AfD-Wähler: Pathosgetränkte Wut

Hier ein lesenswertes Interview von Wilhem Heitmeyer, einem der besten Kenner der rechtsextremen Szene in Deutschland. Auch er hält es für einen Fehler, wenn die etablierten Parteien in der (irrigen) Hoffnung damit der AfD Wähler abspenstig zu machen nach rechts rücken (z.B. Seehofer, de Maizière) . Dem kann man nur zustimmen. Er klärt auch darüber auf, für welche Menschen diese Partei aus welchen Gründen mit ihrer Abwertungsstrategie gegenüber Minderheiten attraktiv ist.

Quelle: Wilhelm Heitmeyer über AfD-Wähler – Politik – Süddeutsche.de

118 Gedanken zu “AfD-Wähler: Pathosgetränkte Wut

  1. Binne für Minderheit!

    Anteil der bis zu 6- jährigen Kinder mit Migrationshintergrund (ohne Flüchtlinge)
    Quelle: Statistische Ämter Bund/Länder, „Bevölkerung nach Migrationsstatus regional“
    Frankfurt: 75,61%
    Augsburg: 61,54%
    München: 58,44%
    Bremen: 57,58%
    Duisburg: 57,14%
    Stuttgart: 56,67%
    Dortmund: 53,33%
    ………

  2. @ 0: Danke für den Hinweis auf https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Heitmeyer und auf dessen SZ-Interview: „Mit Hilfe der Globalisierung breitet sich ein autoritärer Kapitalismus aus, der einen erheblichen Kontrollgewinn über die Gesellschaft erzielt. Zugleich führt er zu einem Verlust der Kontrolle nationalstaatlicher Politik.“

    Wie könnte verantwortungsvolle Politik damit umgehen?

    Zieht da nicht eine systemsprengende Bewegung gegen das System auf, die möglicherweise die Entwicklung zur Globalisierung beschleunigen könnte, vergleichbar den faschistisch-nationalistischen Bewegungen der 1930er-Jahre als Gegenreaktion gegen die erste Weltwirtschaftskrise?

  3. @2: Och nee. Konzentrieren wir uns doch lieber auf Migrantenzahlen. Das ist doch viel übersichtlicher… Und ich habe jemanden, auf den ich wütend sein kann.

  4. „Menschen suchen immer nach etwas, das hilft, sich selbst aufzuwerten, ein positives Bild von sich selbst zu zimmern, egal, was geschieht. Dabei hilft es, sich einer Gruppe zuzuordnen, in der die eigenen Eigenschaften aufgewertet werden. Wer das Gefühl hat, durch nichts anerkannt zu werden, dem bleibt am Ende zumindest das „Deutschsein“ – das kann ihm niemand nehmen. Hier kommt es zu einem Übergang von sozialen zu kulturellen Faktoren mit Haltungen der Überlegenheit und der Abwertung von Muslimen, Juden, Homosexuellen, Sinti und Roma.“

    Leider genauso zu beobachten in Ungarn, die Struktur der Entsolidarisierung, wenn man anschaut, wie dort mit Erwerbslosigkeit um geht.

    Ja, ein mehr als lesenswerter Artikel. Danke!

  5. @1
    Ich kann mit solchen Zahlen wenig anfangen. Sie erscheinen mir aus einem Zusammenhang gerissen. (Frei nach Nico Semsrott über den Unterschied von „Aufklärern“ und „Fanatikern“. Die Aufklärer schauen auf die Fakten und bilden daraus eine Geschichte. Die Fanatiker haben ihre Geschichten und suchen demnach die Fakten aus.)
    https://www.youtube.com/watch?v=rthXY4w3R4Y

    Doch mir fehlt das Hintergrund wissen, um die Zahlen wirklich einschätzen zu können.
    Und dann denke ich an eine Freundin, als Psychotherapeutin arbeitend, Deutsch perfekt beherrschend, vielleicht besser als ich, (siehe oben) und deutlich besser als die Muttersprache ihrer Eltern, Kroatisch. Ihr Kind gälte dennoch auch als Kind mit „Migrationshintergrund.“
    Eine schnelle Internetrecherche, die mir auch nicht half, die Zahlen einzuordnen — wer streut sie etwa? – brachte mich auf eine interessante Seite. Hier wird auf einen ersten Blick deutlich,, dass die Zunahme von Menschen mit Migrationshintergrund deutlich im Jahre 1985 beginnt. Und zwar sehr deutlich. Kein Wunder, dass bestimmte Parteien Jahre schon x Jahre vorher darauf verwiesen, dass die BRD längst zu einem Einwanderungsland geworden sei.

    https://mediendienst-integration.de/migration/bevoelkerung.html

    In einem Gespräch mit meinem Vater haben wir gemeinsam einen Eintrag in Wikipedia über Katalonien gelesen. Ich fand dort einen Satz, den ich sehr interessant fand und ich dachte eigenartigerweise auch an Sie. Der Satz lautet:

    „Aufgrund der historischen, sprachlichen und kulturellen Unterschiede zum übrigen Spanien sieht sich Katalonien als eine eigene Nation. Der Begriff Nation wird dabei im Sinne einer Kulturnation verstanden und nicht über eine ethnische Zugehörigkeit definiert.“

  6. Er möchte doch bloß in den Arm genommen und gestreichelt werden…

    Komm, Georgy! Du darfst wieder mitspielen. Aber bitte nicht die Mädels ärgern!

  7. @5 Danke deaXmac.

    Die Auflistung von Kriterien welche Faschismen verwenden können, finde ich hilfreich.

    Examplarisch greife ich 3. IRRATIONALISMUS heraus, welche der Selbstimmunisierung dient:

    „Denken ist eine Form der Kastration. Daher wird Kultur verdächtig, sobald sie mit kritischen Einstellungen identifiziert wird.
    Mißtrauen gegenüber der Welt des Intellekts war immer ein Symptom des Urfaschismus.“

  8. Fundstück:
    „Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum ich für meine Hausangestellte Doris aus Kenia sechs Jahre kämpfen musste, um eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen, auf der anderen Seite sitzt plötzlich halb Nordafrika ohne Arbeit bei uns. Wie konnte das passieren?“
    Gloria von Thurn und Taxis im Regensburger Wochenblatt

    Das gute Abschneiden der AfD habe sie nicht gewundert, allerdings sei es für eine abschließende Bewertung der Partei noch zu früh. Sie wolle abwarten und beobachten, ob die AfD aus ihren Kinderschuhen herauswachse und zu einer erwachsenen Partei werde. Für eine Politikerin der Partei bekundet Gloria in ihrer Kolumne Sympathie: „Ich kenne jedenfalls Beatrix von Storch, eine geborene Prinzessin von Oldenburg, und sie ist seriös, ehrlich und engagiert.“

  9. @ 11: „seriös, ehrlich und engagiert“

    Dann kennt Gloria von Thurn und Taxis nicht die parlamentarische Arbeit der Europaabgeordneten Beatrix von Storch. Doch bald werden wir ja die geborene Prinzessin von Oldenburg im Reichstag bewundern dürfen.

  10. @11 Edelblütige Adlige und geadelte Edelblütige wissen halt, um ihre untadelige (Lebens-)Aufgabe, die sie – wie könnte es auch anders sein – von ihren Ahnen mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Alles natürlich nur zum allerbesten „Wohle des Volkes“. Wehe den Kritikern, die daran zweifeln, nicht wahr?

    „10. Elitedenken ist ein typischer Aspekt jeder reaktionären Ideologie, insoweit sie im Grunde aristokratisch ist, und aristokratisches und militaristisches Elitedenken hat eine grausame Verachtung des Schwächeren im Gefolge. Der Urfaschismus kann nur ein allgemeines Eliteempfinden vertreten. Jeder Bürger gehört dem besten Volke der Welt an, die besten Bürger sind die Mitglieder der Partei, jeder Bürger kann (oder sollte) der Partei beitreten. Aber ohne Plebejer keine Patrizier. Der Führer weiß, dass seine Macht ihm nicht demokratisch übertragen, sondern gewaltsam erobert wurde, und ihm ist ebenso klar, dass seine Kraft in der Schwäche der Massen wurzelt; sie sind so schwach, dass sie einen Führer brauchen und verdienen. Da die Gruppe hierarchisch organisiert ist (dem militärischen Modell nachempfunden), verachtet jeder Unterführer seine Untergebenen, und jeder von diesen verachtet die ihm Untergebenen. Das verstärkt das massenhafte Elitebewußtsein.“
    (Umberto Eco)

  11. @ 11
    Beatrix von Storchs Facebook-Beitrag Ende Januar 2016: „Und wenn [s]ie das HALT an der Grenze nicht akzeptieren, können die Vollzugsbeamten im Grenzdienst Schusswaffen auch gegen Personen einsetzen.“
    [s]ie = die Flüchtlinge

    Die Juristin (s.o.) Beatrix von Storch, Herzogin von Oldenburg, wird dem rechtskonservativen Flügel der AfD zugerechnet. Der Politkwissenschaftler Oskar Niedermayer bezeichnete sie als eine „Erzkonservative“ im innerparteilichen Spektrum der AfD im Bereich der Familien- und Geschlechtspolitik. David Bebnowski vom Göttinger Institut für Demokratieforschung bezeichnet von Storch als „reaktionär“. Sie sei „die radikale Kraft für die radikalen christlich-konservativen Belange“ der AfD, stehe für „restaurative Forderungen“ und gelte als „Repräsentantin“ eines „‚klassischen‘ Familienmodell[s]“, eines „militanten Antikommunismus“ und eines „nationaltümelnden Patriotismus“. Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler bescheinigt von Storch ein „nationalistisches Verständnis von Demokratie“. Für Kathrin Haimerl, Nachrichten-Redakteurin bei Süddeutsche.de, wird die AfD mit der „ultrakonservativen“ Storch „anschlussfähig an den äußersten rechten Rand des politischen Meinungsspektrums“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Beatrix_von_Storch

  12. @16
    da scheint bei Wikipedia etwas durcheinander geraten zu sein.
    Beatrix von Storch, geb. Herzog
    ist die Tochter eines Bauingenieurs aus Oldenburg, der zwar mit einer Gräfin von xxy aus anno tobak in pussemuckel verheiratet ist/war. (keine Ahnung, ob die Eltern noch leben und wo)
    BvSt ist folglich keineswegs „Herzogin von Oldenburg“ und das „von“ hat sie von ihrem Göttergatten angeheiratet, der sich offensichtlich -sozusagen alswie von Adel- wieder aus Chile zurückgetraut hat, um die Reichsgrenzen neu abstecken zu helfen.

    Eine Frage noch, steht diese Family eigentlich im Gotha?
    Zumindest könnt man dort und damit auch mal nachschlagen, um der buckeligen Verwandtschaft ein kleines handbereites Festmahl zuteil werden zu lassen.
    Ich bin für „Mohr im Hemd“

  13. @ 18: Beatrix von Storch stammt aus dem Haus Oldenburg, einem der bedeutendsten Geschlechter des regierenden europäischen Hochadels.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Oldenburg
    Die von Storchs sind ein ursprünglich aus Osnabrück stammendes Geschlechts, dessen Stammreihe mit Johann Storch († 1683) beginnt. Eine noch im Gotha von 1920 behauptete schwedische Abstammung ist unbewiesen. Das Geschlecht fasste in der Folge überwiegend im heutigen Landkreis Rostock in Mecklenburg Fuß und war dort begütert. Zweige der Familie bestehen bis heute fort. Das erste Projekt Sven von Storchs zusammen mit seiner späteren Ehefrau Beatrix war die Gründung des Vereins „Göttinger Studenten für den Rechtsstaat“. Dieser protestierte gegen die Weigerung der Regierung Kohl, den zwischen 1945 und 1949 in der sowjetischen Besatzungszone enteigneten Grundbesitzern ihre Güter wiederzugeben. Die beiden gründeten später auch den Verein „Allianz für den Rechtsstaat“, welcher sich gegen eine Anerkennung der Enteignungen durch die DDR-Bodenreform durch die damalige Bundesregierung unter Helmut Kohl einsetzte.
    Laut Alexander Häusler leiten Beatrix und Sven von Storch ein Kampagnen-Netzwerk im Hintergrund der AfD, das über einen Pool von Vereinen und Internetseiten verfügt, für die Sven von Storch verantwortlich ist:
    Der Verein Zivile Koalition e.V.
    Das Institut für Strategische Studien Berlin (ISSB) e.V.
    Die Internetseite „Demo für Alle“, die gegen Sexualpädagogik und die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mobilisiert.

    Der Verein „Zivile Koalition“ betreibt die Projekte eurocheck.de (mittlerweile entfernt), abgeordneten-check.de, „Initiative Familienschutz“ und „Entscheidung fürs Leben“, die ebenfalls von Sven von Storch geführt werden. Diese dienen der Darstellung von politischen Positionen der AfD, wie beispielsweise die Ablehnung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und des Gender-Mainstreamings, geben sich aber nicht als direkt mit der Partei verbunden aus. Sven von Storch ist Herausgeber des Internetblogs „Die Freie Welt“.
    Medien wie „Die Welt“ und „Der Spiegel“ berichteten, Sven von Storch werde vorgeworfen, insgesamt 98.000 Euro für private Zwecke vom Vereinskonto der Zivilen Koalition abgehoben zu haben. Das Ehepaar Storch erklärte, das Geld liege in einem Bankschließfach der Zivilen Koalition in Berlin, um die Liquidität des Vereines auch bei einem Bank Run zu sichern.
    hatetepees://de.wikipedia.org/wiki/Sven_von_Storch

  14. @20: Irgendwie bekloppt. Soll ich das löschen oder lieber Ihrer Frau schicken? Wahrscheinlich hat sie eh schon genug Grund zum Fremdschämen, so dass ich ihr das ja nicht unbedingt antun muss…

  15. Unter Klarnamen würde er das sicher nicht machen. So sind sie, die vermummten Deppen…

  16. @22: Dieser ganze von Georgy hier publizierte Schwachsinn ist natürlich einzig und allein als grossartiger Vertrauensbeweis mir gegenüber zu verstehen, denn ich kenne ja den Klarnamen…

  17. … und nicht geschütteIt?
    Mir fällt halt immer diese „BIoody Mary“-Story ein ,
    in Zusammenhang mit der Ausfart

  18. @23 – den Klarnamen von einem solchen „Deppen“ will ich schon garnicht mehr wissen; ich überspringe einfach seine Beträge; von daher brauchst du aus meiner Sicht auch hier nichts von ihm zu löschen; die Beiträge seiner Frau zu schicken hat dagegen was 😉

  19. @21-26: Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich sein könnte, nicht ständig an die Kommunikation anzuschließen und diese damit zu konditionieren (auch wenn @23 durchaus auch als Wiederherstellung von Kontigenz verstanden werden kann: „ich könnte auch anders – alles könnte auch anders sein“).

  20. (Freischaltung hat nicht geklappt; warum auch immer; also erst jetzt)

    @1
    Ich kann mit solchen Zahlen wenig anfangen. Sie erscheinen mir aus einem Zusammenhang gerissen. (Frei nach Nico Semsrott über den Unterschied von „Aufklärern“ und „Fanatikern“. Die Aufklärer schauen auf die Fakten und bilden daraus eine Geschichte. Die Fanatiker haben ihre Geschichten und suchen demnach die Fakten aus.)
    https://www.youtube.com/watch?v=rthXY4w3R4Y

    Doch mir fehlt das Hintergrund wissen, um die Zahlen wirklich einschätzen zu können.
    Und dann denke ich an eine Freundin, als Psychotherapeutin arbeitend, Deutsch perfekt beherrschend, vielleicht besser als ich, (siehe oben) und deutlich besser als die Muttersprache ihrer Eltern, Kroatisch. Ihr Kind gälte dennoch auch als Kind mit „Migrationshintergrund.“
    Eine schnelle Internetrecherche, die mir auch nicht half, die Zahlen einzuordnen — wer streut sie etwa? – brachte mich auf eine interessante Seite. Hier wird auf einen ersten Blick deutlich,, dass die Zunahme von Menschen mit Migrationshintergrund deutlich im Jahre 1985 beginnt. Und zwar sehr deutlich. Kein Wunder, dass bestimmte Parteien Jahre schon x Jahre vorher darauf verwiesen, dass die BRD längst zu einem Einwanderungsland geworden sei.

    https://mediendienst-integration.de/migration/bevoelkerung.html

    In einem Gespräch mit meinem Vater haben wir gemeinsam einen Eintrag in Wikipedia über Katalonien gelesen. Ich fand dort einen Satz, den ich sehr interessant fand und ich dachte eigenartigerweise auch an Sie. Der Satz lautet:

    „Aufgrund der historischen, sprachlichen und kulturellen Unterschiede zum übrigen Spanien sieht sich Katalonien als eine eigene Nation. Der Begriff Nation wird dabei im Sinne einer Kulturnation verstanden und nicht über eine ethnische Zugehörigkeit definiert.“

  21. Werde immer AfD wähle!!
    Außer die werde rechts
    Sindse nit.

    Alle andere Drecksäck!!
    Geldgeile Dräckseck!!!

  22. „Sozial Schwache sehen auf noch schwächere herab“…..logisch, wer wird denn seinen Frust an Stärkeren auslassen? Das wäre doch idiotisch. Größere verprügeln tun eh nur russische Nihilisten.

  23. „Boris Palmer plädiert für einen Dialog mit Respekt mit der AfD und ihren Anhängern, ist aber hart in der Auseinandersetzung. Seine Haltung hat in der Universitätsstadt Tübingen dazu beigetragen, dass die AfD nur bei knapp über fünf Prozent landete.“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-maischberger-uneinig-demokratisch-15231704.html
    Was für ein unbelegter Quatsch der hier einfach unbesehen behauptet und übernommen wird. Schaut man sich die Wahlergebnisse in ähnlich strukturierten
    Universitätsstädten in Südwestdeutschland, wie Freiburg, Konstanz, Stuttgart, etc.
    an, liegt der Anteil der AFD-Stimmen ungefährt gleich niedrig. Schon beim gesamten
    Wahlkreis, Tübingen mit Umland, siehts dann wieder anders aus. Boris Palmer
    schmückt sich hier mit fremden Federn.

  24. @ 36: Spricht das gegen „einen Dialog mit Respekt mit der AfD und ihren Anhängern, ist aber hart in der Auseinandersetzung“?

  25. @ 29: Geben Sie sich keine Mühe, die Zahlen zu verstehen: Die sind frei erfunden. Ihr Erfinder soll angeblich Mathe-Lehrer sein. Er benimmt sich aber wie ein vernachlässigtes Vorschulkind, das sich auf dem Spielplatz in der Rolle des Grusel-Clowns gefällt. Alle anderen ignorieren ihn. Ein Fall für die Psychiatrie.

  26. @ 40: Was macht denn den Unterschied aus, zwischen „Offenheit und Problembewusstsein“ und „Respekt“

    Beinhaltet „Respekt“ für Sie, daß man mit dem jeweiligen Gegenüber einer Meinung sein muß?
    Oder ist es auch zulässig, dem Gegner und seinen Argumenten „Respekt“ entgegen zu bringen, auch dann, wenn man selbst u.U. sprachlos wird, wenn der Gegner die schlagkräftigeren Argumente vorzubringen hat?

    In meinen Augen ist diese Form von „Respekt“ eine Frage der Streitkultur mit Anerkennung der Stärken des Gegners und der Kunst, auch verlieren zu können.

  27. @ 42: Respektvoll eher als mit Respekt. Ich sollte mich davor hüten, jemanden, der mich beschimpft, zu beschimpfen. Aber muss keinen Respekt und kein Verständnis aufbringen für unverständliche Dummheiten und unvernünftige „Alternativen“, die das Problem nicht lösen, sondern vergrößern würden.

  28. @44: Respektlosigkeiten zielen in der Regel auf die Person und unterhalb die Gürtellinie.
    … sofern es sich allerdings um die Freiheiten der Kunst, speziell um provokante Satire dreht, fragt sich selbst verständlich, ob hierbei nicht Respektlosigkeit mit Provokation als Stilmittel nicht ganz gezielt und bewußt eingesetzt werden darf bzw. sogar muß,
    um die Regeln der Orthodoxie unterminierend zu durchbrechen.

  29. @45)
    @ 42: Respektvoll eher als mit Respekt. Ich sollte mich davor hüten, jemanden, der mich beschimpft, zu beschimpfen.

    …genau das haben die Ausländer erkannt, der deutsche Übermensch- Orientierte
    (leider nur im Geiste, körperlich sind die ja Weicheier) schluckt eh alles.
    Drumm frag ich mich, was die AfD mit ihren Adolf- Versagersprüchen eigentlich bezwecken will. Die Araber belustigen ?
    Naja. Deutsche verlieren eben IMMER. Is so. Gerecht allemal und Strafe Gottes.

  30. @ 50: Stimmt. Doch wie Sie an einigen Kommentaren in diesem Blog gut erkennen können, dienen diese oft völlig irrationalen Provokationen und infantilen Anstandsverletzungen dazu, von der Inhaltsleere, Ideen- und Orientierungslosigkeit der AfD-Leute abzulenken. Deren Realitätsverkennung und Vernunftverweigerung liegt meines Erachtens an uneingestandenen diffusen Ängsten, die zu einer verengten Wahrnehmung der positiven Seiten der gegenwärtigen Lage und einer übertriebenen Fokussierung auf die negativen Seiten, die freilich nicht zu leugnen sind, führt. Wer einmal in diesem sich selbst verstärkenden Wahnsystem gefangen ist, kann darüber auch nicht mehr reflektieren und vernünftig mit anderen kommunizieren. Daher kommt es zu den aggressiven und regressiven Zügen im Verhalten vieler AfDler.
    Ich bemühe mich durchaus, die Denkweise von AfDlern zu verstehen und mir zu erklären, wie sie zustande gekommen ist, doch ich muss sie deshalb noch lange nicht kritiklos hinnehmen oder ihr gar zustimmen. Ich betrachte sie als eine milde Form von Paranoia mit schizophrenen Zügen. Von solchen Halbirren möchte ich nicht regiert werden.

  31. @ 48: Gibt es keinen Unterschied zwischen „die Wahrheit offen aussprechen“ und „Pathologisieren“?

    Wenn in einigen Kommentaren in diesem Blog pathologische Züge zum Vorschein kommen, dient es dem Lernfortschritt und der Verhaltensänderung darauf hinzuweisen.

    Dabei schließe ich mich überhaupt nicht aus. Wenn mich jemand kritisieren möchte, soll er das ohne Scheu tun. Ich meine „Kritik“ im kantschen Sinne von Aufklärung – nicht beschimpfen und beleidigen.

  32. @52)
    Fokussieren Sie doch mal die geniale Seite der Halbirren, eh Sie sich über
    verkehrten Focus Anderer beschweren.
    Seien Sie besser! Werden Sie ein Entdecker!

  33. @ 54 katharina: Von der AfD lernen, heißt siegen lernen – so oder ähnlich hieß es in der DDR, wobei diese ihre vorbildlichen Brüdern und Schwestern wohl nicht als Halbirren bezeichnet hätten.
    Ich finde, die AfD könnte noch viel von der SVP lernen. Die operiert wenigstens mit politischen Mitteln, nicht mit pathologischen.

  34. Solange es noch genug Sauen gibt, die sich durch die Blogs jagen lassen dürfte doch alles in bester Ordnung sein.
    Tschau. Bis zur nächsten tollen Sau. See you later.

  35. Re-Spekt = Rück-Sicht erscheint mir eine kluge Selbstschutzmaßnahme. Es verhindert beim Überholen, oder bei einem Spurwechsel, unter die Räder eines Schnelleren zu geraten.

  36. Respekt der was taugt, kennt keine Vorurteile, sondern Unterschiede.
    Um jemanden auf Augenhöhe begegnen zu können, ist manchmal bücken und manchmal strecken notwendig.
    Denn die Hand, die ich nicht beißen will, die will ich küssen, als ein Lernender.
    Es übertreiben heißt jedoch nicht respektlos sein, sondern sein eigenes Spiegelbild nicht ertragen zu können.
    Dann wird der Buckel krumm und die Stimme sanft vor lauter Grusel.
    Und das Genick wird steif und die Stimme flehend vor lauter Arschkriecherei.
    Und der Jammerlappen sagt zum Frontallappen: „Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück.“

    Respeklosigkeit die was taugt, kennt keine Naivität, sondern Bescheidenheit.
    Um jemand auf Augenhöhe herausfordern zu können, ist manchmal Einfühlungsvermögen und manchmal kritisches Nachfragen notwendig.
    Denn jeden Handschlag, den ich ausschlage, den gewähre ich meinem Gewissen.
    Es übertreiben heißt jedoch nicht respektvoll sein, sondern vermeintliche Riesen, in der Vorstellung von Zwergen zu Objekten zu degradieren.
    Von Amts wegen wird der Untergebene entmündigt und zum Aktenzeichen.
    Und im vorauseilenden Gehorsam zum allerbesten Aller jede Pflicht übererfüllt.
    Der degenerierte Frontallappen spricht: „Da nun mal erwiesen ist, dass jedes Problem ein Nagel sein muss, bleibt als alternative Lösung die Wahl zwischen Hammer oder Zange.“

    Wie auch immer. Ein jeder grüßt nun mal mit dem Hut, den er hat. 😉

  37. @46: bemerkenswerter Link
    wenn die Lösung zum Problem wird, mit einem Übermaß an political correctness

  38. @62: man kann’s ja durchaus einmal über die Kunst probieren.
    Mit dem Ziel im Hinterkopf, sich mit allen Mitteln , die einem zur Verfügung stehen, dafür einzusetzen, daß aus kleinen Arschlöchern an Verbrechern keine Großen werden, die anschließend an die Geschichtsbücher eingehen.

    So -allerdings etwas eleganter – beschreibt u.a. auch Hannah Arendt ihr AHA- Erlebnis angeregt durch o.g. Aussage (sinngemäß) von Bert Brecht.
    Ein Thema das er zum einen im Arturo Ui abhandelt,
    mit dem eindringlichen Hinweis im Epilog
    „der Schoß ist fruchtbar noch aus dem dies kroch“

    zum anderen in aller Vielfalt im epischen Theater zu Darstellung vermittelt.

    Weshalb ich mir diese Inszenierung heute anschaue
    http://www.pfalztheater.de/cms/?p=294&s=374&n=439&t=20&

    Eine Empfehlung, soll sich lohnen. 😉

  39. @ Respekt vor und gegenüber AfDlern

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich habe höchsten Respekt vor unserem AfD-Mitglied, das sein Glied jeden Tag bis zur Gehirnerweichung in seine maschinelle Mu…i schiebt, und das in einem Alter, indem er – wenn ich es recht verstanden habe – nicht mehr aktiver Mathe-Lehrer ist und seine viel jüngere und viel erfolgreichere Frau schmerzlich vermisst. Was Wunder, dass er für vernünftige Debatten keine Ressourcen mehr aufbringen kann.

  40. @ 69: Ja, Georgy, du bist mit deiner standfesten deutschen Männlichkeit mein Vorbild für männlich-deutsche Standfestigkeit in deutlichen Debatten, selbst wenn ich nicht in schwarz-rot-goldener Bettwäsche schlafe und auch nicht vor dem Einschlafen alle Strophen des Deutschlandlieds singe.

  41. @73 Diese Entwicklung ist sehr ernst zu nehmen.
    Das erscheint mir allerdings weniger „pathosgetränkt“, im Sinne der üblichen besserwisserischen Maulhuren mit ihren einzig zum Durchgreifen neigenden Alternativen.
    Das ist absolut intolerabel als nackte Gewalt und Zerstörungswut, die sich – speziell bei Chaoten- aus Wut und Ohnmacht speist.
    Und dies unter primitivsten Motiven, wie „Macht kaputt, was Euch kaputt macht.“

  42. Auch Entwicklung war längst absehbar und auch beobachtbar anhand der sich verdichtenden Fülle an politisch unklugen Faux pas und Fehlentscheidungen.

    Hierzu aus Hannah Arendt „Macht und Gewalt“ (Erstausgabe 1969/1970),
    denn folgende Musterbildung erscheint mir paradigmatisch und sitzt m.E. an allen möglichen Entscheidungsbifurkationen als „Bug“ im System bzw. wie vorprogrammiert in den Köpfen;
    mit dem Ergebnis einer übersteigerten, auch hybrisgetriggerten Unfähigkeit, zumindest kompensatorisch ausbalancierend mit transitorischer Unsicherheit und Ungewißheit bis zur Ohnmacht umzugehen.

    „Was immer die wirtschaftlichen und administrativen Vor- und Nachteile eines zentralisierten Staatsapparates sein mögen, die politischen Konsequenzen sind immer die gleichen: Monopolisierung der Macht führt zur Austrocknung oder zum Versickern aller lokalen Machtquellen des Landes, und damit letzten Endes zu einem offenbaren Machtverlust. So sind wir heute in Amerika, dessen Staatswesen ursprünglich auf einer großen Pluralität von Machtzentren basiert, die auf eine höchst sinnreiche Weise durch das System ‚checks and balances‘ gegeneinander ausgespielt und vereinigt werden, nicht nur mit einer Desintegration der Machtstrukturen, sondern mit dem noch viel unheimlicheren Phänomen konfrontiert, daß auch Macht, die noch intakt ist und sich frei manifestieren kann, ihre Wirksamkeit verliert und den ihr gestellten Aufgaben nicht mehr gewachsen ist. Von der ‚Ohnmacht der Macht zu sprechen ist kein geistreiches Paradox mehr.“
    (Beispiele)

    „Die Ohnmacht der Macht läßt sich auch an anderen Beispielen illustrieren. Dank der enormen Effektivität wissenschaftlicher Teamarbeit-vielleicht Amerikas hervorragendster Beitrag zu moderner Wissenschaft – können wir komplizierteste Prozesse mit einer Genauigkeit kontrollieren, die eine Reise zum Mond weniger gefährlich macht als gewöhnliche Wochenendausflüge; aber die angeblich ‚größte Macht der Welt‘ ist außerstande einen für alle Betroffenen eindeutig katastrophalen Krieg, in einem der kleinsten Länder der Welt zu beenden. Es ist, als seien wir im Märchen einem Zauberspruch verfallen , der uns die Gabe verliehen hat, das ‚unmögliche‘ zu tun unter der Bedingung, daß wir die Fähigkeit das Mögliche zu tun verlieren, als gelige uns das Außerordentliche nur noch um den Preis, daß wir alltägliche Bedürfnisse nicht mehr zu befriedigen wissen. Wenn Macht im Unterschied zum bloßen Können meint: wir-wollen-und -wir-können, dann leigt in der heutigen sich ständig noch steigernden Macht der Menschen auf der Erde ein seltsames Element der Ohmacht; denn der Fortschritt der Wissenschaft ist von dem, was wir tun wollen fast unabhängig geworden, so wenig wie die scheinbar unaufhaltsame Entwicklung der Technik.“

    Und letztere ist schließlich – dank IT- bei allen möglichen Feinheiten der -auch manipulativ wirksamen- Steuerungs-Technik angelangt, die bekanntermaßen mit kumulativem Erreichen des Übertritts in nichtlineare Schwellenbereiche sich der Kontrollierbarkeit entzieht.

    „Wiederum wissen wir nicht, wohin diese Entwicklungen uns führen. Aber wir wissen, daß jeder Machtverlust der Gewalt Tor und Tür öffnet, und sei es nur, weil Machthaber, die fühlen, daß die Macht ihren Händen entgleitet, der Versuchung, sie durch Gewalt zu ersetzen, nur selten in der Geschichte haben widerstehen können.“

    Bringt man diese Thesen einmal zusammen mit dem, wovor Heitmeyer seit Anfang des Jahrtausends warnt:
    „Mit Hilfe der Globalisierung breitet sich ein autoritärer Kapitalismus aus, der einen erheblichen Kontrollgewinn über die Gesellschaft erzielt. Zugleich führt er zu einem Verlust der Kontrolle nationalstaatlicher Politik.“

    dann liegt im „autoritären Kapitalismus“ der sog. „Deregulierungs-Doktrin“ der lobbypolitisch aktiven Großkonzerne durchaus eine vergleichbar „seltsames Element der Ohmacht“.

    „Internationale Unternehmen können seit Langem – und zwar auch politisch unterstützt durch die Deregulierungs-Doktrin – ihre Interessen gegen Regierungen durchsetzen, zum Beispiel weil aufgrund von Standortfaktoren inzwischen nicht mehr nur Konkurrenz zwischen Firmen besteht, sondern zwischen Ländern.“

  43. @ 0 und @75:
    Es ist ein Irrtum anzunehmen, die Deregulierung im globalisierten Kapitalismus sei keine Form der Zentralisierung.
    Zumal mit der Deregulierung genau das gefördert und bewirkt wird, was Hannah Arendt beschreibt:
    „Monopolisierung der Macht führt zur Austrocknung oder zum Versickern aller lokalen Machtquellen des Landes, und damit letzten Endes zu einem offenbaren Machtverlust.“

    Vor diesem Hintergrund steuert Merkel auch einen eindeutig falschen Kurs in die eigene und nationale Ohnmacht, wenn sie die Macht – derart blauäugig – an die Lobbypolitik der Großkonzerne delegiert.

    „In allen diesen Beispielen gab es nur Anpassungen an die Forderungen des Kapitals, die sich eben der Deregulierung bedient haben. Kanzlerin Merkel hat das auch noch mit dem Satz der „marktkonformen Demokratie“ überhöht und damit einen markanten Beitrag zur Demokratie-Entleerung beigesteuert. Ein „demokratiekonformer Markt“ wäre eine bessere Idee gewesen.“

  44. Auf den ersten Blick könne man wohl meinen, der Ossi will seinen eigenen Schmerz nicht sehen, wenn er dem Flüchtling begegnet.
    Aber warum zetern dann Georgy und L.Eder eigentlich?
    Wolfs These wankt wohl etwas. Dennoch eine Chance dem Künstler, so er dazu nicht mal bei TonSteineScherben mitsang. Oder doch?
    Biermanns Sicht:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-153371497.html

  45. ‚Während des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, der NS-Zeit und des Kommunismus hätten die Menschen keine Erfahrungen mit einer funktionierenden Demokratie sammeln können.’meint der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter.
    Ah, daher das Georgy/ Eder- Phänomen. Wilhelminisch Erzogene…,daß ich da nicht selber drauf kam….

  46. Der Forz aus dem Rachen der Maulhure fährt
    Ach, rostiges Schwert.
    Die Frau gehört hinter den Herd.
    Und wenn man so nicht kochen kann
    hört man sich eben Biermann an.

  47. @78 ‚Während des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, der NS-Zeit und des Kommunismus hätten die Menschen keine Erfahrungen mit einer funktionierenden Demokratie sammeln können.’meint der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter.

    Stimmt zumindest partiell.
    Nur: Seit wann haben wir denn eine -einigermaßen- funktionierende Demokratie, wenn nicht erst seit 1949, im Westen? Seit 1989 im Osten?

    Auf die „funktionierende Demokratie“ braucht sich der Westen -auf dieser Basis-
    aber nichts einzubilden.

    Bemerkenswert ist, daß offenbar doch immer noch eine äußerst merkwürdige Auffassung von überwiegend dominierter Geschichte. Bei genauer Betrachtung sind die Akteure als Charaktere auch geprägt durch Erziehungsmethoden, die sich bis dato noch vorrangig an protestantischem Arbeitsethos gepaart mit preußischen Sekundärtugenden orientieren.

    Auf diesen Vorgaben, die keinerlei bzw. nur äußerst begrenzt Schwäche zulassen, fußt auch noch immer das Verständnis von Effizienz und Effektivität in den Wirtschaftswissenschaften, die sich allerdings mit den Risiken, die aus den sozialen Fragen erwachsen erheblich schwer tun.

    Die Pseudoexaktheit auf der Spur eines Hyperperfektions-Trends reflektiert letztlich alte Lied, das sich um statistische Banalitäten und die Paradoxie der Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen rankt.

    Altbekannt ist:
    Menschen, wie überhaupt „lebende Systeme“ , lassen sich nur äußerst begrenzt und schwer vermessen.
    Vor allem dann nicht, wenn es sich um nichttriviale Entscheidungen dreht.

    Prof. Dr. Gerd Gigerenzer: Risiko, Entscheidungen und Intuition
    https://www.youtube.com/watch?v=3gYkWKL4yNU

  48. @ 82:
    Hm … mein Einwand lautet: Drang nach umbevormundeter Freiheit muss man nicht lernen, sie ist inhärent. Es ist vielleicht andersherum, nämlich dass die Menschen in Ostdeutschland nach zwei Diktaturen die Nase vollhaben von Bevormundung. Fortwährend bekommen sie in den Qualitätsmedien gesagt, sie seien nicht ganz gescheit, zurückgeblieben, hätten irgendwelche Defizite. Womöglich aber sind es eher wir „Wessis“, die defizitär sind (nicht nur, aber auch).
    Es hat ja bei uns eine Art Kulturimperialismus der US-amerikanischen Lebensart stattgefunden. Das mag als befreiend wahrgenommen werden. Andererseits aber finden sanfte, kaum merkliche massenpsychologische Steuerungen statt, (das geht alles auf Bernays zurück) welche die Demokratie zum einen aushöhlen, und zum anderen den Raum konsumistisch-verführerisch auswattieren. Es geht uns doch gut! Der Trick: wessen Aufmerksamkeit ständig hin zu neuen Gierobjekten gelenkt wird, der kommt garnicht auf die Idee, über sich, die Welt, deren Sinn oder deren „eigentliches“ Ziel nachzudenken. Und man kann sich fragen, wer denn eigentlich von dieser Massenhypnose profitiert?

  49. Ergänzung: „der“ „Ossi“ hat ja nun gewissermaßen „seine Bananen“ bekommen, ist aber nicht gewillt, deshalb auch unserer „American Way of Life“-Massenhypnose beizutreten. Vielleicht, weil er darin nicht geübt ist. Die Russen waren zwar auch schlimme Burschen, aber sie waren nicht so hinterfotzig wie die Amerikaner. Beim Russen war die Gewaltstruktur erkennbar, deshalb konnte man sich davon distanzieren. Der amerikanische Konsumweg injiziert dir das unter die Haut und du merkst es nicht, es ist ja auch süßes Gift. Sex and drugs and rock’n roll …

  50. Wanderhure,

    Markthure

    Schland.

    „Jeder darf rein, alle dürfen drüberrutschen“

    (= Philosophie und Geschäftsmodell)

    Kapitalschwanzkonform!

    (Hannah Georgy)

  51. @ 87: der bekannte Kampf und Deutungs- und Etikettierungshoheit. Roth mag ja der Meinung sein, dass es fortschrittlich und schick sei, wenn der Staat die Souveränität über seine Grenzen und sein Gebiet aufgibt, wenn er durch eigene fortgesetzte Rechtsbrüche das Rechtsempfinden der Bürger aushöhlt, wenn er rechtsfreie und gewaltdominierte öffentliche Räume zulässt und dass Opposition dagegen delegitim, da „rechts“ sei – wer glaubt diesen Schmarrn eigentlich noch? Ich jedenfalls kann mich für diese Art Fortschritt nicht enthusiasmieren.

  52. @85: Das ist der Punkt:
    „Der Trick: wessen Aufmerksamkeit ständig hin zu neuen Gierobjekten gelenkt wird, der kommt garnicht auf die Idee, über sich, die Welt, deren Sinn oder deren „eigentliches“ Ziel nachzudenken. Und man kann sich fragen, wer denn eigentlich von dieser Massenhypnose profitiert?“

    Ja, wer profitiert von dieser „Massenhypnose“ eines unsäglichen Überangebots an Waren incl. „Informations“-Artikeln, die im Großen und Ganzen , vor allem in dieser Fülle kein Mensch braucht?

    Gier und Suchtverhalten sind -soweit bekannt- Kehrseiten ein und derselben Medaille.
    Welche Objekte der Begierde die Gier jeweils zu füttern pflegen, ob stofflicher bzw. nicht-stofflicher Art, erscheint im Allgemeinen irrelevant.

    Wenn sich Suchtverhalten wiederum läßt sich in der Zwanghaftigkeit des gesamten Verlaufs gewohnheitsmäßiger wiederholter Selbst-Versuch definieren läßt, negativ empfundene Emotionen zu kontrollieren, die unter Zufuhr des jeweiligen Objekts der Begierde als Suchtmittel Linderung bzw. Ablenkung und Auswege aus der Auseinandersetzung mit unangenehmen Stimmungslagen versprechen, dann fragt sich natürlich inwieweit sich die Produzenten bzw. alle diejenigen, die sich mit dem in Verkehr bringen von Objekten der Begierde beschäftigten, nicht bewußt oder insgeheim als Co-Süchtige verhalten.

    Aber auf diesem Strang weitezudebattieren erscheint mir zwar verlockend, ist aber aktuell ein viel zu weites Feld.

    Eine andere Frage sei aber erlaubt, Herr Eder, da dies ja nicht mein Gebiet ist.

    Wie grenzen sich Psychologen, die durchaus sehr erfolgreich und anerkennenswert mit Trancen arbeiten, eigentlich gegenüber unseriösen Konkurrenten, vor allem aus Esoteriker-Bereichen ab?
    Und -als Kehrseite der Medaille- wie gehen Psychologen um mit Kollegen, die sich – mit Schwerpunkt der Wirtschaftpsychologie – der fortgesetzten, niederschwelligen Trance-Erzeugung im Marketing widmen?

  53. @85: Danke, Herr Eder.
    Wieder was dazu gelernt.
    Bernays kannte ich nämlich noch nicht.

    Aber das ist natürlich ein klares Bekenntnis, seine Geschäftsidee betreffend.
    „Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“

    „Eine seiner bevorzugten Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung war die indirekte Nutzung prominenter Dritter: „Wenn man die Führer beeinflussen kann, entweder mit oder ohne deren bewusste Zusammenarbeit, beeinflusst man automatisch deren Gruppe“.“

    Nur scheint sich jetzt eben doch herauszustellen, daß derartige wachstumsfördernde Post-Gründerzeit-Ideologien, an zwischenzeitlichen Immunisierung bzw. stillen Feiung der Massen zu scheitern pflegen.
    Selbst institutionalisierte Pandemie-Alarme wie z.B. bei der Schweinegrippe scheinen kein adäquat profitables Geschäftsmodell mehr zu bieten. Denn diese Aktion ging damals gründlich in die Hose. (Allerdings vermisse die Statements und den Film von Dr. Wodarg dazu. Er scheint irgendwie abgetaucht zu sein, denn nach 2015 findet sich nichts)

    Ein Vorschlag:
    Wie wäre es denn, darüber weiter zu debattieren, wo sich auch die großen Kapital-Anleger des Finanzkapitalismus – der sich ja durchaus als äußerst scheues Reh im Hintergrund hält- sofern es sich um die Abgrenzung zwischen Gemeinnützigkeit und gemeiner Nützlichkeit dreht.
    Es könnte sich m.E. als durchaus ergiebig erweisen, auf Ebene des Immunsystems (der Gesellschaft, nach Luhmann) weiter zu debattieren.
    Eine quasi Nebenbemerkung von Luhmann läßt mich seit der ersten Lektüre dieses Kapitels in Soz. Syst nicht mehr los.
    „Theoretisch ergiebiger wäre es, Erwartungsstruktur und Immunsystem zu unterscheiden. … “ (Soz. Sys. 1987, S.550)

    M.E. ergeben sich exakt an dieser Bifurkation ganz entscheidende Beurteilungs-Kriterien der allgegenwärtigen Scherenentwicklung, die vorgeblich nicht in Griff zu bekommen scheint.
    Und die sich z.B. auch bis hierhin erstrecken
    „Die WHO – Im Griff der Lobbyisten?“
    Diese Recherche lief im April bei ARTE und auch noch einiges zum Hintergrund von etlichen anderen WHO-Themen auch.

    Wenn sich die Finanzierung der WHO die sich mittlerweile ganz in den Händen der Bill und Melinda Gates – Stiftung zu befinden scheint, dann einem das – demokratisch vorgeprägt- dann doch schon einiges an Bauchgrimmen bereiten.
    Dies vor allem im Zusammenhang zwischen Gemeinnützigkeit und gemeiner Nützlichkeit der Besetzung ministerialer Posten, umkränzt von Hecken-Röschen.

    Tja, nun scheint eben doch die große Frage, inwieweit ein Stringcode in der Tat seinen vorgegebenen AlgoRythmen 1:1 dient oder nicht.

    to WHOm IT may CONCERN

  54. @89 ich kenne bzw. kannte Jürgen Roth nicht.
    Hab auch nur den Nachruf aus der TAZ gelesen,
    http://www.taz.de/!5451753/
    der von Uwe Dolata auf FB gepostet wurde.

    Und wenn man eines den Alt 68ern zugute halten muß, dann dies:
    Zur Sensibilisierung des Immunsystem der Gesellschaft haben sie schon verdammt viel beigetragen.
    Und er gehörte offenbar zu den Unbestechlichen.

    „Sein Thema war der Filz von wirtschaftlicher, politischer und krimineller Macht. Ein Nachruf auf einen, der keine Angst hatte, sich Feinde zu machen.“

  55. Zu den Sachsen:

    „Laut Umfragen sind 92 Prozent der Sachsen gegen die Abholzung des Regenwaldes. Dieses Ergebnis erstaunt, da dort überhaupt kein Regenwald wächst, und keiner der Befragten angab, jemals einem Regenwaldbaum persönlich begegnet zu sein.

    »Über 80 Prozent konnten nicht einmal sagen, wo sich der nächste Regenwald überhaupt befindet. Trotzdem sind diffuse Ängste vor einem angeblichen „Verschwinden des Regenwaldes“ allgegenwärtig«, erklärte die Expertin für Baum- und Alltagsrassismus.

    Hier muß die Zivilgesellschaft wachsam bleiben, damit wir auch weiterhin klare Kante zeigen können.“

    aus dem Celler Umfeld

  56. 94:
    Danke für das Kompliment an meinen Mann, deaxmac.
    Ja, es ist extrem wichtig, dass man keine Angst hat, sich Feinde zu machen.
    Dass man unbestechlich bleibt…..
    (und – ich möchte hinzufügen – im Heute und nicht im letzten Jahrhundert lebt…..)

    Herzlichen Gruß
    Hannah Georgy

  57. @92, 94:
    Gerne,
    Bernays (Neffe von Freud) ist bis heute die Grundlage der angewandten Massenpsychologie. Die erfolgreichsten Kampagnen waren 1916/17 die Erfindung des „hässlichen Deutschen“, um die amerikanische Öffentlichkeit, die deutschfreundlich war, auf den Krieg gegen D einzustimmen. War „erfolgreich“. Später z.B. im Auftrag von Lucky Strike die Etablierung des Rauchens bei Frauen, indem man es mit Emanzipation und Befreiung gleichsetzte. Ebenfalls sehr erfolgreich, auch was den Anstieg der Lungenkarzinomrate in der Damenwelt anbelangt. Auch Goebbels war ein Anhänger von Bernays.
    Empfehlenswert hierzu: Andreas Elter, „Die Kriegsverkäufer. Geschichte der US-Propaganda 1917-2005, edition suhrkamp 2005“
    Zur Abgrenzung/Psychologie: ich glaube, man braucht einen Ansatz, der die die Entwicklungspotentiale des Einzelnen im Blick hat und darauf vertraut und sich selbst jede unerlaubte Manipulation versagt (dazu gehört auch, in Klienten nicht irgendwelche Lösungen hineinstopfen zu wollen). Das finde ich eigentlich in allen Therapieschulen. Für meinen Geschmack haben besonders die systemische, die Verhaltens- und die klientenzentrierte PT dies besonders gut herausgearbeitet. Die Ericksonianische Hypnotherapie arbeitet zwar mit Trance, aber sehr emanzipativ. Durfte ich bei Gunther Schmidt lernen, davon profitiere ich seit nun fast 30 Jahren.
    Marketing? Ich habe wenig Kontakt mit Kollegen aus diesem Bereich. Er hat mich nie sonderlich interessiert, weil es mir persönlich zu flach ist, mir Strategien auszudenken, wie man anderen Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann. Vor gut 30 Jahren hat meine Krawattenphobie mich davor bewahrt, in ein Unternehmen einzusteigen, das Personalberatung macht. Finde ich moralisch nicht verwerflich, ich wollte aber lieber „Psychofuzzi“ bleiben. Finde es persönlich nach wie vor eine bereichernde Aufgabe, mit Menschen manipulationsfrei für ihre Veränderung zu arbeiten.

  58. @90: Na klar dreht es sich darum
    … „der bekannte Kampf und Deutungs- und Etikettierungshoheit“.

    Insofern müssen die ersten Fragen der Authentizität gelten, bei der mir
    persönlich klare Kanten wesentlich lieber sind als gefällige Glättungen.

    Worauf bezieht sich denn die gesamte Zunft des bücherschreibenden, publish or perish-Sachbuch-Artikel verfassenden und von Seminar zu Seminar, von Event zu Event tingelnden Kollektivs an überwiegend Geisteswissenschaftlern, die sich – bei Festanstellung – unter die BGen „Druck und Papier“ ansonsten unter VBG oder auch BGW fassen läßt?
    Bei Freiberuflichkeit (ob mit oder ohne eigene Praxis) oft gänzlich ohne Absicherung, was die Sozialversicherungen angeht.
    Von Berufsbildern , die den künstlerischen Bereich berühren, ganz zu schweigen.

    Man braucht dazu doch nicht ständig die unmittelbare Verkoppelung vorgeblich eindeutiger Fakten, die lediglich auf Statistiken beruhen mit fallbeschreibenden anamnestisch erhobenen, und auch durch Belege erhärtete Indizien zu verwechseln.
    Ein Riesen – Bug der pausenlos auch geschieht. Man braucht sich nur die unterschiedlichen Berichte zu den Manipulationen rund um Glyphosat anzuschauen (s. Deutschlandfunk)

    Es hat sich nur äußerst selten bewährt, jemandem – der auf solchen Ebenen Schindluder betreibt und auffliegt, in zu kurzer Zeit eine neue Chance zu geben und anschließend mit Menschen von Kindern bis Alten arbeiten zu lassen.
    Um diese „Fakten“ dann als Grundlage zu nehmen eine neue Partei mit Alternativen von anno tobak aufzubauen.

    Das ist doch das, was in der gesamten Politiklandschaft seit langem nicht überzeugt und die Gesellschaft im Kern spaltet:

    1) der unsaubere – sprich lobbypolitisch geschmierte – Umgang, selbst mit eindeutigen Fakten (bis hin zu definitiven Volksverhetztern und Holocaust-Leugnern)
    2) das Schönreden bzw. Frisieren von statistisch erhobenen Fakten, ohne sich um die Biases bereits im Studien-Design zu kümmern
    3) die bewußt eingesetzte Manipulation bzw. für viele auch verdeckte Einsatz manipulativer Tools

    Wie will man denn evidentes Unrecht bis hin zu den grausamsten Verbrechen jemals aufklären in einem totalitären Unrechtstaat? Solange der Terror wütet, ist es bekanntermaßen ein Ding der Unmöglichkeit, sich offen gegen das Unrecht wenden bzw. gegen die Mafia vorzugehen. En Detail läßt man das besser, wenn man Familie hat. Es sei denn man ist lebensmüde.

    Die gesamte Spitzelstrukturen sowohl der Gestapo wie auch später der Stasi legen doch einen Punkt ganz klar offen, den wiederum Hannah Arendt en detail beschrieben hat und der auch die Charaktere – bei aller Vielfalt- auch portraitiert. Die eigentlichen Träger totalitärer Staaten sitzen in der Bürokratie und sind „brave Gretchen“ und langweilige „Hanswurste“ , denn sie charakterisiert im Wesentlichen:
    Kadaver-Gehorsam gepaart mit preußischen Sehundärtugenden und die modische Nähe zum aktuellen Zeitgeist.

    „Sich Feinde machen“ findet man unter einer derart abhängigen Klientel äußerst selten. Zu gefällig, zu glatt und ohne Makel

    So und nun vergeht nach einem Befreiungsschlag mit Regime- Wechsel Zeit.

    Aber so langsa, sterben dabei auch die unmittelbaren Augenzeugen und Beteiligten – bei vielleicht ganz magerer Beweislage – nach und nach weg.

    Wie geht man weiter vor?
    Wem soll man glauben?

  59. Die abstruseste Erklärung liefert dieser Herr.
    Er glaubt,( und was soll er als Wessi auch sonst glauben?), das Problem der Ossis läge ausschliesslich im Finanziellen.
    Als ob Menschen, die 40 Jahre lang kein Geld hatten auf einmal den Fokus ernsthaft auf Materielles legen könnten….
    Als ob Menschen, denen Kapital überhaupt nicht wichtig war nun mit Enthusiasmus ihre Haut zu Markte tragen wollen….
    Als ob Menschen, die 40 Jahre lang in klosterähnlicher Gemeinschaft lebten, ( Gott oder Erich, wenn juckt’s) auf einmal mit Individualismus und Einzelkämpfertum existieren können….

    Ich glaube, der Zorn des Ostdeutschen kommt weder von eingefrorener Wut noch von Schuldgefühlen ob finanzieller Stützen. Ihm wird einfach das fehlen, was er gewöhnt war. Basta. Nur darf er das ja nicht zugeben, also kreischt er irgendwelches Zeug bei der AfD.Und selbst wenn er es offen gestehen würde, der Wessi würde ihn nie begreifen.

    Im alten Osten zahlte ich 17 Mark Miete. Jetzt 450 Euro ,auch noch an einen gierigen, unfreundlichen Schwaben.
    Und nie, nie & wirklich nie waren im alten Osten Bedenken nötig, wo man nächsten Tag sein Essen herbekommt. Brötchen 5 Pfennige, Brot 40 Pfennige.Heuer kurve ich oft um einen nahezu leeren Kühlschrank, denn das, was ich im Osten lernte (zu zeichnen) interessiert nun keine Sau mehr wirklich.

    Früher war es normal, sich gegenseitig zu helfen.
    Heuer ist es normal, daß dir einer auf die Schultern springt bis dir die Luft wegbleibt um dir dann einen „Wie atme ich richtig? Mit 24 innovativen Atemzügen zu Erfolg und ewiger Jugend“- Kurs anzubieten.
    Das alles dürfte ausreichen, um wilde, böse Anwandlungen zu bekommen.
    Und jetzt kommt der grausame Fakt ins Spiel, dass Leute wie Petry hier Markt rochen und begannen ,die chaotischen Zornenergien der Ossis in eine fatale Richtung zu führen. Diese Chemikerin, die wie in einer Alchemistenküche das Brodeln durch ihre Kolben und Rohre so lenkt und leitet, dass es ihr am nützlichsten ist!
    Himmel! Wie scheußlich diese Gestalt ist! Noch scheußlicher als Atemkurs- Anbieter. Schlimmer als Frankenstein.
    Wissenschaft im Namen des Bösen.

  60. 101: lehrreich für mich, das so persönlich erlebt zu lesen, katarina.

    Ich bin über solch kontroverse Beiträge dankbar, die aus Erfahrungen kommen, die ich nicht kenne……

  61. @103)
    Dann hören Sie doch ihren Schülern mit Migrantenhintergrund zu. Die kommen aus ähnlichen Verhältnissen.
    Erweitere:
    Ob Allah, Gott oder Erich,wenn juckt’s.

  62. Das habe ich in den letzten 8 Jahren intensiv getan und viele Beobachtungen machen können/müssen…..
    Über das Leben in der DDR weiß ich allerdings unglaublich wenig…….

  63. ….und über den Bruch, der das ganze Leben dort wohl ungeheuer schlagartig änderte.
    Ich lebe ganz im Westen und habe viel mehr Kontakte zu Frankreich und Benelux.
    Ostdeutschland ist mir im Grunde völlig unbekannt und fremder als die o.g. Länder…..

  64. 105)
    Warum machen Sie diese Hyperventilationspunkte hinter Ihre Sätze?
    Wollen Sie eine Ossi- Frau?
    Dann fragen Sie Santak .
    Der hat ’ne Slavin. Das ist so in etwa wie Ossi.
    Ich will Sie jedenfalls nicht, Sie Meerettich!

  65. 108)
    Aber ich biete Ihnen gerne einen Selbstoptimierungskurs an.
    „Teil1. Wie mache ich für mich stimmig, was für mich nicht stimmig ist?
    Teil 2. Soziale Phantasie in 24 Stunden.“
    Preis per PN.

  66. @106)
    „Bruch“ als Identitätszuweisung kann ich für mich nicht annehmen, da ich mit mir und dem, was ich kann und nicht kann, nicht brach und auf den komischen kapitalistischen Zug aufsprang, wie die meisten anderen Ossis. Darum brauche ich auch keine AfD.
    Ich reguliere meinen zeitweiligen Frust anders.

  67. 109 Als Meerrettich fehlt mir der Leidensdruck

    101 ihre knappe Beschreibung des komischen kapitalistischen Zuges gefällt mir

  68. Es kommt „mimetisch“ vor!!!!!!

    Linkes Reden denkt in dieser Logik seinen Gegner mit, als Gestalt einer Bedrohung.

    ( Huhuuuuuuuh: FPÖ….!!)

    Ihren Gegnern unterschieben die Linken eine Manipulation.

    (Huhuuuuuuuh: haben Probleme nur erfunden, um Angst zu machen…….)

    Nicht gerade der schlaueste Artikel…..
    Versteht und beherzigt das selbst Angepriesene nicht.

  69. @ 114: Mittlerweile merken doch selbst eingefleischte AfD-Größen wie die ehemalige AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry, der ehemalige Fraktionsvorsitzende der AfD im nordrhein-westfälischen Landtag Marcus Pretzell und der Schatzmeister der nordrhein-westfälischen AfD Frank Neppe, dass mit solch rechtsradikal-nationalistischen Typen kein Staat zu machen ist.
    Neppe begründete seinen Austritt aus der AfD damit, dass einige Funktionäre die Partei mit ihren Äußerungen „immer mehr in die rechte Ecke bugsieren“. Er sei „nicht mehr bereit, für solche ‚Parteifreunde‘ und ‚Führungskräfte'“ den Kopf hinzuhalten. Sehr enttäuscht sei er von AfD-Mitgliedern, die wie Fähnchen im Wind ihre Meinungen wechselten, „um immer auf der Seite der vermeintlichen Mehrheit zu stehen“.
    Ob er damit Georgy oder Lothar Eder meinte, ist nicht nicht klar…

  70. @ 116: „passiv-aggressive Männer“ sind Männer, die „mauern“, Meister des Vermeidens, Verschweigens und Verdrängens – warum „also Fremdlinge“?

  71. @111)
    Georgy, Sie sind natürlich kein Meerrettich. Betrachten Sie diesen Vergleich bitte als nicht geäußert. Danke.

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