Alias

Ein unheimlicher Verdacht lässt mich nicht mehr schlafen: Es sind eigentlich nur ganz wenige Leute, die in meinem Blog ihre Kommentare abgeben. Wenn man den Namen folgt, dann scheinen es etwa ein Dutzend Leute zu sein, doch so viele sind es gar nicht. 90% aller Statements stammen, so denke ich, von nur zwei Personen: Michael Santak und Georgy.

Sie schreiben unter Pseudonym:

Michael Santak unter dem Alias Rainer Herrmann und Arno Jogoda und Laura Susanna Grödahl (und vielleicht auch nocht anderen, so dass die Zahl von 10% wirklicher anderer Kommentatoren noch sinken könnte).

Georgy unter dem Alias Lothar Eder, Sylvia Taraba und Max Liebscht (viele andere Pseudonyme vermute ich in diesem Fall allerdings nicht).

Aber auch im Blick auf die Pseudonyme werde ich immer unsicherer: Man hört so viel von Bots…

 

47 Gedanken zu „Alias

  1. JAWOLL!
    Ich fordere ebenfalls forensische blockfähige foren- und blogsichere Psychiatrie!
    FÜR DIE NEUE ORDNUNG!

  2. Fragen nicht Meditierende nach einer gewissen Übungsspanne, vermutlich kurz vor oder hinter einem Satori :
    „Gibt es mich eigentlich?“
    Aber `unheimlich` ist das alles nicht. Unheimlich wäre die selbe Frage kurz vor einem fahrenden Zug.

  3. Alles schon längst Panna cotta mit Krönchen 11.
    ..heute sind mal die Rouladen dran, die im Jenaer Glastopf geschmurgelt haben.
    Stammen noch von Muttern, die Töpfe.
    Mein Bild von dem
    Phönix vor der Bratröhre aus der Silvesternacht 2010/11 oder 2009/2010
    (weiß nicht mehr so genau)
    such ich noch raus.
    Und poste’s als .pdf.
    Das dürfte reichen, zum Post-Ident der Handschrift,
    zumindest bis zu den Iden des März.
    … mein Gott, ich wußte, doch es gibt noch ein blaues Wunder…
    sonst wären meine Raben heute nicht so aufgeregt durch den Hof geflogen…
    aber ich kann die (noch) nicht so ganz auseinander halten.
    Aber ich seh schon, ich muß mich doch mehr mit Vögeln beschäftigen,
    in Klein und Gross-Schreibung beschäftigen,
    dieses Jahr.
    http://www.ted.com/talks/joshua_klein_on_the_intelligence_of_crows
    😉

  4. Dass aktionsdiagnostisch nicht zwischen „Liebscht“ und „Georgy“ differenziert werden kann, ist natürlich extra bedenklich. Grad so als wenn es keinen relevanten Unterschied zwischen Lothar Dombrowski und Bernhard Simon gäbe. Gibt es doch aber, nicht? Hoff ich zumindest. Systemikernachhilfe Nr. 2: https://lornasmithbenjamin.com/sasb/

    *Aktionsdiagnostik ist unter den diagnostischen Ansätzen nicht der schlechteste.Die Ansätze, die in fixer Weise auf fixe Eigenschaften rekurieren, stellen einen Rückfall zu den primitiven Konstruktsystemen der 50-er dar.

  5. @3)
    Hier ergreift mich allerdings das Mißtrauen, ach was sage ich, das reine Grausen.
    Erst seien es Fledermäuse, jetzt Raben.
    Das klingt nach Transsilvanien.(…non Pfalz!)
    Man sollte das sofort überprüfen!

  6. @10)
    Systemikernachhilfe Nr. 3
    AFD schreibt sich AfD.
    Größenwahn in der Mitte deutet übrigens auf sexuelle Kompensationsnotwendigkeiten .
    Eigentlich eher untypisch für die ruppigen Germanen. Rechts des Limes.

  7. Nicht dass ich damit ein Problem hätte, zu den „restlichen“ 3 % (oder so) zu gehören. Vermutlich hat das etwas mit der Normalverteilung bestimmter Parameter zu tun; aber womit ich ein Problem habe, ist die Tatsache, dass es hier keine Kursivfunktion für das zehenschleckende Fußvolk gibt (CoCo war übrigens der Hundename des Lieblingscockerspaniels meiner Wiener Großmutter).

    So ein kleines Zusatzkästchen für Fettdruck/Kursivdruck, wäre mein Wunsch für das neue Jahr… Dann hätte auch Georgy beim Kotzen im neuen Jahr mehr Varianten zur Verfügung (Risibisi unzerkaut, zerkaut, vorverdaut, bereits aus dem Dünndarm in den Dickdarm gewandert – je nachdem zu markieren mit Normalschrift, Grossbuchstaben, Grossbuchstaben kursiv, Grossbuchstaben fett sowie – falls bereits kurz vor dem Anus – fett und kursiv…).

  8. CoCo, treffen Sie sich doch einfach mal mit ihm. Da können Sie die Fonts ganz weglassen.
    Hatte er nicht darum gebeten, daß Sie seine Vision, wie er Ihnen Maulschellen verpasst, so stehen lassen? Holen Sie die katholische Peitsche raus und geben Sie`s ihm. Meinen Segen haben Sie. 😀

  9. Mit wem? (Ich verstehe auch nicht immer alles gleich – ).
    Sie meinen mit Georgy, alias… (katharina, Sie mögen ja schon verrückt sein, wie ein Möbel oder Stuhl – aber ich versuche das seit Jahren erfolgreich zu verhindern…wenn man von lauter Verrückten umgeben ist, ist das gar nicht so einfach…).

  10. Ach schade. Da wollte ich mich mal an die Vorgaben der Geschichte halten und Österreich vorschicken. So wie`s 1939 die Deutschen taten. Klappt bei Ihnen nicht.
    Aber seien`s doch nicht so narzisstisch und vergleichen mich mit einem Objekt!

  11. Sie versuchen WAS erfolgreich zu verhindern? Stühle verrücken?
    Da haben Sie was mit Kafka gemeinsam:
    „Ich habe, aufrichtig
    gesagt, eine fürchterliche Angst vor der Reise, natürlich nicht
    gerade vor dieser Reise und überhaupt nicht nur vor der Reise,
    sondern vor jeder Veränderung; je grösser die Veränderung ist,
    desto grösser ist zwar die Angst, aber das ist nur verhältnismässig,
    würde ich mich nur auf die allerkleinste Veränderung
    beschränken – das Leben erlaubt es allerdings nicht – würde
    schliesslich die Umstellung eines Tisches in meinem Zimmer
    nicht weniger schrecklich sein als die Reise nach Georgental.“
    Franz Kafka

  12. Katharina, das war ein Witz…nehmen’s mich bitte hier nicht so ernst, das echte Leben ist ernst genug. So…und jetzt versuche ich zu schlafen. So wie alle Kinder, die morgen in die Schule müssen. (Ich bin, so wie heute, sicher morgen wieder viel zu früh munter, um zu arbeiten…aber ich sage Ihnen nicht woran…das ist unmöglich zu erklären und nur was für Verrückte, also definitiv nicht für Sie!!).

  13. Na danke .. und ich darf mir wieder die Nacht um die Ohren hauen…

    Nun gut, dann eben etwas aus den Erfahrungen eines Heringsbändigers:

    „Tiens tes pieds au chaud
    Tiens vides tes boyaux,
    Ne vois pas Marguerite,
    De toute peine seras quitte.“
    aus RR, CBr

    für die Deutschen als quiecki:
    „Geh zur Grete nit
    Der sorgen bist Du quitt.“

    Silence is cheaper: Schweigen ist Gold!

    un gets ab in die Falle. 💤

  14. Es gibt ein schönes Buch von Erich Fromm – „Die Kunst des Liebens“…
    Es gibt auch eine andere schöne Kunst – „Die Kunst des Vergessens“…

    „Angenommen, ich hätte ein so gutes Gedächtnis, daß ich mich meiner sämtlichen Sinneseindrücke erinnern könnte. Dann spricht nichts dagegen, daß ich sie beschriebe. Es wäre das eine Lebensbeschreibung. Und warum sollte ich nicht alles Hypothetische aus dieser Beschreibung fortlassen können?“

    L.W., Philosophische Bemerkungen, 67

  15. … @20 … das denk ich mir auch,
    vor allem sind wir dann -wenn man mal zwischenzeitlich
    so miteinander ins Geschäft kommen kann-
    relativ einfach wieder quitt. 😉

  16. @23: ich glaube, dann machen wir am besten gleich mit Th.B. weiter,
    um zu sehen, was „Wittgensteins Neffe“ dazu zu sagen hatte.
    ..

  17. Im Hinblick auf die volkstümlich weithin verfügbare Einsicht, die besagt, dass getroffene Hunde bellen, war dieser Entlastungsangriff vermutlich nicht so schlau von J. E.

  18. Ich seh gerade, das ist ja auch sehr nett; wie Vertreter der angeblich ach so schrecklich verschiedenen Szenen insofern darin übereinstimmen,
    den Vertretern der jeweils anderen Szene die geistige Zurechnungsfähigkeit abzusprechen.*

    https://www.compact-online.de/warum-sie-mit-psychopathologisch-gestoerten-gruen-linken-gutmenschen-nicht-diskutieren-sollten/

    Wobei mh … So viel anders ist das ja hier gelegentlich auch nicht. Schade eigentlich. Das wär mal ein Unterschied, der einen relevanten Unterschied macht, Meta-Perspektive hin oder her.

    So was wie gelebte Demokratie und Feier der Debatte übers Argument oder die Pointe scheinen im Zuge der Refeudalisierung selbst unter Eggheads außer Mode zu kommen. Oder kann man – so wie offenbar der um Poppers/Soros‘ Interpretation der offenen Gesellschaft besorgte Harald Welzer – den gesellschaftlichen Bedarf an Verständigung über die Fraktionen der außerparlamentarischen Oppositionen hinweg gar als Markt begreifen?

  19. Ich möchte das mit meinem Klarnamen noch einmal unterstreichen. Ich habe nun alle Varianten probiert, um in dieses Kästchen einen kursiven Buchstaben zu bekommen – es ist – fast – aussichtslos. Und ich denke, wenn das möglich wäre, dann wäre vielleicht auch mancher Kommentar übersichtlicher und – in gewisser Weise – lesbarer, auch für jene, die nicht in so ein Kästchen kotzen müssen oder übergriffig werden, der Art:

    Fühlst Du schon, was ich fühle oder fühlst Du es noch nicht – dann fühle – fühle die Spaltung, fühle das Volk, fühle…fühle…spüre…

    Ich habe mich nun seit 2006 mit dem Spüren beschäftigt und ich schwöre bei den Hämorrhoiden meiner Urgroßmutter: Ich spüre das nicht!

    Aber vermutlich wird es keinen Unterschied machen – wer kotzen muss, wird weiter kotzen; wer braun wählt, wählt weiter braun – ganz egal, wie viel wir hier hinein tippen. Vielleicht sogar erst recht. Wu Wei.


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  20. Ach, Andrea, Sie sind immer so NETT. Nun haben Sie gar Ihren genetischen Fingerabdruck kopiert, um jaaah nicht angezweifelt zu werden? Bringen`s doch den Verfassungsschutz in seiner Frustphase nicht noch auf solche Ideen…die Jungs warten nur drauf. OHHHgottogott, Österreich…

  21. Die Bots sind doch lange schon genauso out wie die Friedensbewegung – beides auch Aliasse, scheint´s.

  22. Selborganisation hin oder her, irgedwie scheint es dann doch noch ganz natürlich Grenzen zu geben. In diesem nahezu völig entkoppelten Chaos bliebe dann eigentlich nur noch nur noch wenige Varianten übrig. Sich selbst bzw. anderen in den A. zu treten scheint ja schon ganz eingeübt

    Nur wie man nun dahinkommen soll sich auch noch selbst am A. zu lecken, das scheint mir doch einer ausgebufften artistischen Zirkusnummer gleichzukommen,
    … weshalb man diese höchst speziellen Dinstleistungen dann doch besser Anderen überläßt.

  23. @32 Woher nehmen Sie diese Gewissheit, Herr Ohler? (Noch bevor sie – die Bots – in ihrem Entwicklungs-Potenzial ausgereizt worden wären, sollen sie schon wieder out sein?) M.E. steht die Entwicklung doch am Anfang. Wir dürften uns doch auf einige Überraschungen gefasst machen.

  24. Wie erfrischend Sie sind, deaXmac! Aber mir scheint doch diese Kategorisierung von FBS in die beiden „Lager“ etwas mit dem Spürfaktor zu tun haben.
    Ich habe mich eigentlich noch selten über einen Gedanken so amüsiert, wenn er nicht so gefährlich wäre – und wenn ich es mir recht überlege, sind die Pappnasen der FPÖ keinesfalls „primitiv“, sie sind sogar sehr ausgefuchst in ihren Konzepten, genau diese „Gefühle“ bei ihren Wählern anzusprechen, ohne, dass es – selbst gut ausgebildete und reflektierte – Menschen scheinbar merken. Und das (kursiv) finde ich doch sehr beängstigend. Ja, dass dieses Argument des „Gefühls“ sogar salonfähig zu sein scheint. Ich spüre hier gar nichts, wüsste auch nicht, wo ich da hin spüren sollte…aber wohl geht es scheinbar um Gefühle…und diese werden ja auch sehr gezielt angesprochen.

  25. In der deutschen Sprache sind wir eher etwas schlampig bzgl. „Empfinden“/“Fühlen“.

    Ich finde das Gerede vom bösen Mann – der natürlich als Alias immer bei den anderen sein Unwesen treibt – krass übertrieben. Österreich kann ich nicht einschätzen, aber was Toitschland angeht, hab ich den Eindruck, dass es gar keine ernst zu nehmende Opposition gibt, in welcher nicht ohnehin längst der VS herumrührt. Von daher, jetzt mal eher „technisch“ bzw. spietheoretisch betrachtet, finde ich den Tumult, der dieser Tage die hiesige Szene der Konservativen umtreibt, auch – gelinde gesagt – amüsant.

  26. Sind es zwei oder drei? Wo soll man denn den Santak nun hin tun? Wollen Sie selber etwas dazu sagen, Herr Santak?

    Spüren Sie das Volk oder spüren Sie es nicht (Sie verzeihen mir das, Herr Eder…).

    Wenn Sie es spüren, dann bitte sagen Sie mir, wie und wo – Herr Eder konnte mir das bis heute – trotz persönlicher Nachricht – nicht beantworten. Und diese Frage interessiert mich brennend. Wie kann jemand sagen, das Volk sei gespalten. Wo kommt diese Einschätzung her, wenn nicht aus der Presse. Diese sogenannte Spaltung setzt Menschen voraus, die in sich gespalten sind – denn wo soll der Spalt denn durch gehen? Mitten durch eine Menge an Menschen? Ich finde ja schon den Ausdruck „Spalt“ höchst fragwürdig. Ist das ein Gletscherspalt, oder ein Spalt zwischen Parkettbrettern, die nicht gut angenagelt wurden, oder irgendein anderer Spalt… (- ehe das ausufert, wünsche ich einen geruhsamen Abend.).

  27. @36 Weil ich die Bots 1980 auf dem Open-Ohr-Festival gehört habe und schon damals gefährlich fand

  28. @40 😀 Ah, ja, jetzt versteh ich Sie. Sie meinten diese Bots (und gestehe eine Bildungslücke):

    https://www.youtube.com/watch?v=1lKr8J1VEHk

    Alle… sollen aufstehen…?

    Au weia. „Do leg i mi erst mol nieder“, vor lauter kollektiver Zwangsbeglückungs-Aufstehn-zur-Freiheit-Träumerei“… für ein höllisch-besseres Leben…

    Im Rückblick wird es mal wieder heißen: Wir haben von nichts gewusst. Wir haben es doch nur gut gemeint. Wir wollten doch diesmal alles richtig machen. Doch erstens kam es anders, zweitens, als man denkt. Die Robotersklaven, die wir extra für die „Drecksarbeit“ entwickelt haben, haben nur kurzzeitig dazu beigetragen, länger liegen bleiben zu können. Leider fiel uns dabei nix Gscheites ein auf die Frage: „Was sollen wir denken?“ Auch mit einer kleinen Änderung der Fragestellung wurde es nicht besser, als wir z.B. fragten: „Was sollen wir trinken?“ Kein Rausch, ohne (zu)gehörigen Kater. Am Ende half wieder mal alles nix, weder denken, noch trinken. Andere als wir, mussten mal wieder aufstehen um aufzuräumen, was wir verbockt haben, mit unseren hochfahrenden Träumen.

    Tja, leider wird nicht aus jedem Weltverbessener gleich ein Diogenes (der Hund):

    „Die Griechen […] beschlossen, mit Alexander gegen die Perser einen Kriegszug zu unternehmen, wobei er auch zum Oberfeldherrn ernannt worden war. Da bei dieser Gelegenheit viele Staatsmänner und Philosophen ihm die Aufwartung machten und Glück wünschten, dachte er, dass auch Diogenes von Sinope, der sich eben in Korinth aufhielt, ein Gleiches tun würde. Aber dieser blieb ungestört in seiner Ruhe im Kraneion [Platz in Korinth], ohne sich im Geringsten um Alexander zu kümmern; daher begab der sich zu Diogenes hin. Diogenes lag eben an der Sonne. Als aber so viele Leute auf ihn zukamen, reckte er sich ein wenig in die Höhe und sah Alexander starr an. Dieser grüßte ihn freundlich und fragte, womit er ihm dienen könnte. ‚Geh mir nur‘, versetzte er, ‚ein wenig aus der Sonne!‘ Davon soll Alexander so sehr betroffen gewesen sein und, ungeachtet der ihm bewiesenen Verachtung, den Stolz und die Seelengröße des Mannes so sehr bewundert haben, dass er, als seine Begleiter beim Weggehen darüber scherzten und lachten, ausrief: ‚Wahrlich, wäre ich nicht Alexander, ich möchte wohl Diogenes sein.‘“

    – Plutarch: Alexandros 14

  29. Bemerkenswert; gleich zwei Mal am Tag wird dem politischen Gegner geistige Unzurechnungsfähigkeit attestiert. https://kenfm.de/behauptungen-ohne-beweise-und-feindpropaganda/ Und wahrscheinlich ist das nur die Spitze des Eisbergs. Fragt sich, wie zurechnungsfähig all die Prämissen bzgl. Zurechnungsfähigkeit sind. Zumal, wenn man von der Prämisse ausgeht, dass früh morgens beim Bäcker, an der Tankstelle oder beim Waldspaziergang alle die gleichen Bedürfnisse haben. Angesichts mancher 150-prozentiger Eiferer hieß es in der DDR 1.0 mit Sostschenko: „Bleib Mensch, Genosse!“ Das ist – scheinbar paradox – genau so lange her wie es aktueller wird. Spieltheoretisch erinnern mich die Zuschreibungen an die aufeinander zeigenden Dachfiguren auf dem Dresdner Schloss, bzgl. der mein Großvater mir mal erzählte, dass einer von denen mal einen Furz gelassen habe und sich die Gesellschaft seitdem streite, wer es gewesen sei.

  30. Politisch würde ich hier nicht folgen wollen. Aber die Analyse find ich – bzgl. Metaperspektive – bemerkenswert; https://www.youtube.com/watch?v=e4gpz9K06Lk

    Nur was ist das jetzt:
    „Links“? „Rechts“? „Querfront“? „VS“? „Volksverräter“? „Antisemitisch“? „Fünfte Kolonne“? „Ausländer“? „Pack“? „Bonze“? Welche super „Diagnosen“ hat der systemtheoretisch ausgebuffte Kulturbeobachter für die soziale Praxis dieser Tage so parat?

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