Entscheidungsprämissen/Unsicherheitsabsorption

Meines Erachtens sind etliche Konzepte der Organisationstheorie auch hilfreich, um politische Dynamiken zu erklären. Es geht ja auch bei der Entscheidung von Wählern in erster Linie um – wie es in der Organisationstheorie so wenig schön heißt – Unsicherheitsabsorption. Man weiss nicht, was die Zukunft bringt und man muss heute entscheiden, was dann dazu beiträgt, dass eine bestimmte Zukunft hervorgebracht wird… Mit anderen Worten: Man entscheidet sich heute für oder gegen eine erhoffte oder befürchtete Zukunft, was die Voraussagen dann zu selbsterfüllenden oder selbstverneinenden Prophezeiungen macht.

Um diese Unsicherheit zu reduzieren (woran soll man sich bei seinen Entscheidungen sonst halten?) lassen sich vier Typen von Entscheidungsprämissen nutzen:
1. Programme (die mehr oder weniger zwanghaft festlegen, was um … zu … oder wenn… dann … zu tun ist).
2. Strukturen (seien sie formal oder informell, die bestimmen, wer mit wem worüber kommuniziert und wem etwas zu sagen oder wem zu folgen hat.
3. Personen (damit ist das öffentiche Bild eines Menschen gemeint, nicht seine Persönlichkeit oder sein Charakter, sondern sein Image).
4. Kultur (das sind seit langem tradierte Regeln der Kommunikation, die als selbstverständlich erlebt werden und deren sachliche Sinnhaftigkeit keine wesentliche Rolle spielt).

Wenn man diese Entscheidungsprämissen anschaut, dann werden Programme immer mehr in Frage gestellt („Brüssel ist zu bürokratisch“, Trump versucht das Rechtssystem in Frage zu stellen, usw.).

Auch Strukturen, zumindest die formalen politischer Entscheidungsfindung, werden kritisch beäugt (wie sich an den Rufen nach mehr basisdemokratischen Verfahren wie Volksentscheiden etc. zeigt).

Was nicht in Frage gestellt wird, ist die Hoffnung auf die Lösung aller Probleme durch Personen (d.h. die einen sind die falschen – „Merkel muss weg“ – die anderen sind die richtigen – „Trump wird es richten“).

Bleibt noch die Kultur (das heißt aber konkret nur, dass man weiss, welche Kultur man nicht will: Muslime, Scharia, usw. – die Beschwörung von Heimat gehört für mich auch in diese Kiste).

Ich denke, man muss als Teilnehmer an einem sozialen System (d.h. nicht nur der deutschen oder österreichischen oder schweizer Gesellschaft, sondern der Weltgesellscchaft) alle vier Ebenen reflektieren und in ihrer Sinnhaftigkeit überprüfen.

Letztlich wäre ein Weltstaat mit einem Gewaltmonopol natürlich die Lösung für das Problem von Kriegen bzw. die zivilisierte Lösung von Konflikte. Korea könnte sich bei einem internationalen Gerichtshof über Beleidigungen des amerikanischen Präsidenten beklagen, Afrika eine faire Bezahlung von Rohstoffen oder auch einen Finanzausgleich (à la Bayern/Berlin) fordern usw. Doch das werden wir alle wahrscheinich nur erleben, wenn ein Angriff von Außerirdischen erfolgt. Denn bis dahin, werden diejenigen, die bislang die Macht haben und den Gewinn aus der aktuellen Weltordnung ziehen, sich mit Händen und Füßen (vor allem aber mit den modernsten Waffen) gegen deren Veränderung wehren.

Der Blick auf die bevorzugten Entscheidungsprämissen zeigt m.E. wie im Moment gerade von den Bürgern gedacht und gehandelt wird. Putinversteher wie Trumpfans folgen – das ist natürlich nur meine private Meinung – einem zu schlichten Weltbild, indem sie nicht die Komplexität der Wechselbeziehung zwischen diesen vier Typen von Entscheidungsprämissen sehen. Auch die Separatisten, seien sie nun in Katalonien oder England, versuchen mit der Herstellung einer kleinen, vermeintlich überschaubaren und kontrollierbaren Einheit (=Nation) eine Autonomie zu erreichen, die angesichts der Auflösung der Grenzen nicht mehr wirklich erreichbar ist. Wer (zu recht) beklagt, dass die EU in erster LInie den großen Konzernen gedient hat, der muss nicht die EU bekämpfen, sondern darum kämpfen (politisch), dass sich deren Programme und Strukturen so verändern, dass die Regionen über das entscheiden können, was für die Regionen wichtig ist, ohne dass Europa weltweit in Kleinstaaterei zu völliger Einflusslosigkeit verkümmert.

154 Gedanken zu “Entscheidungsprämissen/Unsicherheitsabsorption

  1. „Durch Annahme oder Verweigerung kann man politischen Kommunikationen eine andere Richtung geben. Man kann Duftmarken im System setzen und damit zur „Unsicherheitsabsorption“ beitragen. Welche Effekte das haben kann, wenn Lokalitäten, Regionen oder Staaten sich vom weltgesellschaftlichen System abkoppeln, konnte man am Zusammenbruch des sozialistischen Ostens verfolgen. Und man kann es derzeit auch an Nordkorea, dem Irak oder Birma studieren, die Amerika zu sogenannten „rogue states“ erklärt hat. Die Leute in diesen Regionen leiden nicht nur Hunger, es gibt sie im weltgesellschaftlichen System schlichtweg nicht. Kommt es zu offenen Konflikten, bleibt der Macht die Drohung mit physischer Gewalt. Das Medium der Macht gerinnt zur Form. Es zeigt sich.“

    Dieser Text ist 17 Jahre alt: https://www.heise.de/tp/features/Der-Koenig-ist-tot-es-gibt-nur-noch-Entscheidungen-3450819.html

  2. „Doch das [Weltstaat mit Gewaltmonopol] werden wir alle wahrscheinich nur erleben, wenn ein Angriff von Außerirdischen erfolgt.“

    Kann den Aliens mal einer Bescheid sagen?!

  3. Luhmann überwindet die Beschreibung nicht – er bleibt in der Beschreibung von Beschreibungen hängen. Er setzt Beschreibungen voraus, operative Geschlossenheit voraus, Gehirne/Nervensystem voraus – er hat eine Reihe an absoluten Setzungen…er setzt eine „Beziehung“ zwischen Zeichen und „was“ (?) voraus – was aber, wenn sich das Zeichen auflöst? Er denkt den Beobachter nicht konsequent beim Beobachten mit. Er bleibt inkonsequent. Nicht gründlich genug. Da, wo es ihm passt, kommt der Beobachter ins Spiel. Da, wo es unbequem wird, setzt er seine Setzungen voraus.

    „Nicht nur beim Schreiben, sondern auch beim Reden, ja bei jeder Art von Erfahrung müssen Zeichen gesetzt werden.“ (S. 75, DGdG)

  4. Aus Perspektive Family:

    „…..könnte man es allerdings auch so sehen: Separatistische Bewegungen spiegeln die Bemühungen einer größeren Anzahl von Menschen, einen entschieden politischen Zukunftsentwurf für ihre Gemeinschaft zu schaffen. Eine Gemeinschaft, die über die eigene Familie, das eigene Dorf, die eigene Stadt – und damit auch über die eigene Komfortzone – hinausreicht.

    Separatisten verfolgen politische Utopien. Sie haben eine Vision, wie sie zusammenleben und auf welche Werte und Erzählungen sie sich dabei berufen wollen. An solchen Visionen mangelt es dem politischen Zeitgeist…….

    Hinter dem sperrigen Wort Separatismus stecken immer Ideen einer politischen Gemeinschaft, die sich im bestehenden System nicht ausreichend repräsentiert fühlt, Widerstand leistet und alle Beteiligten dazu zwingen will, die Karten neu zu mischen……

  5. …….Vegane Volksküchen, lokaler Konsum und feministische Slogans auf T-Shirts schaden niemandem – den Kapitalismus bringen sie nicht zu Fall.

    Separatisten dagegen wissen ganz genau, was sie wollen. Und meistens wollen sie das volle Programm: Eine eigene Verfassung, eigene Steuern, eine eigene Außenpolitik, ein eigenes Narrativ, das auf Sprache, Kultur und Traditionen zurückgreift – oder sich auf politische Ideale bezieht. Sie wollen sich Handlungsspielraum von einem Staat oder einem System zurückholen oder erobern, in dem sie sich machtlos fühlen oder sie ihre Interessen nicht gewahrt sehen. Gleichzeitig haben separatistische Bewegungen aber einen lokalen Bezug, der Politik wieder leichter verständlich macht und Komplexität reduziert……

  6. … „Mir geht es nicht um neue Grenzen. Mir geht es darum, politische Entscheidungen mitbestimmen zu können. Ich will politische Strukturen, in denen ich verstehe, worum es geht. Wenn sie zu groß sind, wie in Europa, dann weiß ich über viele Themen einfach nicht Bescheid.“

    – Teresa Forcades, Benediktinernonne aus Katalonien

  7. „……Separatismus kann, so wird in der Dokumentation deutlich, auch ein Projekt engagierter Bürger sein, denen das Gemeinwesen und die Zukunft der Gesellschaft am Herzen liegt……
    Wer noch ein Argument dafür braucht, dass wir uns vor Separatisten wirklich nicht fürchten müssen: Die EU ist schon jetzt ein Sammelbecken ehemaliger separatistischer Bewegungen. Esten, Letten und Litauer erklärten sich 1990 von der Sowjetunion unabhängig, die Slowakei trennte sich 1993 friedlich von Tschechien. All diese Sezessionen sind noch nicht lange her, alle Länder sind heute EU-Mitglied und werden in ihren Grenzen und Selbstbestimmungsrechten von anderen Ländern anerkannt
    ,……
    Einheit ist kein Wert an sich, sondern ergibt nur dann Sinn, wenn eine Gruppe von Menschen eine Vorstellung davon teilt, was sie gemeinsam erreichen, wie sie zusammenleben und auf welche Werte und Erzählungen sie sich dabei beziehen will.

  8. Damit ist freilich nichts über die Unsicherheit und die Möglichkeiten mit Unsicherheit umzugehen gesagt. Frage mich, ob es nicht auch intrapsychische Wahrnehmungsweisen gibt, die hier zu nennen sind – und die Du hier auch implizit zur Anwendung bringst.

    Wahrnehmungsweisen, die uns die Wirklichkeit geordnet erscheinen lassen und die uns Sicherheit im Alltag geben – und damit Unsicherheit reduzieren (einige dieser Wahrnehmungsweisen zitiert nach Robert L. Goldstone – Perceptual Learning):

    Aufmerksamkeit (attention): wohin lenke ich meine Aufmerksamkeit? Auf alle 4 genannten Bereichen oder nicht…
    Categorial Perception: Die Unterschiede zwischen den 4 Bereichen werden betont oder diese Form der Kategorienbildung erfolgt erst gar nicht
    Dimensionalization: Innerhalb der 4 Bereiche kann man die Personen, Programme, die Strukturen und kulturellen Gepflogenheiten nach ihrer Wichtigkeit/Strahlkraft etc. dimensional ordnen
    Unitization/Segmentation: stehen viele Personenzusammen, werden sie zur Masse; umgekehrt geschieht Individuation;
    Assimilation/Contrast: es lassen sich Unterschiede oder Ähnlichkeiten zwischen Programmen/Personen/Strukturen/kulturellen Gepflogenheiten wahrnehmen oder auch nicht
    Differentiation: Unterschiede werden betont
    Idealization: die FPÖ löst Probleme (die sie zuvor auf bestimmte Weise konstruiert hat)
    Elaboration: das Dazudichten von Inhalten, die gar nicht da sind – und somit das Erzeugen einer stimmigen Wirklichkeit

  9. @12: Richtig. Die aktuellen Nationalstaaten könnte man auflösen in kleinere Einheiten, die Miglieder der EU sind, die für eine gemeinsame Aussenpolitik, Verteidigung, Grenzschutz, Handelsabkommen u. Ä. im Verhältnis zu aussereuropäischen Staaten zuständig ist.

  10. Verständnisfrage @FBS: Ist die formale politische Entscheidungsfindung nicht eher Programm als Struktur?

  11. Unsicherheitsabsorption der Unionsparteien: „CDU und CSU haben sich auf eine Flüchtlings-Obergrenze verständigt. Pro Jahr sollen maximal 200 000 Menschen aufgenommen werden. Der Kompromiss beinhaltet eine Ausnahme für Sondersituationen.“

    Stellt die Koalitionsverhandlung mit der Grünen-Fraktion eine Sondersituation dar?

  12. @14, FBS:“ Die aktuellen Nationalstaaten könnte man auflösen in kleinere Einheiten, die Miglieder der EU sind, die für eine gemeinsame Aussenpolitik, Verteidigung, Grenzschutz, Handelsabkommen u. Ä. im Verhältnis zu aussereuropäischen Staaten zuständig ist“
    Hier scheint das Problem zu liegen: wer ist „man“?

  13. Die Digitalisierung wirds richten. Wenn wir erst einmal begriffen haben, das wir uns im Tunnel befinden, doch das Licht am Ende nicht der Ort ist wo wir hinwollen, finden sich neue Wege. Kulturen verändern Systeme verändert. Die geistige Revolution steht an.

  14. vielleicht schaut mal jemand bei diesen Einflüsterern nach.
    Läuft überall, nicht nur in deutschen Behörden.
    Incl. VW-Werbung, mit Renaissance des Abwrackprämien- Angebots.

  15. Sie lassen es sich verdammt viel kosten,
    die Steuereintreiber in den Finanzämtern der Republik.

    Hatte gerade ein „wunderbares“ Gespräch mit einer absolut fest im Sattel sitzenden
    Beamtin auf Sachbearbeiter-Ebene in KL, die mir zum Freitag -trotz meines vorherigen Antrags auf Fristverlängerung – die Androhung eines Zwangsgeldes (§§ 328 ff der Abgabenordnung -AO- ) zustellen ließ.
    Selbstverständlich – wie in dieser Branche üblich – nach 12:00 Uhr freitags
    telefonisch nicht mehr erreichbar, sondern „thanks god is fryday“ im wohlverdienten, sorglosen (?) Wochenende.
    Von Fortbildungsurlauben, mit zur Förderung und Ausleben ihrer kreativen in Betonguß und Neigungen Bauchtanzkurzen etc., die derartigen Herrschaften selbstverständlich incl. Beihilfe im öffentlichen Dienst zustehen ganz zu schweigen.

    Sie erschien mittlerweile auch argumentativ hervorragend darauf trainiert, mit
    Standardformeln zu antworten, wie „beschweren Sie sich bei Frau Merkel“ oder auch machen Sie eine Eingabe bei meinen Vorgesetzten. (Name 1, Name2)

    Sollten ihr jedoch anfragende Staatsbürger ihrem angedrohten Verwaltungsakt nach derartigen Äußerungen immer noch nicht genügend Respekt entgegenbringen, wird ohne irgendwelche Vorbehalte die Ebene gewechselt, um die Verwaltungsmacht zu demonstrieren.
    „Glauben Sie ich, würde Ihrem eingereichten Antrag stattgeben, wenn Sie mir mit so wenig Respekt begegnen“.

    Nachfragen bezüglich des Respekts -von Amts wegen- gegenüber unbescholteten
    Bürgern erübrigten sich, angesichts einer derartigen -via Amtseid keineswegs auf die Erbringung ihre Dienstleistungsaufgaben gegenüber ihren Klienten, Bürgern, Kunden, Verbrauchern eingeschworenen Gesprächsführung.

    Es genügt völlig, auf dem Boden der Gewaltenteilung -verbeamtet – eingeschworen zu sein, auf finanzministerielle Erlasse und Vorschriften der Abgabenordnung.
    Verwaltungstechnik vorformartiert gemäß „Elster“ first.
    Einwände nach gewohntem Muster gegen diese Form von Priorisierung absolut zwecklos.

    Frage mich, wie man es anstellen könnte, über die Stammdaten, alteingesessene ministerielle Erlasse – stuhlgangfördernd – zu hacken.
    Am Arsch geht bekanntermaßen auch ein Weg vorbei …

  16. @19 Gute Frage:
    Wer ist „man“?
    Je nachdem, bedarfsorientiert, auch ohne gendertypische Vorgaben.
    Einfach nur individualisiert, anstatt randomisiert.

    Bei Steißbein-Bruch -aus welchen Gründen auch immer -hilft gelegentlich auch ein Stehpult, wahlweise auch ein Sitzring.
    🙂

  17. Ich bin mir unsicher.
    Wohnen die „Außerirdischen“ nicht schon längst unter uns?
    Treten sie denn nicht unter falscher Identität auf?
    Schreiben sie etwa nicht in Blogs?
    Verstellen sie sich denn nicht als „Irdische Wesen“ um nicht entlarvt zu werden?
    Wenn sie nicht dem irdischen Leben gegenüber feindlich gesinnt wären, dann müssten sie ja nicht ihre wahre Natur verbergen.

    Ich bin mir sicher.
    Die ultimative Unsicherheitsabsorption liegt künftig darin, die alten kleingeistigen Streitigkeiten beizulegen und endlich gemeinsam Programme, Strukturen und Meta-Kulturen zum Überleben irdischen Lebens zu entwickeln. Es gilt Nicht-irdisches-Leben welches dem irdischen Leben feindlich gesinnt ist, also eben Ausserirdisches-Leben zu entlarven und auch unterscheiden zu können.

    Ich schlage deshalb vor:
    Jeder steht unter Generalverdacht.
    Wer behauptet ein irdisches Wesen zu sein, hat dies unter Beweis zu stellen und muss sich bereit erklären, sich auf „Herz und Nieren“ prüfen zu lassen und sich zu legitimieren und auszuweisen und zu beweisen, nicht in der Lage zu sein irdischem Leben Schaden zu zu fügen.

    Ach ja, was die „Erlöserfrage“ anbelangt: Bei denjenigen, welche sich als Problem(Er-)Löser zur Wahl stellen, würde ich natürlich beginnen. Es ist ja nicht auszuschließen, dass seit Menschengedenken, falsche Propheten und Messiasse, ausserirdische Lebensformen sind, die versuchen irdisches Leben zu zerstören.

  18. wollte 1 Schtunte Rede.
    Weil Fra in Türkei

    Heiße, „gemeinsam Anschauen“ Dr Dr sowieso.
    100 Euro.

    Lieber nach Anatolien. Dort Famili. Koste Rede nix. Rede ganze Tag und tanze

  19. „Aufgrund ihrer hohen Signifikanz sollen Ratewertungen klar von Telepathie zeugen, wohingegen Resultate von gleicher oder größerer Signifikanz bei den randomisierten Daten gezielt vertuscht werden. Etwa, weil man sie nicht im Sinne von Telepathie deuten kann? Wie man sie auch begreift (,)
    (Soal vermutet, [FN G. Soal/F. Bateman (1954: Modern Experiments in Telepathy, London] daß die Zahlen nicht seinen Anweisungen entsprechend aufbereitet wurden), sie bilden offenbar ein offenbar ein weiteres Glied der Beweiskette für meine These:
    Sobald man zu randomisieren versucht, schleichen sich signifikante Verzerrungen ein und können ihre Signifikanz stark ausbauen, bevor sie bemerkt werden. Warum si also das eine Mal auf überwältigende Telepathie zurückführen, das andere Mal indes als pure statistische Vorgaben oder simple Fehler des Betreibers abtun – wo es sich doch anböte, immer die gleichen Gründe heranzuziehen?
    Jetzt können wir fragen, warum gerade die Experimentalpsychologie darunter leidet, wenn uns der Wahrscheinlichkeitskontext derartige Streiche spielt – weshalb sind andere Wissenschaften nicht genauso stark betroffen? Die Antwort fällt leicht, wenn das psychologiesche Experiment (wie ich vermute) ein abartiger Forschungszweig ist, da jeder zulässige Versuch, der eine nicht bestehende Tendenz beeisen soll, aufgrund seiner inneren Logik in die pure Wahrscheinlichkeit entarten muß. Genau darin hat die Null-Hypothese ihren Sinn.“ GSB, W&W, CA-Verlag, 2. Auflage 2008, S.128

  20. @ 25: mal abgesehen von E.T., der qua Herkunft stets ohnehin via Offshore – Kanäle funkt, hege ich – auf Basis umfangreicher Recherchen – diesen sich mittlerweile immer weiter verdichtenden Verdacht. Und dies durchaus auch nach der Krasney Formel im Sinne der haftungsbegründenden wie auch haftungsauslösenden Kausalität .

    Was allerdings konkurrierende Kausalitäten -insbesondere im Fokus der gesetzlichen Unfallversicherungen – keineswegs ausschließt, sofern diese von Staats wegen in Grauzonen des öffentlichen Dienstes aneinander geraten. 🙂

  21. Es ist mir wichtig zu sagen das ich seit zwei Jahren Traumafolgestörungen habe aus früheren Zeiten mit psychotischen Episoden und auch in psychiatrischer Behandlung bin.
    Das alles ist nicht angenehm und ich bin im Moment auch nicht in der Lage einer Arbeit nachzugehen.
    Alles hier geschriebene tut mir Leid weil ich manchmal gar nicht zuordnen kann weshalb ich das geschrieben habe, ich sehe es als wenig Sinnhaft von mir aber eben erst im Nachhinein. Es ist für mich wie wenn ich irgendeine Idee verfolgt hätte von der ich überzeugt war und jetzt für mich ganz anders wirkt, ganz und gar nicht mehr real und irgendwie mir selbst sehr fremd.
    Ich fühle mich zum Teil verängstigt und stark angespannt nehme alles als nicht wirklich Real wahr und habe meist Erinnerungslücken, spüre starke innere Anspannungen. Ich fühle mich irgendwie getrieben von plötzlich auftauchenden Gefühlen.
    Auch mein Allgemeinzustand und meine Wahrnehmung sind getrübt und stimmungsabhängig gut bis sehr schlecht.
    Ich weiß das ich das besser meinem Psychiater sagen sollte.
    Ich fühle mich nicht gut damit Dinge hierher getragen zu haben, vor allem weil ich unbeteiligte mit hinein gezogen habe in Dinge die ich nur direkt besprechen und auflösen kann und die womöglich oder sicher nichts mit meinen Reaktionen auf etwas in mir zu tun haben.
    Manchmal kämpft man gegen sich selber oder gegen etwas, in sich, das da ist, irgendwann einmal da hingekommen ist, nicht genau weiß woher oder von wem und aus welcher Zeit. Es dann nicht mehr da haben will aber nicht mehr so einfach dort weggeht und auch dort bleiben wird.
    Auch verbrannt habe ich in letzter Zeit vieles wo ich danach nicht immer genau weiß weshalb ich das getan habe und dabei so einiges bereue. Ich schade mir dabei selbst und anderen.
    Das alles fühlt sich an als ob man in einem Traum ist der sehr anstrengend und wenig hilfreich ist.
    Manchmal denkt man eben lange man ist normal nur um nach einer Zeit herauszufinden das doch was nicht ganz stimmen kann.
    Nicht überall wo ein Psychiater oben drauf steht ist der Platz für meine psychiatrischen Probleme obwohl ich auch hilfreiches hier finden konnte.
    Schwer zu sagen zuerst glaubt man der eigene Wahnsinn macht Sinn bis man sieht dass das alles Unsinn ist.
    Aus Büchern kann ich mich nicht selbst therapieren…und muss andere damit in Ruhe lassen.

    Ich hoffe auf Verständnis und für meine grenzüberschreitenden, respektlosen und wenig sozialen Beiträge möchte ich mich bei allen Entschuldigen.

  22. @ 32: Sie brauchen nicht um Entschuldigung zu bitten, denn solche und noch viel „grenzüberschreitendere, respektlosere und unsozialere“ Kommentare sind wir hier gewohnt.
    Sie befinden sich hier nicht im Bambi-, sondern im Rocky-Blog. Also: Immer wieder aufstehen! Oder wie Nelson Mandela es ausdrückte: „Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“

  23. @32 Lieber Alexander Kanzler, was für ein bemerkenswerter Beitrag. Egal, wohin man in den Internetmedien schaut – jemand, der so offen und unumwunden um Verzeihung bittet (wobei ich jetzt nicht einmal genau wüsste, wo ich Sie als grenzüberschreitend erlebt hätte), ist selten, ein Solitär. Vielen Dank dafür.

  24. @32 Auch meinerseits: Entschuldigung angenommen, Alexander Kanzler.
    Auch wenn mir nicht bewusst ist oder mich erinnern kann, welcher ihrer Beiträge grenzüberschreitend, respektlos und wenig sozial gewesen wäre.

  25. @32: Sehr geehrter Herr Alexander,
    zunächst, für mich klingt das erschütternd, was Sie hier beschreiben.

    Ohne näher auf inhaltliche Details eingehen zu wollen, zu denen ich aktuell auch keinerlei Stellung beziehen kann und will, lese ich folgende Erfahrungen aus Ihrem Text:

    1) Sie benötigen Hilfe, die Sie auf den unterschiedlichsten Wegen nicht erhalten haben bzw. nicht erhalten können. Dies hat in meinen Augen allererste Priorität.

    2) Sie nehmen an, sich für etwas entschuldigen zu müssen, was in meinen Augen, die ich diesen Text unter Ihrem Namen zum ersten Mal lese keiner Entschuldigung bedarf.

    2) Die diversen Adressaten, an die Sie sich bislang gewandt haben, sind nicht offenbar nicht in der Lage, Ihnen -zumindest überbrückend- hilfreich zur Seite zu stehen, obgleich sie sich- auch in Anleitung und Unterstützung zur Selbsthilfe – als professionelle Helfer ausgewiesen sind und auch dazu verpflichtet wären, Ihnen weiterzuhelfen?

    4) Summa summarum stehen Sie alleine mit Ihren Erfahrungen in Ihrer Suche nach Hilfe, die sekundär nochmals überboten wird durch die äußerst frustrierend Erfahrung:
    „Steht Hilfe drauf, ist keine drin“

    Verstehe ich Sie richtig bzw. gebe ich Ihr Anliegen in dieser Form einigermaßen adäquat wieder?

  26. Was will Mensch eigentlich?

    Ich bin mir da unsicher.
    Das ist mein Dilemma.

    Scheint jedenfalls so zu sein, dass die Mehrheit Mensch, den gewalttätig-grausamen Unmenschen der Vergangenheit nicht zurück haben will (aber ihn auch nicht los wird).

    Andererseits kann sich die Mehrheit Mensch kaum für intelligente Cyber-Robo-Nichtmenschen und Biotechdesign-Menschen als künftige Enkel begeistern (und träumt immer noch vom Paradies).

    Zurück kann er nicht.
    Nach Vorne zögert er.

    Doch wie heißt es doch so schön:
    „Immer wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

    Mensch muss nur noch bis August 2018 durchhalten, dann naht nämlich Rettung für seine Unsicherheit.

    In 21. Lektionen bekommt Mensch endlich gesagt, was er JETZT im 21.Jahrhundert tun kann um sich endlich selbst als Mensch zu befreien (vor seinen unmenschlichen Ur-Ahnen) und sich angemessen zu verteidigen (vor den drohenden nichtmenschlichen Ur-Enkeln) um so den Menschen, als Mensch (vor sich Selbst) zu retten.

    Ich bin bereit für die Revolution im 21.Jahrhundert und bereite mich darauf vor.
    Revolutionäre Erzählungen, die auf erzählten Revolutionen beruhen stehen miteinander im Wettbewerb. Schließlich geht es um Alles oder Nichts. Das ist keine Fiktion.

    https://www.theguardian.com/books/2017/oct/06/sapiens-author-harari-new-book-to-cover-global-warming-god-and-nationalism

    21 Lessons for the 21st Century will also tackle questions including “whether or not God is back, and whether nationalism can help solve problems like global warming,”

    Religion…, was still extremely relevant. “Technology doesn’t make religion less relevant, it just poses new questions. … “If you are an engineer in Silicon Valley and you think you’re shaping the future of humankind, then you are right to some extent – your inventions are changing the agenda of everybody – but you’re wrong if you think you’re going to be the person who will decide what to do with your invention. It could very well be some ayatollah or some pope or some ideologue who would decide what to do.”

    “We are now living in an age of information explosion … the last thing people need is more information. What they really need is somebody to arrange all of the bits of information into a meaningful picture – and this is what I try to do.”

  27. @ 35: fraFri, 9. Oktober 2017 um 14:43: „Alexaner Kanzler = georgy???“

    Herr Kanzler, was sagen Sie dazu? Sind Sie Georgy? Das würde einiges erklären!

  28. @38: Interessant!
    Vor allem diese These:
    „Religion, he said, was still extremely relevant. “Technology doesn’t make religion less relevant, it just poses new questions. … “If you are an engineer in Silicon Valley and you think you’re shaping the future of humankind, then you are right to some extent – your inventions are changing the agenda of everybody – but you’re wrong if you think you’re going to be the person who will decide what to do with your invention. It could very well be some ayatollah or some pope or some ideologue who would decide what to do.” “

    Besagt das nicht, daß man sämtlichen Pharisäern und Schriftgelehrten, kurzum auch den -aus dem Silicon Valley stammenden – Statthaltern und Bibliotheksverwaltern der Moderne nicht klar und eindeutig aufzeigen kann, in welchen ihrer linguistisch basierten Annahmen, aus denen sie wiederum ihre weltverbesserenden Schlußfolgerungen mit Exklusivrechten abzuleiten pflegen, sie falsch liegen ?

    Erscheint es schließlich nicht völlig irrelevant, wie man eine gleichermaßen übergeordnete wie auch – im Hinblick auf Regeleinhaltung – weisungsbefugte Dienstaufsicht innerhalb einer funktional arbeitsteilig organisierten, globalisierten Dienstleistungsgesellschaft letztlich benennt? Wahlweise meinetwegen auch personell mit demokratisch gewählten Delegierten in einem globalen Aufsichtsrat besetzt ?

    Fakt scheint doch, daß sich zum einen, weder (monotheistische) Monokulturen noch ausufernde Beliebigkeiten in vorgeschalteten Glaubenssätzen zur Anwendung als Sollvorgaben bewährt zu haben scheinen.
    Aber so ganz ohne Direktiven mit Sollvorgaben scheint es auch wiederum nicht zu funktionieren.

    Ergo? Wer und wie könnten bzw. sollten denn künftig Regeln in Allgemeingültigkeit definieren, die als übergeordnete Werte -selbst in Grauzonen unterschiedlichster Rechtsauffassungen – noch Bestand haben könnten?

  29. @ 40: @ „Religion“ bzw. „loosing my religion“

    Ich persönlich finde ja durchaus,
    -auf primum nil nocere zur Eliminierung iatrogener bzw. anderweitig in virtuellen Denkräumen von Erwartungsstrukturen erzeugter Fehler- bauend,
    daß die Wiedereinführung eines guten, trocken formulierten Geistes keineswegs schaden könnte.
    Zumal der Unterschied zwischen Linguistik und Semantik durchaus bekannt ist
    (bzw. sein sollte und dürfte, um auch ohne Epistoschwafel – geprägt von unverdautem Murks an Fehlverknüpfungen- mitreden zu können) :

    FESI: vgl. GdG, 887 f zur Sondersemantik bewahrenswerter Sinnvorgaben;
    und zur sinnförderlichen und sinnentstellenden Einwirkung von Interpretationsexperten.

    „Wir wollen, wenn immer es um solche bewahrenswerten Sinnvorgaben geht, von Semantik sprechen. Das System erleichtert sich mithin das Selbstreferieren in oft ganz heterogenen Situationen, indem es dafür eine Sondersematik bereitstellt. Diese kann dann, eine weitere Unterscheidung generierend, richtig oder falsch verwendet werden.“

    Im Überspringen des nächsten Satzes zum m.E. sehr originell formulierten „Bedarf für Interpretationsexperten“, und deren stereotyp erscheinende Charakteristika … ,
    erschließt sich auch der rückkoppelnde Bezug zu den LoF.

    „Was richtig ist, wird diesen Charakter nicht dadurch verlieren, daß Fehler oder Irrtümer oder mißbräuchliche Verwendung vorkommen. Im Gegenteil, Fehler fallen ja gerade dadurch auf, daß man sie am Abweichen vom richtigen Sinn erkennt.“
    N.L., GdG S. 888

  30. Ich trau dem Frieden hier im Rocky-Blog nicht.
    Bedanke mich aber für die beruhigenden Worte.

  31. @ 42: Ihnen geht es offensichtlich (auch sprachlich) wieder richtig gut.
    Wie war das mit Georgy? Siehe 35 und 39.

  32. @42 und @32.
    Das kann ich durchaus nachvollziehen.
    Zumal der Umgangs-Stil in diesem „Rocky-Blog“ , wie Sie ihn bezeichneten
    insgesamt schon extrem gewöhnungsbedürftig ist und sich auch keineswegs in allen Lebenlagen zum ungefilterten Genuß eignet. Vor allem nicht, wie in der von Ihnen geschilderten, zutiefst erschütterten und -ohne ihre Zweifel begleitende verständnisvolle Unterstützung- auch immer noch weiter verwundbaren Situation.

    Aber verstehen Sie es auch einmal so, nicht alles, was hier an die Öffentlichkeit gelangt, kann und darf man persönlich ernst nehmen. Für mich ist das allerdings mehr eine Frage eines gepflegten Umgangsstils. Obgleich ich seit langen Jahren einiges gewohnt bin an aggressiven Grenzüberschreitungen, stockt mir bei manchen in diesem „Rocky Blog“ ausgetragenen Distanzlosigkeiten und offen unterhalb der Gürtellinie ausgefochtenen Grabenkämpfchen bisweilen schon der Atem.
    Andererseits denke ich dann aber auch, daß nicht Vieles, was in diesem „Rocky-Blog“ debattiert wird, durchaus eine experimentelle Kampf-Arena für systemtheoretisch erfahrene Experten darstellt, die ihre Perspektiven und Positionen untereinander abgleichen wollen, durchmischt mit Laien- bzw. „Hobbysystemikern“, die systemische Perspektiven kennenlernen wollen und sich dabei auch Anregungen zum Umdenken erhoffen.

    Großen Respekt jedenfalls nochmals für Ihre Leistung, Ihr Innerstes derart verwundbar zu offenzulegen. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, daß sich die Allerwenigsten trauen, ihr Innerstes derart zu offenbaren. Wobei es m.E. auch zur allergrößten Krux des aktuellen Zeitgeistes gehört, elementares Leiden innerhalb der in den unterschiedlichsten Sozialgemeinschaften organisierten Gesellschaft tabuisierend und um den heißen Brei herumredend zu verschleiern und dabei Wesentliches das existentielle Fragen betrifft, tunlichst zu verschweigen.

    Mir fällt angesichts all dieses weißen Rauschens im Zeitgeist -das von einem fast zwanghaft anmutenden übersteigerten Antrieb getrieben scheint, nur Spitzenleistungen gelten zu lassen, um diese anschließend bis in allerkleinste Detail an vorgeblich gesunden Bewegungsmustern analysierend auseinander zu nehmen, um sie anschließend bis zur völligen Erschöpfung der Ressourcen -das Leiden am Imperfekten völlig ausblendend- nochmals toppen zu können, auch immer wieder Victor Frankl ein.

    „Leiden heißt leisten und heißt wachsen. Aber es heißt auch reifen. Denn der Mensch, der über sich hinauswächst, reift zu sich selbst…“

    Ich wünsche Ihnen jedenfalls, daß Sie auf Ihrem weiteren Weg eine für Sie passende Begleitung und Unterstützung finden. Vielleicht meldet sich auch irgendwer aus der „Rocky-Runde“, ohne Sie gleich mit gut gemeinten Ratschlägen zu erschlagen. 😉

  33. @53 @29:
    „Ich halte weder die wissenschaftliche noch die mystische Redeweise für überlegen; welche die bessere ist, hängt vom jeweiligen Zweck ab“ GSB, W&W, CA-Verlag, 2. Auflage 2008, S.128

  34. @55: „Nicht nur ich beklage die unkritische Anwendung des Bernoullischen Theorems. Keynes [FN: J.M.Keynes (1921): A Treatise on Probability, London] machet ähnliche Einwände geltend, die ihn zu dem Schluß führten, das Theorem sei nur in den wenigsten Fällen streng anwendbar.
    Keynes’s Mahnung scheint ungehört verhallt zu sein, und offenkundig nahm er sie auch selbst nicht sehr ernst, denn im gleichen Kapitel zählt er die einzelnen Versuche auf, Gesetze des Zufalls empirisch zu beweisen. Doch obwohl fast alle zitierten Ergebnisse fernab von dem liegen, was aufgrund solcher Gesetze zu erwarten wäre, bemerkt er nicht den interessanten Zusammenhang mit seiner subtilen Kritik am bernoullischen Satz. Befremdlichen Serien beim Würfeln, Roulette usw. betreffen, wie er schreibt, “ nicht die Theorie oder Philosophie des Zufalls, sondern nur die materiellen Formen der Werkzeuge, mit denen man experimentiert“. Wenn aber Serien von Zufallsereignissen nicht für die Wahrscheinlichkeitstheorie relevant sind, warum soll dann die Wahrescheinlichkeitstheorie für Zufallsereignisse relevant sein? Damit möchte ich nicht bezweifeln, daß Keynes‘ Bemerkung für die klassische Theorie weitgehend zutrifft. Allerdings glaube ich, daß Keynes selbst und seine Nachfolger die ganze Tragweite seiner Einsicht garnicht erkannten.“
    GSB, W&W, CA-Verlag, 2. Auflage 2008, S.128

    Alles kIar?

  35. @ 56: Wieso wartet mein Kommentar eigentlich erst auf Freischaltung ?
    Mir scheint hier haben mal wieder so etliche Wirtschafts-Interessen, die (auf) Glücksspiel-Anlagen bauen ihre Pfoten mit gezinkten Karten im Spiel.
    Es ist natürlich ein wunderbaren Ansatz Casinos zu bauen, um gleichzeitig den Zweig der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gegen Automatenspielsucht mit zu finanzieren. Als Zahnarzt empfiehlt es sich auch unbedingt in Südzucker zu investieren, es wäre ja furchtbar, wenn es irgendwann keine Gründe mehr zur Karies-Behandlung mehr geben würde. Dann könnte man den Leuten garnicht mehr mit Genuß an die Wurzeln gehen.
    Offengestanden passt die Werbung „Mama, er hat garnicht gebohrt“ nicht mehr so ganz, is aber egal.
    Hautsache, daß Esszimmer läßt sich auch anderweitig umbauen,
    weshalb man sich dentologisch-anästhetisch vermutlich am besten auf Brackets und Implantate spezialisieren sollte.
    😉

  36. AHA, auf 56 – 57 findet gerade die Auszählung statt.
    Wer kennt denn eigentlich einen guten Anwalt, der ein Verfahren wg. Wahlbetrug betreuen kann?
    Verkalkuliert, trotz Aufpassern, bereits in den Wahllokalen?
    Wurden nicht zufällig ein paar Säcke an Briefwahl-Unterlagen, leicht an- bzw. abgefackelt in irgendeiner Garage gefunden?

  37. ach so, mein Finanzmanager will, daß ich jetzt meine Gläubiger-ID im Extranet von der Deutschen Bundesbank beantragen soll. Da müßte ich jetzt die Register-Nummer und den Ort des Registergerichts parat haben.
    Keine Ahnung, was und wo das ist.
    In Basel I, II, oder III?
    Die Steuer-Nr.-Zentrale sitzt jedenfalls in Koblenz, aufm Deutschen Eck vermutlich.

  38. @ 57 und 58: Vorsicht, dabei könnte es sich um einen Betrugsversuch handeln.
    Sie scheinen Gesellschafterin einer GmbH oder eines Vereins zu sein.
    Das Registergericht ist am Standort des zuständigen Amtsgerichts angesiedelt.

  39. Eine neue Kulturtechnik wird in Frankfurt vorgestellt, das DEEP READING.
    Dabei werden Gehirne global so vernetzt, dass sie für viele Stunden IM Gehirn eines anderen leben und sich Synapsenverbindungen möglicherweise anpassen.

    Gemeint ist nicht das 10-minütige Checken von Mails, Facebook, Twitter, WhatsApp, News, Instagram und SMS, sondern etwas REVOLUTIONÄR Neues, was in seinen Auswirkungen noch in keiner Weise eingeordnet werden kann.

    Nachteile des neuen Mediums ist das fehlende

    VIRTUE SIGNALLING,

    das unverzichtbare gewohnte Aussenden von Signalen der Tugendhaftigkeit
    und das selbstverständliche demonstrative Einhalten der Political Correctnes- und Genderregeln.

    Aus diesem Grund geben Experten dem neuen Medium kaum Chancen.

    Early Adopers könnten trotzdem einmal einen Versuch starten……

  40. @ 60: Studien zufolge synchronisiert DEEP READING (tiefes Lesen), das sich unter anderem durch moralische Komplexität, unterschiedliche Blickwinkel und detailreiche Sprache auszeichnet, unterschiedliche Areale des Gehirns und trainiert es dadurch – auch in Sachen Alltagsmoral – , und zwar im Sinne von Kants „Methodenlehre der reinen praktischen Vernunft“:
    „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.“
    Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft, zweiter Teil, Beschluss, Akademie-Ausgabe S. 288

  41. @61: Nöö, bin ich nicht.
    Als überwiegend nachaktive Wutz mit Kontakten nach CA verwechselt man mich nur leicht. 🙂

  42. Herr Sandtack, ich bedauere die Marnieren von Lothar und deaxmac und möchte sie um Entschuldigung bitten, weil ich mit meinen ungehobelten AfD-(Un-) Sitten dafür eine Mitschuld trage.

    Falls sie so gut wären: würden sie bei genügender Muße mal VIRTUE SIGNALLING ergoogeln?
    Darauf legte ich in 60 eigentlich meinen Schwerpunkt, was ich aber nicht gut zum Ausdruck bringen konnte.
    Herzlichen Dank und noch einen schönen Tag.

  43. Uff, jetzt war ihr Name wirklich unbeabsichtigt noch falsch meinem Handy-Speicher.
    Und jetzt glauben sie mir das wahrscheinlich nicht.
    Ist mir klar…. .
    Mist, das hat man nun von seinen Spielchen….

  44. und mein Kommentar in 56 bzw. 57 wartet immer noch auch Freischaltung.
    Is aber auch egal, ich stehe sowie so mehr auf 1/128 ff als auf 137.

  45. @54 Liebe Gitta,
    „eigenartigen Informations- und Sinnbegriff“

    Interessanter Begriff: „eigenartig“, den Du verwendest. 😉

    Ist das nicht Inbegriff eigenartiger „Menschlichkeit“ in seiner menschlichen Eigenart, nach der EIGENART revolutionärer Erzählungen (Kontingenz angemessenerer Strukturen) und erzählter Revolutionen (Notwendigkeit von Programmen) in Systemen zu fragen, und wirkt dadurch Kulturbildend?

  46. Und hier kommen wir der Sache schon etwas näher,
    ich hab zwar immer noch keine Website von Max, dem Schrecklichen,
    Dafür aber ein neues Outfit von Max & Co aus HD,
    während sich meine Maus bei GSB 2017 profiliert hat.
    Die Flagship-Stores senken ihre Preise und ich zahl jetzt auch
    nur noch mit Creditcard
    zwecks der Boni bzw. den Bohnen

    hier zu den Dr cksa cken
    mit ieselotto einmal kreuz und quer durch die Churpfalz
    die Troifels – Ralley mittem Landauer,
    frisch aus der Heckenwirtschaft …
    die Jungs kriegen des schon hin,
    den Radwechsel im Speyher-Bruch

    ansonsten bau ich dann halt auf die Norma
    tiefe Kraft des F cktischen
    Es ließd nschliessend doch keine Sau

    Liebe Gruesse
    das Finanz-und Postamt am Sonnentag
    http://www.badische-zeitung.de/offenburg/finanzamt-wirbt-fuer-online-verfahren–134277326.html

  47. @67 Lieber Siggi: 😀 Ich fürchte nur, der Informations- und Sinnbegriff, den der Autor zu verwenden scheint, ist einer, den Milliarden Menschen teilen. Das macht ihn dann weniger eigen-artig und auch weniger merk-würdig. Es macht ihn aber auch nicht besser. Die Fremdreferenzialität schlägt dann am Ende in der Vorstellung auf Beton, den Sinn für andere vorlegen zu können.
    (Ich frage mich gerade, ob ich den Singular hier richtig verwendet habe.)

  48. @71 Liebe Gitta, ist halt grad ein „Unwohlsein“ als Bauchgefühl, dass sich da breit macht. Da reagier ich dann schon mal etwas, na ja fast schon zynisch, wenn’s um universale und ultimative Sinngebungsversuche geht. Zur Grenzüberschreitung in totalitäre Ideologie ist es dann nicht weit. Erst mal weiter beobachten.

    Und bin auch gespannt wie sich der Autor zukünftig verhält und ob er sich wehren kann „geschoben“ und beeinflusst zu werden, von so vielen neuen Fans, die sich da gerade um ihn scharen, ihm zujubeln und so mit zu einem Resonanzphänomen beitragen, dessen Ende noch offen ist.

    Bei mir löst das erst mal ein Bauchgrummeln aus. Und mein Bauchgrummeln ist mir heilig. Dessen Sinn zu entschlüsseln und Konsequenzen daraus zu ziehen, bleibt deshalb meine wichtigste Aufgabe. Wie soll ich denn auch anders wachsen und mich vor wenig sinnhaften „Resonankatastrophen“ schützen. 😉

  49. In Kalifornien ist es zu einer bemerkenswerten Solidaritätsaktion gekommen. Harvey Weinstein, der von vielen jungen Frauen benutzt wurde, um im Filmgeschäft voranzukommen („Besetzungscouch“) wird nun als alternder Mensch, der nicht mehr allen helfen kann, aufs schändlichste gemobbt.

    „Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen so grausam diskriminiert werden“, sagte Michelle Obama in einem in den Onlinemedien vielbeachteten Interview.

  50. @75 😀
    Der Austausch mit Dir, ist mir immer wieder eine Ehre, liebe Gitta.

    Schätze Deine Unterscheidungsfähigkeit, welche offensichtlich auf geschärfte(n) Sinn(e) beruhen, sinnvollerweise erkennbar an deren (Trenn-)Schärfe.

    Das scheint mir ja der Sinn von Missverständnissen zu sein:
    Sie erst mal für sich selbst klären und sich selbst besser verstehen.
    Und das Ergebnis im Dialog(!) mit anderen bestätigen oder ggf. anpassen bzw. ergänzen.

  51. @76 Mir machen die Gespräche mit Dir auch viel Spaß, Siggi.
    Du meinst, da ist so ein Missverständnis da draußen mit dem Sinn: „Hey, komm und klär das?“ 😀
    Scherz beiseite, ich denke, ich verstehe, was Du meinst: Es ist das einzig Vernünftige, was man mit ihnen anstellen kann.

  52. @74: Gute Nachrichten, wie die Leute von ICAN am Ball bleiben (bzw. über lange Strecken bereits ) geblieben sind.
    Man braucht einen langen Atem für diesen indirekt wirksamen
    Weg der Ächtung,
    der eben NICHT vorrangig über Protest läuft.

    https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/zdf-morgenmagazin-clip-18-334.html

    Wer sich von unserer -die Waffenindustrie via NATO weiter unterstützenden Politikerclique jetzt immer noch traut, diesem klaren Signal nicht zu folgen, kann sich gleich überlegen, sein Mandat abzugeben.

  53. meine Kommentare @56 und 57 warten immer noch auf Freischaltung.
    Weshalb wohl? Wegen der „Schafe im Wolfspelz“ als des Kaisers Finanzökonomie neue Kleider.

    „Obwohl sich die meisten Experimentalpsychologen für das Mysteriöse interessieren, nehmen sie höchst ungern zur Kenntnis, daß erklärte Mysterien nicht mehr mysteriös sein können. Wen das Mysteriöse als solches reizt, der sollte besser nicht an einer wissenschaftlichen Einstellung arbeiten. Mysterien sind Beobachtungen, die wir nicht einzuordnen wissen – und allein in diesem Sinne sind Zufallserien mysteriös. Der Grundirrtum einiger Psychologen besteht darin, sich als Wissenschaftler zu gerieren, die Mysterien als solche zu reizen, doch das brandmarkt sie nur als Schafe in Wolfspelzen.“
    George Spencer- Brown, Wahrscheinlichkeit und Wissenschaft, CA-Verlag, 2. Auflage, 2008, S.107

  54. @ 80- 81: à propos Nobelpreis-Träger

    „Dass Alfred Nobel die Ökonomie ausklammerte, als er mit Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden die Kategorien für seinen Preis festlegte, ist jedoch kein Zufall: Er war der Meinung, die Wirtschaftswissenschaften seien zu weich und unpräzise, als dass man sie mit den anderen Disziplinen gleichsetzen könne. Die Ökonomie gehört ihm zufolge nicht zu den Wissenschaften, die „der Menschheit den größten Nutzen“ bringen. In einem erst im Jahr 2001 veröffentlichten Brief schrieb er sogar, er hasse die Disziplin „von Herzen“.“

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eil-wirtschaftsnobelpreis-fuer-forschung-zu-verhaltensoekonomie-1.3700538

  55. „Wer um ein Wunder betet, erbittet etwas höchst Unwahrscheinliches. Allein im Pazifik treibend, denkt einer: „Jetzt kann mich nur noch ein Wunder retten“. Dabei ist das Wort ‚Wunder‘ durchaus am Platze, zumal es der verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit entspricht, daß ein Schiff oder Helikopter vorbeikommt. ßte der Ertrinkende genaudaß ein Hubschrauber mit geeignetem Bergungsgerät unterwegs ist, so dächte er nicht so verzagt an Wunder.

    Wir erkennen eine Analogie zwischen Wundern und wissenschaftlichen Versuchergebnissen, denn letztere sind hochgradig signifikat und damit sehr geschätzt, wenn die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens bei einer Nullhypothese gering ist. Die meisten wissenschaftlichen Resultate sind deshalb keine Wunder, weil sie häufig wiederkehren. Da wir beginnen, mit ihnen zu rechnen kommen sie als Wunder kaum in Betracht. Hoch signifikante wissenschaftliche Resultat würden sich allerdings in Wunder verwandeln, wenn sie nie (oder kaum je) wiederkehrten.

    Wie bereits erwähnt gilt das ganz besonders für die Phänomene der Experimentalpsychologie. Hier findet man Resultate von erstaunlicher Signifikanz, manchmal – allerdings seltener als meist angenommen -über längere Zeiträume von Wochen oder Monaten. Doch dann ist es immer das gleiche: In einer bestimmten Versuchsphase sinken die Resultate ins Belanglose ab und erholen sich davon nicht mehr. Ob Abgleiten oder Absturz, sobald der Verfall einsetzt, ist in der Regel das Ende dieser Resukattserie besiegelt, obschon der gleiche Versuchsaufbau später signifikante Resultate anderer Art erbringen mag, bei denen sich die Geschichte jedoch wiederholt.

    Das Ärgerliche an solchen Resultaten ist, daß sie alle irgendwann ihre wissenschaftliche Geltung verlieren und sich, eines nach dem anderen in Aneldoten verwandeln – …“
    George Spencer- Brown, Wahrscheinlichkeit und Wissenschaft, CA-Verlag, 2. Auflage, 2008, S.104

  56. Weil sie die Schiffe von Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer versenken lassen wollte, da diese „kriminelle Schlepperbanden“ und deren Kundschaft ins Land brächten, die sich benähmen wie „Primaten“, wurde die Beisitzerin im saarländischen Landesvorstand vom Amtsgericht Ottweiler zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt.

  57. @ 91: „im saarländischen Landesvorstand“ welcher Partei?

    Die AfD Saar hat ihren Saarbrücker Hauptsitz in der Galgendell 53 – also in einer Sackgasse!

  58. @82 ach, die wissenschaftliche Einstellung lässt sich abschalten. Auch hier gilt, liebe DeaxMac, dass die Antwort auf die meisten Abgrenzungsmythologien lautet: beides. Man kann sehr gut montags Wissenschaftler, dienstags Mystiker und Mittwochs trans sein. Die Verwirrung, die man damit anzustiften vermag, ist es für sich schon wert.

  59. @93… „die meisten Abgrenzungsmythologien“ … nach zu wenig Stunden Schlaf sollte man sein Hirn erst einmal an einem Twitter-Post oder so üben.

  60. Michael S. ##91 & 94 am12. Oktober 2017 um 9h27 & 9h46:
    „Weil sie die Schiffe von Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer versenken lassen wollte, da diese „kriminelle Schlepperbanden“ und deren Kundschaft ins Land brächten, die sich benähmen wie „Primaten“, wurde die Beisitzerin im saarländischen Landesvorstand vom Amtsgericht Ottweiler zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt.
    Jeannette Ihme heißt die verurteilte AfD-Politikerin.“

    2700 € waren in diesem Falle 90 Tagessätzen zu je 30 €.
    http://www.berliner-kurier.de/news/politik—wirtschaft/fluechtlinge-seien–primaten–afd-politikerin-kassiert-geldstrafe-wegen-volksverhetzung-28568140

    Geldstrafen (Urteil oder Strafbefehl) von mehr als insgesamt 90 Tagessätze und Freiheitsstrafen (Vorstrafe) von mehr als 3 Monate in das Führungszeugnis aufgenommen.

  61. @ 96, @ duscholux: Sind Sie Jurist?

    Ein Tagessatz von 30 Euro entspricht einem Nettoeinkommen von 900 Euro (vereinfachtes Schema: Tagessatz = monatliches Nettoeinkommen/30). Also verliert Jeannette Ihme drei Monatsnettogehälter. Was müsste sie zahlen, wenn sie Hausfrau wäre?

  62. Kann man solche Strafen eigentlich als Außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben von der Steuer absetzen?

  63. @ 98: Ja, aber nur dann, wenn Sie Berufspolitiker der AfD sind. Dann zählen solche Strafen zu den Werbungskosten.

  64. @93: Was glaubst Du denn, Gitta, was ich den ganzen, lieben, langen Tag mache? 🙂
    Und das auch noch als bevorzugt nachtaktive Wutz.
    Rapid cycling is en Dreck dagegen. Vor allem wenn’s dann auch im am unter #AufsIchtssrad-mit GIied Iandet
    🙂

  65. @ 100: Über den Werbungskostenpauschbetrag von 1000 Euro können alle notwendigen Kosten des Einkommenserwerbs steuermindernd abgesetzt werden – bei Berufspolitikern der AfD somit auch die Strafen und Gerichtskosten für Klagen wegen Beleidigung, Volksverhetzung und andere einschlägige Delikte, da diese erwiesenermaßen zur Berufsausübung von AfD-Politikern gehören.

  66. Weil, ich hatte vor den Herbstferien in einem Gespräch mit meinem Chef gesagt: “ Im Lehrerzimmer sitzen lauter Primaten.“

  67. @ 103: Jetzt muss ich Sie leider enttäuschen: Bei Lehrern – zumal verbeamteten – gehören Geldstrafen wegen Beleidigung der Kollegen oder der Schüler nicht zu den steuerlich absetzbaren Werbungskosten, selbst wenn diese Kosten unmittelbar mit dem Einkommenserwerb zusammenhängen.
    Ein Steuerschlupfloch eröffnet sich freilich für Ihre Ehegattin: Diese kann alle von Ihnen verursachten Kosten als „Außergewöhnliche und unzumutbare Belastungen“ steuermindernd absetzen (EStG § 9, Abs. 8a „Dummheitskosten“).
    Sicherlich greift in Ihrem Fall zusätzlich der steuerliche Schwerbehindertenpauschbetrag, und zwar als hochgradiger „Härtefall“ (womit diesmal nicht Ihre legendäre Standfestigkeit gemeint ist).

  68. Mein Chef war konsterniert, weil er ja mitgemeint war, doch als ich den Satz abends bei einer AfD Podiumsveranstaltung wiederholte, bei der auch Linke dabei waren, wurde zustimmend gelacht, von einzelnen sogar gejohlt.

  69. @ 105: Wenn Ihr Satz stimmt, haben Sie nichts zu befürchten, denn Primaten haben in Deutschland kein Klagerecht. Das Primatentum muss allerdings ein gerichtlich vereidigter Sachverständiger nachweisen, in diesem Fall Herr Dr. jur Alexander Gauland und Frau Dr. jur. Beatrix von Storch.

  70. @ 108
    …dass Primaten kein Klagerecht haben?
    Oder dass das Primatentum Ihres Kollegiums mit einem Sachverständigengutachten nachzuweisen ist?

  71. @ 108
    Ach so, Sie halten es für ungerecht, dass Lehrer ihre Geldstrafen nicht steuermindernd als Werbungskosten absetzen können, wenn ihre Schülerschaft und/oder ihr Kollegium sie wegen Beleidigung und Volksverhetzung anzeigen.
    Jetzt sitzen doch 95 kampfkräftige AfD-Bundestagsabgeordnete im Reichstag, deren Geschäftsmodell „Beleidigung und Volksverhetzung“ lautet und die dafür sorgen werden, dass bald alle Bürger in den Genuss dieser Steuervergünstigung kommen. Pöbeln, Trollen und Mobben sind doch längst zum Volkssport geworden.

  72. Lehrer sind doch auch nicht so hoch angesehen. Warum lacht man über diese im heutigen Schulsystem armen Opfer und über mutige Besseres-Leben-Abenteurer nicht!??

  73. Also ich bin – auch als Christ-grundsätzlich für die Schwachen. Und deshalb sollte man (bei den heutigen! Verhältnissen) nicht über das Primatentum der Lehrer lachen!
    Oder halten sie das für korrekt?

  74. @ Sagen Sie das denjenigen, von denen auf der „AfD Podiumsveranstaltung (…) zustimmend gelacht, von einzelnen sogar gejohlt“ wurde und vor allem demjenigen, der das behauptet hat – nämlich sich selbst.

  75. @ 115: Wenn Sie so etwas öffentlich sagen, ist Johlen völlig verständlich, schließlich gehören auch Sie zu dieser Spezies – zur Spezies der Lehrer.

  76. @0)
    Wie soll man sich gegen eine erhoffte Zukunft entscheiden?
    Wenn ich erhoffe, dann hoffe ich, also bin in Erwartung dessen und kann nicht gleichzeitig gegen diese Erwartung sein.

    @0) ‚Was nicht in Frage gestellt wird, ist die Hoffnung auf die Lösung aller Probleme durch Personen.‘
    Natürlich fragen sich das die Menschen.

    @0) ‚Bleibt noch die Kultur (das heißt aber konkret nur, dass man weiss, welche Kultur man nicht will: Muslime, Scharia, usw. – ‚
    Natürlich wissen Menschen auch, welche Kultur sie gerne möchten.

    Sie möchten wohl gerne auf diejenigen zielen, die schwierige Entscheidungen weniger durchdenken. Auf die Deppen, die die Demokratie mitreden lässt. Tja, aber was wären Sie ohne Deppen? Keiner würde Ihnen Ihr Brot backen oder die Post nach Hause bringen. Wenn jeder kompliziert denken würde, gäbe es überhaupt kein Brot mehr.
    Programme und Strukturen könne der kleine Mann keinesfalls geistig durchdringen, darum könne es wohl nur am Besten sein, ihn ganz zum Schweigen zu bringen.
    Wie wärs mit Diktatur?

  77. @0)
    Lassen Sie Flugblätter drucken.

    „PROGRAMM. STRUKTUR. PERSON. KULTUR.
    DAS, lieber Bürger, bedenke nur.
    Wenn dein Leben soll gelingen, bedenkst du’s nicht, wird’s den Tod dir bringen.“

  78. @119: Ich bin auf jeden Fall für Primaten (auch wenn manche sich msnchmal mit Würmern oder Mistkäfern verwechselbar machen).

  79. @120)
    Und ich bin ein mißtrauisch gewordener Ossi, durch westliche Werbung und Kaufangebote. Nun mutmaße ich, Sie wollen mir msn unterjubeln. Oder was soll das „msnchmal“? Nein Danke!

  80. @121: Subliminale Werbung für einen eher liberalen US-Fernsehsender. Hat leider nicht funktioniert (d.h. Sie habe es gemerkt; war nix mit sub…).

  81. 122)
    Nee, ein Instant-Messaging-Dienst von Microsoft, der zu viel Datenvolumen wegsaugt.
    Aber so ist der Wessi, oft weiß er selbst gar nicht, was er da so anbietet. LoL.

  82. tja, wenn dat so is, dann muss mer wohl vonne Primaten zu de Priapismen uebawechseIn,
    die sin im Endeffekt ohnehin besser uffjesteIIt, wa?

  83. @124)
    Brrrrr, wie Sie mich anekeln.
    Ich werde den Schauder jedoch jetzt nutzen, um endlich eine Springspinne nebst ihrer frohen Kinderschar aus meiner Wohnung zu befördern. Die Geburten vor 5 Tagen waren wirklich interessant, aber nun sind die Kleinen schon am rumspazieren.

  84. Von den sich kabbelnden Primaten-Männchen zu den dadaistischen Spin-Doktorinnen… Welch evolutionärer Sprung!

  85. Als Pate eines Orang Uranjungen auf Borneo und Besitzer eines Komposthaufens muss ich hier mal Einspruch erheben. Die eigentlichen Primaten werden derzeit durch den homo, der angeblich sapiens ist, erheblich bedroht. Z.B. durch Palmölplantagen in den Tropen, und dafür werden Urwälder brandgerodet. Orang Utan werden dabei einfach mitverbrannt. „Mein“ Affe (jetzt ist es raus) ist Waise, seine Mutter kam ums Leben, er ist seelisch traumatisert und nun in einer Spezialstation für das Ausbildern vorbereitet. Das Zeug (Palmöl) ist billig und wird in sehr vielen Lebensmitteln verwandt (z.B. Gebäck). Also nicht nur labern und bloggen, sondern mal auf die Packung schauen unter Zutaten und solche Sachen nicht mehr kaufen.
    Der Regenwurm ist der Segen jeden Gartens. Asseln auch. Affen, Regenwürmer und Asseln haben den großen Vorteil, dass sie sich nicht mit sinnlosem Gerede aufhalten.

  86. Wäre jemand im Blog zur Mitarbeit auf Augenhöhe bereit?
    Auch ich möchte endlich promowieren.
    Ich dachte an ein Thema ähnlich dem folgenden:

    „Promotionsverfahren N.N.

    Thema: „Religiöse Vorstellungen von Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen – eine qualitative Untersuchung“

    Betreuer_in: Prof. Dr. N.
    Gutachter_in: Prof. Dr. N.

    Thesen anlässlich der Disputation von R.D.

    zur Erlangung des Grades einer Doktorin der Philosophie im Fachbereich I der Stiftung Universität Hildesheim

    Titel der Dissertation:

    Religiöse Vorstellungen von Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen – eine qualitative Untersuchung

    These 1: Die Forschung über die religiösen Vorstellungen von
    Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen stellt eine Forschungslücke dar.

    These 2: Die Ergebnisse der empirischen Studie markieren Handlungsbedarf auf schulischer und religionspädagogischer Ebene.

    These 3: Die Methode des Bibliologs eröffnet eine neue didaktische Dimension biblischer Texte für Schule und Gemeinde.

    These 4: Die Strukturen der Heinrich-Albertz-Schule in Salzgitter ermöglichen allen Beteiligten Begegnungen auf Augenhöhe.“

  87. @ 131
    „Promovieren in Hildesheim
    Hadmut
    Es ist ein Hohn. Ein absoluter Hohn.
    Ich habe gerade eine Promotionsankündigung der Uni Hildesheim bekommen. Fachbereich 1, Erziehungs- und Sozialwissenschaften.
    *Promotionsverfahren Regina Dahms
    Thema: „Religiöse Vorstellungen von jungen Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen – eine qualitative Untersuchung“
    Betreuer_in: Prof. Dr. Martin Schreiner
    Gutachter_in: Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld
    Thesen anlässlich der Disputation von Regina Dahms
    zur Erlangung des Grades einer Doktorin der Philosophie im Fachbereich I der Stiftung Universität Hildesheim
    Titel der Dissertation:
    Religiöse Vorstellungen von jungen Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen – eine qualitative Untersuchung
    These 1: Die Forschung über die religiösen Vorstellungen von jungen Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen stellt eine Forschungslücke dar.
    These 2: Die Ergebnisse der empirischen Studie markieren Handlungsbedarf auf schulischer und religionspädagogischer Ebene.
    These 3: Die Methode des Bibliologs eröffnet eine neue didaktische Dimension biblischer Texte für Schule und Gemeinde.
    These 4: Die Strukturen der Heinrich-Albertz-Schule in Salzgitter ermöglichen allen Beteiligten Begegnungen auf Augenhöhe.*
    So ein Dumpfsinn!
    Irgendetwas qualitativ zu untersuchen ist nicht promotionstauglich, weil es kein wissenschaftlicher Fortschritt ist. Sowas wäre höchstens Bachelor- oder allenfalls Master, nämlich Anwendung. „vielseitig undefinierte Begabungen” – was soll das sein? Neue politische Umschreibung für Lernbehinderte? Wie will man da überhaupt arbeiten können? Wäre es nicht erst mal erforderlich, die Begabungen zu definieren? Die Forschung … stellt eine Forschungslücke dar: Da stimmt schon der Satz nicht. Wenn überhaupt „füllt eine Forschungslücke“. Aber wenn Forschung eine Forschungslücke darstellt, dann ist es ja eben keine Forschung. Wie ein Zahn, der eine Zahnlücke darstellt. Die Ergebnisse der empirischen Studie markieren Handlungsbedarf …: Sein sich nix gut Deutsch an Fachbereich für Erziehungswissenschaft. Ergebnisse markieren gar nichts, und Handlungsbedarf hat in einer Dissertation/Promotion überhaupt nichts verloren, weil das politisches Handeln und damit nicht mehr Wissenschaft ist. …eröffnet eine neue didaktische Dimension biblischer Texte…: Dimension biblischer Texte? Was soll denn dieser Quatsch? „Dimension“ hat sich ja als Sozioschwafelbegriff etabliert, der immer dann verwendet wird, wenn die, die uns so gerne Sprachvorschriften machen, keinen Begriff finden, weil die sprachlichen Fähigkeiten für die Tätigkeit nicht ausreichen. …ermöglichen allen Beteiligten Begegnungen auf Augenhöhe…: Das ist ja ein Brüller der Wissenschaftlichkeit. „Begegnungen auf Augenhöhe“. Noch leerer könnte das Geschwätz ja nicht mehr sein. Es ist unglaublich, was da an den Universitäten für ein Schwindel abläuft. Alles im Zeichen der Frauenförderung, die selbst für den leersten Blödsinn noch mit Doktorgraden behängt werden. Und dann reden die immer von Frauenbenachteiligung. Und ich habe mal so blind geraten, dass „vielseitig undefinierte Begabungen” eine politisch-korrekte Umschreibung für Lernbehinderte sein soll. Danach (wirklich erst danach) habe ich auf die Webseite der Doktorantin gesehen und gefunden:
    *Arbeitstitel
    Religiöse Konzepte von jungen Menschen mit geistiger Behinderung – eine qualitative Untersuchung […]
    Der Schwerpunkt dieses Vorhabens liegt darin, die religiösen Konzepte (z.B. Gotteskonzept) von jungen Menschen mit geistiger Behinderung zu erforschen.*
    Wenn ich sowas lese, geistige Behinderung in einer – nein, nicht wissenschaftlichen – als wissenschaftlich ausgegebenen Arbeit als „vielseitig undefinierte Begabungen” auszugeben, wie kann man denen überhaupt noch irgendein Wort glauben, und was könnte daran noch irgendwie wissenschaftlich sein? Was ist daran überhaupt promotionswürdig, geistig Behinderte nach ihren religiösen Überzeugungen zu befragen? Sowas ist vielleicht ein Pflegepraktikum, aber doch keine wissenschaftliche Leistung, gar Promotion. Und wenn man dann noch sieht, dass beide Prüfer aus der evangelischen Theologie kommen, dann ist auch klar, warum das überhaupt nichts mehr mit Wissenschaft zu tun hat und die die Doktorgrade dort einfach so verschleudern. Die evangelische Kirche ist ja auch zum Genderzentrum verkommen…..Gerade erst jammerte der Verfassungsrichter Peter M. Huber, dass die Demokratie zersetzt würde, weil die Macht vom Gesetzgeber auf die demokratisch nicht legitimierte Exekutive verlagert wird. Genau hier haben wir so ein Beispiel, in dem Professoren einfach eigenmächtig und verfassungswidrig Abschlüsse verschleudern, weil es keine gesetzliche Grundlage gibt…Verfassungsrichter. Deren Pflicht und Aufgabe wäre es gewesen, solchem Unwesen Einhalt zu gebieten und den Gesetzgeber zu verfassungskonformer Normierung zu zwingen, denn solche Witzpromotionen darf der Staat nicht durchführen…
    Bonusfrage:
    Welchen Beruf will man mit „geistig Behinderte nach ihrer religiösen Überzeugung gefragt” eigentlich ausüben? Wie will man damit seinen Lebensunterhalt verdienen? Müsste da nicht „Dr. hartz. vier.” auf der Promotionsurkunde stehen? Oder gehen die dann in die evangelische Kirche und werden aus den staatlichen Zuwendungen bezahlt?
    Macht Euch klar, dass wir Steuerzahler solche Leute doppelt durchfüttern müssen: Vor und nach der Promotion.
    (danisch.de. Schampus auf den Campus!)“
    http://neuebürgerzeitung.de/2017/10/13/gelesen-1965/

  88. „Menschen mit vielseitig undefinierten Begabungen“ =
    „Menschen mit geistiger Behinderung“

    [???]

  89. @133: um diese Doktoranden braucht man sich keine sorgen machen. Parteibuch der SPD, Linken oder Grünen genügt und irgend eine Referentenstelle wird schon dafür eingerichtet (und wenn das nicht klappt, bei Kahane ist immer ein Plätzchen frei).

  90. Die Grünen werden übrigens beim nächsten evangelischen Parteitag als Religionsgemeinschaft anerkannt.

    Beim FBS Blog muss man vorher noch ein/zwei Extremisten ausschließen.

  91. @ Themenvorschlag für Georgy

    Strategien zur Manipulation von politischen Meinungen.
    Mein Kampf um Wahrheit, Respekt und Humanität im linksgrünen Milieu

  92. @ 128 Lothar Eder: „„Mein“ Affe (jetzt ist es raus) ist Waise, seine Mutter kam ums Leben, er ist seelisch traumatisert und nun in einer Spezialstation für das Auswildern vorbereitet.“

    Was machen Sie als Patenonkel?

  93. @ 141: „Zahlen“

    Auch für die Therapie beim Diplom-Psychologen wegen der seelischen Traumatisierung?

    Oder machen Sie „remoto terapia dello spirito scimmia“?

  94. Der Aff braucht mich nicht persönlich, sondern wird vor Ort gut betreut (ich kann ja nicht ständig nach Borneo fliegen) und solche Organisationen brauchen bekanntermaßen Sponsoren. Und er ist ein ganz Süßer (mein Aff).

  95. Würmer, Käfer, Pimmel, Affen, Spinnen ——–,
    Die Sehnsucht des überhöhten Christenmenschen bahnt sich den Weg.
    Von ganz oben nach ganz unten.
    Nie findet er das rechte Maß.
    Vom pathetischen Himmelsgestürm hinab zu Schlamm und Gewürm.
    Dann wieder hinauf.
    Ein running gag of Jesus or what?

  96. Osho würde sagen: Der Kitzel des Abstiegs ins Hara.
    Das Spürenwollen der erschaudernden Todesnähe (Lebens- und Todespunkt lägen im Hara nah beieinander) wäre seiner Ansicht nach die Ursache für die Kampfeslust des Menschen.
    Wenn der Kerl Recht hat könnte man sich sozusagen jegliche Weltverbesserungsdiskussion sparen.
    Aber was macht man dann so den ganzen Tag über?

  97. Ich habe den Spinnen übrigens meinen Swiffer geopfert, sie mitsamt dieser Putzhilfe aus dem Fenster geworfen, dass sie es noch bissel muschelig haben im Gewöll dieses Gerätes. Bin ich nicht ein guter Mensch?

  98. Jesus Obama and his girl friend Angela were here and bombed
    Syria with good bombs (for good gas).

    Now the devils are coming out of the hell…..
    everythere….

    In Germany they call it „Unsicherheitsabsorption“.

    ( For religious people, who want it very clear and easy….)

    Thanks for the dialog, it was a pläscharr for miii.

  99. @124)
    „Das SIE mich anekeln“ ist wohl unsachlich und formuliert und könnte zu Mißverständnissen führen. Nur wie formuliert ein Engel im Fall angemessen?

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