Too Fat To Fight
Fritz B. Simon
Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 27% aller US-amerikanischen Männer im wehrfähigen Alter – also die jungen Männer, die man normalerweise im Krieg verheizt – zu fett sind, um Militärdienst leisten zu können. Sie können wahrscheinlich all die schwere Ausrüstung nicht tragen, da sie schon genug an ihrem Bauchfett zu schleppen haben.
Jamie Oliver, ein auch bei uns nicht ganz unbekannter junger Fernsehkoch aus England, versucht nun ein anderes Kochen und Essen in einem Bezirk in West-Virginia, der zu den Spitzenreitern des Rankings des amerikanischen Durschnittskörpergewichts gehört und auch bei den %-Raten von Herzinfarkten, Diabetes etc. weit oben in der Hitparade positioniert ist, zu promoten.
Das macht er, indem er z.B. in Huntington, der größten Stadt der Gegend, eine öffentliche Küche eingerichtet hat, wo jeder gratis an Kochkursen teilnehmen kann, in denen u.a. das Kochen mit frischen Zutaten gelehrt wird.
Aber, für alle, die sehen, dass Fettsucht wahrscheinlich die neue Form der amerikanischen Friedensbewegung ist (s.o), kein Grund zur Unruhe: Die paar Leute, die anfangen selber und gesund zu kochen, werden die genannten Prozentsätze kaum beeinträchtigen.
1 Kommentar
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… das ist ja sowieso meine (allerdings schon betrübliche) Hoffnung, daß allmählich alle Leute allüberall zu dick werden, als daß mit ihnen noch ein nennenswerter Krieg geführt werden könnte …
Andererseits, wenn alle gleichzeitig dicker werden (und das steht ja sowohl zu befürchten wie auch möglicherweise zu hoffen), ändert’s an der Grundsituation wahrscheinlich nichts …
Alle werden sich (Wir werden uns) weiterhin abschlachten …
Noch sind Kriege körperbetont. Aber sie werden sich ins Internet und ins virtuell Tödliche verlagern. (Was nicht unbedingt heißt, daß sie dann geistesbetont sein werden.)
(OE, zum Beispiel, ist neu gefordert; dialogisch, multilogisch)
Od’r.
Kommentar by Uli Wetz — 30. August, 2010 @ 22:55 Uhr