Traum
Fritz B. Simon
Heute nacht hatte ich einen Traum. Ich war im Haus meiner Kindheit, aber erwachsen. Und meine Kinder waren noch klein. Es gab irgendwelche politischen Verstimmungen, und die Amerikaner hatten angekündigt, uns zu bombardieren. Ich fühlte mich ziemlich hilflos. In den Keller zu gehen, war mit dem Verschüttungsrisiko verbunden, wenigstens unter die Türstürze (heißt das so?), wie bei Erdbeben. Aber während ich noch nachdachte, fielen schon ein paar Bomben. Ich blieb ruhig, da ich nur mit wenigen rechnete und mir das Risiko, getroffen zu werden, gering erschien, und ich ausserdem immer ruhig werde, wenn ich nichts tun kann. Als ich aus dem Fenster blickte, war der Balkon des Kinderzimmers leicht lädiert. Ich wollte mich auf den Weg nach oben machen, — und bin aufgewacht.
Vielleicht sollte ich doch nicht so viel Kritisches über Amerika schreiben…? Schließlich muss ich in den USA einen Zwischenstop auf meinem Heimweg machen. Und man hört ja Schlimmes über Guantanamo…
2 Kommentare
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Lieber Herr Simon,
so rächt sich bestimmt die gestern von Ihnen beschriebene Bande von Kriegstreibern, zerstört nächtens Ihre ansonsten sanften Träume und lässt Sie schon um die sichere Heimkehr bangen. Da haben Sie das Fiasko! Es ist also alles noch viel schlimmer, als es kluge Journalisten so daherschreiben.
Ich wünsche Ihnen eine gesunde und gefahrlose Heimreise; denn Sie werden mit Ihren anregenden Blogs hier noch gebraucht! Und was die amerikanischen Impressionen angeht: Ich für meine Person kann nicht genug davon lesen, finde sie köstlich. Lassen Sie sich nicht beirren und wenn Sie was Lustiges zur Aufheiterung brauchen, hilft gewiss die Erinnerung an die verbreiteten Mausestimmen.
Gruß, Horst Kasper
Kommentar by Horst Kasper — 26. August, 2006 @ 16:32 Uhr
Danke, Herr Kasper, das hilft. Trotzdem werde ich versuchen, morgen – zum Abschluß der Woche – was Positives zu schreiben. Man weiss ja nie!
Beste Grüsse, FBS
Kommentar by Fritz B. Simon — 26. August, 2006 @ 17:26 Uhr