Schamlose Werbung
Fritz B. Simon
Nicht lange drüber reden, tun…
Vom 15. – 17. November 2007 wir in Berlin (am Gendarmenmarkt) eine von Rudi Wimmer, Dirk Baecker und mir initiierte Veranstaltung stattfinden, für die ich hier ganz ambivalenzfrei (und schamlos) werben will: „X-Organisationen, 2. Biennale für Management und Beratung im System“.
Die erste Biennale hat ebenfalls in Berlin stattgefunden. Als wir diese Veranstaltungsreihe vor zwei Jahren ins Leben riefen, war unser Ziel, dazu beizutragen, was man neudeutsch „Community Building“ nennt. Hier sollten (und sollen immer noch) berechenbar und vorhersehbar ein Ort und eine Zeit etabliert werden, wo und wann sich die systemische (Organisations-)Beraterszene treffen kann, um sich über die neuesten Entwicklungen in Theorie und Praxis informieren und austauschen zu können, sich mit „alten“ Kollegen zu treffen, Politik zu machen und mit Settings zu experimentieren, aber auch – für uns ganz wichtig – sich mit Vordenkern auseinander zu setzen, die nicht zur engeren Szene gehören. Und natürlich: zu feiern.
In diesem Jahr werden aus den USA Kathleen Sutcliffe (Univ. of Michigan) und Amar Bhidé (Columbia Univ.) Referate halten und Workshops geben. Kathleen Sutcliff hat zusammen mit Karl Weick eines der wichtigsten Bücher der letzten Jahre verfasst (über „High Reliability Organizations“), und Amar Bhidé ist der im Moment wohl interessanteste Vordenker zum Thema Unternehmertum.
Einen Blick von außen auf die Beraterszene wird Peter Sloterdijk werfen, der ein Referat über „Die Konsultanten“ halten wird und sich anschließend mit Dirk Baecker über dieses Thema auseinandersetzen wird.
Hinzu kommen Workshops, bei denen meist ein Berater und einer seiner Kunden aus dem Management sich die Leitung teilen (um den unterschiedlichen Perspektiven gerecht zu werden), experimentelle Formate wie ein Markt der Referenten etc.
Die Broschüre mit dem aktuellen Programm ist im Internet zu finden (www.x-organisationen.de). Es sollte eine spannende Veranstaltung werden (Langeweile ist nur ein (= mein) Minderheiten-Thema).
5 Kommentare
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Lieber Herr Simon,
die Veranstaltung klingt spannend und bringt mich zu einer Frage, die Sie vielleicht auch im Hinblick darauf besonders gut beantworten können: Meine Lebensgefährtin ist Psychologin und hat im Gegensatz zu mir mit Klinik nicht das geringste zu tun sondern beschäftigt sich seit dem Studium mit Arbeits- und Organisatzionspsychologie (vielleicht kennen Sie Arbeitsgruppe um Frese in Giessen?). Nun ist sie von den systemisch denkenden Beratern und Organisationsentwicklern die sie aus Praktika usw. kennt immer sehr begeistert und würde sich gerne Arbeits- und Organisationsentwicklung aus systemischer Sicht nähern. Nun sitzen wir hier ganz in der Nähe des HSI und eben überhaupt in Heidelberg, sodass es egtl. ja keinen Mangel an Weiterbildungsmölichkeiten geben sollte. Das Problem ist, dass sie ggw. als Berufsanfängerin auf eine Assistenzstelle in der Personalabteilung eines Unternehmens sitzt, dass mit Online-Stellenanzeigen Geld verdient (hust) und deshalb praktisch keine beratende oder coachende Funktion hat. Die Möglichkeit auch systemisch arbeiten zu können scheint aber zumindest im HSI Voraussetzung zu sein um die div. Weiterbildungen zu beginnen (macht ja auch Sinn). Welche Alternativen gibt es da aus Ihrer Sicht als Kenner der (heidelberger) Szene? Themenseminare? x-organisationen? Gibt es auch abgegrenztere, umschriebene Ausbildungen, die sich für “A & O” nutzen lassen?
(Nachdem ich Prof. Schweitzer kürzlich fragte ob denn die Tagung “Systemische Forschung” im März 08 etwas für mich als Rookie ist, der erstmal seine tiefenpsychologisch fundierte PT-Ausbildung abschliessen sollte und forschungsmäßig noch recht….nunja…”klassische” Sachen in der Psychosomatik macht, meinte er “das hängt von ihren Wirklichkeitskonstruktionen ab”. Recht hat er….)
Grüße,
M. Wölfelschneider
Kommentar by Mathias Wölfelschneider — 24. September, 2007 @ 10:14 Uhr
In Heidelberg gibt es immer einen Sommerkurs für Therapeuten. Da kann sie als Psychologin sicher auch ohne eigenes therapeutisches Praxisfeld im engeren Sinne teilnehmen.
Was bei den ganzen Therapieausbildungen m.E. immer etwas zu kurz kommt, ist die Organisation. Die meisten Therapeuten – auch wenn sie mit Familien und Teams arbeiten – haben in der Regel keine Ahnung von Organisationen. So übertragen sie dann Konzepte aus der Therapie in die Organisationsberatung und “entdecken” überall familienartige Beziehungen (was sie ja meist auch gelernt haben). Aber Chefs sind keine Väter usw….
Organisationsberaterausbildung gibt es in Heidelberg auch (siehe http://www.simon-weber.de).
Und zu den x-Organisationen zu kommen, ist allemal sinnvoll – um nicht zu sagen: Ein Muss
Beste Grüsse, FBS
Kommentar by Fritz B. Simon — 24. September, 2007 @ 20:31 Uhr
Vielen Dank für die Hinweise und Anregungen. Die Simon, Weber & Friends Website kannte ich noch gar nicht (das Unternehmen durchaus) – die von Ihnen angebotenen organisationsspezifischen Weiterbildungen klingen allesamt sehr interessant. Das werde ich doch direkt mal weitergeben….
Grüsse, M. Wölfelschneider
Kommentar by Mathias Wölfelschneider — 24. September, 2007 @ 22:27 Uhr
Nachtrag: Ich glaube Sie haben eine neue Kundin gewonnen….(schien von dem Angebot auf simon-weber.de recht angetan).
Kommentar by Mathias Wölfelschneider — 25. September, 2007 @ 14:13 Uhr
Willkommen… FBS
Kommentar by Fritz B. Simon — 25. September, 2007 @ 14:31 Uhr