweinehälften zuhören zu müssen, werden inbrünstige Bestellungen beim Universum bzw. der Achackra- Chronik abgegeben. Wobei mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation sicherlich auch gewisse Anpassungsprobleme zu lösen sein werden: http://www.youtube.com/watch?v=N8lIsBvsIyM&feature=related

    Es wird TÜF – zertifizierte Demente geben, die hartnäckig darauf bestehen, daß THC auch in Germany längst freigegeben ist. Kunden in Sachen Chemotherapie fordern ein, daß Peyotle die natürlichste Nahrungsergänzung sei. Kotzen müssen sie ja sowieso. Die geragogischen Angebote der geselligen Veranstaltungen werden sicherlich am Vorbild von Sgt. Peppers lonely Hearts Club ausgerichtet. Statt Salzteigbasteln und Körbeflechten ist Jesuslatschen- knüpfen angesagt und vielleicht sogar ergonomisches Ikebana. Statt daß die Omis altbackene Kochrezepte austauschen, werden die Ladies in white satin vermutlich Rezepte für den multiplen Orgasmus erörtern. “Wolke 9″ war nur für Anfänger. Statt, daß in den Nachttischschränkchen tassenweise Apfelkerne gesammelt würden, werden im Blumenkübel Nachtschattengewächse kultiviert.

    Die Führung wird sich den neuen Anforderungen gegenüber klientInnenzentriert einpacen. Wenn man sich über irgendwas bei der PDL beschweren will, muß die Verwaltung erst mal anordnen, daß der Hausmeister die Einrichtungsbeschallung herunterdreht. Die Stationsbesprechung könnte dann so aussehen: http://www.youtube.com/watch?v=lZZ68i_TE2U

    Bzgl. der ATL und auch im Vergleich von calendarischen vs. biologischem und sozialem Alter drängt sich immerhin der Eindruck auf, daß sich diese Art aktivierender Selbstpflege- und Betreuung im Sinn von Kompetenzerhalt durchaus konservativ auszuwirken scheint:
    http://www.youtube.com/watch?v=nzdBCORGuF0&feature=related
    Einige dieser Fossile machen ja durchaus noch einen hübsch rüstigen Eindruck:
    http://www.youtube.com/watch?v=FlJKKtgreqw&feature=related

    Angesichts dessen … na ja … vielleicht wird das mit dem so nüchtern abgesparten Lebensabend ja doch noch ganz cool!?

    Kommentar by Max Liebscht — 12. Juli, 2009 @ 09:37 Uhr

  3. „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns.“ Janis Joplin

    Kommentar by es — 12. Juli, 2009 @ 11:34 Uhr

  4. Let it be.

    Kommentar by Manfred Bögle — 12. Juli, 2009 @ 21:32 Uhr

  5. Ich wollte natürlich nicht Ihre religiösen Gefühle verletzen, Herr Bögle! Über Heino lästern führt ja im Grunde auch nicht weiter. Jede Generation hat ihre Folklore. Obwohl nach Altamont … aber lassen wir das. Let it be, wie Sie so schön geschrieben haben. Was ich mich nur eben an und an frage, ob der Paul nicht am Ende sogar besser gekommen wäre, … ja wenn er bspw. den Jacko geheiratet hätte, selbst da wäre er sicherlich günstiger gekommen, als mit der Heather. Rein finanziell. Irgendein Wiwi – Versteck anzuzaubern, hätten die Ärzte sicherlich auch noch hinbekommen. Abgesehen davon, daß es wahrscheinlich nur ums Zeigen geht.
    Neulich hab ich in einer Frauenzeitschrift mal ein Interview mit U2′s Bono gesehen. Fand ich auch spannend. Was er denn so mit seinen Einnahmen mache. Gewinnbringend anlegen wie jeder Mensch, der viel verdient. Wie, das habe mit seiner Musik aber rein gar nichts zu tun. Das sei ihm auch sehr wichtig, dass das getrennt gesehen wird. Na ja, Paule wird die finanziell verbriefte Hingabe seiner Jünger wohl nicht gerade in Geschützfernrohre oder Lenkraketen investiert haben.

    Kommentar by Max Liebscht — 13. Juli, 2009 @ 07:16 Uhr

  6. (Nicht den Jacko Pastorius. Den, der kürzlich an zu viel Thriller eingegangen ist, mein ich. Elton John, Jacko und Pauls als flotte Dreier Polonaise!!! Geschmacklose Vorstellung, mögen Sie einwenden, aber fett Kohle hätte es gebracht! Und erst noch vom Unterhaltungswert – da wär das ganze Wüsten- Aufbau- Engagement Ameropas nur ein Zeilenfüller gewesen dagegen!)

    Kommentar by Max Liebscht — 13. Juli, 2009 @ 07:25 Uhr

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