Simons Systemische Kehrwoche

Vermisst!

Fritz B. Simon

Meine ständige Begleiterin, die nur gelegentlich diesen Blog liest (immer dann, wenn sie herausfinden will, womit ich mich geistig gerade wirklich beschäftige) beschwert sich bei mir, dass in letzter Zeit so wenig Kommentare von Frau Taraba zu lesen seien. Deren Äußerungen habe sie immer mit großem Gewinn und Vergnügen gelesen.

Die Beiträge mancher Männer (ich nenne hier keine Namen) fand sie nicht so prickelnd (= Gender-Bias). Deswegen hat sie mich – nahezu ultimativ – dazu aufgefordert, hier und heute, umgehend, sofort, unverzüglich, nach ihrer Favoritin unter allen Kommentatoren zu fahnden.

Was ich hiermit tue…

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14 Kommentare

  1. “Unsere” liebenswürdige Frau Taraba wird Männer auf´s Kreuz legen. Was sonst? Vielleicht betet sie auch Hegels Weltgeist an oder macht sich wieder künstlerisch verrückte Bilder von der Welt.

    “immer dann, wenn sie herausfinden will, womit ich mich geistig gerade wirklich beschäftige”
    An der hohen Kunst der Präsenz lassen Sie es also auch vermissen und provozieren die Inszenierung totaler Kontrolle.
    Statt, dass Sie es prickeln lassen, schreiben Sie sich hier herum oder in zweifelhaften Kinos.
    Mann, oh Mann!
    Und dazu noch das Spiel mit vertauschten Rollen.
    Sie auf der Jagd nach Kontrolle und Sie auf der Suche nach ungezähmten Eigensinn flüchten durch mentale Räume.
    Jeder hat ebenso seine Hobbys und Passionen.
    Gendermäßig scheint mir das Ganze damit immerhin sehr relativiert.

    Dadurch auch, dass die m.E. ebenfalls recht gewitzte Frau F. ab und an gleich mehrere (weibliche!) Facetten und States ihrer Persönlichkeit zum Einsatz bringt, wird die Quote zudem auch noch etwas ausgeglichen.

    Um die potentiellen Polaritäten ein bißchen aufzuladen, kommen ja vielleicht noch ein paar Ladies aus der Hüfte? Indes – ich glaub es nicht. Selbst die sogenannte Gleichstellung war ja ein Projekt feminisierter Männer wie Whitehead, Sartre u.s.w., nicht?

    Kommentar by Max Liebscht — 12. März, 2010 @ 22:54 Uhr

  2. … ceterum censeo, Liebschtum esse tolerandum …

    Ave, salve et cetera –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 13. März, 2010 @ 10:36 Uhr

  3. So wird das wohl nix mit dem Literaturnobelpreis.
    Aber Danke für den typisch männlichen Beitrag!

    Kommentar by Max Liebscht — 13. März, 2010 @ 10:50 Uhr

  4. Befehl ist Befehl!

    Kommentar by es — 13. März, 2010 @ 16:58 Uhr

  5. … wie könnte der typisch frauliche (weibliche, feminine …?) Beitrag sich gelesen haben …?

    Grüßendst –

    Uli Wetz

    Kommentar by Uli Wetz — 13. März, 2010 @ 22:27 Uhr

  6. Vielleicht irgendwie so:

    http://www.youtube.com/watch?v=YudPlLe1rBo&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=ZEZg3TX1k_g

    http://www.youtube.com/watch?v=qI3c_4xFdgM

    http://www.youtube.com/watch?v=oog4LRXY61k&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=Zb0wZaetfyU

    Aber vielleicht auch so (-;
    http://www.youtube.com/watch?v=UQwCkn_Do2Q&feature=related

    Kommentar by Max Liebscht — 14. März, 2010 @ 12:26 Uhr

  7. Oh, welche Überraschung!!
    @ Liebe Frau Rech-Simon, danke für Ihr Interesse, ich freu mich davon zu lesen! Ich beschränke mich seit zwei Monaten auf stummes hin und wieder “Reinschauen” auf Grund eines umfassenden Baugeschehens, diesbezüglichen Zeitmangels und eines aktiven Wartens auf Lust und Impuls endlich wieder zu schreiben zu beginnen und außerdem, weil mir nix eingefallen ist in letzter Zeit, mit dem ich jemandem an den Geist gehen konnte/wollte. Vielleicht auch lasse ich mich momentan schwerer aufregen. Das kann sich jederzeit ändern. Schöne Grüße an Sie (auch an FBS und die Zeitgenossen)

    Kommentar by Sylvia Taraba — 14. März, 2010 @ 18:34 Uhr

  8. Die olle Bourgeoisie renoviert noch schnell ihre Villen und Palladiumschränkchen bevor ihr Pinke Pinke nüscht mehr wert ist. Na ja, soll sie.

    Liebe Frau Taraba, ich hab neulich etwas entdeckt + dabei an Sie & Ihr Faible für Görnitz gedacht und daher eine Empfehlung:
    http://www.gesunde-entwicklung.de/index.php?load=article&sub=full&id=2004-02-26-4517&openfolder=0330
    Eine Variante dessen, was ich selbst seit 2005 das “Metamodell der psychologischen Lernebenen” nenne. Trotz interessanter Differenzen viele schöne Übereinstimmungen. In der Konversation mit Ihnen hatte ich schon immer mal von Resonanz (Strukturaspekt des mit “Kommunikation” Gemeinten) + Lernen (Prozessaspekt des mit K. Gemeinten) schwadroniert und davon, dass GSB eben nicht reicht und die Leute, die an Systeme glauben, diese womöglich auch in ihren ontologischen Dimensionen differenzieren möchten. Schon um die methodischen Ansätze für Diagnostik und intervention in einander übersetzen zu können. Dieser noble Mensch; Petzold ist mit solchen Ideen offenbar schon ca 7 Jahre früher dran gewesen. Gucken Sie mal rein, es wird Ihnen gefallen. Vielleicht gehen Sie ja auch auf den Kongress, ich nehme an, das sind sehr angenehme Leute da.

    Kommentar by Max Liebscht — 14. März, 2010 @ 22:31 Uhr

  9. Liebe Frau Taraba, ich hatte Sie und Ihre Denkanstöße auch schon vermisst, (mich nur nicht getraut, nach Ihnen zu fragen).
    Gottseidank geht hier niemand verloren.

    Kommentar by E.B. Far — 15. März, 2010 @ 11:21 Uhr

  10. @Liebe Frau Far, danke für Ihr Mitdenken. Ja. Niemand geht je verloren. weder hier noch sonst wo. Erhaltungssatz. Aber manch eine(r) zieht es ab und an vor, sich zeitweilig auf unbeobachtbares Beobachten zu beschränken – also nicht teilzunehmen am Beobachtungswettbewerb – hier oder sonst wo. Ich denke, Sie sollten sich durchaus trauen, Ihre Beobachtungen öfter auszusprechen, um weibliche Energie reinzubringen…

    @ Lieber Herr Liebscht, falls Sie mich damit meinten: ich weiß nicht wie ich Ihren Irrtum ausräumen kann: ich persönlich “glaube” nicht an Systeme. Ich konstruiere sie höchstens, wenn ich solche brauche, z. B. um etwas zu erklären. Man kann vieles durchaus anders erklären. Ich glaube an die Zweiheit des Geistes, und konstruiere gemäß den Gesetzen der Form. Ich treffe Unterscheidungen, markiere eine Seite und lasse die gerade nicht markierte Seite gedanklich mitlaufen. Die Gesetze der Form und alles was daraus folgt haben Sie leider bis heute nicht verstanden. Macht nichts, Sie befolgen Sie trotzdem. Sie treffen Unterscheidungen, aus denen folgt, was der Fall ist…jeder macht das so., mehr oder weniger rational, mehr oder weniger effizient, mehr oder weniger angepasst, mehr oder weniger verständlich, mehr oder weniger überzeugend – für den je Anderen. Aber Ihre liebenswürdigen Empfehlung gucke ich mir bei nächster Gelegenheit an.

    Kommentar by Sylvia Taraba — 16. März, 2010 @ 10:57 Uhr

  11. Spencer – Brown ist diesem Menschen auch bekannt.
    Mal sehen, ob er ihn richtig verstanden hat:-)

    Kommentar by Max Liebscht — 16. März, 2010 @ 15:58 Uhr

  12. It’s just flippety

    Kommentar by es — 16. März, 2010 @ 15:59 Uhr

  13. Ich hab wirklich nicht viel mehr als eine Ahnung von Spencer – Brown. Aber was ich glaube verstanden zu haben, scheint so weit zu reichen, dass auch ich ggü. manchen InterpretInnen einen Eindruck wie den folgenden habe:

    “Vielleicht ist es das Schicksal großer Bücher, daß sie bisweilen, je häufiger sie zitiert werden oder über sie gestritten wird, von Apologeten trotz aller Beteuerung von Entzauberung und Abklärung zu Glaubenssystemen oder Weltanschauungslehren aufgespreizt werden. Zuweilen kann man eine solche Haltung bei systemsoziologischen Jüngern beobachten, wenn sie allzu forsch die Welt in ein indeterminiert-konstruktivistisches Spiel von Unterscheidungen, das allein Zeit verzehrt, auflösen und Räume, Materialitäten, historische Signaturen und Körper wegkommunizieren.”
    Zitatquelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2311/1.html

    Nebenbei war Spencer – Brown nicht der einzige, der so ein Kalkül entwickelt hat. U.a. in der Phänomenologie gibt es Entsprechungen zu dieser Rekonstruktion der “Evolution der Selbstorganisation” (ein – wie ich finde – schöner Terminus von diesem Arzt Dierk Theodor Petzold). In der Anwendung der Strukturontologie seh ich den Schlüssel, den wir brauchen, um zu einer methodisch integrierten Psychologie (vgl. u.a. Kuhl, Dörner, Wilber, Bischof oder auch Grawes Projekt einer Allgemeinen Psychotherapie) zu kommen. Für welche u.a. hypnosystemische Konstrukte eine wichtige, weil besonders integrationsfähige Basis bilden.

    Kommentar by Max Liebscht — 17. März, 2010 @ 08:56 Uhr

  14. Ich würde mich auch freuen, wenn Fr. Taraba hier wieder aktiver wird. Sie stellt meiner Meinung nach den intellektuellen Richtwert in diesem Soziokosmos dar. Noch weiser war hier bisher bloß Gott, aber der hat sich ja leider nur einmal blicken lassen…

    Kommentar by pascal — 19. März, 2010 @ 15:50 Uhr

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