Sexsucht?
Fritz B. Simon
Tiger Woods, der erfolgreichste Golfspieler der Gegenwart, ist gestern aus einer Klinik entlassen worden, wo er wegen “Sexsucht” behandelt worden ist.
Ich bin ja immer wieder begeistert von der Kreativität von Therapeuten bei der Erfindung neuer Krankheiten. Gerade das Beispiel der Sexsucht macht deutlich, wie hilfreich und entspannend Krankheit sein kann. Dabei meine ich in diesem Fall nicht die entspannende Wirkung des Sex, sondern der Diagnose. Denn wo man früher als Ehemann, der fremd geht, Schuldgefühle hatte und Vorwürfe ertragen musste, kann man jetzt mit dem Mitleid seiner Liebsten rechnen…
Ein Fortschritt, ohne Zweifel… Gibt es eigentlich etwas Analoges zum Methadon-Programm für Sexsüchtige? Fixerstuben?
5 Kommentare »
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Langzeitentwöhnung!
Kommentar von Mathias Wölfelschneider — 8. Februar, 2010 @ 14:25 Uhr
Ja, so ist das mit “neuen” Diagnosen. Sie nehmen einem jedwege Verantwortung. Ich habe letztens von einer Diagnose namens “Shopping Bulimie” gehört. Ist doch toll, oder?
Kommentar von Tom — 8. Februar, 2010 @ 17:27 Uhr
Stereotypie: Erklärzwang
Nichts kann akzeptiert, bestaunt, bewundert, abgelehnt werden ohne Erklärbär.
Kommentar von es — 8. Februar, 2010 @ 20:26 Uhr
die Lichtallergie von H.K. war auch eine spannende Diagnose - erinnert ihr euch?
Kommentar von Wolfgang — 9. Februar, 2010 @ 09:48 Uhr
…und ecclesiogene Neurosen sind auch was Feines. Wie wär’s mit Pädophilie infolge zölibatärer Deprivation?
Kommentar von E.B. Far — 9. Februar, 2010 @ 13:05 Uhr